wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Ein Kuriosum

30.08.2017, 20:05 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

EIN KURIOSUM, von Gerd Quedenbaum.
Da haben wir es wieder und wieder, die AfD mitsamt ihren Akteuren immer im Fokus der Konkurrenz.
Nun wieder mal Herr Gauland, der einer angeblichen Bundesministerin Özoguz die Entsorgung in der (oder in die) Türkei angedroht hat. Nebenbei bemerkt, diese Frau ist nominell ledigklich als Bauftragte der Bundesregierung bekannt. Frau Ö. als Türkin in Deutschland hat verkündet, daß man in Deutschland keine eigene Kultur vorwerisen könne, außer der Sprache. Mit anderen Worten, wir müßten doch dankbar sein, daß die Türken zu uns kommen und hier ihre Kultur durchaus auch aggressiv zhu verbreiten suchen. Wenn das Meinung und Sprachgebrauch der Bundesregierung sein sollte, dann wäre es empfehlens- ja sogar wünschenswert, die ganze Regierungsmannschaft samt Frau Merkel zum Teufel, d.h. in die Türkei zu entsorgen.
Daß sich Herr Gauland in seiner Stellungnahme gegenüber Frau Ö. etwas im Ton vergriffen (er hätte auch etwas feiner formulieren können), ist wohl eher auf die
gereizte Wahlkampfstimmung zurückzuführen. Gaulands Stellunggnahme gegen die Türkin war offenkundig als eine politische Zurechtweisung gedacht. Unsere Gerichte hätten ganz gewiß massig Strrafanklagen zu prüfen, wenn man alle Äußerungen in dieser Stimmung zur Anzeige bringen wollte.
Übrigens, ich bin nicht Mitglied und auch nicht Wähler der Afd.
Das Kuriosum in diesem Spielchen ist wohl eher der ehemalige Bundesrichter Fischer, der Gauland nun wegen dessen Äußerung gegen Frau Ö. der "Volksverhetzung" beschuldigt. Damit wir uns recht verstehen, er hat sich als "ehemaliger Bundesrichter" zu Wort gemeldet, womit er wohl das Gewicht seiner Beschuldigung unterstreichen möchte. Genau genommen geht es dem Herrn Richter wohl nur darum, der ihm unliebsamen Partei und ihrem Kandidaten
wieder mal etwas anzuhängen. Auch dies nebenbei bemerkt: Von solchen "Scherzen" verstehen hohe und höchste Richter eine ganze Menge, mögen sie nun amtieren oder ungefragte Ruheständler sedin; sie können's nicht lassen.

Mehr zum Thema

28 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Vielleicht darf ich, liebe Frau Lucia und Gerd, an ein Zitat erinnern,
das berühmte aber vergessene Zitat vom "Alten Fritz":
Deutschland achtet die Herkunft und kulturelle Identität aller seiner Zuwanderer.
Aber wir akzeptieren nicht den Import autoritärer, antidemokratischer und religiös-fanatischer Ansichten.
Wer Freiheit und Demokratie bekämpft,
wird hier keine Zukunft haben
dies klarzumachen,
"ist die Aufgabe eines jeden demokratischen "Deutschen".
Diesem Zitat ist nichts hinzuzufügen - es sollten sich aber alle Bürger immer vor Augen führen.
  • 31.08.2017, 18:33 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wenn ich es richtig sehe ist Frau Ö. Integrationsbeauftragte. Macht sie nicht mit dieser Aussage ihren Shop überflüssig. Es gibt ja nichts zu integrieren. Um die deutsche Sprache zu erlernen, braucht es "nur" die Einstellung von mehr Deutsch-Lehrern, die die deutsche Sprache bitte möglichst "einfach" und ohne Tiefgang vermitteln.
  • 31.08.2017, 17:03 Uhr
  • 0
Durchaus richtig, Lucia. Frau Ö. hat mit ihrer Äußerung sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, daß sie weder ihr Amt noch ihr behauptetes Deutschsein verstanden hat - und offenbkundig auch nicht gewillt ist, das zu erfassen und zu verstehen.
  • 31.08.2017, 17:27 Uhr
  • 0
Vielleicht ist das "kulturbedingt" nicht möglich.
  • 31.08.2017, 17:35 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
„Frau Özuguz steht diese Aussage nicht zu.Und Gaulands Formulierung ist völlig unnötig und kontraproduktiv.“

Völlig Richtig. Recht hat er aber damit das diese Person auf dem Posten eine Fehlbesetzung ist und mit sofortiger Wirkung des Amtes enthoben gehört.
