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Ostbahnhof Budapest im September 2015 und die Gedanken eines integrierten Mu ...

Ostbahnhof Budapest im September 2015 und die Gedanken eines integrierten Muslim

01.09.2017, 09:36 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es ist natürlich berechtigt zu hinterfragen, ob Bundeskanzlerin Merkel rechtmäßig handelte, als sie im Jahre 2015 die Flüchtlinge, die am Budapester Bahnhof gestrandet waren, nach Deutschland einlud. Es ist mir allerdings nicht bekannt, dass Bundeskanzlerin Merkel sich vor einem Gericht verantworten musste.

Der Bayerische Ministerpräsident will eine Flüchtlingsobergrenze. Zur Zeit gibt es auf der Welt ca. 65 Millionen Flüchtlinge. Jetzt überlegt mal, was wäre denn, wenn sie alle nach Deutschland oder nach Europa kämen. kämen? Unmöglich. Schon jetzt verweigern osteuropäische Staaten überhaupt Flüchtlinge aufzunehmen, bzw. nur eine streng reduzierte Anzahl.

Tschechien hat Sicherheitsbedenken. Flüchtlinge nehmen sie wie "Trojanische Pferde" war.
Im Dezember 2010 ging eine Meldung herum, Asylbewerber in Tschechien, die in ihrer Heimat aufgrund ihrer Homosexualität verfolgt werden, müssen sich einem »phallometrischen Test« unterziehen, um ihre Homosexualität zu beweisen. Tschechien hat für mich keinen Vorbildcharakter.

Ungarn sperrt Flüchtlinge in Containerdörfer ein, die sich in Nähe der serbischen Grenze befinden und zieht die Aufmerksamkeit des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte auf sich. So hat der Gerichtshof die Festsetzung von acht unbegleiteten Flüchtlingskindern und einer traumatisierten schwangeren Frau gestoppt. Viktor Orbán errichtete an der serbischen Grenze einen Zaun. Nein, Ungarn hat für mich kein Vorbildcharakter.

In Polen bröckelt zwar die Phalanx gegen Flüchtlinge , aber in den Umfragen, sind zwei Drittel der Bevölkerung dagegen, Muslime und Afrikaner aufzunehmen. Außen-Staatssekretär Konrad Szymanski teilte mit, sie hätten das Gefühl, die Kontrolle über die Zukunft ihres Landes zu verlieren. Es drohe eine gesellschaftliche Katastrophe. Im Juli 2017 droht die EU Polen mit Geldentzug. Für die Errichtung einer Diktatur wollen sie nicht zahlen.
Irgendwie verständlich. Ein Vorbild? Nein.

Und was ist nun mit Bundeskanzlerin Merkel und den Flüchtlingen? Nach der AufenthaltsVO § 14 kann unter bestimmten Umständen eine Einreise ohne Pass gestattet werden. Im Katastrophenfall, bei Lebensrettung, Rettungsflüge etc. Die Flucht aus Kriegsgebieten war dann wohl so ein Sonderfall. Die Einladung ins Land sogar mit einem Zug, mussten die Flüchtlinge ja nicht ablehnen. Sie sind einer Einladung gefolgt und das ist nicht strafbar.

Normalerweise hätten im September 2015 die Flüchtlinge gar nicht in Budapest festsitzen müssen, denn nach den geltenden Bestimmungen (Dubliner-Übereinkommen ) hat sich dasjenige EU-Land um Asylanten zu kümmern, welches die Asylanten zuerst betreten. In diesem Falle, was die Balkanroute betrifft, wäre Griechenland in der Pflicht gewesen. Das Land wäre aber niemals mit den 100000 Flüchtlingen zurande gekommen, die sich damals im September auf der Balkanroute befanden. Es ist falsch, wenn behauptet wird, es seien nur Wirtschaftsflüchtlinge gewesen. Nein. Auf dieser Route flüchteten auch Menschen aus Kriegsgebieten oder aus unsicheren Gebieten: aus Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan.

Hat man sich damals Gedanken darüber gemacht, aus was für Staaten die Flüchtlinge kamen und mit welchem Weltbild sie Europa betraten?

