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Das islamische Rechtssystem Schari´a - 1. Teil: Mehr als ein Strafrecht

Das islamische Rechtssystem Schari´a - 1. Teil: Mehr als ein Strafrecht

12.12.2017, 17:47 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Bedeutung des arabischen Wortes ‚schari’a‘ ist ungefähr ‚der Weg zur Quelle‘.
Gott gilt als oberster Gesetzgeber (schari), sowohl in religiösen als auch in irdischen Angelegenheiten, der Koran enthält aber keine Vorschriften für ein Rechtssystem. Für die meisten irdischen Verfehlungen sind keine Bestimmungen über das Ausmaß irdischer Strafen vorgesehen, außer für sogenannte Grenzverbrechen und Verbrechen mit Wiedervergeltung.

Erst rund zwei Jahrhunderte nach dem Tod Muhammads hat sich dieses Rechtssystem als Jurisprudenz des Islam etabliert. Die Klärung von Glaubensfragen ist nicht Gegenstand der Schari‘a, sondern es wird darauf geachtet, dass die Glaubenspraxis und die Beziehungen der Menschen untereinander dem göttlichen Gesetz entsprechen. Das bedeutet, die Schari’a beinhaltet religiöse und säkulare Elemente.
Im religiösen Bereich gibt die Schari'a beispielsweise Anweisungen zur Praktizierung des Glaubens, also zum Gebet, der Almosensteuer (Zakat), der Pilgerfahrt (Haddsch) und zum Fasten.
Im säkularen Bereich ist sie darauf bedacht, die Grundrechte des Menschen zu wahren: den Schutz des Lebens, der Ehre und der Familie, die Unantastbarkeit des Besitzes, die Wahrung des Verstandes oder des Intellekts, und das Recht auf Ausübung der Religion. Kernstück des säkularen Teils des Rechtssystems der Schari’a ist also das Privatrecht, nicht das Strafrecht.

Die Schari’a in ihrer Gesamtheit ist damit weit mehr als ein Strafrecht. Sie immer nur mit drakonischen Körperstrafen (Hadd-Strafen) in Verbindung zu bringen, wie das in westlichen Kulturen geschieht, ist viel zu kurz gegriffen und völlig falsch.

Der Koran und die Sunna (Aussagen und Handlungen Muhammads) sind die Hauptquellen, die zur islamischen Rechtsfindung der Schari’a herangezogen werden.

Nach Koran und Sunna kommt der Konsens der Gelehrten (idschma) zur Anwendung. Dies betrifft Angelegenheiten, die weder im Koran noch in der Sunna beschrieben sind. Da es aber kaum eine Sache gibt, über die sich alle Gelehrten einig sind, kommt es zu widersprüchlichen Normen und Rechtsgutachten (fatwas). Dabei gibt es Unterschiede der Ableitung nicht nur zwischen den verschiedenen schiitischen Strömungen und den Sunniten, sondern auch zwischen den vier sunnitischen Fiqh-Schulen , die nach ihren Gründern benannt sind: Hanafiten, Hanbaliten, Schafiiten und Malikiten. Die Fiqh-Schulen entsprechen aber nicht den christlichen Konfessionen. Denn ein Sunnit muss nicht in allen Dingen der Glaubenspraxis den Normen einer Fiqh-Schule folgen, sondern kann zwischen den Normen der vier Schulen wählen und sogar seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, wenn er dafür Belege hat, vorausgesetzt er bemüht sich darum: eine einfache Ablehnung, weil ihm etwas nicht in den Kram passt, reicht allerdings nicht aus.

Neben dem Konsens wird der Analogieschluss (qiyas) angewendet. Dabei wird eine bekannte Norm auf einen neuen Sachverhalt, der einen gemeinsamen Anlass hat, übertragen: z. B. folgt aus dem Alkoholverbot das Verbot anderer Drogen.

Aber auch regionale Sitten und Gebräuche, also die Tradition, spielen eine wichtige Rolle.

Die Schari’a ist kein niedergeschriebenes, kodifiziertes Gesetz. Eine einheitliche, in allen Regionen allgemein gültige Schari’a existiert ebenso wenig wie ein einheitlicher Islam. Religionsgelehrte (Muftis) treffen Entscheidungen nach traditionellen Regeln. In den verschiedenen Staaten, die dieses Rechtssystem anwenden, fallen die Entscheidungen der Muftis daher auch unterschiedlich aus. Denn dabei spielen auch regionale und traditionelle Gebräuche eine Rolle. Und daher kommt es in den verschiedenen Kulturkreisen immer noch zu archaisch erscheinenden Entscheidungen nach überholten Traditionen, wovon im Privatrecht vor Allem Frauen betroffen sind.

Wir sollten aber bedenken, dass für die Entwicklung der Demokratie und der Gleichberechtigung auch in der westlichen Welt gewalttätige Umstürze und Revolutionen notwendig waren. Diese haben sich erst auf einer sozioökonomischen Grundlage durchsetzen können, die in weiten Teilen der – auch islamischen - Welt bis heute nicht gegeben sind. Somit hinkt dort auch die gesellschaftliche Entwicklung dem westlichen Kulturkreis hinterher, und archaisch erscheinende Traditionen bleiben erhalten. Daran ist ‚der Westen‘ durch die Unterdrückung und Ausbeutung früherer Kolonien nicht unschuldig. Und westliche Ideale mit Waffengewalt durchsetzen zu wollen, kann nicht zum Erfolg führen, solange die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in diesen Ländern dafür nicht geschaffen sind.

