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Wirtschaftsexperte fordert Rückabwicklung der Rente mit 63 und andere Flücht ...

Wirtschaftsexperte fordert Rückabwicklung der Rente mit 63 und andere Flüchtlingspolitik

News Team
30.10.2017, 11:06 Uhr
Beitrag von News Team

Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, Michael Hüther, hält es für nötig, dass die Rente mit 63 „rückabgewickelt“ wird.

Diese Altersgrenze sei „der falsche Weg“, sagte Hüther der WELT mit Blick auf die Jamaika-Sondierungen zu den Themen Arbeitsmarkt und Soziales am Montag.

Mehr als 200.000 Arbeitskräfte hätten wegen der Rente mit 63 schon zu arbeiten aufgehört – alles gut verdienende Menschen mit mittlerer und höherer Bildung.

„Wenn ich Grüne und FDP wäre, würde ich die Union da vor mir hertreiben.“ Beide Parteien seien gegen das Gesetz zur Rente mit 63 gewesen.

Hüther fordert stattdessen von Union, FDP und Grünen, den Anpassungspfad bei der Rente wieder offen zu halten. Es dürfe auf keinen Fall ausgeschlossen werden, dass man ab 2029 das Renteneintrittsalter weiter erhöht, auch über das Alter von 67 Jahren hinaus.

Dann bekäme Deutschland auch das Problem mit der Altersarmut in den Griff. Zu deren Bekämpfung verlangt Hüther von den möglichen Koalitionären zudem einen verstärkten Wohnungsbau: „Wohnungsbaupolitik ist Politik zur Bekämpfung der Altersarmut.“

"Wir müssen uns aussuchen, wer kommen darf"

Der Wirtschaftsforscher kritisierte auch, dass die bisherige Bundesregierung sich nicht die Mühe gemacht habe, in der Diskussion um Zuwanderung sauber zwischen Arbeitsmigration und Flüchtlingen zu unterscheiden. „Wir brauchen Arbeitsmigration“, sagte der IW-Chef. „Aber wir müssen uns aussuchen, wer kommen darf.“ Flüchtlinge kämen nicht nach Deutschland, um die Probleme hierzulande zu lösen, sondern weil sie selbst um Leib und Leben fürchteten. Das müsse man den Deutschen auch so erklären. Es gebe keinen Grund, vor Zuwanderung Angst zu haben. „Wovor die Menschen tatsächlich Angst haben – und zu Recht – das ist Kontrollverlust. So wie wir es 2015 in der Flüchtlingskrise erlebt haben.“ Wenn die Einwanderung aber glaubhaft gesteuert und kontrolliert werde, sehe er darin kein Problem, sagte der Ökonom. „Ich sehe erst recht kein Problem, warum sich Grüne und FDP bei diesem Thema nicht einigen und die Union zu einer vernünftigen Entwicklung antreiben sollten.“

Der FDP-Unterhändler für das Themenfeld Arbeit und Soziales, Johannes Vogel, sagte: Seine Partei werde sich für eine Modernisierung von Arbeitsmarkt und Sozialsystemen einsetzen, damit „sie zur Digitalisierung und den neuen Möglichkeiten in der Arbeitswelt passen“. Außerdem gehe es der FDP um Generationengerechtigkeit: „Wir müssen demografische Lasten fair verteilen und wo es geht abbauen, gerade für Menschen mit kleinerem Einkommen.“