  • 31.08.2017, 16:47 Uhr
  • 3
Lieber Jürgen, mir ist es auch.... und hoffentlich regt diese ihre Aussage zum Nachdenken an. Und klar ist auch, das Herr G. in unverhältnismäßiger Weise angegriffen wird. Immerhin besagt die Aussage von Fr. Ö., dass wir keine Kultur haben und das ist mehr als eine Beleidigung.
  • 31.08.2017, 16:57 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich schlage vor, die gesamte AFD zu entsorgen. Ich denke, dass es die eine oder andere Diktatur irgendwo auf der Welt gibt, die den Ordnungsvorstellungen von Gauland & Co entspricht, und dahin würde ich sie abschieben. Mit unserem demokratischen Rechtsstaat kommen sie ja nicht klar, und lassen wir uns unsere Demokratie nicht länger kaputtreden von diesen Chaotisierern!
  • 31.08.2017, 16:22 Uhr
  • 0
Tut mir leid, HVS, aber Deine Meinung kann ich nicht teilen.
Zunächst einmal trifft Deine Meinung nicht den Kern meines Beitrages. Aber das nur nebenbei.
Neben der Afd gibt es noch einige andere politischen Meinungen im Lande, die von weniger nachdenklichen Menschen verurteilt werden. Deren Meinung aber nur deshalb zu verurteilen, weil man nicht gewillt ist, sie überhaupt anzuhören und sich um Gespräch zu bemühen, das nenne ich "Volksverhetzung". Das ist die Praxis, die von unseren Politikern mit großem Fleiß geübt wird. Mit Demokratie hat das überhaupt nichts zu tun. In der Weimarer Republik hatten wir ähnliche Verhältnisse. Die Bonzen damals wollten auch nicht reden. Wie heute, so haben sie schon damals die Bürger gegeneinander gehetzt - über das Produkt brauchen wir nicht mehr zu reden.
Unsere Demokratie kaputtreden ? Du irrst. Die Demokratie ist bereits kaputt. Das wollen die etablierten Rechthaber nur nicht bessern
  • 31.08.2017, 17:05 Uhr
  • 2
Ich bin sofort dabei, wenn es um Kritik an den Zuständen in Deutschland gilt, vor allem an der zunehmenden Spaltung in arm und reich. Aber wer hat denn die Weimarer Republik zerstört? Das waren die rechten Hetzer, die die Demokratie madig machten und ihrer Abschaffung das Wort redeten. Es waren die rechten Wirtschaftskreise, die eine Koalition zwischen rechten bürgerlichen Parteien und den Faschisten betrieben, und es war die SPD, die eine Volksfront mit der KPD verhinderte und damit den Faschisten den Sieg ermöglichte. Natürlich muss man die jetzige Regierung kritisieren, wenn sie sich z.B. nicht an die eigene Verfassung hält ( die Würde des Menschen ist unantastbar) und Menschen durch die Hartz 4 Praxis in menschenunwürdige Zustände stößt. Daran hat die AfD noch nie Kritik geübt. Sie ist auch keine Partei der kleinen Leute. Sie will gerade den Bonzen noch viel weitreichendere Rechte geben, ihre Sozialpolitik ist noch neoliberaler als die der FDP. Die AfD tut sich hervor, indem sie gegen Minderheiten hetzt, gegen Flüchtlinge, gegen Deutsche mit ausländischen Wurzeln wie Boateng und Özuguz. Ihr Geschäft ist die Spaltung und Aufhetzung, und wenn man sie darauf anspricht, wollen sie es nie gewesen sein. Eine üble Taktik. Ich finde, dass du Gerd Quedenbaum, zu verständnisvoll mit ihnen umgehst, wenn Gauland sagt, man müsse Frau Özuguz in die Türkei entsorgen, stellt er die Assoziation mit "Müllentsorgung" her, das ist menschenverachtend, rassistisch und Volksverhetzung. Ich kann nur hoffen, dass dieser rechte Hetzer endlich mal juristische Grenzen gezogen bekommt.
  • 31.08.2017, 18:16 Uhr
  • 1
Ein Vortrag aus grauen Vorzeiten.
Ich fände es wichtiger, wenn linker und islamistischer Terror mal mehr in den Fokus gebracht und endlich mal die illegale Einwanderung - speziell gefördert 2015 durch Merkel+co. - gestoppt würde!
  • 31.08.2017, 18:22 Uhr
  • 1
Night Mover
Man muss die "grauen Vorzeiten" gut kennen, um die Gegenwart zu verstehen. Es gibt noch Menschen, die das persönlich erlebt haben, also. so lange wie du tust, ist es noch nicht her! Übrigens jedweder Terror ist abzulehnen, egal von welcher Seite, aber wenn man sieht, welcher Terror in diesem Land die meisten Opfer gekostet hat, so ist es eindeutig der Terror von rechts.
