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Wie naiv sind die Jungen in punkto Rente?

Wie naiv sind die Jungen in punkto Rente?

Helmut Achatz
25.09.2017, 14:50 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Wie naiv sind die Jungen in punkto Rente? Rente? Ganz weit weg! Altersarmut? Ja, schon mal gehört. Viele, aber nicht alle Jungen interessiert noch wenig, wie es ihnen im Alter mal geht. Sie stecken den Kopf in den Sand und hoffen wohl im Stillen, dass es der Staat schon richten wird. Ob sie sich damit nicht verschätzen. Eigentlich müssten sie auf die Straße gehen und protestieren, aber davon ist nichts zu sehen.

Es herrsche statt Empörung eher Sorglosigkeit, schreibt die „Welt“. Das bestätigte auch die Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ des Versorgungswerks MetallRente und TNS Infratest Sozialforschung. Die „Zeit“ zitiert Paul Ziemiak, den Vorsitzende der Jungen Union, der forderte schon vor einem Jahr einen Aufstand der Jungen gegen die Rentenpolitik der Bundesregierung. Und? Ist was passiert? Nichts ist passiert. Die „Zeit“ bemüht einen netten Vergleich: „Das ist, als würde man seinen Mitbewohner aus der WG schmeißen, das freie Zimmer in ein Wohnzimmer umbauen und allen versprechen, die Miete bleibe für alle gleich hoch.“

Ok, einige Junge denken über das Thema nach – Felix von Laden beispielsweise. Im September 2017 war er bei Markus Lanz eingeladen, um über sich und seinen Besuch bei der Rentner Gang zu erzählen.

Die Jungen fühlen sich Jugendforscher Klaus Hurrelmann schlichtweg überfordert. Sie kümmern sich nur um ihr Studium, ihr Aussehen, ihre Selbstoptimierung anstatt für eine Lebensphase, die „noch ein halbes Jahrhundert“ entfernt liege. Die „Welt“ beschreibt es mit „naiver Planlosigkeit“. Die Jungen sind in der „Mehrzahl optimistisch, wenn sie an ihre eigene Zukunft denkt“, so Hurrelmann. Die Generation Y zweifele zwar an der privaten Vorsorge, gleichzeitig sparen nur 35 Prozent aller Jugendlichen regelmäßig für ihre Altersversorgung.

Rente kommt an ihre Belastungsgrenze

„Auch 15 Jahre nach der Rentenreform hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt; die Tendenz geht bei der jungen Generation sogar in die entgegengesetzte Richtung“, so das Resümee von Christian Traxler, dem Mitherausgeber der Studie.

Durch den demografischen Wandel knackt es immer lauter im Renten-Gebälk. Schon heute zahlen die Jungen hohe Beiträge in die Rentenkasse, ohne jedoch hoffen zu können, im Alter entsprechend davon zu profitieren. Dabei will die Arbeitsministerien noch mehr Geld an die Rentner verteilen. „Doch statt Widerstand und Eigeninitiative herrscht Sorglosigkeit“, schreibt die „Welt“.

Auch MetallRente-Geschäftsführer Heribert Karch bezeichnet die Ergebnisse der Studie als „zutiefst besorgniserregend“. Vor 15 Jahren sei die Renten-Reform mit dem Argument eingeführt worden, mehr Generationengerechtigkeit herzustellen. Das Ergebnis sei jedoch weniger Gerechtigkeit. Die junge Generation werde immer mehr zur prekären Generation der Rentenpolitik. Der Staat schießt bei der Rente immer mehr Geld zu. Dennoch liegen die Lohnersatzraten, sprich das Verhältnis der Rente zum vorherigen aktiven Einkommen, in Deutschland am unteren Ende dieser Länder. „Statt Generationen-Gerechtigkeit haben wir Unsicherheit“, so die Studie . Es müsse endlich gegengesteuert werden.