Gesetzgebung und Jurisdiktion sind nun einmal Hoheitsrechte eines Staates. Und kein Staat duldet die Einmischung Dritter in seine Hoheitsrechte. Man kann islamischen Staaten daher nicht verbieten, die Schari’a anzuwenden.

Volle Gültigkeit hat die Schari’a in folgenden islamischen Ländern: im Iran, Irak, Jemen und Sudan sowie in Saudi-Arabien (ausgenommen im Wirtschaftsbereich, da gelten westliche Maßstäbe!), Afghanistan, Pakistan, und Mauretanien.

Das Privatrecht der Schari’a findet in folgenden Ländern Anwendung: in allen Ländern Nordafrikas außer Tunesien; ferner in Somalia, Eritrea, Dschibuti, Gambia, Syrien, Libanon, Oman, Katar, Kuwait, Bangladesch, Malaysia und Brunei; weiters in einigen Ländern mit größeren muslimischen Minderheiten.

In folgenden Ländern wird die Schari’a regional unterschiedlich angewendet: Indonesien, Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In allen übrigen Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit findet die Schari‘a keine Anwendung.

Strafrecht der Schari’a

Im Strafrecht unterscheidet die Schari’a drei Kategorien von Vergehen:
• Grenzverbrechen (Hadd-Verbrechen)
• Verbrechen mit Wiedervergeltung (nach dem Talionsprinzip)
• Ermessensvergehen (Tazir-Vergehen)

Grenzverbrechen
Im Koran sind für vier Grenzverbrechen Körperstrafen (Hadd-Strafen) vorgesehen, wobei – ausgenommen bei Unzucht - die Reue des Täters strafverhindernd wirkt. Diese sind:

Schwerer Straßenraub ist je nach der Schwere der Folgen mit der Todesstrafe, der Kreuzigung, der kreuzweisen Amputation von Hand und Fuß oder mit Verbannung zu bestrafen, außer wenn der Täter bereut, bevor er gefasst wird.
„Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und (überall) im Land eifrig auf Unheil bedacht sind, soll darin bestehen, dass sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder dass sie des Landes verwiesen werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Und im Jenseits haben sie (überdies) eine gewaltige Strafe zu erwarten. Ausgenommen diejenigen, die umkehren, (noch) bevor ihr Gewalt über sie habt. Ihr müsst wissen, dass Allah barmherzig ist und bereit zu vergeben. “

Diebstahl ist mit Amputation einer Hand zu bestrafen, außer bei Reue des Täters:
„Wenn ein Mann oder eine Frau einen Diebstahl begangen hat, dann haut ihnen die Hand ab! (Das geschehe ihnen) zum Lohn für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe vonseiten Allahs. Allah ist mächtig und weise. Wenn aber einer, nachdem er gefrevelt hat, umkehrt und sich bessert, wendet Allah sich ihm (gnädig) wieder zu. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.“

Verleumdung wegen Unzucht, ohne vier Zeugen beizubringen, zieht die Strafe von achtzig Peitschenhiebe nach sich, außer bei Reue des Täters:
„Und wenn welche (von euch) ehrbare Frauen (mit dem Vorwurf des Ehebruchs) in Verruf bringen und hierauf keine vier Zeugen (für die Wahrheit ihrer Aussage) beibringen, dann verabreicht ihnen achtzig Peitschenhiebe und nehmt nie (mehr) eine Zeugenaussage von ihnen an! Sie sind die (wahren) Frevler, ausgenommen diejenigen, die danach umkehren und sich bessern. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.“

