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Migration, Landwirtschaft und Hunger in der Welt

19.10.2017, 17:59 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Migration, Landwirtschaft und Hunger in der Welt. Die chemische, industrielle Landwirtschaft steht zunehmend in der Kritik. Aber 720 Millionen Menschen hungern immer noch. Rümelin geht zwar nur auf die finanziellen Probleme ein, aber nicht auf die Produktion von Nahrungsmittel. Ökolandwirtschaft hat eine Flächeneffiezenz von 45% zur konventionellen Landwirtschaft, das heißt, wir bräuchten mehr als die doppelte Fläche, um die Menschen ernähren zu können. Weltweit müssten mindestens 2-3 Milliarden Menschen verhungern. Ökolandwirtschaft kommt auch nicht ohne Tierhaltung aus, weil sie durch den Verzicht auf chemischen Dünger den tierischen Dünger braucht. Demeter und andere Bioverbände schreiben ihren Mitgliedern Tierhaltung vor. Die konventionelle Landwirtschaft kann ohne Tierhaltung wirtschaften. Dass die Einladung eine humanitäre Katastrophe ist, wird verdrängt. Im Jahre 2016 sind 5000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken und weitere 5000, laut „Die Zeit“, in der Sahara ums Leben gekommen.
Rümelin geht aber nur auf die finanziellen Aspekte ein. Die Uno schätzt, dass 30 Milliarden ausreichen, um den Hunger in der Welt zu beseitigen. Die 1 Millionen Flüchtlinge sollen uns aber in diesem Jahr 40 Milliarden kosten. Uns wird die Einladung Merkels an alle Armen dieser Welt aber als humanitärer Akt verkauft. Rümelinge sagt im Interview in der Welt: „Weltweit leben 720 Millionen chronisch Unterernährte, die UN schätzten 2008, dass 30 Milliarden jährlich ausreichen, um den Hunger auf der Welt auszurotten.“
https://www.welt.de/politik/deutschl...derung.html
Der Philosoph Julian Nida-Rümelin, 62. Er war Kulturstaatsminister unter Kanzler Schröder
Weiter sagt Rümelingen: „Einen Hinweis gab aber die Europäische Kommission mit ihrem Vorschlag, dass die EU-Staaten, die nicht zur Aufnahme der beschlossenen Anzahl von Flüchtlingen bereit sind, sich an den Integrationskosten mit 250000,00 Euro für jeden nicht aufgenommenen Flüchtling beteiligen. Dies liegt in der Höhe der Schätzungen ökonomischer Experten. Bei einer Million Zugewanderten sind das 250 Milliarden, mit 350 Milliarden könnte nach wissenschaftlichen Schätzungen sogar die extreme Armut – das bedeutet eine Kaufkraft von unter einem US-Dollar am Tag – weltweit abgeschafft werden.“
Julian Nida-Rümelin: Kosmopoliten halten Grenzen streng genommen für illegitim, weil sie es ablehnen, dass der Geburtsort die Lebenschancen einer Person bestimmt. Sie sagen, wenn jemand sein Leben an einem anderen Ort verbringen möchte, ist es sein gutes Recht, dorthin zu ziehen.
Die Gegenposition dazu nehmen in der politischen Philosophie die Kommunitaristen ein, für sie ist der Zusammenhalt durch die Zugehörigkeit der Menschen zu politisch oder kulturell verfassten Gemeinschaften derart zentral, dass das Recht auf globale Freizügigkeit hintanstehen muss. Das aus philosophischer Sicht Besondere meiner Position ist, dass ich gegen offene Grenzen aus einer kosmopolitischen Perspektive argumentiere. Nida-Rümelin: Die obere Mittelschicht profitiert von starker Zuwanderung, sie nimmt gerne billige haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch – jemanden, der kocht, bügelt oder den Garten in Ordnung hält. Die Menschen in den besseren Stadtvierteln erleben aber selten, was es bedeutet, wenn sich die Wohnbevölkerung in den weniger begünstigten Vierteln deutlich verändert. Manche sind so schizophren, dass sie ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen, weil sie sagen, da spricht ja kaum noch jemand ordentlich Deutsch, gleichzeitig aber offene Grenzen befürworten.
Diejenigen, die von den sozialen, kulturellen und teilweise ökonomischen Folgen starker Zuwanderung am stärksten betroffen sind, gehören in der Regel den unteren Einkommensgruppen an, solche mit und ohne Migrationshintergrund. Das ist ein objektiver Konflikt von Interessenlagen, da sollte man nicht voreilig Rassismus vermuten, so wichtig die Kritik an Islamophobie und Ausländerhass ist.

2 Kommentare

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@Tommy, was die Energiewende und die Herstellung der Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, bei gleichzeitiger Umstellung auf Bio für die Menschheit für Folgen hätte, wird überhaupt nicht thematisiert. Der normale Bürger hat von diesen Menschheitsproblemen keine Ahnung. Auch hier wird über Trivialitäten diskutiert. Die Weltbevölkerung wächst in dramatischer Weise weiter, obwohl die Erde längst überbevölkert ist. 82 Millionen Frauen in Afrika werden jedes Jahr ungewollt schwanger. Hier könnte man sicher mit einem Bruchteil des Geldes, was uns die Zugewanderten kosten, Wunder bewirken. Refugees welcome wird moralisch überhöht und alle Kritiker als Nazis beschimpft.
  • 20.10.2017, 11:05 Uhr
  • 3
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mich überrascht es nicht, daß Millionen Menschen hungern müssen ...
schließlich landen viel zu viele landwirtschaftliche Erträge nicht auf dem Tisch, sondern im Tank ...
Dank unserer umsichtigen Regierung werden bis zu 10% des Benzins durch "Lebensmittel" ersetzt ...
  • 20.10.2017, 04:15 Uhr
  • 1
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