Die Jungen wünschen sich Zwang

Selbst werden sich die Jungen wohl kaum um ihre Altersvorsorge kümmern, davon ist Traxler und Hurrelmann überzeugt. Müssen die Jungen als gezwungen werden? Es scheint fast so. Die Studie zeigt, dass die Jungen angestupst werden (Nudge) wollen. Annähernd zwei Drittel stimmen automatischen Sparregelungen zu. Wenn so eine Sparregel mit einer Ausstiegsmöglichkeit (Opt-out) und einer Bezuschussung kombiniert werde, steige die Zustimmungsrate sogar auf 89 Prozent. Traxler ist erstaunt: „Die beinahe einhellige Zustimmung zu einer Default-Sparregel war sehr überraschend. Es scheint so, als wünschen sich Jugendliche einen Automatismus, der ihnen eigenständige Entscheidungen zumindest teilweise abnimmt“.

Es ist nach Traxlers und Hurrelmanns Meinung höchste Zeit, die Weichen zu stellen, um die junge Generation vor Altersarmut zu schützen. „Wir befinden uns bereits in der Mitte des 30-jährigen Reformprozesses“, mahnt Karch. Es sei an der Zeit, in einem Halbzeit-Gipfel mit allen Akteuren weitere Maßnahmen zu besprechen. Dazu sei es nötig, bei der betrieblichen Altersversorgung Hindernisse beiseite zu räumen und bessere Rahmenbedingungen für die bAV schaffen. Das heißt, die Förderung zu vereinfachen.

Politik muss endlich handeln

„So wie heute kann es nicht weitergehen. Denn selbst, wenn jemand vorbildlich in alle drei Säulen der Altersvorsorge einzahlt, kann er am Ende nicht mit einem zufrieden stellenden Ergebnis rechnen“, so das Fazit der Jugendforscher. Das System führe die jungen Leute an der Nase herum. Die Politik müsse jetzt handeln. Denn sonst sei es für die junge Generation zu spät. „Dann ist sie objektiv von Altersarmut bedroht“. Und damit malen die Beiden sicher nicht zu schwarz.

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27 Kommentare

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Mir kann niemand erzählen das er oder sie von ersten Arbeitstag an an die Altersvorsorge gedacht hat.Das haben unsere Grosseltern nicht gemacht und wir haben das auch nicht gemacht und die Jugend machts auch nicht, denn die bekommt erst recht keine Rente mehr.Und wie und von was sollen die auch Vorsorgen,wenn die nach der Lehre rausgeschmissen werden.oder müssen 2 bis 2 Minnijobs machen müssen um überhaupt Geld zum leben zu haben.
  • 27.09.2017, 18:57 Uhr
  • 0
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Den Menschen insgesamt vorzuwerfen, dass sie nichts oder zu wenig für ihre Rente zu tun, oder getan zu haben, ist m.M.n. schlichtweg eine Unverschämtheit!!!
Was sollen sie denn tun? Noch mehr arbeiten? Wenn es am mangelnden Fleiß leigt, frage ich mich ernsthaft, wie es schwer arbeitende Menschen (!) überhaupt noch berwerkstelligen sollen.
Gut, nun gibt es auch andere Berufe, die arbeiten 40 Std. oder weniger und können am Wochenende den Bauch in die Sonne halten (?) Ist das so? Ich glaube kaum. Das können die wenigsten tun und Eltern schon gar nicht!

So und dann kommt hinzu, dass diese ganze Angelegenheit genauso gewollt ist! Ohh, ich den Aufschrei. Doch, glaubt mir mal. Wir sind keine Menschen, sondern juristische Personen, also Sache. Eine Sache braucht nicht viel, nicht wahr? Eine Sache wird verwaltet und kann Dinge leisten, für den Verwalter. Rechte hat sie natürlich nicht.
Ein Mensch! hat sich sehr viel Arbeit gemacht und die Dinge zusammen getragen, man kann es hier nachlesen: http://www.agmiw.org/wp-content/uplo...s-Meier.pdf
Alles ist sehr interessant, doch in Bezug auf Thema Mensch ist das Kapitel 4 'Geburtsurkunde', S. 16 das überhaupt ausschlaggebende.

