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Abschlagsfreie Rente mit 63 vor dem Aus?

Abschlagsfreie Rente mit 63 vor dem Aus?

Helmut Achatz
02.11.2017, 15:27 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Im Moment sieht es danach aus, dass die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren entweder ganz oder teilweise vor dem Aus steht. Schwarz-Gelb-Grün, sprich die künftige Jamaika-Koalition plant offensichtlich, diese Regelung zu beschneiden. Noch folgt Dementi auf Dementi, aber Rentenanwärter sollten sich schon mal darauf einstellen, dass dieses Gesetz geändert wird.

Worum geht es?

Als die Regelaltersgrenze zum 1. Januar 2012 stufenweise angehoben wurde, hat sich die SPD damals gedacht, sie müsste den hart arbeitenden Beschäftigten ein Bonbon als Ausgleich bieten – und führte für diese Klientel, sprich die besonders langjährig Versicherte, eine neue Altersrente ein. Festgezurrt wurde das im Sozialgesetzbuch VI (SGB) §236b.

Seit dem 1. Juli 2014 können besonders langjährig Versicherte schon ab 63 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen. Allerdings gilt das nur für eben diese Gruppe, wenn sie vor dem 1. Januar 1953 geboren wurden. Für später Geborene erhöht sich diese Marke stufenweise auf 65 Jahre. Wer 1953 geboren ist, kann erst mit 63 plus zwei Monate gehen, der 1954 Geborene erst mit 63 plus vier Monate …

Gesetz steht auf der Kippe

Dieses Gesetz steht auf der Kippe. Besonders Jens Spahn von der CDU, dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, die „Rente mit 63“ ein Dorn im Auge. Die FDP könnte sich sicher damit anfreunden. Die Grünen eiern zurzeit noch etwas herum. Niemand sollte sich darauf verlassen, dass dieses Gesetz der SPD so bestehen bleibt.
Einige Politiker der möglichen künftigen Jamaika-Koalition denken darüber nach, die „Rente mit 63“ nur noch Beschäftigten in Berufen mit harter körperlicher Arbeit zuzugestehen.
Je länger sich die Koalitionsverhandlungen hinziehen, desto besser für diejenigen, die noch in nächster Zeit in den Genuss der „Rente mit 63“ kommen.
Und für wen gilt die „Rente mit 63“? Für Akademiker schon mal nicht, denn sie kommen nicht auf 45 Beitragsjahre, weil das Studium – in der Regel mindestens acht Semester oder vier Jahre – nicht mitgezählt wird.

Erfolgsmodell „Rente mit 63“

Die „Rente mit 63“ ist ein Erfolgsmodell für alle Begünstigten. Bislang haben der Deutschen Rentenversicherung zufolge seit Inkrafttreten des Gesetzes im Juli 2014 bis Ende 2016 rund 695 000 Menschen diese Chance ergriffen und einen Antrag gestellt. Bis Ende August sind weitere 160 000 bei der Deutschen Rentenversicherung eingegangen, bis Ende Oktober dürften noch einmal 26 000 hinzugekommen sein. So dass bis Ende Oktober 2017 insgesamt mehr als 870 000 Anträge eingegangen sind.

Mehr unter vorunruhestand.de

12 Kommentare

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Daß Herr Spahn nicht ganz dicht ist, haben seine Bemerkungen schon oftmals gezeigt. Hoffentlich versetzen sie ihn mal in den Keller Akten vom Staub befreien. Da könnte er dann keinen alzu großen Schaden mehr anrichten. Es zeigt doch immer wieder, wie vertrottelt viele unserer Mitmenschen sind, daß sie immer wieder CDU wählen. "WEITER SO! WIR SCHAFFEN DAS??" Und die Blöden glauben das noch!
  • 02.11.2017, 19:37 Uhr
  • 1
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Mein Beitrag vor einer Stunde wurde grad mal so gelöscht.., aber egal, ich versuch es noch einmal:
für mich, lieber Helmut ist und bleibt das eine "Feiertagsente" von Bild.., kein Politiker würde sich grad trauen, die deutschen Bürger und Bürgerinnen noch mehr gegen sich aufzubringen.., hast schon mal nachgezählt, wieviele arbeitende steuerzahlende Arbeiter und Angstellte das treffen würde, incl. der Altersteilzeitanwärter und und und.., also: für mich ein "Aufreisser" der Bild und nicht mehr....
  • 02.11.2017, 19:34 Uhr
  • 1
Liebe Angelika,
leider ist es keine Ente, denn Herr Spahn hat das in der TV-Diskussion bekundet, daß die Rente mit 63 ein Fehler war.
  • 02.11.2017, 19:40 Uhr
  • 0
und das was ein Herr Spahn bekundet, wird gleich als "Gesetzesänderung" in den Medien kundgetan?
  • 02.11.2017, 19:42 Uhr
  • 1
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...175660.html
wen interessiert das? Jetzt weiss ich wenigstens, wer da an "Bild" weiterleitet.., grins.....
  • 02.11.2017, 19:47 Uhr
  • 1
Das letzte Wahlergebnis sagt doch alles, aber viele von diesen Politversagern haben es immer noch nicht begriffen. Asylanten stehen bei denen an erster Stelle, nicht der Bürger der ein Leben lang gearbeitet hat!
So hassen unsere Politiker ihre Wähler. Dem Volke zu dienen ist für die ein Fremdwort !!!!!!!!!!!
  • 21.11.2017, 12:51 Uhr
  • 1
Hallo Angelika,
dieser asoziale Renten-Rambo Spahn möchte gerne Frau Merkel beerben. Da kommen wir vom Regen in die Traufe. Wieder so ein Quatscher in der Führungsrolle hat uns gerade noch gefehlt.
  • 21.11.2017, 16:25 Uhr
  • 1
Hallo Karl,
die letzte Klatsche für die CDU/CSU war nicht ausreichend stark genug. Diese Partei begreift erst dann etwas, wenn sie analysieren, daß ihre Führerin für das ganze Dilemma mit verantwortlich ist. Diese selbst hat noch immer nicht begriffen, daß sie die Jenige ist die mehr spaltet wie vereint.
  • 21.11.2017, 16:29 Uhr
  • 1
Dafür gehört denen öffentlich vor laufender Kamera, der nackte Hintern verhauen.
  • 21.11.2017, 16:43 Uhr
  • 0
Hallo Karl, ob das ganze noch eine Wirkung zeigen würde bei dieser Person? Das ist mehr als fraglich?!
  • 21.11.2017, 23:08 Uhr
  • 1
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Wieso soll auch der arbeitenden Bevölkerung mal was zu gute kommen, irgendwie müssen ja die hohen Diäten der Bonzen ,auch von der kommenden Lachnummerregierung CDU/CSU-FDP-Grüne bezahlt werden. Da kann nicht noch Geld für den kleinen Rentner ausgegeben werden.
  • 02.11.2017, 17:43 Uhr
  • 1
Wenn diese Herrschaften so weiter machen und glauben sie kommen ungeschoren davon, dann sind sie Diejenigen die die AfD über die 50 % Hürde heben. Die arbeitende Bevölkerung und die Rentner lassen sich nicht weiter veralbern. Und selbst der dümmste Wähler wird dann aufwachen.
  • 04.11.2017, 16:41 Uhr
  • 0
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