Beispiel Syrien: Seit 1948 steht Syrien im Kriegszustand mit Israel. Seit 1963 hat nur die Baath-Partei das Sagen. Seit 1973 gehört die Scharia zu den Hauptgrundlagen der Gesetzgebung. Der Präsident muß Muslim sein. Syrische Flüchtlinge kommen nach Deutschland und wissen nicht, was ein säkulares Europa ist. Genau hier müsste bei der Integration angesetzt werden. Sozialkunde: Was bedeutet das Grundgesetz für uns? Menschen in islamischen Ländern wachsen in patriarchalichen Kulturen auf, also müssen wir ihnen erklären, wie wir es mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau halten.

»... nach den verheerenden Niederlagen in mehreren Kriegen arabischer Staaten gegen Israel wuchs in Syrien, Irak und Ägypten die Antipathie gegen Juden derart an, dass in allen Nahoststaaten ein Exodus von Juden einsetzte«, schreibt der Kulturwissenschaftler Gerhard Schweizer in seinem Buch über den Islam ("Islam verstehen", Pos.504). Nach dem Sechs - Tage - Krieg 1967 wurden Juden regelrecht schikaniert. Sie durften keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden und so weiter. Das erweckt in uns böse Erinnerungen.

Der bekannte deutsche Islamologe und Muslim syrischer Herkunft, Bassam Tibi, wurde dafür gescholten, weil er behauptete, syrische Asylanten bringen den Antisemitismus und den Scharia -Islam in unser Land. Über sich selbst sagt er:

»Ich bin als Judenhasser gekommen, nicht Antisemit, sondern Judenhasser. So hat man mich in Damaskus erzogen. Für mich war Auschwitz kein Verbrechen. Doch die beiden jüdischen Lehrer (er meint Max Horkheimer und Theodor W. Adorno) haben mir den Kopf gewaschen. Ich habe meine akademische Karriere übrigens als erster Muslim am Washingtoner Holocaustmuseum beendet, wo ich ein Jahr lang arbeitete. Und dort hat man gesagt, so einen Muslim hätten sie noch nicht gesehen. Ich verstehe, was Auschwitz ist. Und ich weiß auch: Die Syrer von heute sind Antisemiten.«

In Deutschland ist das offenbar ein Tabuthema. Tibi wurde wegen seiner Kritik über Merkels Einwanderungspolitik von 2002-2015 sogar aus den Medien verbannt. Er verließ Deutschland und forschte in den Vereinigten Staaten. Er spiele den Rechtspopulisten in die Hände, warf man ihm vor, obwohl sich Tibi deutlich genug vom rechtspopulistischen Denken distanzierte und Rassismus verurteilte. In der Neuauflage seines Buches "Europa ohne Identität?", 2016, schreibt er:

»Heute fühle ich mich in Deutschland nur von Tabus und Verboten umgeben. Mein Versuch, mich kritisch über Islam und Islamismus sowie über Europa zu äußern wird mit der Keule der Islamophobie geahndet. Ich weiß, wie schwierig die Kritik als Aufgabe ist, gerade unter Bedingungen, in denen rechtsradikale Kräfte wie Pegida kritisches Denken über den Islam für ihre Zwecke missbrauchen.« ("Europa ohne Identität, Pos. 1906).

Im Gegensatz zu den politisch Rechtsorientierten geht es Tibi nicht gegen den Islam, sondern in Bezug auf Karl Poppers Werk »Die offene Gesellschaft und ihre Feinde« greift Tibi die Analogie auf vom »offenen Islam und seinen Feinden.« (ebd. Pos.2502). Seine Vorbehalte gegenüber islamische Flüchtlinge beziehen sich nicht auf die Menschen selbst, die einen guten Grund zur Flucht haben und er ihnen keines Falls die menschliche Würde abspricht (man muss wissen, Tibi ist Mitbegründer der arabischen Gesellschaft für Menschenrechte). Seine Vorbehalte beziehen sich auf die Weltanschauungen, die sie mit nach Europa tragen (ebd. Pos.1210). Der unaufgeklärte Kopftuch-Islam eines Umma-Kollektivs ist für Tibi ein Scharia -Islam. »Entweder gelingt eine Europäisierung des Islam, oder es kommt zu einer Islamisierung Europas. Einen Mittelweg gibt es nur als Übergang, nämlich den der Parallelgesellschaften.«(ebd.996).