Ich muss allerdings vorher warnen. Setzt Euch hin, nehmt 'nen Kaffee oder Tee dazu. Wenn Ihr diese Seiten gelesen habt, wird Euch anders. Mir war richtig gehend schlecht.
  • 27.09.2017, 10:25 Uhr
  • 0
Ich möchte die DDR jetzt nicht in den Himmel heben, nein dieses Zustände möchte keiner zurück. Aber der arbeitende Mensch hatte dort einen viel höheren Stellenwert. Als ich 1981 in den BRD kam, sagte man mir zunächst, ich müsse meine Arbeitskraft so teuer wie möglich "verkaufen". Da sind mir erst einmal die Kinnladen runtergefallen.
Ich war damals Ende 30, alleinerziehende Mutter von 2 Kindern und sofort wieder voll berufstätig, wie ich es auch seit meinem 18 Lebensjahr außer 2 Babyjahren, immer war.
Dank der Unterstützung meiner Eltern und einer kleinen Erbschaft konnte ich Geld zurücklegen und mir als Altersvorsorge eine kleine Eigentumswohnung leisten - aber das konnten andere Alleinerziehende wohl kaum. Oft konnten sie der Kinder wegen auch nicht voll arbeiten.
Ich wusste sie in den DDR-Zeiten immer gut und kostenlos in Grippe, Kiga und Hort untergebracht und hier haben dann meine Eltern einen Blick auf sie geworfen, sie waren ja damals auch schon 14 und 13 und an Selbständigkeit gewöhnt.
Ich will damit nur sagen, dass ich Glück hatte und etwas fürs Alter vorsorgen konnte.
Was sollen denn die Jungen machen, wenn sie oft gar keinen sicheren Arbeitsplatz erhalten, sondern sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln.
  • 27.09.2017, 12:20 Uhr
  • 1
Eben, Heidi. - Wenn Du Dir mal die PDF-Datei, deren Link ich engestellt habe, zu Gemüte führst, wirst Du ganz viele Zusammenhänge erkennen. Du wirst sehen, dass mit der Eintragung ins Geburtenregister der Staat die Rechte ber die Kinder erhält, unwissentlich von uns natürlich. Die Einrichtung von Krippen etc. dient dazu, die Kinder gleich unter die Fuchtel zu bekommen. Die Entwicklung, so wie sie jetzt läuft, ist ganz genau so! Womit ich nicht gesagt haben will, das Frauen/Müter nicht arbeiten sollten/dürften. Ich betrachte Elternschaft mal unabhängig vom Geschlecht, wobei ich meine, dass die Mütter meistens die 'besseren' (nicht wertend) Erziehungspersonen für ihre Kinder sind. Die Wertschätzung der Erziehungsarbeit für Eltern ist doch gleich null. Bezahlt wird Erziehung für ErzieherInnen. Mamas und Papas kriegen nichts dafür, nichtmal Rente!
Ich bin heilfroh, dass ich für meine Kinder da sein konnte, habe heute natürlich Einbußen deswegen, dennoch, das war mir das wert!
Doch ließ diese Abhandlung mal. Von einer Ohnmacht in die andere. Ich für meinen Teil, habe einfach keinen Bock mehr auf Versklavung. Wir sind MENSCHen!
  • 27.09.2017, 12:47 Uhr
  • 0
wer is'n @Hans Meier?

