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Heimat und Leitkultur

Heimat und Leitkultur

23.12.2017, 15:15 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

... und ist das Grundgesetz unsere „Deutsche Leitkultur“?

In einem Gastbeitrag für den Spiegel, den Sigmar Gabriel (SPD) mit dem Titel „Sehnsucht nach Heimat“ überschrieben hat, widmete sich der derzeitige geschäftsführende Außenminister und ehemalige SPD-Parteivorsitzende bewusst nicht der Frage, ob die SPD in eine Große Koalition eintreten sollte oder nicht, stattdessen machte er darauf aufmerksam, dass es ihm um viel grundsätzlichere Fragen gehe, nämlich auch darum, wie die Sozialdemokratie mit dem fundamentalen Begriff "Heimat und Leitkultur" umgehen müssten.

Kulturelle Identität, Heimat, Leitkultur – auch diese Themen müsse die SPD diskutieren, um ihre Niederlage aufzuarbeiten, sagt auch Wolfgang Thierse und der frühere Bundestagspräsident wendet sich damit gegen eine prominente Parteigenossin.

Der SPD-Politiker beklagte, dass viele seiner Parteimitglieder Schwierigkeiten mit Begriffen wie Heimat oder Leitkultur hätten: „Eine notwendige Debatte wird mit dem Hinweis abgewürgt, das Grundgesetz sei die Leitkultur. Doch dieser Satz reicht nicht“, so Thierse.

Deutschland bestehe nicht nur aus dem Grundgesetz, sondern auch aus alltagskulturellen und geschichtlichen Prägungen. „Diese Prägungen sind wichtig für unser aller Zusammenleben. So wichtig, dass Sozialdemokarten und Linke sie ernst nehmen sollten, anstatt sich reflexhastig in missliebige Begrifflichkeiten zu verbeißen", forderte Thierse.

Ist die Leitkultur das Grundgesetz?

SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles lässt offen, wie die künftige Regierung aussehen könnte und sagte, dass sie mit dem Begriff Leitkultur nichts anfangen könne.

Ich meine:

Sigmar Gabriels Anstoß hat mit seinen Debattenbeiträgen zu „Heimat“ und „Leitkultur“ vielleicht den falschen Zeitpunkt gewählt, trotzdem lohnt es sich, Sigmar Gabriel Gehör zu schenken.

Auch wenn manche ökonomischen Argumente mehr auf einen öffnenden Völker-Verbund und damit auf „Europa“ hinweisen, sprechen die Gefühle der Betroffenen deutlich eine andere Sprache – und was lernen wir daraus?

Wer zu euphorisch die Begriffe Heimat und Europa gegeneinander ausspielt, hat verloren!

Und denken wir daran, dass das Weihnachtsfest, das seinen Ursprung in der arabischen Wüste hat, zu einem wichtigen Bestandteil unserer europäischen "Leitkultur" wurde.

14 Kommentare

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Wer hat das Wort Leitkultur geprägt? Heimat und Kultur. Jedes Volk hat seine Heimat und Kultur.
  • 26.12.2017, 07:37 Uhr
  • 0
Und ein altes Sprichwort sagt: " Wes Brot ich ess, des Lied ich sing"!
  • 26.12.2017, 08:05 Uhr
  • 0
Dann ist es gut, wenn man weis, wer man ist.
  • 26.12.2017, 08:26 Uhr
  • 1
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Siegmar Seehofer und Horst Gabriel werden das mit "Heimat und Leitkultur" schon hinkriegen. Beide spielen eine zunehmend kleinere Rolle. Gabriel, weil er die SPD "durcheinanderwürfelt" und Seehofer, weil er die CSU über lange Monate etwas orientierungslos gemacht hat. Beide sind "Experten" in excellenter Poilitik-Theorie, was aber die Wähler nicht sonderlich beeindruckt. "Wait and see" sagt der Schwabe.
  • 24.12.2017, 23:55 Uhr
  • 2
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"Schweinchen Schlau" Sigmar entblödet sich nicht, sich schon wieder den "Rechten" anzubiedern und in deren dumpfdeutschen trüben Gewässern den einen oder anderen "Heimatsuchenden" zu fischen, bevor die SPD unter die 5% Hürde rutscht.
Zur heutigen Situation der SPD hat er nicht unwesentlich beigetragen, ist er doch ein "Ziehsohn" von "SPD-Spalter Schröder, der mit der Einführung von Hartz 4 die eigenen Leute über den Löffel balbiert hat und damit die SPD halbierte, also der CDU in die Hände spielte.
Ich bezeichne Schröder deshalb auch als "erfolgreichsten CDU Kanzler aller Zeiten", und Sigmar hat bis heute erfolgreich den Erneuerungsprozess der SPD hinter- und seine eigene Karriere be-trieben.
Muss man sich jetzt auch noch in die verlogene Debatte um die deutsche Leit -Kultur, die für mich eher eine "Leid -Kultur" und im günstigsten Falle eine "Light- Kultur" ist, einschalten.
Die unsäglichen Fernseh-Sendungen vom "Blauen Bock" bis zum "Musikanten-Stadl" haben uns vorgeführt, was da unter deutscher Volksmusik und Lei(d) Kultur zu verstehen ist, nämlich der programmierte Schunkel-Schwachsinn aus der Konserve, der mit echter Volksmusik nicht die Bohne zu tun hat, und gezeigt werden immer begeistert schunkelnde Omas und Opas, naja, das Altenheim hatte Ausgang !
Der ganze musikgewordene Schwachsinn vom "Holzmichel" bis zum "Jodl-Franz, der zum Kirmestanz" geht, man verschone uns damit.
Die positive Volksmusik meiner Generation waren Elvis, die Beatles und die Stones, und sind es bis heute geblieben.
Eine Bluegrass-Musik, Folk, Rock und Blues, oder auch Bossa Nova, das alles ist im guten Sinne Leitkultur, und da haben sich die Generationen nach dem Krieg der musikbegeisterten Deutschen an ausländischen Vorbildern orientiert und die miefige deutschtümelnde Leitkultur z. B. des deutschen Schlagers mit "Weltmusik" angelsächsicher und afroamerikanischer Machart durchlüftet.
Weltniveau hat die deutsche Musik nur im klassischen Bereich erreicht.