Ehebruch und Unzucht ist mit 100 Peitschenhieben und Heiratsbeschränkungen für beide zu bestrafen. Eine Möglichkeit, dieser Strafe durch Reue zu entgehen, ist bei diesem Vergehen im Koran nicht vorgesehen:
„Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen hundert Peitschenhiebe Und lasst euch im Hinblick darauf, dass es (bei dieser Strafverordnung) um die Religion Allahs geht, nicht von Mitleid mit ihnen erfassen, wenn (anders) ihr an Allah und den jüngsten Tag glaubt Und bei ihrer Bestrafung soll eine Gruppe der Gläubigen (als Zeugen) anwesend sein. Und ein Mann, der Unzucht begangen hat, kann nur eine ebensolche oder eine heidnische Frau heiraten. Und eine Frau, die Unzucht begangen hat, kann (ihrerseits) nur von einem ebensolchen oder einem heidnischen Mann geheiratet werden. Für die (übrigen) Gläubigen ist dies verboten. “
Beschuldigt ein Ehemann seine Frau der Unzucht, ohne weitere Zeugen zu haben, muss er dies 5mal beschwören; die Frau kann durch einen 5maligen Gegenschwur die Strafe abwenden.
„Und wenn welche (von euch) ihre (eigenen) Gattinnen (mit dem Vorwurf des Ehebruchs) in Verruf bringen und nur sich selber als Zeugen (dafür haben), dann soll die Zeugenaussage eines solchen Ehegatten darin bestehen, dass er viermal vor Allah bezeugt, dass er die Wahrheit sagt, und ein fünftes Mal, dass der Fluch Allahs über ihn kommen soll, wenn er lügt. Und die betreffende Frau entgeht der Strafe (die auf Ehebruch steht), wenn sie viermal vor Allah bezeugt, dass er lügt, und ein fünftes Mal, dass der Zorn Allahs über sie kommen soll, wenn er die Wahrheit sagt.“
Das Ausleben der Homosexualität wird im Koran verboten und mit Züchtigung bestraft. Mehrere Verse erzählen von Lot und seinem Volk:
„Und (wir haben) den Lot (als unseren Boten gesandt). (Damals) als er zu seinen Leuten sagte: Wollt ihr denn etwas Abscheuliches begehen, wie es noch keiner von den Menschen in aller Welt vor euch begangen hat? (80) Ihr gebt euch in (eurer) Sinnenlust wahrhaftig mit Männern ab, statt mit Frauen. Nein, ihr seid ein Volk, das nicht maßhält. (81)
Die Strafe besteht in der Züchtigung:
„Und wenn zwei von euch (Männern) es (Anm.: etwas Abscheuliches, Unzucht) begehen, dann züchtigt sie! Wenn sie (daraufhin) umkehren und sich bessern, dann wendet euch von ihnen ab (und setzt ihnen nicht weiter zu)! Allah ist gnädig und barmherzig.“

Bei den meisten Grenzverbrechen kann der Übeltäter gemäß den Vorschriften des Korans der Bestrafung entgehen, wenn er bereut. Nur bei Ehebruch und Unzucht nützt die Reue nichts, die Strafe dafür ist unbedingt. Zur Unzucht muss aber gesagt werden, dass sie, außer wenn ein Geständnis vorliegt, schwer nachweisbar ist. Die vorgeschriebene Beibringung von vier Zeugen, die die Penetration beobachtet haben müssen, ist höchst unwahrscheinlich. Verleumdung wegen Unzucht, ohne vier Zeugen beizubringen, ist ebenfalls mit Körperstrafe bedroht – siehe oben.

Alkoholgenuss zählt gemäß der Schari’a ebenfalls zu den Grenzverbrechen und wird mit Stockschlägen bestraft, obwohl der Koran hierfür keine irdische Bestrafung vorsieht. Die Strafe wird aufgrund der Sunna ausgesprochen, da sie vom Propheten verhängt wurde.

Verbrechen mit Wiedervergeltung
Bei diesen Vergehen handelt es sich um Delikte gegen Leib und Leben.

Körperverletzung wird nach dem Talionsprinzip mit Wiedervergeltung bestraft. Die Berechtigung dazu ist in mehreren Versen des Korans festgelegt, wobei aber immer auf die Möglichkeit der Vergebung durch den Geschädigten hingewiesen wird.
„Und wenn ihr (für eine Untat, die gegen euch verübt worden ist) eine Strafe verhängt, dann tut das nach Maßgabe dessen, was euch (von der Gegenseite) angetan worden ist! Aber wenn ihr geduldig seid (und auf eine Bestrafung verzichtet), ist das besser für die Geduldigen.“
„Eine schlechte Tat wird mit einer gleich schlechten vergolten. Wenn aber einer verzeiht und zu einem Vergleich bereit ist, steht es Allah anheim, ihn zu belohnen. Er liebt die Frevler nicht. Diejenigen, die sich (selber) helfen, nachdem ihnen Unrecht geschehen ist, machen sich (mit einem solchen Verhalten) nicht schuldig.“
„Wir haben ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn, und Verwundungen (ebenso. In allen Fällen ist) Wiedervergeltung (vorgeschrieben). Wenn aber jemand Almosen damit gibt (indem er auf die Ausübung der Wiedervergeltung verzichtet), dann sei ihm das eine Sühne (für Vergehen, die er sich hat zuschulden kommen lassen)! Diejenigen, die nicht nach dem entscheiden, was Allah (in der Schrift) herabgesandt hat, sind die (wahren) Frevler.“

Vorsätzlich begangener Mord ist mit der Todesstrafe nach dem Talionsprinzip zu ahnden. Die Familie des Ermordeten kann auf die Todesstrafe verzichten und erhält dafür ein hohes Blutgeld (beispielsweise im Iran 200 Kühe). Eigenmächtige Blutrache ist verboten, die Hinrichtung des Täters hat unter Aufsicht eines Richters zu erfolgen.
„Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen. Und wenn einem (der einen Totschlag begangen hat) vonseiten seines Bruders (dem die Ausübung der Wiedervergeltung obliegt) etwas nachgelassen wird, soll die Beitreibung (des Blutgeldes durch den Rächer) auf rechtliche und (umgekehrt) die Bezahlung an ihn auf ordentliche Weise vollzogen werden. Das ist (gegenüber der früheren Handhabung der Blutrache) eine Erleichterung und Barmherzigkeit vonseiten eures Herrn. Wenn nun aber einer, nachdem diese Regelung getroffen ist, eine Übertretung begeht (indem er sich an die frühere Sitte der Blutfehde hält), hat er (im Jenseits) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten. Die Wiedervergeltung sichert euch das Leben. (Bedenkt dies) die ihr Verstand habt!“
Mord ist kein Verstoß gegen göttliches, sondern gegen menschliches Recht.
Bei Tötung aus Versehen wird keine Körperstrafe verhängt, sondern es ist ein Blutgeld an die Verwandten zu zahlen und ein Sklave zu befreien oder zwei Monate fasten.