Ich will ja nur sagen, wir müssen schon hingucken, was Flüchtlinge, Asylanten in ihrem geistigen Gepäck mittragen.. Wir müssen ihnen erklären, in was für einem Land sie eingewandert sind. Das sehe ich als Integrationsverpflichtung.

Deutschland ist ein Einwanderungsland ist. Wenn das Populisten bestreiten und weiterhin gegen Flüchtlinge hetzen wollen, so sind das unbelehrbare Gestalten, die nicht in unserer Zeit angekommen sind. So zahlen Einwanderer erhöht in unsere Sozialkassen ein und kurbeln unsere Wirtschaft an. Bassam Tibi fordert eine Integration, die den Migranten eine demokratische Identität geben muss (ebd. Pos. 2653). Trotzdem, Integration dauert und ist kein Vollgasprojekt. Auf längere Sicht, zahlt sie sich aber aus.

Tibi ist kein Islamkritiker, er ist ein Islamistenkritiker, der in dem politisierten Islam der Islamisten die Gefahr eines neuen Totalitarismus sieht. In Deutschland machen sich Islamisten breit. Sie bedrohen der Rechtsanwältin Seyran Ateş mit dem Leben, nur weil sie in Berlin eine Moschee eröffnete, sie bedrohen auch den Grünen-Politiker Cem Özdemir, nur weil er nicht Erdogan Ansichten teilt. Politikern müssen verstärkt für Maßnahmen sorgen, die islamistische Gewaltbrutnester aushebeln und Hassprediger aus den Moscheen verjagen. Deutschland befindet sich ja schon auf dem richtigen Wege. Wenn Tibi von den Gefahren der Islamisten redet, meint er genau diese Bedrohungen für unsere Freiheit und beklagt, dass wir in Deutschland mit der Unterscheidung Islam und Islamismus fahrlässig umgehen. Rechtspopulisten unterscheiden nicht zwischen Islam und Islamisten. Sie verteufeln eine ganze Religion. Das Göttinger Tageblatt schrieb am 19. Januar 2015:

»Tibi, der sich zum Islam bekennt, macht sich für eine Reform seiner Religion stark. Er distanziert sich von Gruppen wie Pegida, die nicht zwischen dem Islam und der politischen Ideologie des Islamismus unterscheiden. Die Pegida-Anhänger, so Tibi, grenzten Muslime aus und trieben sie so in die Arme der Islamisten. Aus Sicht der Islamisten würde der Westen Muslime nie akzeptieren, weswegen es sinnlos sei, sich westlichen Regeln zu unterwerfen. Gleichzeitig helfe jeder Terroranschlag der Dschihadisten Pegida dabei, noch mehr Deutsche gegen den Islam zu mobilisieren. So profitierten beide Gruppen voneinander.«

Wie die AfD mit dem Islam umgeht, kann in vielen Beispielen belegt werden. So wollen Beatrix von Storch und Alexander Gauland dem Islam absprechen, dass es sich um eine normale Religion handelt. Frau Storch formuliert das so: »Der Islam ist an sich eine politische Ideologie, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist«. Gauland fährt auf ihrer Schiene: »Der Islam ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell mit der Übernahme des Staates verbunden. Deswegen ist die Islamisierung Deutschlands eine Gefahr.« Sie unterscheiden nicht zwischen der Religion des Islam und der politischen Religion der Islamisten. Das ist die typische Haltung der Rechtspopulisten und der Neuen Rechten, die nicht differenzieren wollen, und aufgrund ihrer verqueren Ansicht auch noch der Meinung sind, da der Islam keine Religion sei, fasse hier auch nicht das Recht auf Religionsfreiheit. Wir sehen, was für eine fiese Haltung hinter diesen Aussagen steckt. Dass ist Diffamierung.