und warum war das Experiment DDR eine Nullnummer?
  • 27.09.2017, 12:47 Uhr
  • 0
Von einer Nullnummer habe ich nichts gesagt. Und die Kinderbetreuung in der DDR finde ich nach wie vor gut. Die zig-tausend Erzieherinnen waren mit Sicherheit keine von "denen da oben" sondern Frauen, Mütter, wie du und ich. Kann mir schlecht vorstellen, dass Tante Paula, Frau G. und Frau H. vom Staat angestellte Einpeitscher waren. Da müsste man ja jeder Schule den Vorwurf machen, dass die Kinder im Sinne der jeweiligen Politik (v)erzogen werden. Im Prinzip stimmt das ja auch, während des gesamten kalten Krieges wurde in Ost gegen West und in West gegen Ost gehetzt - und der Westen stand keinesfalls nach!
Mamakinder sind oftmals so verwöhnt und verhätschelt, dass sie sich später im Leben nur schlecht zurechtfinden.
Trotzdem: das Experiment DDR muss man als völlig gescheitert betrachten, weil es nicht, wie propagiert die Regierung des Volkes, sondern der Machtmissbrauch (und das damit verbundene Misstrauen und die Bespitzelung) durch ein paar Betonköpfe war.
  • 27.09.2017, 13:01 Uhr
  • 0
es hat nicht funktioniert und warum nicht? Weil es dort runtergewirtschaftet worden ist.
  • 27.09.2017, 13:06 Uhr
  • 1
Das Kinder, die von ihren Eltern erzogen werden, meist verhätschelt sind, muss ich vehement widersprechen. Weder, die Kinder die idch sonst noch kenne, noch meine eigenen, sind verhetschelt.
Und nein, ich will hier auch keinem Erzieher unterstellen, dass sie/er vor Staatstreue nur so strotzt. Dennoch funktioniert natürlich die Erziehung zu X hin besser, als wenn Kinder nicht erst mal von den Eltern erzogen werden.

Was die Schule angeht, so war meine Schulzeit und was ich lernte sicher gut, ich nehme an, Eure erworbenen Kenntnissen waren ebenfalls gut. Dennoch wurde uns enorm viel verschwiegen. Schaut mal in die Geschichtsbücher, oder erinnert Euch. Wer hat den 1. Weltkrieg ausgelöst? Hat der Kaiser tatsächlich abgedankt? Welche Gesetze haben hier in BRD Geltung? Wusstet Ihr, dass Ihr und Eure Kinder im Geburtenregister als 'stillborn' eingetragen wurden, ohne Vater? !Nicht Geburtsurkunde, wohlgemerkt. Ich glaube nicht. Und welche Folgen hat das alles? Sollte überhaupt jemals ein souveräner Staat D/BRD, wie auch immer errichtet werden? Wer hat was wann gesagt und getan, von den Herrn Politikern, Frauen waren früher ja nicht weiter dabei? --- Alles kein Vorwurf. Nur jetzt, jetzt ist es Zeit genau da hinzugucken!

PS: auf Youtube findest Du Grundlagen des Rechtssystems ( hans xaver meier )
  • 27.09.2017, 13:56 Uhr
  • 1
Barbara, runtergewirtschaftet wurde es, weil dort nicht die Fachleute das Sagen hatten, sondern die Betonköpfe - und die richteten sich konsequent nach dem Willen des "grossen Bruders" Sowjetunion. Ausserdem war die DDR Billiglohnlieferant z. B. auch für Quelle und Neckermann, vom Kühlschrank bis zur Damenstrumpfhose - alles in der DDR fürn Appel und ein Ei produziert. Warum, weil der westliche Finanzmarkt dafür gesorgt hatte, dass die Ostwährungen weit unter Wert gehandelt wurden.
Renate, ich glaube auch nicht alles, was ein Herr Meier sagt, ich glaube auch der Kanzlerin nicht alles, aber die scheint mir bisweilen doch authentischer. Ueber die bessere Erziehungsmethode möchte ich nicht streiten. In einer Demokratie sollten sowohl Eltern als auch Erzieher zunächst einmal für Wahrhaftigkeit, Verantwortungsgefühl und Solidarität mit Schwächeren stehen, wenn das der Fall ist, ist es egal, wann die Gemeinschaftserziehung beginnt.
Aber es ist auch eine Tatsache, dass man diverse Eltern am liebsten erst einmal selbst erziehen sollte.
  • 27.09.2017, 15:47 Uhr
  • 0
Der Kommunismus hat nicht funktioniert, weder dort, noch sonst wo, wo gibt es denn so was, das man Menschen einsperrt.
  • 27.09.2017, 16:10 Uhr
  • 0
Das gibt es vor allem dort, wo die Obrigkeit das Recht für sich gepachtet hat, Barbara. Das sieht man im Moment wirklich sehr deutlich. Aber auch hier in D kann es so gehen, wenn man nicht (vermeintlich) konform geht. Ich spreche niciht von Straftaten!