Der lebende Untote de Maiziere, wenn ich die Lebendigkeit seiner Mimik betrachte, wollte uns Erwachsene auf "Kindergarten-Niveau" über deutsche Leitkultur belehren.

1. "Wir sind nicht Burka!"
Wie schade, dann brauchte ich wenigstens seinen "Anblick" nicht zu ertragen !
Es wäre schon toll, wenn wir und auf unser Grundgesetz als positive Leitlinie einigen können und sie gegen die Angriffe der "ewig Gestrigen" verteidigen könnten, die sie am liebsten abschaffen würden, z. B. die Religionsfreiheit oder das Asylrecht etc. etc.

Es wäre eine tolle Lachnummer, wenn die AfD demnächst ihre Parteiversammlungen anstimmten mit: "Lebt denn der alte Holzmichel noch..."
Über viele Einlassungen der AfD sollte man besser schallend lachen,
wenn es nicht so ernst wäre...
  • 24.12.2017, 20:20 Uhr
  • 0
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Komisch, nachdem noch vor kurzer
Zeit die Begriffe "Heimat" und "Leitkultur" den etablierten Parteien suspekt waren, weil sich die AfD nicht scheute, sich ihrer zu bedienen, weist Gabriel plötzlich auf sie hin.
Als wollte er der neuen ungeliebten Partei wieder ein paar Wähler abjagen.
Das erinnert mich an einen Hundehalter, der seinem Hund ein Würstchen hinhält, damit dieser hochspringt und es schnappt.

Alle lernen nun von der Partei, die ihnen ihre treuen aber enttäuschten Wähler weggeschnappt hat. Was für intelligente Leute doch in dieser so geschmähten Partei sein müssen!
  • 23.12.2017, 21:07 Uhr
  • 5
Ich dachte wize.life-Nutzer die etablierten Parteien wissen nicht was Heimat ist das haben sie ja bewiesen Promt kommt die AfD die für Heimat und gegen Rundfunkgebühren sind meinen sie wie SPD sie hätten die Heimat wieder entdeckt was für ein Trugbild .Die meinen wohl wir Fallen wieder darauf rein.Ach ,die Welt ist so geräumig und der Kopf ist so beschänkt. Mehr möchte ich vor Weihnachten nicht darauf sagen .Wünsche euch allen ein Frohes Weihnachtsfest. Peter
  • 23.12.2017, 23:09 Uhr
  • 3
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Wenn ihm plötzlich das Thema Heimat umtreibt stellt sich mir die Frage, warum er mit der Politik, wie sie die SPD betrieben hat und weiter treiben möchte den Deutschen das Leben in ihrer Heimat so schwer macht. Da er das unterlässt halte ich ihn für einen erbärmlichen Dummschwätzer.
  • 23.12.2017, 16:59 Uhr
  • 5
Ich will mit meinem Themenbericht keine „Grundsatzdebatte“ über die SPD anzetteln, sonder primär die Frage in den Raum stellen, ob das Grundgesetz die „Deutsche Leitkultur“ ersetzt.

Ich meine, auch wenn sich das Grundgesetz verbindlicher liest als jeder denkbare Begriff einer „Leitkultur“ und eine Hierarchie der Menschen ausschließt (da vor dem Grundgesetz alle Menschen gleich sind – in einer Leitkultur nicht unbedingt), muss der Begriff „Heimat und Leitkultur“ für Deutschland präzisiert werde, denn er kann nicht sein, dass der Islam mit seiner teilweise rechtwidrigen „östlichen Leitkultur“ Deutschland mehr und mehr „überschwemmt“!

Und wenn, wie aktuell in Lüneburg sich eine Muslime darüber beschwert, dass an einer Schule im Fach Musik Weihnachtslieder gesungen werden, ist so eine Beschwerde schon allerhand und der Gipfel, dass man ihr auch noch recht gegeben hat.

