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Sie kommt... - von Gerd Quedenbaum

06.11.2017, 16:16 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

SIE KOMMT...
- von Gerd Quedenbaum

.....DIE SCHWARZ-GRÜN-GELBE JAMEIKA-KOALITION und damit eine bedenkliche Zeit für uns Wähler. Diese Koalition nämlich wird uns beibringen, was ihre Akteure -im Gegensatz zu uns- unter Demokratie verstehen.
Die Devise: Wähler ? - wer ist das denn ? -
Die letzte Bundestagswahl brachte insbesondere für die etablierten Parteien ein durchaus mieses und insoweit auch wohlverdientes Ergebnis.
Union aus CDU/CSU = 32,9 %
SPD = 20,5 %
AfD = 12,6 %
FDP = 10,7 %
Linke = 9,2 %
Grüne/Bündnis 90 = 8,9 %
Sonstige = 5 %
Trotzdem ging der Regierungsauftrag an die nur so genannten "christlichen" Parteien, die sich schon gleich nach der Wahl ziemlich kämpferisch zeigten, obwohl die Ergebnisse noch gar nicht endgültig vorliegen konnten. Unter dem Jubel ihrer Anhänger verkündete die Bundeskanzlerin sinngemäß, die Macht könne man ihnen nun nicht mehr nehmen.
Ein Schauder dagegen muß die SPD-Politiker und -Anhänger erfaßt haben, als deren neu gewählter Vorsitzender Schulz erst nach dem Wahlergebnis verkündete, man habe sich aus Gründen dringend notwendiger Neuorientierung und -formulierung für die Rolle der Opposition entschieden und wolle sich daher nicht an der Regierungsbildung beteiligen. Naja - erst im Wahlkampf um jede Stimme kämpfen und dann den Wählern sagen, "bätsch, wir wollen ja gar nicht". Das ist auch ein sogar ziemlich heftiger "Betrug an den Wählern".
Für die Unionsparteien ergibt sich daraus ein Dilemma. Sie sind zwar die stärkste Fraktion im Bundestag, haben jedoch keine absolute Mehrheit, d.h. sie müssen koalieren. Fragt sich nur, mit wem ? Und es müssen ja gleich zwei Koalitionspartner sein, weil keine der kleineren Fraktionen im Einzelnen stark genug sind, um die für das Regierungsgeschäft notwendige Mehrheit im Bundestag zu gewährleisten.
Die Unionsparteien aber hatten schon vor der Wahl erklärt, daß man ganz gewiß nicht mit der AfD (der drittstärksten Partei) und nicht mit den Linken reden wolle. Diese beschimpften Parteien werden von der "politischen Mitte" als demokratiefeindliche "Extreme" verschrien und sind somit auch für die von der Politik beherrschten Medien im Lande kaum eines ernsthaften Wortes wert. Man vermeidet das Gespräch, womit sich die deutsche Demokratie als unbotmäßig weil stachelig giftig erweist. Das heißt, den angeschlagenen "Wahlsiegern" bieten sich allein die verschlagenen Grünen und die eher wankelmütige Liberalistenpartei FDP als mögliche Koalitionspartner an. Zwei müssen es sein, weil keine allein die für die Regierungsarbeit nötige Mehrheit im Bundestag sichern könnte.
Solchermaßen haben sich die Unionisten selbst in eine mißliche Lage gebracht.
Es bleibt ihnen gar keine andere Wahl, als im Regierungsgeschäft zu bleiben. Natürlich, man könnte Neuwahlen anstreben, aber das wäre selbst diesen vermeintlichen Chistdemokraten zu riskant. Es bestünde die sehr naheliegende Gefahr, noch mehr an Boden zu verlieren. Eine Partnerschaft mit den Grünen und der FDP erscheint demnach als das kleinere Übel. Jedoch - wie auch immer die Koalitionsverhandlungen ausgehen mögen, das Ergebnis wird nicht ohne abschwächenden Einfluß bleiben, auf die deutsche Position in der Europapolitik und in der Weltpolitik. Ganz zu schweigen von dem innerdeutschen Kurs.
Man sollte nicht übersehen, daß die Bundeskanzlerin das Schwergewicht ihrer Tätigkeit und des deutschen pekuniären Engagements auf Europa und die weltweite Politik gelenkt, die innerdeutschen Erfordernisse aber allesamt sträflich vernachlkässigt, sogar verfahren hat. Gerade mit dieser Politik hat sie den Unionsparteien ja das schlechteste Wahlergebnis seit bestehen der BRD eingefahren. Das heißt, die Bundesregierung mag weiterhin willkürlich gegen das allgemeine Interesse der Deutschen regieren, Der Rückhalt zu ihrer Position ist jedenfalls überdeutlich geschwächt.
Da mögen die drei Koalitionäre sich auf noch so viel Kompromisse einigen, um endlich einen Vertrag zustande zu bringen und damit in die Regierung einsteigen zu können. Jeder Partner wird dennoch seine Position auszubauen und seine Ziele
durchzusetzen suchen, koste es was es wolle.
Die auch gegen ihre eigenen Wähler verschlagen agierenden Grünen. Die gerne
ökologische Ideen entwickeln und am liebsten sofort umsetzen möchten, aber nicht die geringste Ahnung von deren vertretbarer Realisierung haben. Die lautstark hehre Ziele verkünden, dabei aber kaum ein Wort über ihre seltsamen Machenschaften, über ihren Verrat an der Gesellschaft verlieren, wie z.B. im Familienrecht, Eherecht, Kindererziehung (Gender !), Bildungswesen speziell in den allgemeinen Bildungseinrichtungen - .
Die FDP gibt in dem Reigen das schwächere Bild ab. Sie kämpft um ihr da capo. Wobei man sich erinnern sollte, daß sich diese stets klein gewesene Partei in vielen Jahren längst vergangener Regierungsbeteiligung immer wieder als das Zünglein an der Waage verstanden hat. Die Politiker der FDP werden froh sein, endlich mal wieder "mitregieren" zu dürfen, es ist aber schwerlich auszumachen, ob sie zuverlässiger sein werden als ihre Vorgänger und angestrebten Partner.
Denken wir daran, Koalitionsverträge sind auch nur Papier - in diesem Falle sogar von voraussichtlich sehr schwacher Qualität.