Heidi, was der Herr Meier schreibt, kann man selber recherchieren, dauert nur ziemlich lange, er brauchte mind. ein halbe Jahr, um all die Fakten zusammen zu tragen. Nun, grundsätzlich sind in der PDF-Datei oben 184 Seiten und eine geballte Ladung Info, die man nicht mal eben im Vorbeigehen liest, wie die Bildzeitung.

Was Wahrhaftigkeit, Verantwortungsgefühl und Solidarität angeht, da bin ich ganz bei Dir. Ein MENSCH steht auch auf der Seite der Schwachen.
Auch ich halte so manche Mama für unfähig, ihr Kind zu erziehen, ich bleibe trotzdem dabei, dass es nicht sein kann, dass Eltern Kohle ranschaffen MÜSSEN, um die Miete zahlen zu können und Baby muss deswegen in den Hort. Das ist pervers!
Eltern, die sich erst mal um ihre kleinen Kinder kümmern, werden schräg angeguckt. So tief sind wir gesunken! Ich finde das ganz schlimm, dass die emotionale Stabilität von Kindern ums Leben, oft ums Überleben willen aufs Spiel gesetzt wird. Die Kinder werden, damit sie möglichst nicht krank werden (und sie werden erst deswegen krank) 'durchgeimpft', heute mit bis zu 47 Impfungen bis zum 3. Lj, sie erhalten ganz nebenbei Nervengifte, ganz davon abgesehen, dass sie sich über viele Stunden hinweg nicht an Mama oder Papa kuscheln können. Die ErzieherInnen geben sich die allergrößte Mühe, keine Frage. Doch Elternersatz können sie unmöglich bieten.
Was dabei herauskommt, sind oft verunsicherte Menschen, die sich selber nicht über den Weg trauen. Das sehe ich sehr deutlich.
  • 27.09.2017, 17:33 Uhr
  • 1
Renate, ich weiß nicht wie alt du bist. Aber wie war das denn in deiner Kindheit? Wie sehr konnte sich deine Mutter um dich kümmern. Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen.
Fast alle hatten einen großen Nutzgarten und Kleinvieh, dazu meist einen pflegebedürftigen Opa oder eine Oma, Waschmaschine, Kühltruhe: Fehlanzeige. Die Wäsche musste von Hand gewaschen und das Obst und Gemüse eingeweckt werden.
Wie viel Zeit blieb denn da noch für die Kinder? Schon die Kleinen wurden höchstens von Großeltern oder älteren Geschwistern beaufsichtigt. Morgens wurde man in die Schule geschickt, am Nachmittag gab es im Haushalt zu helfen und dann, so wie auch am Wochenende und in den Ferien ging es raus, Spielplätze gab es auch nicht, die ganze Umgebung war hingegen ein einziger Abenteuerspielplatz. Man bekam nur die Uhrzeit zum Heimkommen gesagt - und sonst hat sich kein Mensch um uns gekümmert. Höchstens im Winter gab es am Abend mal eine halbe Stunde "Mensch-ärger-dich-nicht" oder "schwarzer Peter" . Erzogen haben wir uns gegenseitig. Wenn es nicht funktionierte, gab es Kloppe: Und: hat es uns geschadet???
Geimpft wurden wir ja auch, erst die Dreifachimpfung, dann gegen Pocken, dann Gott sei Dank noch gegen Polio, der in meiner Kindheit einige meiner Schulfreunde fürs Leben verkrüppelt oder gar getötet hat.
Ich jedenfalls bin ein ganz brauchbarer Mensch geworden und die meisten meines Alters ebenso.
  • 27.09.2017, 17:49 Uhr
  • 0
Barbara: Marx hat sich das ursprünglich schon richtig ausgedacht. Wenn die Menschen nicht so machtgierig und egoistisch wären, müsste der Sozialismus die idealste Staatsform sein (Kommunismus hat es bis heute nie gegeben)
Und noch eins wundert mich: Du fragst: Wo gibt es denn so was, dass man Menschen einsperrt? Dann schau mal genau hin: z. B. in die muslimischen Länder. Da wird nicht nur eingesperrt, sondern gleich umgebracht - und zwar meist die eigenen Glaubensgenossen.
  • 27.09.2017, 17:53 Uhr
  • 0
Marx wollte keine Mauern und wo gibt es wie die DDR in den muslimischen Ländern? ich kenne nur eine Mauer im mittleren Osten und die steht in Israel.
  • 27.09.2017, 17:59 Uhr
  • 0
Heidi, so ähnlich wie Du Deine Kindheit beschreibst, kenne ich das auch. Als Kleinkind durfte ich erst mit frühestens vier Jahren alleine zu den Freundlinnen, meine Schwester hat mich ansonsten mitgeschleift. Meine Kinder kennen das auch so ähnlich. Sie mussten nicht, gab es auch nicht, vor dem 3. Lj. in den Kindergarten und mussten mussten sie überhaupt nicht. Sie konnten, durften. Ich bin sehr froh darüber!