  • 31.08.2017, 18:29 Uhr
  • 0
Naja - mit einer solchen Aussage wäre ich sehr vorsichtig, wenn ich die jüngste Vergangenheit und Gegenwart betrachte! Wer verbreitete denn aktuell den meisten Terror?.
Für mich ist ganz klar Islam derzeit die mit Abstand größte Gefahr in Europa und eben auch Deutschland.
  • 31.08.2017, 18:32 Uhr
  • 1
Jedes Terroropfer ist eins zuviel. Ich denke, dass wir uns da einig sind.
Aber darum geht es beim Fall Gauland- Özuguz auch nicht. Hier spielt ein "Politiker" der rechten Partei AfD bewußt die rassistische Karte, wie er es im Fall Boateng auch getan hat, weil dieser eben ein Deutscher mit afrikanischen Wurzeln und dunkler Hautfarbe ist, und hinterher, als man ihn deswegen zur Rede stellte, behauptete er läppisch, eigentlich hätte er gar nicht gewußt, wer Boateng sei, und dass er eine dunkle Hautfarbe habe. Gauland spricht damit bewusst "Gesinnungsgenossen" auf der äußersten Rechten an, fischt dort Wählerstimmen und betätigt sich als Brandstifter. Kritisiert man ihn deswegen, spielt er die Rolle des missverstandenen harmlosen Biedermannes. Bei Frau Özguz handelt es sich ebenfalls um eine Deutsche mit ausländischen Wurzeln, die wie Boateng ein Beispiel für gelungene Integration in dieses Land ist. Ihr droht Gauland eine "Entsorgung" in die Türkei an. Das ist Rassismus der übelsten Sorte und Volksverhetzung, und auch dafür wird er auf der Rechten Wählerstimmen für die AfD einsammeln, und er tut es auf Kosten von Frau Özguz.
  • 31.08.2017, 19:04 Uhr
  • 0
Bei Frau Ö. kann ich keine gelungene Integration erkennen. Die sollte in der Tat besser in Türkei gehen.
Klar kann man die Ausdrucksweise des Herr G. kritisieren.
  • 31.08.2017, 19:07 Uhr
  • 0
Da möchte ich doch tatsächlich einmal wissen, was Ihr denn sonst noch vorzubringen habt, außer mit dem Finger auf "die Rechten" resp. "die Türken" zu zeigen. Das war nicht mein Thema.
Mein Fingerzeig war auf Herrn Fischer gerichtet, dem Bundesrichter aD, der sich kurioserweise und in aller Öffentlichkeit erstarkt, gegen Herrn Gauland "Strafanzeige" zu erstatten, wegen "Volksverhetzung". Hat Fischer denn auch schon andere (etablierte) Politiker wegen solchen Delikts angezeigt ?
Kann ich mir nicht denken. Herr Fischer gehört anscheinend zu jener Sorte Mitmenschen, die gern Öl ins Feuer gießen, um die Hetze "Bürger gegen Bürger" immer noch weiter voran zu treiben.
Vor solchen Leuten sollte man sich hüten !
Mir persönlich ist es egal welcher Partei Herr Fischer angehört oder wessen Interessen er vertritt. Daß er mit seiner Strafanzeige (diesmal gegen Gauland) nur das Theater gegen die AfD weiterführen möchte ist offenkundig. Sonst würde er die Sache nicht an die große Glocke gehängt und nicht mit seinem früheren Richteramt bemäntelt haben.
Richter sind in unserem Staat eine Exklusivgesellschaft mit eigener, spezieller Standesordnung. Wer genau hinschaut wird feststellen, daß es dort zuweilen noch rechtsfeindlicher,
noch schauerlicher zugeht als man die Öffentlichkeit glauben machen will.
Volksverhetzung betreiben alle Politiker. Wer den einen anzeigt und den anderen verschont, ist jedenfalls ein Quertreiber. Vor solchen Leuten muß man sich hüten
  • 31.08.2017, 19:44 Uhr
  • 0
1. Nicht alle Politiker betreiben Volksverhetzung.
2. Nicht der anzeigende Richter ist ein Hetzer, sondern Gauland hetzt.
3. Gauland begeht kalkuliert Regelverletzungen, indem er Tabus bricht, und rudert zurück, wenn Empörung aufkommt.
4. Gauland spaltet bewusst Deutsche und Deutsche mit ausländischen Wurzeln.
5. Ich hoffe, dass seinen Hetzereien juristisch Grenzen gesetzt werden.
  • 01.09.2017, 01:19 Uhr
  • 0
Ja, HVS, und mit dieser Stellungnahme bestätgst Du genau das, was Frau Ö. behauptet, außer der Sprache hätten wir Deutsche keine Kultur.