70 Kommentare

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Ich glaube eher, daß es doch noch zu Neuwahlen kommen wird . . . mit dem fast gleichen Ergebnis (lt. Umfrage) Hahahahaha
  • 11.11.2017, 10:07 Uhr
  • 1
Insoweit sind wir zur Zeit alle auf Vemutungen angewiesen, auch die politischen Verhandlungspartner in Berlin.
Daß auch Umfrageergebnisse recht zweifelhaft sind (sein können), hat die letzte Bundestagswahl bewiesen, mit deren Ergebnis nicht einmal die Demografen gerechnet haben.
Überdies kommt es bei der demoskopischen Erhebung (Umfrage) auch stets auf die Fragestellung an, die leider nicht selten versucht, öffentliche Meinung zu beeinflussen.
In vorliegendem Falle ist m.E. jede Umfrage zweifelhaft, weil
keine der drei (vier) so grudverschiedenen Gruppen ein im Augenblick klar erkennbars Profil vorweisen kann; dafür differieren die bekannten und unbekannten Interessen viel zu stark. Vermutlich aber würden alle drei (vier) am liebsten aufgeben und neu starten, wenn sie eine nur annähernd vertrauenswürdige Vorausschau hätten.
  • 11.11.2017, 10:34 Uhr
  • 2
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Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
bin gespannt, wo der von der CSU versprochene dritte "Mütterpunkt" bei dieser Jamaika-Regierung landen wird.., wahrscheinlich im "Nirwana".....
https://web.de/magazine/politik/wahl...te-32616102
  • 08.11.2017, 19:17 Uhr
  • 1
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So funktioniert nun mal unsere Demokratie. Deshalb ist deine Stellungnahme, Gerd, über die "verschlagenen Grünen" und die "wankelmütige Liberalistenpartei FDP" ein bisschen pubertär. Falls Du Heulen möchtest, solltest Du es tun.
Et hätt noch immer jot jejange“, sagte Konrad Adenauer, als er am 15. September 1949 mit einer Stimme Mehrheit, seiner eigenen, zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt war.
Egal, ob eine Stimme Mehrheit oder eine Koalition mit 4 Parteien, der Wähler bzw. die Wählerin haben entschieden.
  • 08.11.2017, 17:08 Uhr
  • 2
Das trifft nicht den Sinn meines Beitrages.
  • 08.11.2017, 17:16 Uhr
  • 1
Dann solltest du besser formulieren!
  • 08.11.2017, 18:31 Uhr
  • 1
Das hätte keinen Sinn...
  • 08.11.2017, 18:55 Uhr
  • 1
Pardon, ich wusste nicht, dass Du nur für Dich selber schreibst.
  • 08.11.2017, 18:57 Uhr
  • 1
Also, WD, was soll denn dieses dumme Geplänkel. Wenn Du nicht lesen kannst oder nicht verstehst, dann hältst Du Dich besser heraus. Andere würden lieber Diskutieren statt solchen Quatsch zu lesen.
  • 08.11.2017, 19:19 Uhr
  • 1
  • 08.11.2017, 19:34 Uhr
  • 1
Hatten nicht alle Politiker mehr Transparenz versprochen? Ist deren Verhalten dazu angetan, das Geschwafel von denen noch zu glauben oder gar zu vertrauen? Irgend wann müssen Sie ja mit der Wahrheit heraus rücken, dann sollte das Ergebnis dieser Monate langen Verhandlungen gut geprüft und bewertet werden.
  • 09.11.2017, 18:25 Uhr
  • 0
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Wer krampfhaft eine absolute Mehrheit sucht, handelt undemokratisch gegen über den anderen 42,5%, dies auch unter der Berücksichtigung dem freiwilligen Abgang der SPD in die Opposition.
Das angelsächsische Modell: Sieger / Verlierer ist antiquarisch und hat für die Zukunft keine Berechtigung mehr.
  • 08.11.2017, 14:18 Uhr
  • 1
