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Soll der 31. Oktober Feiertag für alle in ganz Deutschland bleiben? Niedersa ...

Soll der 31. Oktober Feiertag für alle in ganz Deutschland bleiben? Niedersachsen sind bereits dafür

News Team
30.10.2017, 15:07 Uhr
Beitrag von News Team

Der 31. Oktober ist 2017 einmalig ein bundesweiter Feiertag. Grund dafür ist die Feier des 500-jährigen Jubiläums des Thesenanschlags durch Martin Luther. Der Reformationstag ist normalerweise nur in Ostdeutschland gesetzlicher Feiertag.

Nun aber gibt es Politiker im Westen, die sich dafür stark machen, dass der 31. Oktober dauerhaft und bundesweit Feiertag wird.


Der niedersächsische CDU-Landeschef Bernd Althusmann will bei den Gesprächen über eine Regierungsbildung mit der SPD über einen zusätzlichen Feiertag reden. Auch der Ministerpräsident des Landes hat eine klare Haltung. Auf FAcebook begründet er, weshalb er für den zusätzlichen Feiertag ist.

Einfach ist die Regierungsbildung in Niedersachsen nicht, aber in dieser Woche werden wir wohl mehr Klarheit bekommen. Davor liegt erst einmal ein besonders langes Wochenende in Niedersachsen - jedenfalls für diejenigen, die den Montag als Brückentag nutzen. Denn am Dienstag ist ein Feiertag: Aus Anlass von 500 Jahren Reformation ist ein entsprechendes Gesetz vor etwa einem Jahr beschlossen worden.
Also nur ein einmaliger Feiertag in Niedersachsen? Die Regelung über die Feiertage ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Bayern hat zum Beispiel 13 gesetzliche Feiertage, in Niedersachsen sind es dagegen nur 9 Feiertage. Und um einem Einwand gegen einen zusätzlichen Feiertag bei uns vorzubeugen: Bayern ist trotzdem wirtschaftlich besonders erfolgreich, da scheinen die Feiertage nicht zu stören.
Aber was für einen Feiertag? Da scheiden sich die Geister. Weltlich oder kirchlich? Und welcher Anlass soll es denn konkret sein? Darüber gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Die relativ stärkste Zustimmung scheint der Vorschlag zu haben, den Reformationstag jedes Jahr zu feiern.
Ich habe mich in dieser Diskussion lange zurückgehalten. Ich wollte vor allem abwarten, welche Erfahrungen mit dem Reformationsjahr gemacht werden, das die evangelische Kirche in diesem Jahr auf sehr vielfältige Weise begeht. Denn der Vorschlag ist keineswegs selbsterklärend. Schließlich sind viele Menschen in unserer Gesellschaft religiös nicht gebunden oder ausdrücklich ungläubig. Die evangelische Kirche ist zwar die mit Abstand größte Glaubensrichtung in Niedersachsen, aber beileibe nicht die einzige. Und schließlich ist auch die Geschichte der Reformation zum Teil problematisch. Die jüdischen Gemeinden verweisen mit Recht auf die antisemitischen Ausfälle von Martin Luther.
Mich hat die Art und Weise überzeugt, wie die evangelische Kirche das Reformationsjahr begangen hat. Nicht als Feier der Abgrenzung, sondern als bewußter Brückenschlag zu anderen Religionen. Zugleich nicht als Selbsthuldigung, sondern in bewusster Auseinandersetzung auch mit schwierigen Teilen ihrer Geschichte.
Wenn wir in diesem Sinne einen Reformationstag feiern, macht das im modernen Niedersachsen viel Sinn. Die Gesellschaft in Niedersachsen ist sehr vielfältig und kennt viele verschiedene Glaubensrichtungen. Davon kann unser Land durchaus profitieren, wenn es eine enge Verbindung und Zusammenarbeit der verschiedenen Konfessionen untereinander gibt. Denn Glaubensgemeinschaften können sehr dabei helfen, dass die Gemeinsamkeiten in unserer Gesellschaft betont werden.
In diesem Sinne kann ich mir den Reformationstag gut als einen Tag des Dialoges zwischen den Religionen vorstellen. Und das wäre auch ein guter Grund für einen Feiertag.
Ich wünsche Euch eine gute Woche.

Seid auch ihr für einen neuen bundesweiten Feiertag? Stimmt ab!