Ermessensvergehen
Für die übrigen Vergehen sieht der Koran keine irdische Bestrafung vor. Darüber entscheiden die Richter unmittelbar nach der Sunna, oder mittelbar durch Konsens und eigenes Bemühen (idschtihad) aufgrund von Ableitungen daraus (idschma), durch Analogieschlüsse (qiyas) und aufgrund von regionalen bzw. traditionellen Gepflogenheiten. Das Strafmaß reicht vom Tadel bis zur Todesstrafe, beispielweise bei Abfall vom Glauben (Apostasie) in manchen Ländern.

68 Kommentare

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Wie auch immer in unserem Lande und in Europa hat eine solche, in diesem Falle zweite Rechtsprechung, nichts verloren, genau so wie weder ein altes Testament oder eine was weis ich andere neben unserem Rechtssystem existieren darf.
  • 15.12.2017, 12:03 Uhr
  • 5
Natürlich nicht. Es gibt kein Land auf dieser Welt, in dem die GESAMTE Bevölkerung einer einzigen Religion angehört. Der Staat ist aber für alle da. Daraus folgt, dass die Einhaltung religiöser Vorschriften Privatsache ist, denn Gesetze sind für alle da.

Auch Muhammad hat die islamischen Vorschriften nicht auf die jüdischen Mitglieder seiner Gemeinde angewendet. Schon damals galten also religiöse Vorschriften nicht für alle. Es wäre wünschenswert, wenn sich islamische Staaten, die die Scharia anwenden, an seinem Beispiel orientierten.
  • 15.12.2017, 12:11 Uhr
  • 1
Selbst wenn sie nur für die Muslime in Deutschland gelten würde, wäre es ein Verstoss gegen die Trennung von Kirche und Staat.
  • 15.12.2017, 12:13 Uhr
  • 3
Das gilt auf jeden Fall für öffentliches Recht und Strafrecht. Im Privatrecht könnte ich mir zwar vorstellen, dass es eine Wahlmöglichkeit geben könnte, allerdings ist das heute auch nicht mehr praktikabel, würde die Rechtssicherheit gefährden und die Richter überfordern. Daher ist die Scharia auch im Privatrecht abzulehnen.

Bestehende Unterschiede zwischen dem öffentlichen und islamischen Privatrecht können ja ganz einfach im Privatleben ausgeglichen werden. Für das religiöse Privatrecht, beispielsweise Erbrecht oder Eherecht, gibt es dann eben keinen öffentlichen Schutz.
  • 15.12.2017, 12:32 Uhr
  • 1
Die Islamische Charta, die Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft, besagt in den Punkten 10 bis 13 Folgendes:

Muslime dürfen sich in jedem beliebigen Land aufhalten, solange sie ihren religiösen Hauptpflichten nachkommen können. Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge, die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind.

Ob deutsche Staatsbürger oder nicht, bejahen die im Zentralrat vertretenen Muslime daher die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, einschließlich des Parteienpluralismus, des aktiven und passiven Wahlrechts der Frau sowie der Religionsfreiheit. Daher akzeptieren sie auch das Recht, die Religion zu wechseln, eine andere oder gar keine Religion zu haben. Der Koran untersagt jede Gewaltausübung und jeden Zwang in Angelegenheiten des Glaubens.

Wir zielen nicht auf Herstellung eines klerikalen "Gottesstaates" ab. Vielmehr begrüßen wir das System der Bundesrepublik Deutschland, in dem Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind.

Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch. Der beabsichtigte Schutz des Individuums vor dem Missbrauch staatlicher Gewalt wird auch von uns unterstützt. Das Islamische Recht gebietet, Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln. Das Gebot des islamischen Rechts, die jeweilige lokale Rechtsordnung anzuerkennen, schließt die Anerkennung des deutschen Ehe-, Erb- und Prozessrechts ein.

http://zentralrat.de/3035.php
  • 15.12.2017, 12:50 Uhr
  • 0
Alles schön und gut, aber wie viele Muslime halten sich schon an diese Verlautbarung, denn nach Ansicht vieler hat dieser ZR keine Berechtigung im Namen aller Muslime zu sprechen.
Oder anders gesagt, die Botschaft les ich wohl, allein mir fehlt der Glaube
  • 15.12.2017, 12:54 Uhr
  • 3
Nun, dann liegt es am Staat, eine Körperschaft zu schaffen, die für alle Muslime spricht. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist eine solche öffentlich-rechtliche Körperschaft. Aber wenn man so etwas in Deutschland einführen wollte, gäbe es bestimmt wieder einmal einen großen Aufschrei (Islamisierung!!!) aus gewissen Bevölkerungsschichten ...

