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US-Zeitung: Aus diesem Grund wird Nordkorea nie auf Atomwaffen verzichten

US-Zeitung: Aus diesem Grund wird Nordkorea nie auf Atomwaffen verzichten

News Team
13.09.2017, 12:51 Uhr
Beitrag von News Team

Der Streit auf der koreanischen Halbinsel hält die Welt in Atem: Nordkoreas vergangener Raketentest hat gezeigt, dass die Langstreckenraketen des Landes möglicherweise in der Lage sind, den amerikanischen Kontinent zu erreichen. Die Medien überschlagen sich und berichten von der nuklearen Bedrohung durch Kim Jong-un, doch was die Berichterstattung kaum abdeckt, ist das eigentliche "warum".

Laut der online-Zeitung "The Intercept" hat Dan Coats, Donald Trumps Direktor der nationalen Geheimdienste, klare Worte über den 33-jährigen Diktator Nordkoreas: "Kim Jong-un ist nicht verrückt", sagte Coats. Tatsächlich gebe es "eine Begründung für seine Aktionen" fügte er bezüglich des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms hinzu. Die Begründung liege darin, das die USA Kim Jong-un gelehrt hätten, die Nuklearwaffen um keinen Preis aufzugeben - "um das Überleben seines Regimes und das Überleben seines Landes" zu sichern.

Kim hätte laut Coats "beobachtet, was auf der ganzen Welt passiert, bezüglich Nationen, die über Nuklearwaffen verfügen und den Einfluss, den sie haben. Und er hat gesehen, dass die nukleare Karte in der Tasche zu haben eine Menge Abschreckungspotenzial mit sich bringt...".

Die Lehre, die wir aus Libyen, das seine Nuklearwaffen aufgegeben hatte, gezogen haben, ist leider: Wenn du Atomwaffen hast, gib sie niemals auf. Wenn du keine hast, hol dir welche!

Laut "The Intercept" läge dies auf der Hand seitdem die USA geholfen hatten, den libyschen Diktator Muammar Gaddafi 2011 zu stürzen. Denn im Dezember 2003 hatte Libyen erstaunlicherweise angekündigt, es werde seine biologischen und chemischen Waffen, sowie sein Nuklearwaffenprogramm aufgeben.

Die libysche Entscheidung feiernd, erklärte der damalige US-Präsident George W. Bush, dass “Staatsoberhäuptern, die ihr Bestreben nach chemischen, biologischen oder nuklearen Waffen aufgeben würden, ein Weg zu besseren Beziehungen mit den USA und anderen freien Nationen offenstehen würde.” Paula DeSutter, eine Ministerin der Bush-Regierung verkündete: “Wir wollen, dass Libyen ein Beispiel für andere Staaten wird.”

Im Jahr 2011 führten die USA und die NATO dann eine Bombenangriffskampagne durch, um libysche Rebellen beim Sturz der Gaddafi-Regierung zu unterstützen. Gaddafi selbst wurde von einer Rebellenfraktion gefangen genommen, misshandelt und brutal getötet.

Man könne laut dem Bericht von "The Intercept" durchaus erwarten, dass das Regime in Nordkorea darauf aufmerksam geworden sei - zumal auch der Irak erst entwaffnet und dann überfallen worden ist.

Und genau das hatte das nordkoreanische Außenministerium auch gesagt:

Die Libyenkrise lehrt die internationale Gemeinschaft eine schwere Lektion

... und zwar sei diese, dass das Abkommen, Libyen von Massenvernichtungswaffen zu befreien, eine "Invasionstaktik zur Entwaffnung des Landes" gewesen sei.

Die Obama-Regierung fochte die nordkoreanische Version jedoch an: Die Situation in der sich Libyen befände, hätte absolut keine Verbindung mit der Aufgabe seines Nuklearprogramms.
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