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Merkel nennt in Neujahrsansprache auch die Probleme und verspricht starken S ...

Merkel nennt in Neujahrsansprache auch die Probleme und verspricht starken Staat

News Team
31.12.2017, 11:30 Uhr
Beitrag von News Team

Kanzlerin Angela Merkel wird in ihrer traditionellen Neujahrsansprache ein Bild Deutschlands zeichnen. Neben den Vorzügen erwähnt sie dabei auch die Sorgen und Ängste der Menschen - etwa vor zu viel Gewalt, Kriminalität und der Verödung ganzer Landstriche.

Um die Herausforderungen bewältigen zu können, plädiert Merkel nicht zuletzt für einen starken Staat.

Der im Vorfeld veröffentlichte Wortlaut der Neujahrsansprache:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich grüße Sie herzlich. Ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen auch an diesem Silvestertag einige Gedanken zu sagen, die mich an der Schwelle zum neuen Jahr bewegen.

Aus zahlreichen Gesprächen und Begegnungen in diesem Jahr weiß ich, dass sich viele von Ihnen Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland machen. Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht.

Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land, in dem die Werte unseres Grundgesetzes gelebt werden. Ein Land, das stark und wirtschaftlich erfolgreich ist. In dem noch nie so viele Menschen Arbeit hatten wie heute. Ein Land mit einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft, mit einem starken Zusammenhalt, in dem sich tagtäglich Millionen Menschen ehrenamtlich für andere engagieren, zum Beispiel im Sport, für Kranke und Schwache oder auch in der Flüchtlingshilfe.

Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben. Die nicht mit dem Tempo unserer Zeit mitkommen. Die sehen, dass es ihre Kinder in die Großstädte zieht und sie allein bleiben, in Gebieten, in denen vom Einkauf bis zum Arztbesuch der Alltag immer schwieriger wird. Die sich sorgen, dass es zu viel Kriminalität und Gewalt gibt. Die sich fragen, wie wir die Zuwanderung in unser Land ordnen und steuern können.

Beides sind Realitäten in unserem Land: der Erfolg und die Zuversicht, aber auch die Ängste und die Zweifel. Für mich ist beides Ansporn. Denn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben uns Politikern den Auftrag gegeben, uns um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und da bei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Auge zu haben. Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet - auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.

Denn die Welt wartet nicht auf uns. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es Deutschland auch in 10, 15 Jahren gut geht. Und wirklich gut geht es Deutschland, wenn der Erfolg allen Menschen dient und unser Leben verbessert und bereichert. Dabei kann der Leitgedanke der Sozialen Marktwirtschaft, dass wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten einer Medaille sind, auch in der Zeit des digitalen Fortschritts unser Kompass sein.

Das bedeutet zum einen:

Bestehende Arbeitsplätze zu sichern wie auch ganz neue Jobs für die Zukunft zu schaffen.

Die Unternehmen noch mehr bei Forschung und Entwicklung in innovative Technologien zu unterstützen.

Den Staat zum digitalen Vorreiter zu machen

Und vor allem uns und unsere Kinder mit bester Bildung und Weiterbildung auf den digitalen Fortschritt vorzubereiten.

Und das heißt zum anderen:

Die Familien in den Mittelpunkt zu stellen, sie finanziell zu entlasten, damit sie Familienleben und Beruf noch besser vereinbaren können,

Eine gute und würdevolle Pflege zu ermöglichen, in dem wir die Pflegeberufe stärken und die Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, noch besser unterstützen,

Und - nicht zuletzt - für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen unseres Landes zu sorgen - ganz gleich ob in der Stadt oder auf dem Land.

Und wir werden noch mehr in einen starken Staat investieren müssen, der die Regeln unseres Zusammenlebens verteidigt und für Ihre Sicherheit - für unser aller Sicherheit - sorgt.

Ich danke deshalb an dieser Stelle ganz besonders den Polizistinnen und Polizisten, die auch heute Abend für uns da sind und zum Beispiel die vielen Silvesterfeiern im Land schützen, wie auch den Soldatinnen und Soldaten, die hier zulande oder in den Auslandseinsätzen ihren Dienst für unser Land tun.

Die Zukunft Deutschlands ist bei all dem untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden. 27 Staaten in Europa müssen stärker denn je dazu bewogen werden, als eine Gemeinschaft zusammenzuhalten. Das wird die entscheidende Frage der nächsten Jahre sein.

Es wird darum gehen, ob wir Europäer in der globalen und digitalen Welt unsere Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach außen vertreten, ob wir so auch für ein wirtschaftlich erfolgreiches und gerechtes Europa arbeiten und konsequent für den Schutz unserer Außengrenzen wie auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintreten. Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa für die Zukunft fit zu machen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Ringen um richtige Antworten gehört zu einer lebendigen Demokratie. Wir sind - im besten Sinne - eine vielstimmige Gesellschaft. Zugleich einen uns die Werte unseres Grundgesetzes: also die Achtung vor der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen und seiner Freiheitsrechte. Dass wir uns wieder stärker bewusst werden, was uns im Innersten zusammenhält, dass wir wieder deutlicher das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dass wir uns bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, und zwar Achtung im umfassenden Sinne - aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen -, das sind meine Wünsche für das neue Jahr.