Aber das ist ein anderes Thema und betrifft nicht die Scharia.
  • 15.12.2017, 12:57 Uhr
  • 1
Eine solche Körperschaft wäre wünschenswert, wenn man diese dann auch konkret ansprechen und verantwortlich machen kann, was im Namen des Islam geschieht.
Schaffen kann das aber nicht der Staat, sondern das müssten die Muslime selbst tun, was aber speziell in Deutschland nicht geschieht.
  • 15.12.2017, 13:24 Uhr
  • 2
Was ist das für eine merkwürdige Einstellung in einem Rechtsstaat? Verantwortlich sind immer nur jene, die gegen Vorschriften verstoßen.

Noch einmal: Das Thema ist die Scharia, weitere Themenverfehlungen lösche ich.
Es steht jedermann frei, einen eigenen Beitrag über sein Thema zu schreiben. Aber ich lasse mir hier keine anderen Themen aufzwingen.
  • 15.12.2017, 13:29 Uhr
  • 0
Warum denn immer gleich so gereizt, wenn dir Kommentare unangenehm sind?
Im übrigen hab ich bereits in einem Beitrag meine Gedanken zu dem Thema geschrieben.
  • 15.12.2017, 13:46 Uhr
  • 4
Das weiß ich, und mir ist nichts unangenehm.
Aber:
Mein Beitrag - mein Thema.
  • 15.12.2017, 13:49 Uhr
  • 0
Assya W.

Deine Darlegungen über die Scharia und Scharia-Recht.
Alles Theorie.
Das "praktische Zusammenleben" von Muslimen und Nichtmuslimen ergibt allein die Realität.
Wenn ein muslimischer Vater seiner Tochter verbietet am Schwimmunterricht teilzunehmen- ist das so.
Wenn ein muslimischer Vater seiner Tochter die KLeiderordnung vorschreibt- dann ist das so.
Wenn ein muslimischer Vater der Tochter den Ehemann vorschreibt- dann ist das so.
In Deutschland wird nichts dagegen unternommen. Alles wie Du auch beschreibst: "Privatsache"

Da es im Islam keine "einheitliche Kirche" wie im Christentum gibt, wird diese Religion von vielen Seiten "ausgelegt" Und diese Religion ist deshalb auch nicht umfassend in Punkto Regeln zu einer "verbindlichen Haltung" zu greifen. Und die Imame predigen -jeweils nach ihrer Auslegung

Fest steht- In allen Ländern dieser Erde in denen Muslime mit Nichtmuslimen zusammenleben- gab und gibt es Unfrieden. Warum wohl?
  • 18.12.2017, 20:40 Uhr
  • 3
Du weißt selbst, dass du Unsinn schreibst. vor dem Auftreten der Al Qaida in den 1990er gab es keinen Unfrieden, und auch da gab es schon Muslime im Land.
Doch seither wird die Angst kräftig geschürt - und das hat Folgen.
Und im Übrigen: Schlag nach bei Mauritius. Oder schau in den Irak, bevor die USA dort einen Ordnungkrieg geführt haben. Oder nach Indonesien. Auch dort gab bzw. gibt es keinen Unfrieden zwischen den Religionen.
  • 18.12.2017, 21:17 Uhr
  • 0
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Als nichtreligiöser Mensch, bin weder Christ noch sonstiges, seh ich das ganze quasi aus neutraler Sicht.

Der ganze Artikel ist interessant und zeigt mir viele Parallelen zur Bibel auf.

Danke fürs einstellen.
  • 13.12.2017, 07:24 Uhr
  • 3
Danke, wize.life-Nutzer.
In diesem ersten Teil ging es mir darum, diesen nach westlichen Kriterien heiklen Punkt des Islam aus möglichst objektiver Sicht zu beleuchten. Der zweite Teil behandelt meine persönlichen, also subjektiven Überlegungen dazu.
  • 13.12.2017, 08:22 Uhr
  • 1
Religion ist immer auslegungssache und die welche damitoder ohne Verbrechen begehen halten sich am wenigsten daran.
Habe mur letz Gedanken gemacht : eigentlich bin ich gegen die verhüllung.Ich möchte meinem Gegenüber beim spechen ins Gesicht sehen. Ich bin aber auch ein Faschingsnarr. Fast meine ganze Familie spielt um die 5.Jahreszeit verrückt.
Viele Narren tragen Masken und es wird von der katholischen Kirche nur geduldet nicht erlaubt und trotzdem werden in unserem katholischen Gemeindehaus Faschingsveranstalltungen abgehalte,in denen unser Pfarrer einen Ehrenplatz in der 1.Reihe hat
  • 14.12.2017, 11:31 Uhr
  • 0
Keine Religion verbietet, auch ein wenig Spaß zu haben.
Doch in diesem Beitrag geht es um die Grundlagen des islamischen Rechtssystems.
  • 14.12.2017, 16:56 Uhr
  • 0
Habe ich verstanden und fand es auch recht informativ.
  • 14.12.2017, 18:37 Uhr
  • 0
Danke Gabriele
  • 14.12.2017, 19:37 Uhr
  • 0
Wollte damit auch nur sagen, dass es nicht einfach damit getan ist Türen zu zuschlagen,sondern,dass wir uns mit verboten auch selbst einengen.
  • 14.12.2017, 22:51 Uhr
  • 0
So ist es. Benjamin Franklin sagte: "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren."
Wenn wir also aus lauter Angst nach immer mehr Sicherheit und Überwachung schreien, werden wir immer unfreier.