Der Unterschied ist zu den Kindern, die in den Hort MÜSSEN, dass die Mama (oder Papa) eben habhaft ist. Eltern brauchen doch bloß 'greifbar' zu sein, wenn die Kinder selbständiger werden. Mehr ist doch nicht nötig. Eltern sollen ja nicht die Kinder von morgens bis abends bespaßen.

Der Kommunismus könnte ein recht gutes System sein, allein das Herz fehlt ihm.
Was Heidi sagt, Barbara, das stimmt schon. Schau in die Türkei, wie Mr. Erdogan mit den Menschen verfährt.
Zwischen USA und Mexiko steht ein riesiger Zaun, Ugarn hat einen erst neulich gebaut.
  • 27.09.2017, 18:28 Uhr
  • 2
Da in der DDR alle Kinder im Kiga waren und die meisten auch schon in der Krippe, hätten Kinder außerhalb gar keine Freunde gehabt. Man hat gar nicht groß darüber nachgedacht. Ich war ja auch ein paar Jahre verheiratet (erst als mein Ex fand, eine Zweitfrau (Typ waidwundes Reh) wäre ganz schön, habe ich am 5. Geburtstag meiner Jüngsten die Scheidung eingereicht) Ich habe halt jedes Wochenende intensiv mit den Kindern gelebt. Wir sind viel wandern gegangen, in den Zoo. bei schlechten Wetter haben wir Museen, Burgen oder Schlösser oder Kino und Theater besucht - es gab kein WE ohne intensive Gemeinsamkeiten - und ich glaube, davon können manche heutige Kinder nur träumen. Die hocken stundenlang vor der PC oder an der Play Station und die Eltern ihrerseits auch.
  • 27.09.2017, 18:59 Uhr
  • 2
zum Glück gibt es auch noch verantwortungsvolle Eltern, ich meine nicht diese Helikopter-Eltern, die ihre Kinder auf Schritt und Tritt überwachen müssen, damit dem kleinen König ja nichts schlimmes passiert, Erziehung hat viel mit Vertrauen zu tun und auch Gemeinsamkeiten. Gemeinsames Essen, gemeinsame Unternehmungen.