45 Kommentare

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Guten Tag ,ich habe noch keinen Maurer oder Dachdecker gesehen der noch arbeiten kann mit über 60 Jahren. Der Politiker der das Rentenalter herauf setzen will, sollte erst einmal zum Friseur gehen, die Watte aus den Ohren nehmen und diese in den Mund stecken. Ich denke, und gehe mal davon aus, das dieser Experte noch nie körperlich gearbeitet hat, ferner weiß wie es geschrieben wird. Th.B.
  • 03.11.2017, 19:07 Uhr
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Die Leute , die mit 63 oder noch jünger in Rente gehen, machen das doch meistens nicht aus Faulheit , sondern weil sie nicht mehr können.
Wenn die Arbeit Spaß macht und man selber gesund ist, arbeitet auch gerne noch mit 70 siehe viele Unternehmer und Freiberufler . Und das sind Leute , die meist soviel Geld haben, das sie schon lange im Ruhestand sein könnten.
  • 01.11.2017, 22:52 Uhr
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"Gut verdienende Menschen mit mittlerer und höherer Bildung ?" Herr Hüther bräuchte m. E. auch ein wenig Weiterbildung : in Rechnen. Man macht ja wohl in D das Abi mit 14 und ist mit 18 mit dem Studium fertig, um mit 63 auf 45 Arbeitsjahre gekommen zu sein?????
Schon wer "nur" die mittlere Reife und eine Lehre hat, ist 64 oder 65 nach 45 Arbeitsjahren.
  • 01.11.2017, 09:13 Uhr
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45 Jahre reichen und ohne Altersbeschränkung , wer früh angefangen hat soll auch früh aufhören .
  • 31.10.2017, 18:49 Uhr
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Manchem Experten gibt´s der Herr im Schlaf, könnte man glauben, wenn man die Aussagen und manche Gutachten richtig verarbeitet. Hier hat der Spruch seine Gültigkeit: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe! Einige Berufenen bekommen anscheinend einfach zu viel und leicht ihre Honorare.
  • 31.10.2017, 16:01 Uhr
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Grööööööööööööööööööööl- welch ein Keksperte.
Ich würde ihn dazu verurteilen, ein volles Jahr arbeiten zu müssen- das wär' doch mal so richtig eins auf die Nase, verdientermaßen.
  • 31.10.2017, 10:58 Uhr
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Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat weiß Gott genug für die Gesellschaft geleistet - dann sollte man eben auch abschlagsfrei in Rente gehen können. Auch wenn es plump klingt, ich kann mir nicht vorstellen, dass Spahn jemals auf so eine Arbeitskarriere zurückblicken können wird. Wichtiger und richtiger wäre es, Anreize zu schaffen, um ein längeres Arbeiten attraktiv zu machen. Leute zu bestrafen ist der komplett falsche Ansatz
  • 31.10.2017, 10:35 Uhr
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@Johannes,
Jens Spahn lebt in einer völlig anderen Liga. Politiker haben dafür gesorgt, daß sie nach 27 Jahren ihre vollen Altersbezüge von aktuell 6441.- € bekommen.
Quelle: https://www.steuerzahler.de/Die-Fina...n/8692c525/
Die mickrigen Renten, sind Anreiz genug bis ins hohe Alter zu malochen!
"Sie haben einen Job und werden 38 Jahre lang in die Rentenkasse einzahlen? Trotzdem droht Ihnen Altersarmut - und Sie wären nicht allein: Mehr als jeder zweite Beschäftigte in Deutschland ist auf dem Weg in die Grundsicherung im Alter, wie aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen."
Quelle: http://www.focus.de/finanzen/altersv...401121.html
  • 31.10.2017, 15:38 Uhr
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Die Herrn Wirtschaftsexperten, über studierte Persöhnlichkeiten, sitzen in ihren Büros und Denken nach wie sie die Welt verbessern können, dabei sollten sie erst mit dem Eingemachten anfangen, jeder Facharbeiter, der vorwärts kommen möchte, macht eine Weiterbildung, sei es als Meister Techniker usw. für die er, wenn der Betrieb es nicht bezahlt, selber aufkommen muß, das Bafög zahlt er nach und nach zurück, sitzt einer dagegen wegen was auch immer in der Zelle, wird im alles bezahlt, egal wofür er sich fortbildet, und kostet nebenbei den Steuerzahler, zwischen 130 und 450 Euro am Tag, er bekommt Entlassungsgeld und zahlt die zusatzausgaben nicht zurück, wird ja vorbereitet für die Arbeitswelt, (ist in Ordnung so?). Ein Arbeiter der 45 Jahr am Bau, im Gesundheitswesen, im Altersheim gearbeitet hat, zahlt für seine mickrige Rente, wen er den Freibetrag übersteig, Steuern, ab 1000 Euro im Monat übersteig der Freibetrag und du bist fällig, dafür sammelt er Plastikflaschen und macht nebenbei einen 450 Euro Job, damit er über die Runden kommt. Wirtschaftsexperten sitzen im Büro und denken nach über eine Änderung, die Idee, bis 70 arbeiten, was für Persöhnlichkeiten, Wenn es nicht traurig wäre, könnte man darüber lachen.
Wenn ihnen schon nichts besseres einfällt, eine kleine Hilfe von mir, nehmt den Soli für die Rentenkasse, und last die Rente bei 63 ig.
  • 31.10.2017, 09:52 Uhr
  • 1
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Die sogenannten "Wirtschaftsexperten" hätten vorher tätig werden
müssen. Eine Rückabwicklung finde ich schwachsinnig.
Die gesamte Rentenpolitik gehört reformiert. Die Rentenkasse
war bis jetzt ein "Topf", womit viel zu viel herausgenommen wurde,
was durch Steuergelder hätte bezahlt werden müssen.
  • 31.10.2017, 09:12 Uhr
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seit 1990 (wiedervereinigung) wurde die rentenkasse mit system geplündert.leute die nie eingezahlt hatten bekamen und bekommen immer noch geld aus der r.v.!!! selbst der erich honecker und seine margot wurde die rente nach chile überwiesen.warum ???
es wird zeit,dass die rente vollkommen reformiert wird und alle die einkommen und einnahmen haben in diese kasse einzahlen.siehe österreich.
  • 31.10.2017, 15:01 Uhr
  • 2
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Der Vorschlag ist nicht an den Interessen der Rentner oder zukünftigen Bezieher gerichtet, sondern rein an den Interessen der Wirtschaft. Eine Rückabwicklung ist daher Unsinn, da wir Reformen für die Zukunft brauchen. Ein Modell gibt es in Dänemark, Grundrente plus Erwerbsrente. Beamte erhalten in Zukunft keine Pension mehr, sondern auch nur noch eine Rente nach den Erwerbsjahren berechnet. Endlich die Abschaffung der Fremdfinanzierungen durch die Rentenkasse und schon ist man 10 Schritte weiter und bei einer Rente von 48 bis 53 %.
  • 31.10.2017, 09:07 Uhr
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