Lass es mich so sagen:
Wenn ich über die Straße gehe, schaue ich nach links und rechts, ob ein Auto kommt. Aber ich schaue nicht nach oben, ob ein Blumentopf herunterfällt. Das heißt: Vernünftige Vorsichtsmaßnahmen müssen sein, aber man kann auch alles überteiben.

Aber das gehört eigentlich nicht zum Thema hier, denn es hat mit dem islamischen Rechtssystem nichts zu tun.
  • 14.12.2017, 23:23 Uhr
  • 0
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Manchesmal und bei manchen Verbrechen wäre ich ja auch für das Auge um Auge Prinzip, jedoch ist das nach der europäischen Gesetzgebung verboten und das aus gutem Grund.
Alles in allem ist das Prinzip der Scharia ein mittelalterliches und gehört nicht zu unserem Kulturkreis.
Was andere Länder machen ist allein ihre Sache und wir können es zwar verurteilen, was ich mache, aber wir sollten uns da raushalten zumal sich das bei Einführung einer Demokratie gewiss ändern würde.
  • 13.12.2017, 06:22 Uhr
  • 7
Richtig, aber nur noch eines, wer hier bei uns Gast ist, der hat sich ohne wenn und aber an unsere Gesetze zu halten. Sonst muß er gehen!
  • 13.12.2017, 15:41 Uhr
  • 4
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Sorry liebe Assya Wagner,
da ich große Angst vor Scharia-Gesetzen in Deutschland habe,
habe ich mir jetzt erlaubt, Deinen Artikel in meine Privatdatei zu
kopieren, um als Minderheit im eigenen Lande in vielleicht 10-15
Jahren informiert zu sein, was das für unsere Nachfahren bedeuten
könnte. Die Befürchtung haben leider schon sehr viele Mitbürger **
  • 12.12.2017, 20:42 Uhr
  • 10
Diese Berechnung würde mich mal interessieren.
  • 12.12.2017, 21:00 Uhr
  • 3
Irgendwie brauchen wir zwingend 2 Bundesverfassungsgesetze !!!
Das für die eigene Bevölkerung seit 70 Jahren Bewährte kann so bleiben, aber für die vielen Neubürger, die unsere Gesetze nur zu ihren Gunsten aushebeln, uns für unsere Humanität, Demokratie und Liberalität noch verspotten, sollte es ein "Gesondertes Gäste-Bundesverfassungsgesetz vom Bundesjustizministerium" geben, um Herr im eigenen Lande zu bleiben und sie mit ihren eigenen Scharia-Gesetzen zu bestrafen, um Ernst genommen zu werden und uns vor ihren antiquierten Scharia-Gesetzen zu bewahren !!!
  • 12.12.2017, 21:21 Uhr
  • 10
Das (aktuelle) Verhältnis der Nichtmuslimen zu Muslimen in Deutschland beträgt ungefähr 15:1. Das Drohpotential, Muslime könnten in absehbarer Zeit die Mehrheit bilden, ist demnach nicht allzu groß, oder doch
  • 12.12.2017, 23:02 Uhr
  • 3
... wie gesagt, in 10-15 Jahren bei Familiennachzug **
  • 12.12.2017, 23:31 Uhr
  • 5
Ob ich versuchen soll, das Rätsel mathematisch zu lösen? Heute jedenfalls nicht mehr
  • 12.12.2017, 23:56 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Deine im ersten Satz geäußerte Meinung bleibt dir unbenommen. Es wird niemand gezwungen, den Beitrag zu lesen, den es nicht interessiert - schreiben darf ich ihn trotzdem.

