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Partei-Mitglieder verlassen das sinkende Schiff?

Partei-Mitglieder verlassen das sinkende Schiff?
17.09.2017, 18:40 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wenn in einem Land, dessen breite Bevölkerung in der Mehrheit herrlich uninformiert und politisch desinteressiert ist, die wenigen, die in die Parteien hineingehen, dann in Scharen wieder "flüchten", dann sollte uns das zu denken geben.

Wenn sich die Mitgliederzahlen der Parteien inzwischen halbiert haben, dann sind die enormen Gelder, welche sich die Parteien gönnen, nicht mehr gerechtfertigt. Zur Parteienflucht trägt offensichtlich die Erkenntnis bei, das es nur ein Häuflein Auserwählter ist, die hier schöne Gelder kassieren und "Demokratie" vortäuschen.

Von den nunmehr noch 1,2 Millionen Parteimitgliedern, sind dann leider die meisten auch noch inaktiv und zahlen nur ihren Beitrag. Freilich war es früher sehr wichtig, in der richtigen Partei zu sein, wenn man etwa in der Justiz Karriere machen wollte. Es gibt ja die Legende, dass in SPD- Gewerkschaftsbetrieben eine Bewerbung überflüssig war, wenn man nicht das richtige Parteibuch hatte, oder Gewerkschaftsmitglied war. Das ging hin bis zur Berliner Stadtreinigung!

Heute haben etwa die Burschenschaftler und Freimaurer nicht mehr diesen Einfluss auf die Parteien, wie noch zu Konsul Fritz Ries Zeiten. Heute haben sich die Sodalitäten etwas verändert. Man geht gleich in den richtigen Club und wird u.U. beauftragt, dann in einer Partei die Sodalitätsinteressen zu vertreten und eine Position anzustreben. Quasi als Trojaner!

Viele dieser Wutbürger, als ehemalige Parteimitglieder der großen Parteien, sind keinewegs die Dummdödel, als die sie von den Medien dargestellt werden. Denn natürlich sind die "gefährlich", haben sie das böse Spiel mit der Demokratie doch durchschaut. Evtl. schreit deshalb manch einer so laut, weil er die Gefahr erkennt, in die wir "glücklich und zufrieden" hinein laufen!

Machen sie doch selbst den Test: Werden sie Parteimitglied! Ich würde mich freuen, wenn ich unrecht habe.

Wo Parlamente zu Handlangern der Mächtigen werden, stirbt der demokratische Wettbewerb. Die autokratische Versuchung startete unter deutscher Führung: Verborgen hinter der Maske von Rettungssanitätern probte man die Kolonialherrenrolle in Südeuropa. In Gläubiger und Schuldner gespalten, verlor die EU die Herzen vieler Europäer. Die Verstaatlichung der Energiewirtschaft wurde die Generalprobe zum tollkühnen Solo von Angela Merkel 2015: offene Arme an offenen Grenzen. Die Alleingänge der deutschen Kanzlerin zeugen von einem avantgardistischen Demokratieverständnis.

Immer häufiger setzt sich Merkel über geltendes Recht hinweg.


Der Aufstand der gelenkten Demokraten bleibt aus. Aber immer mehr EU-Länder zementieren zum Schutz ihre Nationalität mit autokratischen Methoden. Auch die humanitäre Supermacht Deutschland scheint nicht mehr unverwundbar.

Mit ihrer Streitschrift »Demokratie im Sinkflug« bringt Bestsellerautorin Gertrud Höhler den machtlosen Souverän zurück ins Spiel: Der Staat gehört den Bürgern.

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7 Kommentare

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selbst Kinder werden schon für diesen "Wahlkrampf" missbraucht..., mir wird schlecht.., , wenn ich das lese:
http://www.n-tv.de/politik/Kinder-wa...033741.html
  • 18.09.2017, 19:15 Uhr
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JF: Du hast einen fantasiereichen Satz formuliert. "Die autokratische Versuchung startete unter deutscher Führung: Verborgen hinter der Maske von Rettungssanitätern probte man die Kolonialherrenrolle in Südeuropa".
Mein Mitleid mit den Südeuropäern ist gleich Null, weil sie durch ihren maßlosen Konsum auf Pump an ihrer Misere selbst Schuld sind. Die EU war so gütig, diesen Leuten mit Krediten zu helfen. Allerdings unter Bedingungen, damit deren Staaten wieder lebensfähig werden.
Wie inzwischen bekannt ist, existierte z. B. in Griechenland eine unfähige Bürokratie, die in Verbindung mit unfähigen und korrupten Politikern den Staat in die Pleite führten.
  • 18.09.2017, 11:39 Uhr
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Beitragszahler sind bei den Parteien wichtig!
  • 18.09.2017, 10:58 Uhr
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Den Fehler den die Mehrheit der Wahlvorschläge machen, ist daß das ganze Jahr sich nicht um die Belange ihrer Mitglieder kümmern, das gilt für jede Partei. Besonders sind die Pseudodemokraten, die so tun als dürfte es neben Ihr keine weitere Partei geben und dann beginnen diese zuerst lächerlich zu machen. Funktioniert das nicht werden schwerere Geschütze aufgefahren, bis hin zu verleumderischen Artikeln. Das sind dann Demokraten? Wer schon einmal hinter die Kulissen einer Partei gesehen hat und ein anständiger Mensch ist, wendet sich sofort von solchen Elementen ab. Deshalb die vielen Austritte. Es gibt jedoch noch Parteien die als Sammelbecken dienen.
  • 18.09.2017, 10:51 Uhr
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Danke für den Beitrag
  • 18.09.2017, 05:49 Uhr
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Nur 2,8 % der Deutschen sind Mitglied einer Partei.
  • 17.09.2017, 20:42 Uhr
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aber es werden wieder mehr, die partizipieren oder doch nur trittbrettfahren wollen...grübelgrübel
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...ztFZOBeaWCQ
  • 18.09.2017, 05:22 Uhr
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