Soll der 31. Oktober ein fester und bundesweiter Feiertag werden?

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22.7 %
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16 Kommentare

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Welcher Arbeitnehmer wird sich denn gegen einen weiteren bezahlten Feiertag aussprechen?

Gehören nicht alle unsere bezahlten "Feiertage" auf dem Prüfstand der Geschichte?
Wie soll denn mit den christlichen bezahlten Feiertagen umgegangen werden, wenn demnächst nicht einmal die Hälfte der Berufstätigen in unserem Land einer christlichen Kirche angehören werden?

Ich glaube an Gott, aber mit der Kirche will ich nichts zu schaffen haben, dennoch nehme ich die christlichen Feiertage gerne an.
Da frage ich hier mal ob die Voraussetzung für einen bezahlten christlichen Feiertag nicht von der Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche abhängig gemacht werden sollte.
  • 03.11.2017, 12:08 Uhr
  • 1
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Dafür Sankt Helmut, diesen komischen Einheitstag abschaffen.
Denn einen weiteren Feiertag würde doch die Wirtschaft schwer schädigen.
  • 02.11.2017, 12:39 Uhr
  • 0
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Besser ist 2 Feiertage weniger
  • 31.10.2017, 15:42 Uhr
  • 0
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Erhöht die Lohnstückkosten weiter und führt zu weiterer Rationalisierung
  • 31.10.2017, 09:41 Uhr
  • 1
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Das wäre ein Ausgleich für die Streichung des Buß- und Bettages.
  • 31.10.2017, 09:01 Uhr
  • 0
Nee, der war der Preis für den Arbeitgeberanteil der Pflegeversicherung. Der wurde dafür gefordert und es wurde geliefert.
  • 02.11.2017, 12:41 Uhr
  • 0
So war es
  • 02.11.2017, 12:54 Uhr
  • 0
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Was soll ein neuer Feiertag bewirken?
Wie Friedelm eindrucksvoll beschrieben hat, wird die Wirtschaft extrem darunter leiden.
Warum also nicht alle Feiertage abschaffen, und den arbeitsfreien Sonntag gleich mit!
Das wären doch paradisische Zustände für Unternehmer. Zum mickrigen Mindestlohn käme noch dazu, daß es keine Feiertage gäbe, und alle, nicht nur das Krankenhauspersonal, Lokführer oder Polizisten auch am Sonntag arbeiten "dürfen".
Man könnte auch noch einen Schritt weitergehen ... die Urlaubstage kürzen, auf maximal 10 Tage ...
  • 31.10.2017, 03:27 Uhr
  • 1
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Nein...einmalig reicht. Danach wieder zur Maloche...aber flott !!
  • 30.10.2017, 16:58 Uhr
  • 1
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Warum eigentlich hier haltmachen? Wenn wir schon einmal dabei sind, dann könnten wir doch wirklich 'Nägel mit Köpfen machen'. Warum nicht noch mehr Feiertage, z.B. einen für jede Glaubensrichtung. Das hätte doch was, oder? So 8 - 12 könnten drin sein, wenn man die ZJ und andere Sekten mit einbezieht. Wir könnten sie ja 'verkaufsoffen' machen, damit der Konsum und der Umsatz nicht darunter leidet. Und noch ein Vorteil ergäbe sich: die Zahl der möglichen 'Brückentage' (arbeitsfrei !!!) würde ebenfalls anwachsen, damit auch bestimmt Kurzurlaube ermöglichen (Beispiel: mit Ryan Air für € 29,00 - hin und zurück, ohne Gepäck, denn das braucht man nicht - zum Ballermann). Bierbrauereien bekämen neuen Auftrieb, und die Börsenkurse würden einen Freudensprung nach oben machen. Na, ist das nix?
  • 30.10.2017, 16:53 Uhr
  • 2
  • 30.10.2017, 18:16 Uhr
  • 1
  • 30.10.2017, 20:29 Uhr
  • 1
Und wer macht am Ende die ganze Arbeit?
  • 30.10.2017, 22:10 Uhr
  • 1
Du.....wer denn sonst, sind doch alle besoffen !!
  • 31.10.2017, 05:43 Uhr
  • 2
Darauf trink ich mir doch gleich mal einen
  • 31.10.2017, 13:15 Uhr
  • 0
  • 31.10.2017, 13:40 Uhr
  • 0
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