  • 01.09.2017, 08:47 Uhr
  • 0
Gerd Quedenbaum,
zählst du Frau Ö. mit, wenn du sagst"wir Deutsche" oder schließt du sie aus. Das ist für mich eine wichtige Frage.
Außerdem denke ich, dass hier Dinge vermischt werden, nämlich "Kultur" und "Leitkultur".
Eine Behauptung, die Deutschen hätten keine Kultur außer der Sprache, wäre einfach vollkommen ignorant.
Schwieriger wird es beim Begriff "Leitkultur".
Versuch doch mal, zu überlegen, was für dich zu einer deutschen "Leit (d) kultur gehört. Das ist wirklich ziemlich beliebig.
Jedenfalls hat sich Innenminister de Maizière bei seinem Formulierungsversuch vollkommen blamiert. Er gab Statements ab nach dem Motto: "Wir Deutschen geben uns bei der Begrüßung die Hand!" etc. Das war wirklich unterste Schublade.
Wer hat von "uns" Deutschen schon Goethes "Faust" gelesen, oder Lessings "Nathan der Weise"? Die Kenntnis des letzteren fände ich z.B. sehr wichtig im Kanon einer deutschen Leitkultur.
  • 01.09.2017, 11:46 Uhr
  • 0
Die zuletzt angeführte Literatur ist Allgemeinbildung, nur Lessing wusste seinerzeit nix von der aktuellen illegalen Islam-Invasion nach Europa und ganz speziell Deutschland.
  • 01.09.2017, 11:53 Uhr
  • 0
Deine Wortwahl "illegale Islam-Invasion" spricht für sich, das möchte ich nicht mehr kommentieren.
  • 01.09.2017, 12:29 Uhr
  • 0
Jetzt wird die Unterhaltung langsam witzig.
Das Wort "Leit"-kultur ist an den Haaren herbeigezogen, woferne man es nicht politisch verstanden wissen wil. Solche Haarspaltereien sind schlichter Unfug. Kultur ist vor allem unser Wesensbild, nicht eine Frage der Bildung. Aber aus dem Wesensbild ergibt sich alle kulturelle Weiterung und die ist letztlich eine Frage der Bildung.
Wir hatten in Deutschland eine relativ hochgestochene Kultur, weil Erziehung und Bildung darauf ausgerichtet waren. Das ist leider vorbei, was sehr deutlich wird an unserem von Generation zu Generation absinkenden Niveau. Wenn heute z.B. (jedoch nur im Wahlkampf) der Mangel an beruflichem Nachwuchs beklagt wird und sich daraus schon in den nächsten Jahren eklatante Probleme für die Wirtschaft nicht erst entwickeln werden (sie sind ja schon da), dann ist das ein eindeutiges Zeichen von Niveauverlust.
Mit dem Wandel in unserer Gesellschaft, mit dem Verlust an qualifizierter Erziehung und Bildung, allerdings auch mit der modernen technologischen Entwicklung, haben wir einen großen Teil unserer Kultur systematisch verschachert. Und wenn Frau Ö. zum Beispiel unsere deutsche Sprache als quasi letztes Kulturgut erkennen will, dann ist selbst diese Behauptung zu hoch gegriffen. Mit Übernahme der Anglizismen in unsere Alltagssprache, und mit dem Verzicht auf Pflege der eigenen Sprachkultur haben wir auch ein großes Stück unseres Deutschtums verraten. Ich sage es mal so, "unsere vermeintlich demokratisch-liberale Gesellschaft ist keine gewachsene, sondern eine vorwiegend den Amerikanern nachgeäffte Schlappergesellschaft ohne Rückgrat".
Fußballgegröle: "Ich bin ein Deutscher" - ist der das wirklich ?

Und nun HVS zu Deiner Frage, ob ich Frau Ö. bei dem "wir Deutsche" mit einbeziehe:
Frau Ö. ist rechtlich eine Deutsche. Entsprechend genießt sie auch die staatsbürgerlichen Rechte. Sie ist aber offenkundig türkischen Ursprungs. Sie kann ihre türkische Charakteristik nicht leugnen. In Sachen Kultur beispielsweise hat sie nicht wie eine deutschstämmige, sondern wie eine türkische Kritikerin gesprochen. Sie ist für mich ein öffentlich ausgestelltes Beispiel, wie sehr weit die türkischen und die deutschen Wesensbilder von einander entfernt sind. Und ich habe nicht nur große Bedenken hinsichtlich einer Annäherung, ich bin sogar fest überzeugt, daß diese -ohne Verleugnung des Ichs- gar nicht möglich ist.