Der Rest deines Kommentars hat nichts mit dem Thema zu tun. Bitte beim Thema bleiben.
  • 13.12.2017, 08:16 Uhr
  • 2
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Da im westlichen Kulturkreis falsche bzw. unvollständige Vorstellungen über die Scharia üblich sind, kann ein wenig möglichst objektive Aufklärung wohl nicht schaden. Daher sind Andersgläubige oder Atheisten nicht die falschen Ansprechpartner. Wen es nicht interessiert, braucht es nicht zu lesen.
Meine persönlichen Überlegungen dazu habe ich im 2. Teil dargelegt.
Mit hiesigen Gesetzen hat die Scharia nichts zu tun, denn sie gilt bei uns nicht. Wenn du entsprechende Vergleiche ziehen willst, kannst du das in einem eigenen Beitrag tun - hier nicht. Ich bitte dich nochmals, dich an die Themenvorgabe zu halten.
  • 13.12.2017, 10:59 Uhr
  • 2
Auf den 2. Teil der Scharia-Gesetze bin ich schon neugierig. Auf mich wirkt das wirklich wie allertiefstes Mittelalter bis zurückgehend auf die Neander-
taler, sorry Assya, aber ich bin Dir dankbar für diese Informationen, man will ja nicht dumm sterben. Nun habe ich mal einen Einblick bekommen **
  • 13.12.2017, 11:18 Uhr
  • 4
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Danke für die Vorab-Info. Aber in einem eigenen Gruppen-Thread hätten alle hier in unserer Gruppe die Möglichkeit, sich näher mit der Thematik mal zu befassen, liebe Assya **
  • 13.12.2017, 11:54 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer
Den Gruppenthread gibt es schon in der Gruppe.
  • 13.12.2017, 12:00 Uhr
  • 2
Ja, den 1. Teil - so würde ich auch den 2. Teil einspeisen, o.k. ???
  • 13.12.2017, 12:02 Uhr
  • 1
Nein, dort sind Links zu beiden Beiträgen.
  • 13.12.2017, 12:02 Uhr
  • 2
Links gehen leider oftmals unter, sorry **
  • 13.12.2017, 12:02 Uhr
  • 1
Assya - Du solltest lieber Deine ganze Kraft Deinen Glaubensbrüdern- und Schwestern widmen, als uns Christen den Koran zu erklären zu versuchen. Sag einigen von Deinen Brüdern- und Schwestern sie sollen endlich aufhören im Namen Allahs unschuldige Menschen umzubringen.
Das wäre ein guter Beitrag zum friedlichen Zusammenleben.
Du forderst hier freie Diskkussion und in manchen muslemischen Ländern wird Dir dafür Gotteslästerung vorgeworfen.
  • 13.12.2017, 15:50 Uhr
  • 3
wize.life-Nutzer
Die Formulierung <uns Christen> kann wohl nicht für alle Nichtmuslime gelten. Es gibt hierzulande schließlich viele Atheisten und Agnostiker. Und auch für dich gilt, was ich schon weiter oben geschrieben habe: Hier wird niemand gewzungen, etwas zu lesen, was ihn/sie nicht interessiert.
Im Übrigen bin ich großjährig, meine Eltern sind schon lang verstorben, und ich benötige keinen Vormund, der mir sagt, was ich tun oder lassen 'sollte'. Ich mache dir auch keine Vorschriften.
  • 13.12.2017, 16:50 Uhr
  • 3
wize.life-Nutzer
Den ursprünglichen Gruppenbeitrag habe ich nunmehr gelöscht und einen neuen Beitrag eingestellt. Der Einleitungstext enthält den Link zum 1. Teil, mein Kommentar dazu den Link zum 2. Teil.
  • 13.12.2017, 17:02 Uhr
  • 2
Irgendwann wird man den Islam tatsächlich an seinen Taten messen müssen und nicht mehr an dem, was uns verträumte Pazifisten über ihn erzählen !!! Die Religionen sind nicht aggressiv, die extremistischen Auslegungen sind es !!! Ich wünsche mir, dass es in "unserem" Land ewig friedlich bleibt und frei von Unterwanderung durch dieses Krebsgeschwür IS, wo leider auch viele unschuldige Muslime drunter leiden, uns aber wenig beistehen und sich wenig davon distanzieren !!!

