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Schock in Riad: Was Gabriel hier sagte, bringt die Kragen der arabischen Mon ...

Schock in Riad: Was Gabriel hier sagte, bringt die Kragen der arabischen Monarchen zum Platzen

News Team
18.11.2017, 17:43 Uhr
Beitrag von News Team

Nach kritischen Äußerungen des noch amtierenden Außenministers Sigmar Gabriel bei einem Treffen mit seinem libanesischen Amtskollegen, antwortete die Regierung in Saudi-Arabien mit scharfem Protest. Das Königreich kündigte den Rückruf seines Botschafters aus Berlin an und bezeichnete Gabriels Kritik als "gefährliche Erklärungen."

Nach einem Treffen in Berlin mit dem libanesischen Außenminister Gebran Bassil sprach Gabriel vor Medienvertretern von einer „brandgefährlichen Entwicklung im Libanon“ und sagte, dass Europa das dort vorherrschende „politische Abenteurertum nicht tolerieren könne". Saudi-Arabien hatte er an dieser Stelle dabei nicht direkt genannt, wohl aber Besorgnis über eine Ausweitung des iranisch-saudischen Konflikts geäußert.

Der libanesische Premierminister Saad al-Hariri hatte am 4. November in Saudi-Arabien seinen Rücktritt erklärt. Die Umstände der Erklärung führten zu Spekulationen, Riad könne ihn zum Rücktritt gezwungen haben.

Laut dem saudischen Außenministerium seien verursachten Gabriels Äußerungen, die auf "falschen Informationen" basierten, die Verwunderung und Missbilligung des Königreichs Saudi-Arabien. Gabriel würde damit nicht zur "Stabilität in der Region beitragen".

Libanons Außenminister Gebran Bassil warf ausländischen Staaten indessen vor, sein Land einschüchtern zu wollen. Unteranderem wolle man verhindern, dass sein Land ein gemeinsames Gasprojekt mit Russland vollende.

Hariris plötzlicher Rücktritt hatte für viel Besorgnis über die Stabilität des Libanon gesorgt. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, Saudi-Arabien hielte ihn gefangen. Am Samstag traf er sich jedoch mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in Paris.

Laut Aussagen der libanesischen Regierung werde Hariri schon bald in den Libanon zurückkehren. Das deutsche Außenministerium begrüsste laut der Nachrichtenagentur Reuters Hariris Ausreise aus Saudi-Arabien nach Frankreich und die bevorstehende Rückkehr nach Beirut.

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3 Kommentare

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"Getroffene Hunde bellen."
  • 10.02.2018, 12:17 Uhr
  • 0
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Es wäre besser gewesen, er hätte den Mund gehalten und daraufhin gewiesen, daß bei einem Konflikt Deutschland keine Flüchtlinge mehr aufnehmen kann. Sonst sehe ich die Gefahr einer Destabilisierung, nachdem in Bayern sehr viele Menschen gegen weiteren Zulauf sind.
  • 19.11.2017, 16:52 Uhr
  • 1
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Als Demokrat darf man (fast) alles sagen!
Saudi-Arabien hatte Gabriel an dieser Stelle dabei nicht direkt genannt, wohl aber Besorgnis über eine Ausweitung des iranisch-saudischen Konflikts geäußert.
Das Saudi-Arabien jetzt daraus einen Elefanten macht zeigt doch das sie ein schlechtes Gewissen haben.
  • 19.11.2017, 14:26 Uhr
  • 3
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