  • 01.09.2017, 13:13 Uhr
  • 0
Ich habe Probleme mit dem Begriff "Wesensbild." Was habe ich darunter zu verstehen? Gibt es ein gemeinsames Wesensbild zwischen einem Rheinländer und einem Sachsen, Bayern und einem Friesen? Ist das Wesensbild des Bayern nicht näher am Österreicher als am Rheinländer, und ist der in Deutschland lebende Friese nicht näher am Friesen, der in Holland lebt, als am Sachsen? Gibt es überhaupt ein Wesensbild des Deutschen? Ich bezweifle das. Das gemeinsame Element ist allenfalls die hochdeutsche Sprache, aber selbst die spricht z.B. in Schwaben kaum Jemand.
Ist dieses deutsche Wesensbild nicht in Wirklichkeit ein Stereotyp, das sich bei genauerem Hinsehen in ein paar Sekundärtugenden wie Fleiss, Pünktlichkeit, Ordnung, Geselligkeit, Traditionsbewusstsein etc. auflöst.
Und was ist mit deutschen Auswanderern? Ab der wievielten Generation geht deren deutsches Wesensbild in dasjenige des neuen Landes über?
In den angelsächsischen Ländern ist die Staatsbürgerschaft an den Geburtsort geknüpft, bei uns an die Abstammung.
Deutschland hat sich viele Jahrzehnte geweigert, ein Einwanderungsland zu sein, obwohl ständig Menschen eingewandert sind. Man wollte Arbeitskräfte, "Gastarbeiter", die dann auch wieder gehen sollten, wenn sie nicht mehr gebraucht wurden. Man hat sich Jahrzehnte in die Tasche gelogen und die Einwanderer nicht richtig integriert. Das Resultat ist das heutige Chaos, das wir aber nur mit Integration lösen können, und zwar mit "gegenseitiger", nicht mit "einseitiger". Die Einwanderer müssen das Angebot bekommen, dazuzugehören, und die Einwanderer müssen die verbindenden Werte der hiesigen Gesellschaft annehmen, das sind das Grundgesetz und die deutsche Sprache, nicht mehr und nicht weniger.
  • 01.09.2017, 14:16 Uhr
  • 0
Also, HVS, ich sehe mich nicht als Diskutant für alle möglichen Themen. Wenn Du Dich zum Thema "Wesensbild" weiter informieren möchtest, dann empfehle ich entsprechende philosophische oder soziologische Literatur.
Im übrigen aber habe ich versucht, Dir am Beispiel von Frau Ö. deutlich zu machen, was den Unterschied ausmacht, zwischen rechtlicher Zugehörigkeit und an Wesensart gebundem Fremdsein.
Ebenso verwechselst Du etwas, wenn Du die Gastarbeitergeschichte und die Einwanderergeschichte in einen Erwartungstopf wirfst. So - wie ja heute auch noch die Flüchtlinge in den gleichen Topf geworfen werden und jeder eine andere Auffassung vertritt.
Was wir brauchen ist kein simplifiziertes Einwandererrecht, sondern ein Recht, das die Ausländerfrage in ihren grundsätzlichen Problemen erfaßt und regelt.
Und was Du weiter übersiehst, das ist das Verhalten der Ausländer. Sie verfahren immer noch nach amerikanischem Beispiel mit der Ghettobildung, unter weitgehendem Ausschluß der hier vorherrschenden gesellschaftlichen und rechtlichen Wesenszüge. Das ist sehr viel mehr als nur das ohnehin erneuerungsbdürftige Grundgesetz und die deutsche Sprache.
So - damit möchte ich nun aber diese Diskussion beenden.
Ich wünsche Dir guten Tag.
  • 01.09.2017, 15:39 Uhr
  • 0
Ich stelle fest, dass mir Begriffe, die du gebrauchst wie: "Wesensbild", " an Wesensart gebundenem Fremdsein" " hier herrschende gesellschaftliche und rechtliche Wesenszüge" nicht verständlich sind bzw. du sie mir auch nicht erklären konntest. Schade, dass du hier ein Thema anstößt, und dich dann bei Nachfragen nicht weiter erklären kannst bzw. willst.
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
  • 01.09.2017, 15:56 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
Frau Özuguz steht diese Aussage nicht zu.Und Gaulands Formulierung ist völlig unnötig und kontraproduktiv.
  • 30.08.2017, 22:06 Uhr
  • 4
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
Weitere Beiträge von diesem Nutzer