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Ein 'anderes' Abendmahl

27.08.2017, 18:46 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Arm und Reich an einem Tisch – Gibt es das überhaupt?

Die Antwort lautet: Ja, das gibt es. Nicht sehr oft, auch nicht überall. Noch, so scheint es, handelt es sich um einen 'Einzelfall'. Er entsprang der Idee eines ungewöhnlichen Menschen: eines katholischen Pfarrers, der dem Wort 'Abendmahl' einen neuen Sinn gegeben hat. Ihm kam es bei diesem Wort offenbar nicht so sehr darauf an, den spirituellen, religiösen 'Hunger' des Menschen in einem feierlichen rituellen Akt zu stillen, sondern seine Abendmahlsgäste sollten auch körperlich satt werden. Und besonders dachte er dabei an diejenigen unter uns, die - aus welchen Gründen auch immer - keinen Platz zu haben scheinen in unserer Überflussgesellschaft.
Was diesem Padre in einem Stadtteil von Madrid gelungen ist, erinnert ein wenig an die biblische Geschichte von der Speisung der Zehntausend.
Aber hören und sehen – oder lesen - Sie selbst:
Das Robin Hood - Arm und Reich an einem Tisch"
Mitten in Madrid, nur wenige Meter von den Touristenattraktionen entfernt, liegt das Restaurant Robin Hood. Ein Name, der hier Programm sei, sagt Padre Angel. Von den Reichen nehmen, um es den Armen zu geben. Nur dass die Reichen hier nicht überfallen werden. Padre Angel ist der Initiator des Restaurants. Seine Idee: Mittags können die Gäste freiwillig etwas mehr für ihr Essen bezahlen. Am Abend dürfen dann Menschen, die sich kein Essen im Restaurant leisten können, gemeinsam mit zahlenden Gästen speisen. Padre Angel ist 80 Jahre alt und in Madrid längst eine Berühmtheit. Seit mehr als fünf Jahrzehnten setzt er sich für sozial schwache Menschen ein. Seine Kirche hat er schon lange für alle geöffnet. Jeden Tag - 24 Stunden. Nachts können sie dort schlafen, morgens um acht gibt es ein Frühstück auf den Kirchenbänken, am Tag immer etwas zu essen, Sie erhalten kostenlose medizinische Untersuchungen und vor allem viel gelebte Solidarität von freiwilligen Helfern, die von der Idee des Padres begeistert sind. Doch das war dem Pfarrer nicht genug. Er wollte nicht nur Almosen verteilen, sondern Solidarität mit den Armen leben. Ganz im Sinne von Papst Franziskus. Als er hörte, dass in der Nähe der Kirche eine Gaststätte zu verpachten sei, kam ihm die Idee eines Restaurants für die Armen. Seitdem gibt es das Robin Hood. Ein Restaurant für Obdachlose mitten in einem Touristenviertel von Madrid? Wie das gelingt, zeigt dieser Film. Und er berichtet von einem Pfarrer und seinen vielen Helfern, die sich unermüdlich für das Schicksal sozial Benachteiligter einsetzen, führt die Zuschauer in eine Kirche der Solidarität und vor allem ins Restaurant Robin Hood. Dort wo Reiche und Arme gemeinsam speisen können. Unter dem Motto von Padre Angel: Freundschaft, Würde und Gemeinschaft.

Quelle: http://www.daserste.de/information/r...eo-100.html

3 Kommentare

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Eine wunderbare Idee und es sollte Furore machen.
  • 27.08.2017, 19:14 Uhr
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ich habe diese Sendung auch gerade gesehen und bin tief beeindruckt.
  • 27.08.2017, 19:10 Uhr
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