Professor Bassam Tibi ist nicht der einzige Akademiker, der das Thema des Antisemitismus bei Flüchtlingen angeschnitten hat. Das tat auch Jeffrey C. Herf, Professor für moderne europäische Geschichte an der University of Maryland. Er stellte sich die Frage: "Was wird aus dem Judenhass der Flüchtlinge?" . Das ist kein Rassismus, sondern es hat mit der Geschichte Syriens zu tun. In dem Artikel der "Welt" heißt es:

»Wie wird Deutschland auf Menschen reagieren, die aus einem Land stammen, das sich seit 1948 im Kriegszustand mit Israel befindet, das im Kalten Krieg Verbündeter der Sowjetunion war, und in dem nicht nur Israel-Feindschaft, sondern auch Judenhass offizielle Ideologie waren?«

Bassam Tibi forschte in 20 islamischen Staaten und fordert einen Euro-Islam jenseits der Scharia, der mit der säkularen freien Welt kompatibel ist. Sein liebstes islamisches Land ist Indonesien weil dort in der Verfassung mehrere Religionen vor dem Gesetz gleichgestellt werden: Christentum, Islam, Konfuzianismus, Buddhismus (Tibi bei Anne Will, Januar, 2015).

Die Bildzeitung vom 25.05.2016 zitiert Tibi wie folgt:

»Mich verbindet eine große Zuneigung zur deutschen Sprache und zum deutschen Grundgesetz, das mir so wertvoll ist wie mein heiliges Buch, der Koran.«
Genau das nenne das Integration.

Auch wenn es sich seltsam anhört, Bundeskanzlerin Angelika Merkel handelte aus humanitären Gründen. Natürlich bleibt es eine Herausforderung, Flüchtlingen unseren Lebensstil zu erklären und sie zu integrieren. Das Thema wird uns weiter beschäftigen. Hoffentlich schaffen wir das.


Literatur:

Gerhard Schweizer: Islam verstehen -Geschichte, Kultur und Politik, Klett Kotta, 2015, e-book

Bassam Tibi: Europa ohne Identität? - Europäisierung oder Islamisierung, ibidem-Sachbuch, 2016, e-book

34 Kommentare

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Meines Wissens nach sollten die "Flüchtlinge" solange in den Containerdörfern verbleiben, bis ihre Identität festgestellt und ihr Antrag auf Asyl ausgestellt sei. Das verweigerten sie und es kam zu besagten Unruhen am Budapester Bahnhof. Frau Merkel hätte, nachdem sie die Busse mit den Menschen nach Deutschland kommen ließ eindeutig klar-machen müssen, dass es sich hier um eine einmalige Ausnahmeregelung handele. Das hätte viele daran gehindert, in ein Boot zu steigen und sie wären nicht ertrunken.
  • 02.09.2017, 20:48 Uhr
  • 3
Genau so habe ich das am 3. Tag n a c h der Zuwanderung empfunden.
Da wäre es an der Zeit gewesen, die Grenzen zu schließen oder zumindest der Welt mitzuteilen, dass das eine Ausnahme war:

Und was den meisten nicht bekannt ixt, hat der Hauptstadtjournalist Robin Alexander in seinem Buch "Die Getriebenen" offen gelegt: Sowohl die CDU als auch die SPD waren sich 3 Tage danach einig, dass die Grenzen wieder kontrolliert werden müssten. Es wurden Hundertschaften von Polizisten an die österreich.dt. Grenze geflogen.

Aber dann war niemand bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Ein halbes Jahr lang!
Und diese Verantwortungslosigkeit hat die deutsche Gesellschaft in ein gesellschaftliches Chaos gestürzt.
Jetzt versucht man, das Ganze zu verwischen, zu beschönigen, die Wahrheit, dass nur 0.5 % der Migranten überhaupt asylberechtigt sind, zu verschweigen.

Eine Situation, die kaum noch zu berichtigen ist.

Hamed Abdel Samad sagt, das Ziel des Islams ist, die einzige Weltreligion zu werden. Ich halte ihn für sehr vertrauenswürdig.
  • 02.09.2017, 21:32 Uhr
  • 1
Ja, Edith, das ist eine ganze schlimme Situation jetzt. Die ganzen Betonsperren, Kameras, Security, und die dennoch stattfindenden Gewaltverbrechen und Terroranschläge werden ein schlechteres Bild für Fr. Merkel in den Geschichtsbüchern hinterlassen, als sie durch ihr pseudo-humanes Verhalten zu verhindern gedachte.

