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Horst Seehofer wird demontiert

Horst Seehofer wird demontiert

11.11.2017, 17:54 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Bundestagswahl 2017 und die „Vorverurteilung“ von Horst Seehofer

Warum ist das eigentlich so schwer zu verstehen, dass bei der Bundestagswahl viele Stammwähler in Bayern die CSU zunächst verschmähten, indem sie Angela Merkel (ihrer unglücklichen und folgenschweren Flüchtlingspolitik wegen) eine Abfuhr erteilen wollten (weniger aber dabei Seehofer direkt meinten), denn jeder kennt die Kräfteverhältnisse zwischen CDU und CSU auf Bundesebene.

Die kleinere CSU kann und könnte sich nämlich auch mit einem höheren Stimmenanteil nicht durchsetzen – siehe Stichwort: "Obergrenze" und das Verhalten von Frau Merkel als Bundeskanzlerin!

AfD deshalb einmal zu wählen, hatte da natürlich seinen Reiz und ein höheres Protestpotential – und überhaupt:

Ein CSU-Vorsitzender mit ähnlichem Charisma und Integrationskraft wie Seehofer ist aktuell nicht in Sicht und auch der Franke Söder würde in Nieder- und Oberbayern durchfallen – und mit Söder als Vorsitzenden würde die CSU womöglich sogar eine Spaltung herbeiführen.

Politiker genau zu analysieren und zu werten ist nicht einfach und man sollte beachten, dass Horst Seehofer mit seiner großen Erfahrung und auch Erfolge in der Bundespolitik wichtiger ist, als ein in dieser Hinsicht unbedarfter Markus Söder, der nur eines will, Ministerpräsident in Bayern zu werden.

Königsmörder hatten seit je her auch in unserem Land kein gutes Image und keine gute Zukunft – und so wird es definitiv auch bleiben.

Söder ist auf dem besten Weg, sich zu „überheben“, denn wer wichtige Verhandlungen so einfältig stört, nur um das eigene Profil vermeintlich zu stärken, der hat nicht begriffen, dass in Bayern die Uhren doch noch etwas anders gehen könnten.

Gut, dass wir (noch) Politiker in Bayern haben, die mit „Herzblut“ bei der Sache sind – auch wenn sie von Presse und eigenen Leuten grundlos vorab demontiert werden – und menschliche Fehler haben auch wir alle im Leben schon begangen!

Warum wird ein solcher engagierter Politiker – bloß weil er Rücksicht auf die CDU in einer besonderen und übergeordneten Situation nehmen musste, für das was im Bund bei der CDU schief gelaufen ist, verantwortlich gemacht und man lässt ihn nicht in Ruhe seine wichtige Verhandlungsaufgabe in Berlin zu Ende bringen?

Seehofer wird zum Ende dieses Jahres nicht mehr der sein, der er einmal war – und wer hat Schuld?

