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Erinnerung an das Wahlergebnis 2013

31.08.2017, 13:48 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2013 in Prozent.
Ohne gültige Stimme 29,41
CDU 24,09, SPD 18,16, DIE LINKE 6,06, GRÜNE 5,96, CSU 5,24, FDP 3,36, Andere 7,71.
Das waren in der Summe 100 Prozent der Wahlberechtigten.

Das sind nicht die Werte, die die Parteien für sich reklamieren. Die Parteien berechnen ihre Stimmen auf der Grundlage der gültigen Stimmen. Denn auf der Grundlage der gültigen Stimmen erfolgt die Berechnung der Fünf-Prozent-Hürde und die Besetzung der Mandatsplätze.
Das ist jedem klar, aber dennoch sei folgende Frage erlaubt.
Warum gibt es in den Wahlsendungen am Wahlabend keine Zahlenwerte und Grafiken zu sehen, die auf der Grundlage aller Wahlberechtigten erfolgen?
Weil es für die Parlamentsbesetzung unerheblich ist?
Weil es sowieso keinen interessiert?

Aber nein, 34.1 % klingt einfach besser als 24,09 und der Spruch "die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler haben uns beauftragt .." ist nur richtig, wenn man diejenigen die keine gültige Stimme abgegeben haben schlichtweg als NICHTWÄHLER bezeichnet. Dabei haben diese "Nichtwähler" ihre Wahl dahingehend getroffen, dass sie keine gültige Stimme abgegeben haben.
Da das Verhalten derer, die keine gültige Zweitstimme abgegeben haben, eine enorme Auswirkung auf das Wahlergebnis haben, können es keine "NICHTWÄHLER" sein.
Nichtwähler könnte es aus meiner Sicht nur geben, wenn die Sperrhürde auf der Grundlage aller Wahlberechtigten festgelegt würde.

Bei einigen Politikern habe ich das Gefühl, dass für sie sowieso alle "NICHTWÄHLER" sind, die nicht ihre Partei gewählt haben.

Deshalb meine Aufforderung!
Gebt eine gültige Zweitstimme ab!
Wenn nicht, seid darüber im Klaren, dass ihr damit die Parteien / Partei begünstigt, die soeben die Sperrklausel überschritten haben.

9 Kommentare

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@Peter,
"die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler haben uns beauftragt .." ist nur richtig, wenn man diejenigen die keine gültige Stimme abgegeben haben schlichtweg als NICHTWÄHLER bezeichnet."
ich sehe das etwas anders, denn 2013 gab es mehr Nichtwähler, als jene, die CDU/CSU gewählt hatten ...
die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler haben damals NICHT Angela Merkel, bzw. CDU/CSU beauftragt, ganz im Gegenteil!
Die "Mehrheit" von 41,5 % wählte damals CDU/CSU.
Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5%
Die Mehrheit der Wahlberechtigten ging nicht wählen ...
nur 29,7% der Wahlberechtigten wählten CDU/CSU
und nur 18,4% der Wahlberechtigten wählten die SPD
addiert man beide Zahlen, kommt man auf 48% und nur in der Politik sind 48% die Mehrheit!
  • 01.09.2017, 12:07 Uhr
  • 0
Ich sehe da keine Differenz zu meiner Aussage.
Die Regierungsparteien CDU,SPD und CSU hatten 67,28 % aller gültigen Stimmen und somit 47,49% der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten.
  • 01.09.2017, 23:52 Uhr
  • 1
dann hoffen wir beide bestimmt, daß es am 24.9. weniger Nichtwähler als jene geben wird, die CDU/CSU wählen ...
denn es ist doch wirklich beschämend, daß eine Partei, die weniger als 30% der Stimmen aller Wahlberechtigten bekommt den Kanzler stellen darf!
Lange sind die Zeiten vorbei, als die Wahlbeteiligung bei über 90% lag ...
1972 waren es 91,1% 4 Jahre später waren es 90,7% ...
Quelle: https://de.statista.com/statistik/da...-seit-1949/
  • 02.09.2017, 06:08 Uhr
  • 0
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Es gibt neben den hier erwähnten Parteien wesentlich mehr Vorschläge damit für Jeden twas zu finden ist. Man muß nicht unbedingt die etablierten Parteien wählen - NEIN - es gibt soviele Wahlvorschläge und Programme, da muß keiner zu Hause bleiben nutzen sie alle Ihr Stimmrecht in dem sie denen ihre Stimme geben, die etwas Gutes für sie tun wollen. Z.B "Das bedingungslose Grundeinkommen!"
  • 31.08.2017, 18:57 Uhr
  • 1
Welche Partei ist den konsequent für ein BGE?
Ich kenne keine mit Chanche auf nennenswerten Stimmemanteil. Selbst die Linken sind ja dagegen.
  • 31.08.2017, 19:11 Uhr
  • 0
Deshalb Knight Mover, kämpfe ich gegen die Altparteien, die sich nur auf Ihren Pfründen ausruhen und verharren wollen. Deshalb vergessen Sie die bisherigen im Bundestag vertretenen Parteien und berücksichtigen Sie nur Wahlvorschläge von neuen Parteien wie z.B. DM = die Mitte, sie hat das Bedingunglose Grundeinkommen in Ihrem Programm auch sind die Einstellung der Führungskräfte der Partei nicht von der Hand zu weisen.
  • 01.09.2017, 10:18 Uhr
  • 1
Hab ich noch nie gehört und wird so kaum auf 5% kommen.
  • 01.09.2017, 10:22 Uhr
  • 0
Wenn wir alle so denken - dann werden wir nie eine Veränderung erreichen!
  • 01.09.2017, 10:35 Uhr
  • 0
Es wäre durchaus möglich, das die bisherigen Wähler die sonst keine gültige Stimme abgegeben haben diesmal eine gültige Stimme abgeben und dadurch die 5% Hürde so hoch setzen, dass z. B. die CSU keine 5% erreicht und nur mit ihren Direktmandaten im neuen Bundestag vertreten ist.

Das eine andere der kleinen Parteien, die noch nie im Bundestag vertreten war, die 5% Hürde schafft ist eher unwahrscheinlich.
  • 01.09.2017, 11:13 Uhr
  • 1
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