Hamed Abdel Samad hat den Koran klar nach zeitlicher Abfolge sortiert und es gewagt, ein Persönlichkeitsbild Mohammeds zu erstellen. Das war und ist immer noch Tabu. Da in der Koranschule der mekkaische Teil auswendiggelernt wird, ergibt sich ein Bild der Friedensliebe.
Die Aggressivität ergibt sich aus dem 2.Teil, welcher auch als"geheimer Koran" bezeichnet wird und späteren Datums verfasst wurde. Erst als er gegen Medina in den Krieg zog, in den Suren der Aufruf zum töten der Kuffar kam, hatte er Erfolg. Es gilt, das dar el Islam zu errichten, das Haus des Islam. Das ist Allahs Auftrag an die Muslime.
  • 02.09.2017, 22:06 Uhr
  • 0
Ja, Mechthild, du bist wirklich sehr gut informiert. Mohameds Leben ist zweigeteilt, die erste Hälfte mit der älteren Frau, die ihn offenbar besänftigen konnte , führt zu dem friedlichen Teil des Korans. Mit 42 gerät er nach dem Tod der Frau - in eine schwere Lebenskrise, und dann folgen nur noch Kriege, Eroberungen, Gewalttaten und eben jene brutalen Aufforderungen, jeden Ungläubigen zu töten.

Das letzte Ziel ist, den Islam als Weltherrschaft zu etablieren, eben mit roher Gewalt.

Wir erleben seit zwei Jahren eine nie dagewesene Verrohung, was Sprache und Verhalten angeht.
Noch nie wurden Frauen eine Rolltreppe hinuntergestoßen, noch nie ging man mit langen Messern gegen Zuggäste vor, der Einsatz von Fahrzeugen, um Menschen zu töten ...!!
Oder die Silvesternacht in Köln!

Wie soll es die Gesellschaft erreichen, die 25 % Sozialhilfe empfangenden jungen Menschen an eine geregelte Arbeit zu gewöhnen, von ihnen Kenntnisse einer Sprache zu erwarten, die außerordentlich schwierig zu erlernen ist.
Wo ist ein Gesamtkonzept?
  • 03.09.2017, 08:05 Uhr
  • 3
Guten Morgen Edith! Das Gesamtkonzept fehlt, weil jegliches Wissen über die Voraussetzungen von Integration fehlen. Zwar stellte Frau Merkel schon 2002 fest, dass "Multi-Kulti" gescheitert ist, weil desaströs viele türkische Kinder keinen Schulabschluss haben, Sprachkompetenz fehlt und sich Parallelgesellschaften gebildet haben. Dessen ungeachtet zog sie ihr "humanes" Konzept durch.

Man stelle sich nur vor, unsere Hauptschüler müssten in Japan die japanische Sprache erlernen. Wieviel schwieriger ist es dann für einen erwachsenen Menschen, der des Lesens und Schreibens in der Muttersprache unkundig ist, diese Kenntnisse erst in einer fremden Sprache erwerben zu müssen.
Dazu kommen die eklatanten kulturellen Unterschiede.
  • 03.09.2017, 08:48 Uhr
  • 0
Genau, Mechthild, in den Jahren der Regierungstätigkeit von AM hat sie immer einen Schritt getan, wenn jemand ihn ihr vorgegeben hat. Auch wenn sie kurz vorher gerade eine gegensätzliche Meinung vertreten hatte. Was ihr fehlt, ist Weitsicht.

Mir tun diese jungen Leute auch leid, die hier ihr Leben als geduldete oder untergetauchte, von der Gesellschaft abgelehnte Menschen vertun.

Da werden Visionen vom guten Leben in die Welt geschickt, und hier finden sie keine Möglichkeit, ein halbwegs befriedigendes Leben zu führen.
Irgendwann schlägt dann die Enttäuschung in Hass um. und die Hand, die einen füttert, wird verletzt.

Die gegenwärtigen Beteuerungen, so dürfe es nicht weitergehen, sollen die Menschen vor der Wahl beruhigen.
Die Abschiebungen werden aber nach der Wahl genau solche Probleme bereiten wie vorher, die Aktenberge beim Bamf werden weiter wachsen und die Richter werden jahrelang mit den Klagen abgelehnter Asylbewerber zu tun haben.

