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Arbeitgeber und Gewerkschaften

19.09.2017, 18:00 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es war einmal eine kleine rote Henne, die auf dem Bauernhof scharrte, bis sie einige Weizenkörner fand. Sie rief Ihre Nachbarn und sagte: "Wenn wir diesen Weizen pflanzen, werden wir Brot zu essen haben. Wer will mir helfen, ihn anzubauen?"
"Ich!", rief die Kuh.
"Ich!", rief die Ente.
"Ich!", rief das Schwein.
"Ich!", rief die Gans.
Und sie schickten ihre Gewerkschaftsvertreter, die zur kleinen roten Henne sagten:
"Mein Mitglied ist bereit, ein Viertel der Arbeit zu übernehmen, und dafür muß es ein Viertel des Brots bekommen. Aber die Werkzeuge, den Dünger, die Pacht für das Feld usw. mußt du ganz allein tragen, egal wieviel es kostet. Und wenn die Witterung schlecht ist, so dass der Weizen nicht wächst, dann mußt du meinem Mitglied ebensoviel Brot geben, wie wenn du Erfolg gehabt hättest. Und in den kommenden Jahren mußt du ihm weiter soviel Brot geben, egal ob du die Möglichkeit hast, auch dann noch Weizen zu pflanzen."
Und die Kuh, die Ente, das Schwein und die Gans wunderten sich, dass die Henne keinen von ihnen einstellte. Und sie malten "Unfair" auf Transparente, liefen um die kleine rote Henne herum und riefen Obszönitäten.
Als der Regierungsvertreter kam, sagte er zu der kleinen roten Henne: "Hör mal, du darfst nicht unsozial sein!"
"Aber man will selbst dann Brot von mir, wenn mein Unternehmen keinen Erfolg hat", erwiderte die kleine rote Henne.
"Genau", sagte der Regierungsvertreter. "Das ist das wunderbare System des freien Unternehmertums. Jeder auf dem Bauernhof kann soviel Arbeitsplätze schaffen, wie er will. Aber unter unseren modernen Regierungsbestimmungen müssen die Unternehmer den Arbeitern das höchste irgendwann mögliche Einkommen garantieren, und das Risiko ganz alleine tragen."
Und alle auf dem Hof wunderten sich, warum die Henne wegzog und ihren Weizen woanders pflanzte.

10 Kommentare

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unter dieser jetzigen Regierung lässt sich das sicher nicht realisieren....
das ist sooo schade!
  • 19.09.2017, 21:18 Uhr
  • 2
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Genau das ist Unternehmer sein, Risiko tragen und Teilhaben lassen. Nicht Ausbeutung und Raffsucht.
  • 19.09.2017, 19:43 Uhr
  • 3
So etwas können sich kleine Betriebe nicht leisten!
Da muss dann die ganze Familie ran und hier geht es nicht um Raffsucht, sondern ums nackte Überleben.
  • 19.09.2017, 19:56 Uhr
  • 2
Heute in den Nachrichten, geschätzt 40 Millionen Sklaven auf der Welt. Man hat allerdings die Million Lohnsklaven in Europa, die in prekären Arbeitsverhältnissen leben vergessen. rumänische Wanderarbeiter, Nordkoreaner, bei deutschen Transporteuren angestellte LKW-Fahrer die sich Monatelang von ihren Familien trennen und in ihrem LKW leben müssen. Ich kann sie gar nicht alle aufzählen die Menschen die sich ausbeuten lassen müssen.
  • 20.09.2017, 14:39 Uhr
  • 3
Hallo Jürgen, es kommt darauf an von welchem Standpunkt man etwas betrachtet. Der kleine Handwerker gehört garantiert nicht zu den Ausbeutern. Hingegen Konzerne die keine Familienbetriebe mehr sind, sondern hoch dotierte Manager das sagen haben - das aht die Gegenwart gerade wieder gezeigt, die drücken sich davor den gemachten Pfusch zu reparieren. Das sind Betrüger und Ausbeuter! Diese werden leider viel zu oft von den Regierenden gestützt und gefördert, um den kleinen Handwerker kümmert sich kein Mensch.
  • 20.09.2017, 16:11 Uhr
  • 2
J.L.
Dieses Gedankengut hat mit dem Handwerker oder dem Familienbetrieb um "die Ecke" wenig zu tun. Irgendwann ist man dann gezwungen "das Handtuch" zu werfen.
Es werden Arbeitsplätze geschaffen, aber es ist verwerflich Gewinn zu erwirtschaften und zwar so lange bis der marode Betrieb endlich die Türen schließen muss.
Es muss immer investiert werden um ein Geschäft am Laufen halten zu können. Von welchem Geld soll man das machen?
Und auf die LKW-Fahrer zu sprechen: Denkst Du das "raffgierige" Transportunternehmen hat keine Sorgen? Die Konkurrenz ist groß und nur der günstigste erhält den Auftrag.
  • 20.09.2017, 18:41 Uhr
  • 1
Während Fuhrunternehmer in der Regel immer noch Werte in der Hinterhand haben, hat das der kleine Handwerksmeister nicht, Betriebe die in einer Familienhand sind werden anders geführt, nicht Gewinn maximiert, sondern Werterhaltend, Großbetriebe werden Gewinnmaximiert gemanaget, damit das Kapital der Aktionäre vermehrt wird, Entlassungen oder Freistellungen kosten für Betriebe zwar Geld, aber sind machbar. Kalkulieren von Waren oder Dienstleistungen will auch gelernt sein. Wenn kein Umsatz, benötigt man auch keine Mitarbeiter, So geht das Wirtschaftsleben.
  • 20.09.2017, 21:55 Uhr
  • 2
Liebe Frau Silvetto, Ich spreche nicht vom Fuhrunternehmer um die Ecke mit 2 oder 3 LKW. Ich spreche von einem Konzern der mit Steuergeldern, weil ehemals Staatlich, sich in der ganzen Welt als eines der größten Transportunternehmen etabliert hat und nun die Menschen in unsäglicher Weise ausbeutet. Es werden alle Gesetze und Regeln umgangen und von der korrupten Politik gedeckt. Unsere Politiker regieren nicht mehr sondern schaffen Freiräume für kriminelle Konzerne.
  • 21.09.2017, 12:48 Uhr
  • 3
J.L.
Ihr obiger Kommentar zielte leider uneingeschränkt auf Unternehmer und zu den Unternehmern gehören für mich auch Handwerker und Familienbetriebe.
Nach Differenzierung kann ich Ihrem Kommentar zustimmen.
  • 21.09.2017, 15:01 Uhr
  • 2
Sie haben recht Corina, Unternehmen beginnt mit der einzelnen Peraon die sich selbständig macht bis zum Multinationalen Konzern. Desset wegen wird oft diese Unterteilung zwischen Kleinst-, klein-, Mittel und Großbetrieb vorgenommen.
  • 21.09.2017, 21:22 Uhr
  • 2
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