Nun ja, wer ganze Teile der Bevölkerung von dem politischen Gespräch ausschließt, muß zwangsläufig um absolute Mehrheit bemüht sein. Das ist die dubiose Demokratie in Deutschland.
Normalerweise, d.h. rein demokratisch hätten die Unionsparteien zuerst das Gespräch mit der drittgrößten Fraktion führen müssen.
Das zum Nachdenken.
  • 08.11.2017, 17:27 Uhr
  • 1
Sehr schwierig, wenn bereits vor den Wahlen die entsprechende Partei verteufelt wurde, und ein Zusammengehen ausgeschlossen wurde. Demokratie heisst für mich, mit einem politischen Gegner in Tuchfühlung bleiben.
  • 09.11.2017, 10:38 Uhr
  • 0
Soi sollte es sein. Und ganz abgesehen davon, es kann ja auch mal vorkommen, daß der politische Gegner die bessere Sicht oder gar bessere Ideen hat, um die gerade Politiker gelegentlich verlegen sein können.
Im Falle der AfD war es ja so, daß man das Gespräch mit den Akteuren rundheraus verweigert und gegen diese eine schier unglaubliche Hetzkampagne gestartet hat. Mit dem Hinweis, daß es Gespräche oder gar eine Koalitionmit der Partei nicht geben werde, wollte man ja die Wähler von oben her gegen die AfD beeinflussen. Das ist in die Hose gegangen und daher sitzen die Unionisten jetzt in der Klemme. Wenn denn die Koalition mit den Grünen und der FDP zustande kommen sollte, werden sie sich nur schwer und mit Verlusten daraus wieder lösen können.
  • 09.11.2017, 10:56 Uhr
  • 0
Es braucht Mut mit einer neuen Partei (welche noch ihre innere Stabilität sucht) diese in die Regierungsverantwortung zu nehmen. Dort würde sich dann zeigen welche Substanz zu Tage kommt.
  • 09.11.2017, 13:33 Uhr
  • 0
So eine Partei nimmt man gewiß nicht auf Gedeih und Verderb zum Partner. Und vorneweg sind dann ja auch noch die sogen. Sondierungsgespräche. In vorliegendem Falle aber ist es schlicht so, daß man andere Parteien ablehnt, ohne je ernsthaft mit diesen gesprochen zu haben. Das ist undemokratisch, weil man damit die Menge der Wählerstimmen einfach von ihrem demokratischen Mitspracherecht ausschließt. Das sind in diesem Falle fast
ein Viertel der abgegebenen Wählerstimmen.
  • 09.11.2017, 15:58 Uhr
  • 0
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Der grüne Populist Cem Özdemir will an die Macht. Da sind ihm "grüne Werte" die er vorher noch verteidigt hatte scheiß egal und das im Angesicht der Welt-Klima-Konferenz. Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht!
Wer jetzt noch grün wählt hat sie nicht mehr alle.
Der schöne FDP Lindner kippt auch um, er will auch nur an die Macht, seine vorherigen Worte regieren um jeden Preis gibt es nicht sind jetzt auch hinfällig. Das wird der FDP auch wieder Stimmen kosten.
Kann man nur noch hoffen dass die CSU dem Popanz ein Ende bereitet.
  • 08.11.2017, 12:01 Uhr
  • 2
Es steht zu befürchten, daß die CSU nur drei Möglichkeiten überhaupt hat.
1.
Sie kann im Geschäft bleiben, muß sich dann aber der großen Schwesterpartei anpassen;
2.
sie kann die Gemeinschaft mit der CDU aufkündigen und in die Opposition gehen oder
3.
Neuwahlen anstreben.
  • 08.11.2017, 17:34 Uhr
  • 0
Die CSU wird die Gemeinschaft mit Angela Merkel wohl nicht aufkündigen, und wenn ja, wäre Seehofer für mich "ein Held" - der sie alle (ab)schafft, auch den Söder..... - lasst mich bitte lächeln bei meinem Beitrag.
  • 08.11.2017, 18:25 Uhr
  • 2
Seehofer würde dann vielleicht sogar von der Jungen CSU als mutiger Politiker gelobt werden.
Aber ich fürchte, auch er wird einknicken.