Es gibt eben Fehler, die sich nicht berichtigen lassen., und das sage ich als jemand, der sein ganzes Leben lang optimistisch blieb trotz großer schicksalhafter Belastungen.
  • 03.09.2017, 10:45 Uhr
  • 1
Eben, es fehlt die Weitsicht. Ein bisschen optimistisch bin ich dennoch. In Österreich gibt es z.B. kein Klagerecht bei abgelehnten Asylanträgen. Das muss bei uns auch so werden. Nachzug von Familienangehörigen muss! unterbunden werden. Bin mir sicher, dass sie dann freiwillig zurückkehren - so wie die mir bekannten heimwehkranken Afghanen und der Äthiopier, dessen Eltern nun alleine sind und alle Geschwister in alle Winde zerstreut sind. Es muss eine Frist gesetzt werden, nach der allen, die nicht arbeiten das Sozialgeld gekürzt werden muss. Ach, ach...schwierig das Ganze!
  • 03.09.2017, 11:08 Uhr
  • 1
Ja, das wären die richtigen Maßnahmen ohne Einschränkung. Aber die zukünftige Groko (meine Prognose) wird so weiter wurschteln wie bisher.

Ich versteh auch überhaupt nicht, dass abgelehnte Bewerber noch vor Gericht ziehen können. Es wäre interessant zu erfahren, wieviel Prozent der vom Bamf Abgelehnten nun einen Sieg vor Gericht davontragen.
Sind es 5%, sind es vielleicht nur 1%?
Warum dürfen dann all diese Menschen hier ihre Wartezeit verlängern?
Was für einen Wert hat dann die Bamf-Entscheidung?

Dieses bürokratische Chaos sollte endlich beseitigt werden.
  • 03.09.2017, 11:24 Uhr
  • 2
Verstehe auch den Sinn dieser für mich unlogischen Handhabungen nicht.
Sicher bin ich mir, dass sich das Heer der zornigen Bürger das nicht mehr lange mitmacht. Es brodelt gewaltig!
  • 03.09.2017, 11:42 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer
Weil in einem Rechtsstaat nicht Verwaltungsbehörden, sondern Gerichte das letzte Wort haben (oder zumindest haben sollten).
Zu dem Unsinn, der hier über den Islam geschrieben wurde, möchte ich mich hier nicht äußern: das ist nicht Thema dieses Beitrags.
  • 03.09.2017, 11:59 Uhr
  • 4
Jetzt bist Du aber in einen brauen Strang geraten Assya....
Ich bin mal ganz schell wieder raus bevor ich mir die Finger schmutzig mache.
  • 03.09.2017, 13:05 Uhr
  • 3
Teile das bitte Hamed Abdel Samad mit, der "Unsinn" stammt aus seinem Buch über "Mohamed".
  • 03.09.2017, 13:06 Uhr
  • 1
Eure Farbpalette enthält nur eine Farbe, nicht wahr? So viel Simplicity muss schon sein !
  • 03.09.2017, 13:08 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer: Erwartest du etwa von einem Apostaten eine positive Einstellung zu jener Religion, die er hinter sich gelassen hat? Vielleicht wäre es gut, sich auch anderweitig zu informieren. Das hilft gegen Voreingenommenheit. Aber wie gesagt: anderes Thema!