Vom Zentralrat der Muslime erwarte ich auch mehr !!! Schwaches Bild,
uns damit allein zu lassen. Ab und zu gibt es zwar Lippenbekenntnisse, aber sie sind äußerst rar **
  • 13.12.2017, 20:46 Uhr
  • 5
Der Staat hat das Recht und die Pflicht, seine Bürger vor Radikalisierungen potentiell gefährlicher Ideologien aller Art zu schützen. Das gilt auch für den Islamismus. Das österreichische Islamgesetz 2015 liefert dafür einige gute Handhabe.
  • 13.12.2017, 21:42 Uhr
  • 3
Wie Ihr Österreicher so auch meine Wahlheimat NL geht ganz
unbelastet mit dem Thema um, was wir leider aufgrund unserer unrühmlichen Geschichtsvergangenheit nicht können **
  • 13.12.2017, 22:31 Uhr
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An dieser unrühmlichen Vergangenheit hat Österreich leider auch einen erklecklichen Anteil ...
Der Grund, weshalb wir anders mit dem Thema umgehen, geht schon auf Kaisers Zeiten zurück, als Bosnien und damit Muslime zu Österreich gehörten. Das frühere Islamgesetz stammte schon aus 1912, der Islam ist hierzulande also schon mehr als 100 Jahre lang als Religionsgemeinschaft anerkannt. Mit der IGGiÖ, einer Körperschaft öffentlichen Rechts, haben die Muslime eine zentrale Vertretung. Der Staat muss sich also nicht mit einer Vielzahl von Gruppen und Grüppchen herumschlagen, von denen jede auf ihren eigenen Schrebergarten achtet und die dazu vielleicht noch vom Ausland gelenkt werden.
  • 13.12.2017, 22:42 Uhr
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Im Grunde haben wir seit "Gastarbeiters-Zeiten" ja auch Multi-Kulti-Gesellschaften im Lande und es ging erträglich zu. Durch den IS hat
sich leider alles hässlich entwickelt **
  • 13.12.2017, 22:45 Uhr
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Multi-Kulti haben wir in unserem kleinen Land schon lang. Bei uns leben über 20 gesetzlich anerkannte Minderheiten. Die größten Gruppen sind die Slowenen in Kärnten sowie die Ungarn und Kroaten im Burgenland, erkennbar an zweisprachigen Ortstafeln. Hinzu kamen dann die Gastarbeiter in den 1960ern.
In den 1970ern, nach dem Sechs-Tage-Krieg, kam es infolge der Besetzung Palästinas durch Isreal zu etlichen politisch motivierten Terroranschlägen, darunter auch 1975 gegen die OPEC in Wien.
Den angeblich religiös motivierten Terror gibt es seit dem Auftreten der Al Qaida Anfang der 1990er Jahre. DAESH - das arabische Kürzel für ISIS - hat seine Wurzeln in der Al Qaida.
  • 13.12.2017, 23:00 Uhr
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Assya, toll Dein Wissen um den historischen Background **
  • 14.12.2017, 16:04 Uhr
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Naja, ich lebe ja auch schon lang genug und habe vieles davon miterlebt bzw. persönlich verfolgt.
  • 14.12.2017, 16:53 Uhr
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.... und jetzt gehe bitte zum IS und erzähl denen, wie man sich im christlichen Europa benimmt!
  • 14.12.2017, 17:20 Uhr
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wize.life-Nutzer
Ich habe dir schon einmal gesagt, dass Europa nicht christlich ist und dass ich deine Ratschläge nicht brauche. Spar dir also in meinem Beitrag deine Totschlag-Kommentare - sie verfehlen ihr Ziel.
  • 14.12.2017, 17:27 Uhr
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Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Du weißt wohl, dass es nicht um den Sechs-Tage-Krieg ging, sondern darum, wie sich die hiesige Einstellung zum Islam seit den Gastarbeitern verschlechtert hat, die Angst vor der Scharia gewachsen ist und warum das so war. Ich bin jedenfalls alt genug, mich an die Ereignisse von 1967 zu erinnern. Und auch dir wird wohl nicht entgangen sein, dass das palästinensiche Westjordanland nach wie vor von Israel besetzt ist und dort, zum 50-Jahr-Jubiläum sozusagen, weitere jüdische Siedlungen bewilligt wurden. Auch der Gaza-Streifen war fast 40 Jahre lang unter israelischer Besetzung und wird noch immer von Israel blockiert.
  • 14.12.2017, 23:40 Uhr
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wize.life-Nutzer
<von der Besetzung Palästinas kein Wort ...>
'Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.'
Dieses Bild stammt aus deinem eigenen Link. (Bild 6 von 9). Es zeigt auf einen Blick, welche Gebiete nach dem Sechs-Tage-Krieg von Israel besetzt gehalten wurden.
http://www.wissen.de/nahostkonflikt-im-ueberblick
Liest du deine Links nicht, bevor du sie einstellst? Dann hättest du dir diese Blamage erspart.

Wie gesagt: Gehört aber nicht zum Thema!
  • 14.12.2017, 23:58 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
<wenn man insinuiert, daß Ägypten, Jordanien und Syrien zum Staatsgebiet des nicht existierenden Staates "Palästina" gehört!>
Das Bld zeigt, dass das Westjordanland und der Gazastreifen von Israel besetzt waren, was du weiter oben du bestritten hast.
Ich vermute, dass jeder außer dir weiß, dass es das GEBIET Palästina seit der Bibel gibt, der STAAT Palästina seit 1988 existiert, von 136 Staaten anerkannt ist und aus dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen besteht.
In meinem Kommentar an wize.life-Nutzer sprach ich nicht von einem STAAT.
Wegen wiederholter Themenverfehlung und Korinthenkackerei bis du raus.
  • 15.12.2017, 07:41 Uhr
  • 2
Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
wize.life-Nutzer
<Was bildet diese Muslema Assya sich eigentlich ein? Sie fühlt sich als die seelige Verbreiterin ihres Glaubens, hier im zivilisierten Europa ihre Glauben zu erkären, dass ist genauso unerwünscht wie die Klingelei an der Haustür von den Jehovas Zeugen. ...>
Was bildest du dir ein, mir vorschreiben zu wollen, was ich schreibe? Bist du größenwahnsinnig geworden? Du brauchst es nicht lesen, wenn es dich nicht interessiert, ebenso wie du Jehovas Zeugen von deiner Tür weisen kannst.
Mein Beitrag - mein Thema - meine Regeln.
Du bist draußen. Deine letzte Frechheit wird gelöscht - und du bist raus.
  • 15.12.2017, 11:06 Uhr
  • 1
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wize.life-Nutzer
Ich habe dich wohl zu früh freigelassen, wieder reitest du auf dem nicht zum Thema gehörigen Sechs-Tage-Krieg und dem 'Staat' Palästina herum, obwohl ich nicht geschrieben habe, dass ein 'Staat', sondern Palästina besetzt wurde, das zum Staat Jordanien gehörte. Hat Palästina damals nicht existiert? War es ein Loch in der Landschaft?
Deinen Rat, diese neuerliche Belästigung zu löschen und dich zu blockieren, befolge ich gern.
  • 15.12.2017, 18:36 Uhr
  • 2
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Ja, und? Ich schrieb NICHTS von einem Staat, den Israel 1967 besetzt hat.
Entweder schreibst du jetzt endlich etwas zum Thema des Beitrags, oder ich lösche wieder.
  • 20.12.2017, 19:27 Uhr
  • 0
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