Diese Sondierungsgespräche sind nichts als eine einzige Farce.
  • 08.11.2017, 22:04 Uhr
  • 1
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Jamaika ist wenn man eine Partei wählt und 4 bekommt. Also ähnlich wie : Ich bestelle mir einen neuen Pickup und bekomme einen Anhänger, 2 Plüschpferde und eine Fee mit Zauberstab geliefert. Jetzt möchte man wenigstens mal testen ob die Fee funktioniert, äußert seine Wünsche und ein 30 cm großer Georg Simmel gefolgt von einer sechsstelligen Anzahl kleiner Schweinchen steht nun vor mir..... Sag jetzt nichts falsches
  • 07.11.2017, 17:25 Uhr
  • 1
genial!!!! fast so sehe ich "Jamaika" auch, sollte diese Form einer Regierung jemals zustande kommen..., wie lächerlich sie sich doch alle machen.....
  • 08.11.2017, 18:27 Uhr
  • 2
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Erinnern sie sich noch an die Wahlversprechen..??
Alles schon vergessen!
Was wird denn nach Jamaika kommen..?
Es Kann nicht schlimmer werden, denn Deutschland ist bereits ruiniert, Frau Merkel hat mit dem Import von ein paar Millionen Ausländern im September 2015 zwar die im Grundgesetz fixierte "Schuldenbremse", nach deren Statuten der Bundeshaushalt ab dem 01.01.2016 und die Haushalte der Bundesländer ab dem 01.01.2020 nicht mehr aus Krediten finanziert werden dürfen, elegant umschifft und eine Situation geschaffen, aus der heraus die "Schuldenbremse" nicht greift, doch bei unserer bombastischen Staatsverschuldung, (explizite und implizite Schulden belaufen sich aktuell auf rund 8,7 Billionen Euro) sowie den Zahlungsverpflichtungen für Politiker- und Beamtenpensionen, für die es keine Rücklagen gibt, für EZB Kredite und aus der Rettung von Pleitebanken, der maroden Infrastruktur und den Millionen von Bürgern, die bereits unterhalb der Armutsgrenze leben, sowie der Finanzierung von immer mehr ausländischen Hatz IV Empfängern hat Deutschland seine Zukunft hinter sich.
  • 07.11.2017, 12:23 Uhr
  • 4
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Die "Einigung" dauert schon ziemlich lange und man wird sehen,
was daraus wird.
  • 07.11.2017, 09:48 Uhr
  • 2
Ich hoffe auf Neuwahlen - wenigstens "einer" muss doch da "nein" sagen, oder?
  • 08.11.2017, 18:27 Uhr
  • 0
Ich weiß nicht, ob Neuwahlen die richtige Lösung ist.
Die FDP ist schon mit den versprochenen Steuererleichterungen eingeknickt.
  • 08.11.2017, 19:08 Uhr
  • 0
und gerade Lindner hat gerufen, er würde auch in die Opposition gehen, wenn es nicht nach seiner Nase läuft....., jetzt knickt er plötzlich ein....., ist es wirklich nur der Krieg um die Ministerposten?
  • 08.11.2017, 19:10 Uhr
  • 0
Ja, von Lindner hätte ich mir mehr versprochen ...
Man darf gespannt sein.
  • 08.11.2017, 19:14 Uhr
  • 0
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Ich gehe davon aus das diese Koalition kommen wird. Ich bin aber nicht davon überzeugt das sie die vier Jahre Bestand haben wird.
Interessanter ist für mich aber die Frage, warum in Deutschland so gut wie nie über eine Minderheitenregierung diskutiert wird. Für mich hätte sie auch Vorteile.
  • 06.11.2017, 21:29 Uhr
  • 0
"Könnte sie haben..." wäre vielleicht besser formuliert. Minderheitenmregierungen haben den Nachteil, daß sie zu sehr an den Goodwill der Parlamente gebunden sind. Parteipolitische Programme lassen sich dort -wenn überhaupt- nur mit großer Mühe durchsetzen. Und die Praxis zeigt, daß Minderheitenregierungen keine lange Lebensdauer haben.
  • 07.11.2017, 09:16 Uhr
  • 2
Ich hoffe, dass, wenn dieses "Jamaika" jemals Wirklichkeit wird (auf dieses Ergebnis wäre ich wirklich gespannt), dass es sich über kurz oder lang als "Wahl- und Regierungslüge" rausstellt..... und es doch Neuwahlen gibt.
  • 08.11.2017, 18:52 Uhr
  • 0
Für die zwei Kleinen wäre solche Entwicklung weniger tragisch. Die kennen das Leben "am Rande" der Gesellschaft
und werden, so lange sie nicht die 20%-Hürde überwunden haben, immer weiter kämpfen müssen - wie auch immer.