Und war soll jetzt das pauschale 'Euer'? Wo schrieb ich etwas von einer Farbe? Etwas Differenzierung wäre angebracht.
  • 03.09.2017, 13:10 Uhr
  • 3
Umgekehrt wird ein Schuh draus! Nachdem er Islamwissenschaften studiert hatte wurde er zum Apostaten. Nun wird der deutsche Staatsbürger, der lediglich seine Meinung äußerte, mit dem Tode bedroht und steht unter Polizeischutz. Das gleiche mit Sevran Ates, Mohammed Korchide - alle mit dem Tode bedroht.
Auf welchen IS-Schergen wurde eine Fatwa verhängt?
  • 03.09.2017, 13:30 Uhr
  • 1
Ist nicht das Thema, daher schönen Sonntag, wize.life-Nutzer
  • 03.09.2017, 13:33 Uhr
  • 1
Wünsche ich dir ebenfalls, Assya!
Warum klinkst du dich dann ein? Ein Gespräch führt sich fort und kreist nicht nur um ein paar Buchstaben, nicht wahr?
  • 03.09.2017, 13:40 Uhr
  • 1
Mein Ersteinstieg galt den Gepflogenheiten eines Rechtsstaats, nicht dem Islam. Das habe ich gleich anfangs klargestellt. Servus.
  • 03.09.2017, 13:54 Uhr
  • 0
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Wenn Ungarn nicht die Balkan-Route konsequent geschlossen hätte und damit EU-Recht durchgesetzt hat im Gegensatz zu Merkel+co. , dann wären hier sicher inzwischen mehrere Millionen Islam-Flüchtlinge im Land und das Chaos noch viel größer.
  • 02.09.2017, 15:40 Uhr
  • 3
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Die Flüchtlingsangelegenheit dürfte eine "Mammutaufgabe" sein
und ich frage Sie, Herr Stauder, haben Sie eine Lösung parat?
  • 01.09.2017, 13:06 Uhr
  • 2
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Dazu möchte ich auf ein sehr altes Zitat des "Alten Fritz" hinweisen:
Das berühmte aber vergessene Zitat:
"Deutschland achtet die Herkunft und kulturelle Identität aller seiner Zuwanderer.
Aber wir akzeptieren nicht den Import autoritärer, antidemokratischer und religiös-fanatischer Ansichten.
Wer Freiheit und Demokratie bekämpft,
wird hier keine Zukunft haben
dies klarzumachen,"
ist die Aufgabe eines jeden demokratischen "Deutschen"".
Hätte sich Frau AM an dieses Zitat gehalten, gäbe es viele Probleme heute in Deutschland nicht. Gutmütigkeit ist auch ein Teil von Dummheit und gegen die kämpfen selbst Götter vergebens.
  • 01.09.2017, 10:48 Uhr
  • 5
Aufgrund unserer demographischen Entwicklung kommt Deutschland nicht mehr ohne Zuwanderer aus. Inzwischen haben unsere Politiker ja gelernt, so fordern Mass und Gabriel strengere Überwachung von türkischen Moscheen.

http://www.n-tv.de/ticker/Gabriel-un...997250.html
  • 01.09.2017, 11:16 Uhr
  • 1
Lieber Martin, da müßte für jede Moschee zwei Beobachter abgestellt werden. Wo soll das Personal herkommen und wer soll die Kosten übernehmen? Das sind doch alles Augen wischereien und keine Hilfsmaßnahmen. Vor der Wahl wird Vieles versprochen, was man nach der Wahl schnell vergißt.
  • 01.09.2017, 11:42 Uhr
  • 5
Weil einige Zuwanderer "Freiheit und Demokratie" bekämpfen - bzw. nicht akzeptieren - soll man einfach pauschal alle abweisen?
Wie in dem Artikel beschrieben ist Aufklärung - "Be"lehrung - wichtig. Diese Menschen müssen erst mal erkennen können, wie diese europäische Gesellschaft funktioniert. Diese Chance sollte man ihnen geben.
Die wirklich verbrecherischen müssen blockiert werden, das ist keine Frage.
  • 01.09.2017, 11:49 Uhr
  • 3
Liebe Sara,
set meinem 18 Lebensjahr habe ich wohl die hälfte meiner Zeit im Ausland verbracht und habe folgendes gelernt: In einem fremden Land schaue ich auf meine Nachbarn um zu erfahren was die Mitmenschen machen, wie sie leben und obwohl ich nicht alle Sprachen erlernt habe, habe ich versucht mich anzupassen. Die wichtigste Eigenschaft war für mich das Grüßen in der Landessprache zu lernen. Leider bringt man das Grüßen heute in vielen Familien den Kindern nicht mehr bei - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern.
  • 01.09.2017, 12:05 Uhr
  • 3
Anzupassen, aber nicht aufzugeben. Ich kenne einige, die meinten, ja nicht auffallen zu dürfen, mit dem Resultat, dass sie um so mehr auffielen.
Aber das nur nebenbei - grundsätzlich sehe ich es auch so, dass ich mich in den Sitten und Gebräuchen in soweit anpasse, dass es keinen Ärger gibt. So war es schon, als ich von der Stadt aufs Land zog - in Deutschland. Grenzen austesten ist aber dennoch möglich.