Für mich ist die Vorstellung in einem Land leben zu müssen, wo drangsaliert wird, wo Menschen weggesperrt werden, wenn diese eine andere Meinung haben und diese kundtun. Wenn Menschen um einen herum einen ausspionieren.... Die Menschen in der DDR haben sicherlich das beste aus dem gemacht was sie hatten, dies zeichnete diese aus...leider ist diese Eigenschaft nach dem Mauerfall verloren gegangen.
  • 27.09.2017, 19:37 Uhr
  • 1
Ach Barbara, ich denke das hat viel weniger mit dem mauerfall ansich zu tun, denn heute machen die Leute schon auch das Beste aus dem, was sie haben, es hat viel mehr mit dem allgemeinen Wandel der Ellenbogengesellschaft zu tun. Heidi wird wahrscheinlich gleich ein wenig murren doch hat sich in den 90ern so einiges geändert. Allem voran das Bankensystem, nachweislich! 1998 hat Bill Clinton den Banken gestattet, sich maßlos bereichern zu dürfen und sie haen es getan. Geh mal zur Bank und frage Nach 'nem Kredit. Angenommen Du hast ein erklägliches Einkommen, viell. hast du schon 'nen Kredit, dann wird Dir der ganze Basel-Scheiß um die Ohren gehaun, mit der Kunde ja gar nichts zu tun hat! Die Banken tun aber so, als ob. Das Geld, was Du dir leihen möchtest, ist physisch nicht vorhanden, der Kredit versichert und die Bank kriegt die Kohle mal gleich zurück und du Dussel zahlst Zinsen ohne Ende! Es betrifft nicht jeden... Stimmt. Aber diese Dinge schwingen! Dann hat man uns mit dem 2+4-Vertrag betrogen. Er wurde 3 Monate nach Vertragsschluss aufgelöst. Es gibt noch immer keinen Frieden und in aller Wahrheit haben nicht mal 'nen Friedensvertrag vom 1. Weltkrieg.

Dann kam der Euro, diese Luftnummer. Er ist keine Note, er hat lediglich ein Copyright!
Dann kam Hartz IV!!! DIE Demütigung schlechthin.

Was ich jetzt aufzählte spielt 'wunderbar' und gewollt zusammen. Der dumme Bürger wird unten gehalten und das Geld fließt ab zu jenen, die sowieso genug haben. Das schwingt. Das muss gar nicht offensichtlich sein, wobei es jetzt über das Internet immer offensichtlicher wird.

Dann manipuliert die Presse. Wieso konnte die AfD so viele Stimmen kriegen? Weil sie Aufmerksamkeit bekam! Finanziert wird sie von der Familie, der Mövenpick gehörte (jetzt Nestlé). In wie weit diese Familie Einfluss auf Verlage, auch Familien haben, weiß ich nicht. Aber 'man' kennt sich ganz bestimmt.
Ja, es gibt ganz sicher hier viele Leute, die illegal hier sind und die auch Straftaten verüben, das ist nicht gut. Doch je länger wir eben uns manipulieren lassen und Trennung leben, haben alle die Manipulatoren leichtes Spiel mit uns.
Wir sollten uns erinnern, wer wir sind! Und wir sollten 'Volk' so deffinieren: Menschen, die im Land (Ort, Region) leben.