Die Unionsparteien dagegen säßen dann aber in der Klemme. Es sieht sehr danach aus aus, daß sie sich -trotz aller Pleiten- zu sehr auf ihre Stammwähler verlassen haben. Ob sie mit dem jetzigen, möglicherweise scheiternden Koalitionsversuch mehr Zustimmung erfahren, erscheint zweifelhaft.

Wie auch immer der Versuch ausgeht, die vorhersehbaren Streitereien im Parlament werden dem Ansehen der Parteien und damit unserer ohnehin dubiosen Demokratie weiteren Schaden zufügen.
  • 08.11.2017, 19:15 Uhr
  • 0
so ist es, danke Gerd. - hab grad aus dem web was rausgezogen..., ist auch lesenswert:
https://web.de/magazine/politik/wahl...te-32616102
  • 08.11.2017, 19:18 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer.
Für mich ist das Parlament das Gremium, welches im Grunde über die Politik für die Menschen entscheiden sollte, und nicht irgendeine Bundesregierung.
Eine Minderheitenregierung hätte den Vorteil, daß sich die jeweilige Regierung ihre Mehrheiten für Gesetzesvorhaben im Parlament suchen muß.
Dies bedeutet, daß man sich dann Mühe geben muß, um Parlamentarier für die eigene Position zu gewinnen, es gäbe auch wieder anständige und vernünftige Debatten im Parlament. Und das Wichtigste für mich wäre, daß der Bürger von politischer Seite die Sachverhalte besser erklärt bekommen würde. Die Auseinandersetzungen mit wichtigen Themen wäre einfach besser, denn seien wir mal ehrlich,große Auseinandersetzungen über Gesetze und die Politik überhaupt, gibt es doch schon lange nicht mehr, wie sich in der letzten Regierung ja gezeigt hat.
Und was die angestrebte Koalition angeht kann ich nur sagen, sie wäre schlecht, denn man wird sich nur auf einen Minimalkonsens verständigen und bei der kleinsten Kleinigkeit wird es krachen.
  • 08.11.2017, 21:32 Uhr
  • 0
Letzter Absatz: Davon muß man wohl ausgehen.
Ob allerdings eine Minderheitenregierung im Parlament zu mehr Diskussion und Konsens führen würde, erscheint mir auch zweifelhaft. Bei uns hat sich leider der Fraktionszwang mehr und mehr durchgesetz, gegenüber der verfassungsrechtlichen Gewissensfreiheit der Abgeordneten.
Man müßte sich fragen, ob diese Gewohnheit überhaupt noch einmal aus dem Parlament zu vertreiben ist. Dort wird die Szenerie von den Parteien beherrscht und die haben vor allem erst einmal ihren Durchsetzhungswillen, während jeder Kompromiß als Niederlage bzw. zum Ansatz für weitere eigene Taktik erkannt wird.
  • 09.11.2017, 09:24 Uhr
  • 0
Gerd, ich gebe ja zu das es nicht einfach wäre. Aber jeder Abgeordnete sollte sich mal daran erinnern, daß die Abgeordneten nur ihrem Gewissen verpflichtet sind. Wenn sie sich daran halten würden, dann wäre eine Minderheitenregierung keine schlechte Sache.
  • 09.11.2017, 21:03 Uhr
  • 0
Das ist durchaus richtig. Die Sache hat nur einen Haken. Der Fraktionszwang geht nicht von den einzelnen Abgeordneten aus, sondern von den Parteien. Und dort ist ungeschrieben geregelt, daß -wer sich nicht fügt- keinen guten Tag mehr hat. An diesem Punkt scheiden sich ja auch die Geister:

Gemäß Verfassung soll sich die Meinungsbildung von unten nach oben vollziehen. Die Parteien sollen dabei helfen, nicht aber den Wählern das Wort nehmen. Nun vollführen die Parteien aber ein Eigenleben und besorgen es genau umgekehrt, in dem sie sagen, was Sache ist. Das heißt, sie regieren von oben nach unten. Und sie bestimmen, wer den Wahlkreis im Bundestag vertreten darf. Das heißt, ein Widersprüchlicher in den Reihen der Partei hätte überhaupt keine Chance, jemals als Abgeordneter in den Bundestag zu kommen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn er doch hinein kommt und sich dort nicht in den Fraktionszwang fügt, dann wird er isoliert und alsobald ausgetauscht. Das kann durchaus eine Existenzfrage sein, die via Mobbing bis tief in die Familie hinein reicht.

Die Parteien nennen das Demokratie. Ich sage, das ist Minderheitendiktatur. Minderheiten, weil die Parteien den Wählern die Mitbestimmung verweigern, sie sogar bewußt ausklammern, weil sie in sich u n d untereinander bestimmen, was wie regiert wird. Diktatur, weil sie dem Grunde nach eben das nachvollziehen, was andernorts das sogenannte Einparteiensystem praktiziert.
Mit Demokratie hat das alles überhaupt nichts zu tun.
  • 10.11.2017, 09:59 Uhr
  • 0
Im neuen Bundestag müßten einige Dinge ganz schnell entschieden werden: Errichtung einer Bannmeile für alle Schmier(finken) die die Regierung beeinflussen und/oder korrumpieren. Zum Zweiten: Jeder der korrumpiert und damit verbunde Gefälligkeiten einfordert oder zu weiteren Tantiemen und andere Einkünfte verhielft und der Steuerflucht Vorschub leistet und Gewinne nicht versteuert, auch wenn sie legal ins Ausland verschoben wurden, sollte ins Gefängnis bis er schwarz wird. Das sollte auch für alle Beamten gelten, die einen Sachverhalt erkennen und diese Gesetzeslücken nicht schließen. Von allen arbeitenden Menschen werden die Steuern sofort einbehalten, bei Unternehmen und Freischaffenden ist das leider nicht der Fall. Deshalb kommen solche Geschichten wie Panama- oder Paradies - Papers immer wieder vor. Viele solcher Vorgänge waren dem Finanzministerium bekannt, aber dagegen etwas unternommen wurde nicht. Obwohl die Einnahmen sprudeln wie noch nie, wird man keine Schulden tilgen. Das ganze nannte die Groko Demokratie, wie weit wird dieser Sumpf reichen?
  • 12.11.2017, 18:30 Uhr
  • 1
Die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Der zwielichtige Zustand wird anhalten,entweder
a)
bis die Wähler wach werden und entweder das Parteienkarussel durcheinander wirbeln, oder die Regierung friedlich resp. militant angehen;
b)
wenn uns der wirtschaftliche Untergang droht, uns möglicherweise die nächste Währungsreform ins Haus steht, oder gar der Staatsbankrott;
c)
wenn uns noch vor der Übervölkerung eine sozial geprägte Revolution bewegt, kontinental oder sogar global.

Unbesehen blkeibt an dieser Stelle die Möglichkeit, daß es irgendeinem Vollidioten im asiatischen oder vorderasiatischen Raum gelingt, den nächsten Weltkrieg anzuzetteln. Der würde dann wahrscheinlich ein wirklicher "Welt" -Krieg werden.
  • 12.11.2017, 19:24 Uhr
  • 1
Leider sterben solche Idioten nie aus. Meines erachtens nimmt Ihre Antwort b immer mehr in mein Sehfeld Platz und das wird für viele ausgehen, wie nach einem Krieg.
  • 12.11.2017, 23:16 Uhr
  • 0
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