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38 Kommentare

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das der nun demontiert wird, ist mehr als verständlich. War er doch in den letzten 2 Jahren nichts als ein Heißluftgebläse!!! Vollmundig dies und das und mit uns auf keinen Fall - Lachnummer, sonst nix. In allen Punkten total eingeknickt, nicht das geringste eingehalten .....
Also wundert es mich nicht. Die Art und Weise wie es nun geschieht, ist nicht schön, doch das wundert mich genau so wenig, das hat doch Tradition in allen politischen und wirtschaftlichen Führungsebenen.
  • 15.11.2017, 16:38 Uhr
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Du fragst ernsthaft,warum Seehofer für die Politik Merkels verantwortlich gemacht wird?Weil er NIE eingehalten hat ,was er vorher herausposaunte.Ich finde es nicht gut,wie Seehofer jetzt behandelt wird aber er ist zu alt und sollte jungen Politikern den Weg freimachen.Die einzige Chance für die CSU ist eine Erneuerung,eine Verjüngung .Seht euch mal den konservativen Aufbruch an.Da sitzen junge kompetente Politiker.Auch Söder ist keine Alternative.
  • 14.11.2017, 12:16 Uhr
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Die CSU hat ihren "Gipfel" überschritten . . . und nun ? Herr Seehofer wäre gut beraten gewesen, rechtzeitig den Weg frei zu machen. Jetzt ist es zu spät dafür. Schade. Und . . . leider steht S. Favorit, Herr von Guttenberg, noch nicht zur Verfügung. Auch schade.
  • 14.11.2017, 10:35 Uhr
  • 0
Ich bin überzeugt, dass die CSU mit einer neuen Führungsmannschaft den politisch „richtigen“ Weg gehen wird und sich eine „Veränderung“ positiv auf das Ergebnis der nächsten Landtagswahl (2018) auswirken wird.
  • 14.11.2017, 11:27 Uhr
  • 0
Ja und whenn sie sich nicht " erneuern" werden sie die nächste Klatsche bekommen
  • 14.11.2017, 12:17 Uhr
  • 1
Hahaha...So ist es ! Mit Erneuerung meine ich auch völlig neue Leute!
  • 14.11.2017, 12:23 Uhr
  • 0
Das ist typisch Deutsch.Das Klammern an Gewohntem.Denk die junge Union,da gibt es bestimmt kluge Köpfe.Alter ist kein Garant für gute Politik.Siehe Sebastian Kurz
  • 14.11.2017, 12:26 Uhr
  • 1
Meine Rede . . .
  • 14.11.2017, 12:46 Uhr
  • 0
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Hätte Seehofer sein Versprechen, wie er es ursprünglich angekündigt hat, 2018 nicht mehr als Ministerpräsident zu kandidieren, wahr gemacht, wäre er nicht in dies Schwierigkeiten gekommen, aber sein blinder Wahn Söder unbedingt verhindern zu wollen, hat ihn nun ins Abseits gestellt
  • 14.11.2017, 09:16 Uhr
  • 1
Ich meine, dass Politiker genau zu analysieren und zu werten nicht einfach ist und man sollte bei aller Kritik trotzdem beachten, dass Horst Seehofer in Eigenschaft als noch gewählter Ministerpräsident große Erfahrung und auch Erfolge in der Bundespolitik hat und er seine Aufgaben bis zu einer möglichen Abwahl ausführen muss.

Nach dem „Jamaika-Abschluss“ wird mit Sicherheit ein neues Kapitel aufgemacht.
  • 14.11.2017, 10:26 Uhr
  • 0
Ich denke, er hat sich unnötig selbst in diese ungute Situation gebracht. Er hat auch an anderer Stelle Dinge geäußert, die er besser nicht gesagt hätte und sich dadurch selbst demontiert
  • 14.11.2017, 12:20 Uhr
  • 0
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danke Oskar Klier - Söder überhebt sich nicht nur - er wird ersticken an seiner Überheblichkeit - wie schmutzig müssen seine Gedanken sein? Schmutzig oder machtgierig?
  • 12.11.2017, 16:58 Uhr
  • 0
Söder wird die CSU spalten.Das liegt nicht mal an seiner Person,sondern daran,dass wie in der FDP endlich junge Leute ans Ruder müssen.
  • 14.11.2017, 12:20 Uhr
  • 0
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da stand vor einem Jahr noch Seehofer!!!
http://www.augsburger-allgemeine.de/...pg=1&bild=6
Was für ein verlogenes Volk die CSU doch ist.......
  • 12.11.2017, 16:53 Uhr
  • 1
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Wer hat Schuld? - Seehofer selbst, denn er hat sich selbst demoniert.
  • 11.11.2017, 19:27 Uhr
  • 3
Kein sachbezogener Kommentar - ohne Begründung.
  • 11.11.2017, 19:32 Uhr
  • 1
Guten Abend Friedhelm,
ich sehe es genau so, wer wie ein bayrischer Löwe auftritt und brüllt, der darf sich nicht wundern daß er abgewählt wird, wenn er als Bettvorleger von Merkel gelandet ist. Zu mindest hätte er sagen müssen, so nicht Frau Kanzlerin und danach handeln. Umknicker werden immer bestraft im Leben!
  • 12.11.2017, 18:38 Uhr
  • 0
Oskar, die behauptete Demontage lässt sich auf mehrfache Weise begründen, und ich möchte mir hier die Mühe sparen, die Argumente der vielen Kritiker Seehofers zu zitieren, die sich unschwer in den verschiedensten Medien finden lassen.
In den täglichen Nachrichten zu diesem Thema kommen immmer neue hinzu.
  • 12.11.2017, 18:55 Uhr
  • 1
Die Überschrift meines Themengerichtet lautet:

Die Bundestagswahl 2017 und die „Vorverurteilung“ von Horst Seehofer

Der bayerische Ministerpräsident ist lt. Verfassung des Freistaates Bayern der Vorsitzende der bayerischen Staatsregierung und Führer der CSU-Delegation für die Koalitionsverhandlungen für eine mögliche "Jamaikaregierung" und lt. Vorstandsbeschluss der CSU sollen bis zum Abschluss dieser Verhandlungen keine rückwärts gerichteten Personaldiskussionen in Bezug auf Seehofer geführt werden

Warum halten sich einige CSU-Leute und die Medien nicht an diese Vorgabe und warum lässt man Herrn Seehofer nicht in Ruhe seine wichtige Verhandlungsaufgabe in Berlin zu Ende bringen, sondern fängt an, ihn vorab zu verurteilen und zu demontieren?

Zunächst geht es doch schlicht und einfach um diesen Sachverhalt und schon gar nicht um eine "Selbst-Demontage" von Seehofer!
  • 12.11.2017, 19:55 Uhr
  • 0
Ich nehme an, dass man Seehofer seine Aufgabe in Berlin zuendeführen lässt. Doch je nachdem, welche Erfolge er dabei mit nach Bayern bringen kann, wird man ihn dort entweder sofort entmachten, oder ihn langsam aber sicher verhungern lassen.
  • 12.11.2017, 20:06 Uhr
  • 1
Seehofer war einer der ersten, der die falschen Entscheidungen von Frau Merkel erkannte.
Leider fehlte ihm dann der Mut, bei seiner Haltung zu bleiben.
Aber welcher Politiker hängt - heute noch - sein Mäntelchen nicht nach dem Wind!!

Falls er sich in dieser Woche nicht durchsetzt und das wird schwer sein, wird er auf dem Parteitag der CSU sicher gehen müssen.
  • 13.11.2017, 12:10 Uhr
  • 1
Edith, ich würde den ersten Satz in Deinem Kommentar wie folgt abwandeln:
"Seehofer war einer der ersten, der die Entscheidungen von Frau Merkel 'falsch' genannt hat."
Ob er damit recht hatte, ist - wie alles in der Politik - Interpretationssache.
Dem Rest des Kommentar kann ich zustimmen.
  • 13.11.2017, 12:17 Uhr
  • 0
Ja, Friedhelm, das sehen wir eben anders.
Seit 2005 wehrt sich Frau Merkel gegen ein Einwanderungsgesetz! Das Thema fand sie immer unangenehm.
Dann wurde sie durch Tatsachen überrumpelt, obwohl man bereits im ersten Halbjahr 2015 sehen konnte, wie sich die Flüchtlingssituation zuspitzen würde.

