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Waffen-Geschenk für Erdogan: Deutsche Uni hilft bei Panzerfabrikbau in der T ...

Waffen-Geschenk für Erdogan: Deutsche Uni hilft bei Panzerfabrikbau in der Türkei

News Team
30.08.2017, 09:43 Uhr
Beitrag von News Team

Laut dem Nachrichtenmagazin stern und dem Recherchenzentrum Correctiv soll die renommierte Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen eine Machbarkeitsstudie für die umstrittene Panzerfabrik in der Türkei erstellt haben. Diese soll dort auch dank deutscher Beteiligung entstehen.

Nach Recherchen des stern, des Recherchezentrums Correctiv und der türkischen Exilredaktion Özgürüz sieht die Studie für den Standort in Karasu östlich von Istanbul auf einer Fläche von 222 Hektar sowohl den Bau von Bussen und Motoren, wie auch von Kampfpanzern vor. Der vorgesehene Bauherr des Werkes ist die türkische Firma BMC, die mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall seit 2016 über ein Joint Venture zum Bau gepanzerter Fahrzeuge verbunden ist.

Wie ein Sprecher der RWTH auf Anfrage bestätigte, arbeitete ihr Werkzeugmaschinenlabor von Mai bis September 2016 an einer Machbarkeitsstudie für das Werk in der Türkei. Der Auftrag sei von einer deutschen Vermittlungsfirma gekommen, nicht von Rheinmetall. Es sei zunächst auftragsgemäß auch nur um "Spezialfahrzeuge" gegangen.

Erst später hätten sich Vertreter der türkischen Firma BMC gemeldet.
Nachdem nun auch vom Bau von Panzern die Rede gewesen sei, habe man den Auftrag "frühzeitig mit einer eingeschränkten Präsentation der Ergebnisse beendet", sagte der Sprecher.

Es sei "ein Fehler" gewesen, dass man die Studie erstellt habe, räumte er ein. Laut der RWTH-Studie ist für Karasu eine Werkshalle zum Bau von Kampfpanzern vorgesehen, daneben Hallen für zwei weitere Typen gepanzerter Fahrzeuge. 1150 Stück der Produkte aus dem Geschäftsfeld "Defense"
sollen - so die Studie - künftig jedes Jahr das Werksgelände verlassen.

Rheinmetall erklärte auf Anfrage des stern, Rheinmetall habe für Karasu "keine Werksplanungen entwickelt oder entwickeln lassen". Nach internen Firmenunterlagen, die dem stern vorliegen, wollte Rheinmetall den türkischen Partnern für die Fabrik jedoch zeitweise sogar eine "schlüsselfertige" Lösung anbieten und dafür auch eine Partnerschaft mit den zwei deutschen Planungsfirmen Obermeyer und Edag bilden. Diese Partnerschaft kam nach Recherchen des stern jedoch nicht zustande. Bei dem Ingenieurdienstleister Edag hat man bereits 2016 beschlossen, sich von militärischen Projekten in der Türkei fernzuhalten.

Treibt die große Koalition ein "doppeltes Spiel?"


Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir übte jetzt harte Kritik an dem
Vorhaben: "Der Umgang mit Rheinmetalls Türkei-Plänen ist ein Paradebeispiel für die Doppelzüngigkeit der Bundesregierung", sagte Özdemir dem stern. Während Außenminister Sigmar Gabriel "lautstark ein Ende der Rüstungsexporte in die Türkei" fordere, schauten er und seine Koalition bei dem Rheinmetall-Vorhaben "stillschweigend zu".

Die Große Koalition habe hier "versagt", fügte Özdemir hinzu:

Würde es die Bundesregierung mit ihrer Kurskorrektur in der Türkeipolitik ernst meinen, würde sie dafür sorgen, dass diese Panzerfabrik nicht gebaut werden kann.

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10 Kommentare

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Die Türkei ist ein geschätztes Mitglied der NATO, also unser Bündnispartner. Da wir aus der NATO nicht austreten wollen, müssen wir wohl mit denen zusammenarbeiten. Das nennt man Realpolitik.
  • 30.08.2017, 14:50 Uhr
  • 0
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Äh - wieviele Schlaftabletten hat DL denn noch intus ??
Hallo DL - der Wecker rappelt - oder wurde er ab gestellt ??
Dann schlaf weiter - armes Deutschland !!
  • 30.08.2017, 12:58 Uhr
  • 0
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Die Regierungskonzerne bestimmen was passiert. Die Deppen in den Parteien dürfen nur so tun als ob.
  • 30.08.2017, 12:17 Uhr
  • 3
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...und was ist mit Puderzucker im Arsch?
  • 30.08.2017, 11:55 Uhr
  • 3
... Kandiszucker wäre besser ....
  • 30.08.2017, 11:59 Uhr
  • 2
Gordana T. , der tut so weh....
  • 30.08.2017, 18:46 Uhr
  • 2
Aber soll helfen.
  • 30.08.2017, 18:52 Uhr
  • 1
  • 30.08.2017, 19:36 Uhr
  • 0
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das ist die Meinung von Herr Özdemir VOR der Wahl:

"Würde es die Bundesregierung mit ihrer Kurskorrektur in der Türkeipolitik ernst meinen, würde sie dafür sorgen, dass diese Panzerfabrik nicht gebaut werden kann."

schaun mer mal, ob er auch nach der Wahl, und einer möglichen Regierungsbeteiligung, bei seiner Meinung bleibt ...
  • 30.08.2017, 11:38 Uhr
  • 2
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