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ETIKETTENSCHWINDEL - von Gerd Quedenbaum

02.10.2017, 10:14 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

[f]ETIKETTENSCHWINDEL[f]
- von Gerd Quedenbaum

Der Herausgeber des Info-Blattes "Kultur und Medien" teilt in einer Veröffentlichung mit:
Nach einer Meinungsumfrage im Auftrag des ZDF haben die CDU/CSU, die "christlichen" Schwesterparteien, bei den eben gelaufenen Bundestagswahlen 8% der Stimmen ihrer katholischen und 9% der Stimmen ihrer evangelischen Wähler verloren.
Das ist eine erschreckende Zahl, die vermutlich mit einem langen Prozeß der Entfremdung zwischen den "christlichen" Parteien und ihren Stammwählern zu suchen ist.
Als Beleg nennt besagter Herausgeber "nur einige Beispiele", also bei Weitem nicht alle Berührungspunkte der C-Parteien mit den völlig anders gepolten Grünen. Das ist nachzulesen unter "Kultur und Medien.com".
Zitat aus dem Bericht:
Angesichts der Tatsache, daß die Grünen seit ihrer Gründung gegen die traditionelle Ehe agiert und Sexualität als politisches Instrument für ihre Gesellschaftspolitik verwendet haben -auch in der Schule !- ist das Verhalten der CDU-Führung nichts anderes als ein Affront gegenüber den christlich-konservativen Wählern.

Kommentar:
Wir leben in einem christlichen Land. Wenn nun aber die angeblich christlichen Parteien gegen unsere Überzeugungen und gegen unseren staatsbürgerlichen Willen handeln, gegen das glaubensgebundene Prinzip unserer Familien, gegen die elterliche Erziehung, gegen unsere Kultur, dann sind deren Namen "christlich- demokratisch" und "christlich-sozial" ein eklatanter Etikettenschwindel. Das ist Betrug an den Wählern, weil diese Parteien mit ihren Namen über ihr reales Tun und ihre wirklichen Absichten täuschen. Dann sind diese C-Parteien um nichts besser, sondern weit schlimmer noch, als sie es vergleichsweise den angeblich Rechten vorwerfen.

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4 Kommentare

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Oder liegt der Prozentwert auch darin begründet, dass so viele die Organisationsformen katholische Kirche und evangelische Kirchen verlassen haben?
  • 03.10.2017, 00:42 Uhr
  • 0
Jede Statistik hat ihre eigenen Mängel. Ich nehme die Zahlen mal so, wie sie gegeben sind. Möglicherweise wird es bei den Koalitionsverhandlungen zu einer Hochzeit zwischen den C-Parteien und den Grünen kommen.
Zugegebenermaßen haben die C-Parfteien sich bereits auf Länderebene hier und dort mit den Grünen eingelassen allein um an der Macht zu bleiben. Dafür haben sie Zugeständnisse gemacht, sogar aktive Hilfe geleistet, gegen unsere christliche geprägte Glaubenskultur.
Sollten die C-Parteien sich nun bundesweit auf solche
Gemeinschaft einlassen, dann müßten sie dort auch entsprechende Zugeständnisse machen. Dann wären die Grünen letztlich Wahlsieger, ohne die Wahl gewonnen zu haben - und dem sogenannten "gesellschaftlichen Wandel" stünde nichts mehr im Wege.
Das haben die Wähler aber nicht gewollt. Hier stellt sich dann die Frage, inwieweit die "führenden" Politiker den Willen der angeblich mündigen Staatsbürger achten.
  • 03.10.2017, 09:25 Uhr
  • 0
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Gegen die vorgebliche Christlichkeit der C-Parteien zu wetttern, zu polemisieren, ist wahrlich nicht neu. Man könnte sogar sagen, es ist 'ein alter Hut', ist wie 'das Pfeifen im Walde', welches niemanden interessiert außer den 'Pfeifer' selbst.
Auch alle anderen von ihren Gründern gewählte Parteinamen und -kürzel bieten sich an, ähnlich polemische Pfeile auf sie abzuschießen. Für Kritiker der 'Grünen* ist die Partei sowohl nicht grün genug als für andere auch zu grün. Der alten Tante SPD wirft man vor, sie missachte oder missbrauche das Attribut 'sozial' in ihrem Namen. Und bei der AfD suchen viele vergeblich die Alternative, andere meinen, die Präposition 'für' im Namen sollte besser durch 'gegen' ausgetauscht werden. Ob Letzteres eine Chance hat, sich durchzusetzen? AgD klingt doch zu sehr nach AGB, und das könnte zu weiteren Missverständnissen führen.
Unmissverständlich ist der Name 'Die Linke' - da weiß man auf Anhieb, woran man ist. Der kurze Name ist einprägsam, lässt sich auch kaum in ein Buchstaben-Kürzel fassen.
  • 02.10.2017, 11:29 Uhr
  • 2
Die Gegenüberstellung ist schon richtig. Aber alter Hut, Pfeifen im Walde und Pfeifer selbst ist eher unsinnig. Im Augenblick ist das Thema wegen der zu erwartenden Koalitionsgespräche aktuell und sollte deshalb nicht zerfleddert, sondern sinnvoll besprochen werden.
  • 02.10.2017, 11:49 Uhr
  • 0
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