Menschen mit einer gewissen Bildung und Weitsicht werden das auch versuchen, wenn sie Kriegsflüchtlinge sind. Doch viele der Flüchtling, vor allem derer, die keinen Grund wie Krieg hatten, ihre Heimat zu verlassen, sind Menschen ohne Bildung - um des mal deutlich zu sagen. Sie kamen nie auf die Idee, dass es Menschen gibt, die anders denken und leben als sie.
Und um die muss man sich bemühen - abgesehen davon, dass auch ich finde, sie sollten sich eher darum bemühen, in ihrer Heimat sich ein Leben aufzubauen. So ist es nicht.
  • 01.09.2017, 12:13 Uhr
  • 2
Peter, nicht jede Moschee steht unter Verdacht. Nach meiner Info werden in Deutschland einige salafistischen Moscheen beobachtet. Wegen Erdogan kommen jetzt auch türkische Moscheen der DITIP ins Visier, da sie ein verlängerter Arm der türkischen Religionsbehörde sind.
  • 01.09.2017, 12:28 Uhr
  • 1
Wieso sperrt man diese Brüder nicht ein? Haben Sie noch zu wenig Unheil angerichtet? Warum kann Erdogan die Menschen ohne Grund ins Gefängnis stecken? Die DITIB Gelehrten einfach nach Hause schicken -mit Dank zurück!
  • 01.09.2017, 18:25 Uhr
  • 1
Was die Türkei betrifft, da geben ich dir recht, da muss die Bundesregierung klare Kante zeigen. Schade, dass sie sich noch nicht einmal im Wahlkampf das trauen. Es sind nämlich gerade türkische Islamisten, die Bundestagsabgeordnete mit türkischem Migrationshintergrund bedrohen. Hier sollten unsere Politiker, bzw. die Strafverfolgungsbehörden, deutliche Zeichen setzen.
  • 01.09.2017, 18:32 Uhr
  • 3
Sieben Jahre ohne Urteil.
  • 01.09.2017, 19:00 Uhr
  • 1
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"So zahlen Einwanderer erhöht in unsere Sozialkassen ein und kurbeln unsere Wirtschaft an."
Wo hat er denn diese "Weisheit" her?
Wirtschaft ankurbeln mag ja noch sein, denn die vielen illegal Eingereisten machen Arbeit, nur einzahlen tun sie eher nix.
  • 01.09.2017, 10:00 Uhr
  • 3
Es gibt da Untersuchungen. Wo etwas grün unterstrichen ist, kommt man per klick auf den link.
  • 01.09.2017, 10:04 Uhr
  • 3
Dann wurde der Zusatz "aus Europa" vergessen, mal abgesehen von dem zweifelhaften Inhalt des Links mangels Nachweis der angeblich positiven Zahlen.
Speziell von den 2015 illegal eingereisten ist da jedenfalls nicht die Rede!
  • 01.09.2017, 10:25 Uhr
  • 1
Mich wundert, dass der Begriff "Politischer Islam" immer noch kursiert. Es gibt nur einen Islam! Es ist der Auftrag Allahs, die Welt wieder in ihren Ursprung zurückzubringen. Alle Menschen waren Muslime! Durch den Einfluss böser Mächte entstanden andere Religionen. Die Gemeinschaft der Muslime hat die Aufgabe, den Islam zu verbreiten. Erst wenn das dar el Islam errichtet ist, findet das jüngste Gericht statt und damit öffnet sich erst der Zugang zum Paradies.

Muslime ist man von Geburt an, also nicht per Glaubensbekenntnis, etc. Viele Muslime kennen den Koran nicht, oder zweifeln - was sie nicht erwähnen dürfen, weil ihnen eine Fatwa droht.
Bassam Tibi hat einen schweren Prozess durchlebt. Bis letztes Jahr hoffte er auf eine Reformation, einen europäischen Islam. Inzwischen findet er dies als irreal.

Je gläubiger sie sind, um so fundamentalistischer werden sie. Juden und Christen sind Kuffar, unrein, wie alle Andersgläubigen auch.
  • 02.09.2017, 21:12 Uhr
  • 1
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