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Anonyme Spender, Ehrenwort - Helmut Kohl täuschte 1999 die Öffentlichkeit!

Anonyme Spender, Ehrenwort - Helmut Kohl täuschte 1999 die Öffentlichkeit!

News Team
14.12.2017, 11:44 Uhr
Beitrag von News Team

Helmut Kohl hat ein großes Geheimnis mit ins Grab genommen: die Namen der anonymen Spender der CDU-Spendenaffäre. Jetzt berichtet ein Insider in einer ARD-Dokumentation des SWR und im SPIEGEL, Helmut Kohl habe bereits seit den 70er Jahren von einem System geheimer Kassen profitiert; sein Ehrenwort, die Namen der Spender nicht zu nennen, sei "absolut unglaubwürdig" gewesen. Demnach hat Helmut Kohl die Öffentlichkeit während der Spendenaffäre getäuscht.

Vor zwei Jahren sorgte Wolfgang Schäuble in einer ARD-Dokumentation des SWR bereits mit einer Behauptung zu Helmut Kohls Spendenaffäre für Aufsehen. "Es gibt keine anonymen Spender. Es gab aus der Zeit von Flick schwarze Kassen." In einer groß angelegten, gemeinsamen Recherche dokumentieren SWR und SPIEGEL nun Details des Systems geheimer Kassen, von dem Helmut Kohl seit seiner Wahl zum Parteivorsitzenden 1973 profitierte. Rüdiger May, der von 1979 bis 1989 Hauptabteilungsleiter Organisation der Bundes-CDU war: "Ganz klar, das System war ihm bekannt."

System geheimer Kassen

Sogar nach der Flick-Affäre in den 80er Jahren, als Zahlungen des Flick-Konzerns auch an Helmut Kohl bekannt wurden, haben Kohls Mitarbeiter im Konrad-Adenauer-Haus das System geheimer Kassen weiterbetrieben - zum Vorteil des CDU-Vorsitzenden. Denn Helmut Kohl hat, nach Auskunft von Rüdiger May, das offizielle Partei-Budget oft überzogen und war auf inoffizielle Geldquellen angewiesen. So berichtet May, Helmut Kohl habe seine Parteifreunde 1987 wegen zu hoher Ausgaben beschwichtigt: "Macht euch keine Sorgen, das hat die Partei nicht bezahlt, das habe ich anders gelöst." Die entsprechenden Rechnungen seien von Horst Weyrauch, dem Wirtschaftsprüfer der CDU, von geheimen Konten bezahlt worden.

Doch als Helmut Kohl im Winter 1999 im Mittelpunkt der CDU-Spendenaffäre stand, hat er das System der geheimen Kassen nicht erwähnt - zu gefährlich wäre eine Offenlegung für die CDU und ihn selbst geworden. Helmut Kohl gab ausschließlich zu, "zwischen 1993 und 1998" Spenden an der offiziellen Parteikasse vorbei angenommen zu haben. Den Spendern habe er sein Ehrenwort gegeben, ihre Namen nicht zu nennen. Offenkundig ein großes Ablenkungsmanöver. Rüdiger May: "Die ganze Konstruktion mit dem Ehrenwort ist absolut unglaubwürdig."

Die 75-minütige SWR-Dokumentation "Bimbes - Die schwarzen Kassen des Helmut Kohl" von Stephan Lamby und Egmont R. Koch zeigt Phoenix am Donnerstag, 7. Dezember, 20:15 Uhr. Der SPIEGEL berichtet über das Thema ausführlich in seiner aktuellen Ausgabe.

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8 Kommentare

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...und was ist mit den "Lobbyisten"? Die haben doch garantiert auch ihre Geldkoffer dabei. Da kann man auch nicht drauf verzichten.
  • 21.12.2017, 17:15 Uhr
  • 0
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Das war mit der "geistig-moralischen Wende" gemeint, von der dieser Mann immer gefaselt hat. Die Kohl´sche "Bimbes-Republik".
Aber läuft das heute so viel anders ?
Wie konnte ein Mann wie Schäuble, der einen vollen Geldkoffer "vergaß", den ihm ein Waffenhändler übergab, in diesem Land bis vor kurzem Finanzminister sein und aktuell Bundestagspräsident, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden ?
Bei Umfragen gehörte er immer zu den beliebtesten Politikern der Deutschen ...
  • 16.12.2017, 14:08 Uhr
  • 0
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Wer steuert(e) dieses Land ...Chenon Kohn und seine (zieh)Tochter.
Und wer steuert Spendengelder bei, fragt mal bei den Bilderbergern nach, oder beim CIA.
  • 14.12.2017, 22:08 Uhr
  • 1
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In dem TV-Film "Bimbes" wurde es doch Jedermann gezeigt, was Helmut Kohl von den Menschen hielt: "NICHTS" aber das selbe Spiel geht doch weiter. Wo fließen diese Gelder denn hin? Schließlich und endlich kann es sich ja nicht in Luft auflösen oder? Es gibt kaum etwas verlogeneres wie die "christliche" CDU/CSU deren Landschaftspflege anscheinend nicht so gut war, sonst hätte man die letzte Wahl nicht in Pausch und Bogen verloren. Wählt sie weiter, diese verlogene Package.
  • 14.12.2017, 20:14 Uhr
  • 7
Schlimm ist auch, daß die Partei gekuscht hat und nicht laut und deutlich den Kanzler "Bimbes" rausgeschmissen hat.
  • 15.12.2017, 10:55 Uhr
  • 1
Nicht nur das Riese, es gibt auch ein schräges Licht auf unseren Bundestagspräsidenten, der anscheinend mehr wußte, als er es zuzugeben bereit ist. Die ganze alte Garde sollte schnellstens abtreten, sie steht immer im Verdacht das ganze Spiel mitgemacht zu haben. Die Glaubwürdigkeit ist dahin. Desweiteren habe ich mit meiner Bannmeile für Lobbyisten doch recht und die Strafen für Schmiergelder müssen erhöht werden.
  • 15.12.2017, 11:34 Uhr
  • 3
Wenn ein Bürger "Mist" baut, dann wird er kraft Gesetzes bestraft. Die Bundestagsabgeordneten, die sehr sehr Nahe bei den Lobbyisten ein und ausgehen und mit deren Meinung unsere Gesetze schreiben, bleiben straffrei. Das darf nicht sein und muß ebenfalls streng erurteilt werden.
Das gilt auch für Schmiergelder!
  • 15.12.2017, 13:33 Uhr
  • 3
Lieber Riese.
so sollte es sein, nur ist das so? Solange wir solche Parteien, die im Bimbes-Club anhängen, immer noch wählen, dann wollen wir beschissen, betrogen und belogen werden oder?
  • 16.12.2017, 16:11 Uhr
  • 1
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