Nur weiter mit solchen Entscheidungen und bei der nächsten Wahl ist die AfD die stärkte Partei!
  • 24.12.2017, 08:11 Uhr
  • 4
Ja, ja, eine Muslima hat sich beschwert, dass muslimische Kinder im Musikunterricht Lieder singen müssen, in denen es von Engeln, Nikoläusen und Christkindern nur so wimmelt, und schon geht dieses christliche Abendland unter.

Ja, ja, "der Islam" "überschwemmt" Deutschland "mehr und mehr" mit "seiner teilweise rechtswidrigen östlichen Leitkultur."

Üblere anti-islamische Propaganda hätte auch ein AfD Politiker nicht ablassen können.

Ja, ja, die AfD und Konsorten überschwemmen uns mehr und mehr mit einer rechtsextremen, rassistischen und fremdenfeindlichen anti-islamischen Leitkultur, und dieser Hetze muss man positiv entgegentreten.

Die christliche Botschaft kann man in der Bibel nachlesen.
Ein Zimmermann und seine hochschwangere Frau suchten ein Quartier und wurden von allen abgewiesen.

Die Fremden wie Gäste aufzunehmen und nicht abzuweisen, wer diese christliche Botschaft nicht verstehen will, der sollte den Begriff christliches Abendland nicht in den Mund nehmen.
  • 24.12.2017, 20:45 Uhr
  • 1
Dieser Kommentar zeigt erneut, dass Deutschland auf dem Weg ist, sich in einen „Glaubensstreit“ hinein zu manövrieren, wenn die Politik hier nicht konkret einschreitet und auf unsere deutschen Werte und Grundordnung mit Nachdruck hinweist, denn durch eine falsch verstandene Toleranz gegenüber der sich abzeichnenden Entwicklung wird Deutschland immer stärker „islamisiert“.

Zu dieser Gemengelage passt auch ein altes Kirchenlied:

„Wach auf, wach auf, du Deutsches Land, du hast genug geschlafen“ –
und es stammt nicht aus der Vergangenheit des 3. Reiches!

Liebe „deutsche“ Politiker, etwas mehr „Nachdenklichkeit“ für Deutschland ist angebracht und deshalb sollte man über das, was Herr Gabriel angeregt hat, einmal vertieft nachdenken.
  • 25.12.2017, 08:35 Uhr
  • 2
O.K.,

das von Ihnen zitierte Lied stammt aus der Lutherzeit.

Luther hat sich ja zur Genüge islamfeindlich und vor allem auch judenfeindlich geäußert, da brauchen wir ja keine Nazis zu zitieren, das reicht auch so :

"Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind.
Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen...., Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken,... unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (...) ihre Häuser desgleichen zerbrechen
und zerstören.
Martin Luther: Von den Juden ihren Lügen, Tomos 8, S. 88 ff.

Weitere Hasssprüche Luthers gegen die Juden, den Islam, die Frauen, den Pöbel und die Bauern:

https://manglaubtesnicht.wordpress.c...ache-leute/

Man sollte sich in der Angelegenheit einfach an unser Grundgesetz halten, dass wir hier Religionsfreiheit haben, d.h. kein Muslim gezwungen werden kann, Lieder mit christlichem Inhalt zu singen.
Ein bisschen weniger kulturkämpferische Aufgeregtheit würde einem älteren Herrn wie ihnen besser zu Gesicht stehen als Öl ins Feuer zu gießen.
  • 25.12.2017, 14:54 Uhr
  • 0
Zu Ihren etwas weit hergeholten polemischen Ausführungen und der abschließenden vorwurfvollen Wertung

„Ein bisschen weniger kulturkämpferische Aufgeregtheit würde einem älteren Herrn wie ihnen besser zu Gesicht stehen als Öl ins Feuer zu gießen“

und zum Thema „Integration“ schlechthin meine ich als ein mit einiger Lebenserfahrung ausgestatteter „älterer“ Herr folgendes:

Das ist alles dummes Gerede!

Ein redliches und faires Nebeneinander wäre schon ein Erfolg und gut, denn der Islam mit seiner Scharia lässt sich in unserem christlich geprägten Abendland nicht integrieren und steht auch in einigen Punkten konträr zu unserem Grundgesetz – und die sich zunehmend bildenden Parallelgesellschaften in den Städten spalten die Deutsche Gesellschaft!


Damit beende ich hiermit den nutzlosen Disput mit Ihnen!
  • 26.12.2017, 07:55 Uhr
  • 1
Was für Sie "alles dummes Gerede" ist, halte ich für die einzige Chance, friedlich in diesem Land miteinander oder meinetwegen nebeneinander zu leben, d.h. dem jeweils anderen Menschenwürde und Respekt zu lassen, und nicht eine "Kreuzzugs-Rhetorik" mit solchen Vokabeln wie "Überschwemmung" und "Islamisierung" abzuziehen.
Durch diese Rhetorik fühlen sich dann "tumbere Tatmenschen" aufgefordert, Flüchtlingsheime anzustecken und Menschen zu jagen.
Sie beschwören zwar immer unser "christliches Abendland", die christliche Kernbotschaft der Nächstenliebe scheint aber an Ihnen vorbeigegangen zu sein.
  • 26.12.2017, 13:05 Uhr
  • 1
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