Es ist nun leider eine Tatsache, und ich weiß (pers. Kontakt mit Martin Zoller) wie die Dinge sich entwickeln werden.
  • 13.11.2017, 14:00 Uhr
  • 1
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Wieso kann eigentlich eine regionale Partei Bundespolitik mitgestalten ?
  • 11.11.2017, 19:16 Uhr
  • 0
Weil sie als symbiotische Verbundenheit mir dem Land Bayern organisatorisch auf ihrer Doppelrolle als Landes- und Bundespartei aufgebaut und per Gesetz auch zugelassen ist.
  • 11.11.2017, 19:30 Uhr
  • 0
....was ich als Fehler empfinde.
  • 11.11.2017, 19:32 Uhr
  • 0
Ich denke Bajuwarien kann auch duch Frau Aichner bajuwarisch regiert werden. Sie hat gezeigt was sie drauf hat als Politikerin im Bund und auch im Land!
  • 12.11.2017, 15:26 Uhr
  • 2
Was ist denn eine "symbiotische Verbundenheit" mit dem Land Bayern ?
Das klingt nicht nach einem demokratischen Verhältnis, sondern eher nach einer "Filzokratie, die endlich demokratisiert werden muss.
Überhaupt erinnert die Loyalität des Artikelschreibers dem bayrischen Ministerpräsidenten gegenüber eher an die Huldigung eines Monarchen.
Demokratie ist Macht auf Zeit. Es wird Zeit, dass Seehofer das Feld räumt. Er ist 68 Jahre alt und damit überfällig !
  • 14.11.2017, 02:21 Uhr
  • 0
Warum diese Polemik, Herr Herbert Von Scheven!

Mein Kommentar auf die Frage: „Wieso kann eigentlich eine regionale Partei Bundespolitik mit gestalten“ –

lautete:

„Weil sie als symbiotische Verbundenheit mir dem Land Bayern organisatorisch auf ihrer Doppelrolle als Landes- und Bundespartei aufgebaut und per Gesetz auch zugelassen ist“

und hat mit einer Huldigung eines Monarchen und primär auch mit Herrn Seehofer nichts zu tun!
  • 14.11.2017, 08:14 Uhr
  • 0
So weit ich mich erinnern kann hat die CSU selbst als "Regionalpartei" bisher bei jeder Bundestagswahl sowohl die 5% Klausel, als auch mehr als 3 Wahlkreise gewonnen, was sie berechtigt im Bundestag mitzumischen
  • 14.11.2017, 09:10 Uhr
  • 0
"Königsmörder hatten seit je her auch in unserem Land kein gutes Image und keine Zukunft., und so wird es auch bleiben."
Ablösung eines in die Jahre gekommenen Ministerpräsidenten durch einen jüngeren Nachfolger ist ein normaler demokratischer Vorgang.
  • 14.11.2017, 11:34 Uhr
  • 0
Von Horst Seehofer kann man nicht erwarten, dass er Vormittag verhandelt, Mittag zurücktritt und Nachmittag weiterverhandelt.

Bei aller - auch berechtigten Kritik - muss aber erst der derzeitige Verhandlungsvorgang abgeschlossen werden.

Ich gehe davon aus, dass Seehofer danach zurücktreten wird.
  • 14.11.2017, 14:03 Uhr
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Wer bestimmt denn, was man von wem erwarten kann ?
Er hätte schon längst zurücktreten müssen !
  • 14.11.2017, 16:03 Uhr
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Als Bayerischer Ministerpräsident liegt das „Recht des Handelns“ bei ihm selbst - solange er dieses Amt bekleidet.

Man kann von ihm erwarten, dass er „richtig“ und auch ordnungsgemäß handelt.

Ob er schon längst zurücktreten hätte sollen (müssen), ist ein anderes Thema!
  • 14.11.2017, 17:54 Uhr
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Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Bloß mit seinem Rücktritt vom Rücktritt hat er sich unglaubwürdig gemacht
  • 14.11.2017, 18:00 Uhr
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Ist ja gut - Seehofer wird nach den Verhandlungen in Berlin (die nach meiner Meinung scheitern werden) zurücktreten (müssen) und auch Herr Fahrenschon wird das Handtuch werfen, denn es bleibt ihm schließlich nichts anderes mehr übrig.

Auch das ist kein positives Image für die CSU, die immer mehr an Zustimmung verliert.

Warten wir die aktuellen Nachrichten ab!
  • 14.11.2017, 18:37 Uhr
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Dazu kommt noch die geplante Skischaukel in den Bayrischen Alpen... die tun alles, um die AfD als Koalitionspartner zu bekommen
  • 15.11.2017, 16:22 Uhr
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