Zu diesem Begreifen gehört eben auch Wissen, was uns über Jahrhunderte, fast 90 Jahre und gut 60 Jahre vorenthalten wurde. Das mit den Geburtsurkunden hat den Zweck, dass wir zur handelsware werden, der Vatikan verkauft unseren Geburtswert (Gewicht in Gold) über die Weltbank ect., als Gegenleistung leisten wir Arbeit. --- Was glaubt Ihr, warum sich keiner gegen die GEZ wehren kann? Warum die Kfz-Zulassung soviel Geld kostet, warum überhaupt Gebühren erhoben werden? Damit die Konten, die für jeden Menschen existieren wieder gefüllt werden können. Sie laufen alle auf dem Namen der PERSON (Großbuchstaben im Ausweis). Lest und Ihr werdet die Politik neu verstehen. Ihr müsst aber nicht, wenn Ihr nicht mögt.
  • 27.09.2017, 20:08 Uhr
  • 0
ich bin in einer "Ellenbogen-Welt" aufgewachsen..... ich weiß mich durchzusetzen und zu verhalten ohne ständig auf den Staat schimpfen zu müssen, da dieser mich nicht richtig versorgt. Auch ein Problem vieler... die nur versorgt wurden, ohne jemals gelernt zu haben, für sich selbst sorgen zu müssen.
  • 27.09.2017, 20:19 Uhr
  • 0
Also nach diesem 'Staat' braucht man nicht zu rufen, den gibt es ja nicht.
  • 27.09.2017, 20:35 Uhr
  • 1
  • 27.09.2017, 20:35 Uhr
  • 1
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Sie können sich schlicht und ergreifend oft keine Altersvorsorge leisten.
  • 26.09.2017, 21:32 Uhr
  • 0
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Die Jugend denkt doch nicht an Rente und Alter. Das haben wir doch auch nicht, als wir jung waren. Wir haben gearbeitet oder studiert, Freude gehabt, waren unbeschwert. So soll es doch sein. Wir haben unser Leben mit all seinen Herausforderungen angepackt, aber doch nicht an unsere Rente gedacht. Das muss nach wie vor in ausreichendem Maße vom Staat geregelt werden. Junge Menschen sind damit überfordert. Für sie ist das Leben noch in einem Endlosgefühl und so soll es auch sein finde ich.
  • 26.09.2017, 19:59 Uhr
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Wir mussten damals auch nicht an Rente denken, in der Schule haben wir gelernt, dass unser Rentensystem ein Generationenvertrag ist: die Jungen versorgen die Alten und werden später einmal von der nächsten Generation versorgt.
Ist noch gar nicht so lange her, dass Norbert Blüm sagte: "die Renten sind sicher".
  • 27.09.2017, 12:29 Uhr
  • 0
Ja, und so sollte es auch weiterhin sein.
  • 27.09.2017, 12:31 Uhr
  • 0
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Wenn unser Rentensystem weiterhin mit Reförmchen verschlimmbessert wird, wird Altersarmut noch stärker aufbrechen. Politiker in DL haben eine realitätsferne Warnehmung und erkennen(wollen nicht) das der gegenwärtige Zustand keine Lösung für heute, noch für die Zukunft ist. Das Reiche DL ist nicht in der Lage ein Rentensystem wie Österreich für ihre alten Menschen zu erstellen.
Die Politiker sind keine Volksvertreter mehr, wie sie es vor der Wahl gern bezeichnen. Wer seinen Job nicht ordentlich macht, wird fristlos entlassen , aber ohne Abfindung und Privilegien.
  • 26.09.2017, 13:57 Uhr
  • 1
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@Helmut,
"Wie naiv sind die Jungen in punkto Rente? "
die sind nicht naiver als die Alten ... die kriegen erst dann einen Schock, wenn sie von ihrem Rentenversicherungsträger angeschrieben werden und ihnen klar wird, daß sie kaum mehr als ein Hartz4ler an Rente bekommen, wenn überhaupt!
"52 Prozent der Beschäftigten droht Grundsicherung
Von den gut 37 Millionen Beschäftigungsverhältnissen, die in der aktuellen Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2014 erfasst wurden, verdienten jedoch rund 19,5 Millionen Beschäftigte weniger als 2330 Euro im Monat. Damit bekämen 52 Prozent der Beschäftigten im Alter eine Rente von weniger als 795 Euro. Das ist aktuell der durchschnittliche Grundsicherungsbedarf im Alter."
Quelle: http://www.focus.de/finanzen/altersv...401121.html
achja, die Altersversorgung für BT Abgeordnete liegt nach 27 Jahren bei 6440- €
  • 25.09.2017, 17:31 Uhr
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