Und Ihnen und Ihren Familien wünsche ich Gesundheit, Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr 2018.

18 Kommentare

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Dieses Gelabere hätte sie sich sparen können. Da höre ich mir lieber meine Klospülung an.
  • 01.01.2018, 10:58 Uhr
  • 2
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Ah ja
  • 31.12.2017, 19:01 Uhr
  • 2
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Wunderbar.

Wir können unter der Kanzlerschaft von Angelika Merkel weiterhin die nächsten 4 Jahre unbesorgt in die Zukunft blicken.

Keiner Generation ging es besser als die welche heute leben.

Danke Frau Merkel und der gesamten Bundesregierung - auch nach der Zeit als die der geschäftsführenden Regierung.
  • 31.12.2017, 14:11 Uhr
  • 4
  • 31.12.2017, 19:08 Uhr
  • 1
Sollen sie doch - stört mich nicht im Geringsten...
  • 31.12.2017, 19:46 Uhr
  • 1
ich komme heute aus dem Lachen nicht mehr raus
  • 31.12.2017, 19:50 Uhr
  • 2
  • 31.12.2017, 19:54 Uhr
  • 2
Demokratie lebt von der Veränderung. Ohne Veränderungen auch keine Erneuerung. 12 Jahre Merkel reichen. Es ist genug. Bei Kohl wurde es auch höchste Zeit. Leider fehlt der SPD eine Kanzlerpersönlichkeit. Also wird uns Merkel weiter in den Abgrund regieren. Schade um unsere Demokratie.
  • 31.12.2017, 22:40 Uhr
  • 2
Fr. Merkel hat in den vergangenen Jahren Fehlentscheidungen getroffen, die aufgrund falscher Einschätzungen in der Flüchtlingfrage, sowie hinsichtlich der europäischen Solidarität getroffen wurden. Ebenso fehlt ihr die Vision für ein zukünftiges Deutschland und Europa. Sie verwaltet das Land nur seit 12 Jahren. Pläne/Ideen für die nächsten 20 Jahre? Ich kenne von ihr keine.
  • 31.12.2017, 22:55 Uhr
  • 5
Arbeitslose so wenig wie? Wir haben ca. 4,4 Millionen Hartz4 Empfänger und ca. 2,6 Millionen Arbeitslose. Das macht zusammen ca. 7 Millionen Menschen ohne Arbeit. Dann zu behaupten wir haben so wenig Arbeitslose wie nie ist ziemlich gewagt. Dieses als einen Abgrund zu bezeichnen ist nicht falsch. Wir brauchen mehr Arbeit für sozial schwache und wenig gebildete Menschen. Sie sollen so weit wie möglich in der Lage sein, sich selbst zu versorgen. Durch die ungeregelte Zuwanderung und mangelnde Solidarität in der EU entstehen zusätzliche soziale Probleme.
  • 31.12.2017, 23:37 Uhr
  • 2
Du siehst nur die Zahlen der Arbeitslosenstatistik. Die ist zwar im Moment besser als 2005. Die Hartz4-Empfänger sind weitgehend auch Arbeitslose die aber nicht i.d.offiziellen Statistik aufgeführt werden. Dann kommen aktuell auch noch die zugewanderten Flüchtlinge dazu. Somit verstehe ich dich immer noch nicht. Die anderen EU-Länder sollen nicht zahlen, sondern die Menschen aufnehmen. Anders läuft es nicht. Funktioniert das nicht, müssen die EU-Aussengrenzen eben dicht gemacht werden. Deutschland hat seinen Teil geleistet. Jede Gesellschaft kann nur eine bestimmte Anzahl von Fremden aufnehmen und integrieren .
  • 01.01.2018, 12:21 Uhr
  • 2
Elmar ...Ihre Busenfreundin Frau Merkel findet ganz einfach niemanden ...für eine Regierungsbeteiigung. Niemand will mit Merkel. Elmar ...bitte, übernehmen SIE !
  • 02.01.2018, 22:35 Uhr
  • 1
????
  • 03.01.2018, 10:52 Uhr
  • 0
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Wen interessiert denn noch dieses Blabla ? Für alle guten Vorhaben hätte sie 12 J. lang Zeit genug gehabt.
Ich würde mir diese Ansprache nur anschauen, wenn sie darin ihren Rücktritt ankündigen würde.
  • 31.12.2017, 13:42 Uhr
  • 6
Ah ja! Nicht wissen, aber darüber parlieren ..... coole Strategie!
  • 31.12.2017, 20:04 Uhr
  • 2
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Die Waffenindustrie boomt. Ihre Ausfuhr in Krisenstaaten zerstört die Kultur und Lebensgrundlage dieser Länder und schafft nicht endende Ströme von Flüchtlingen. Wirtschaft um jeden Preis?
  • 31.12.2017, 13:08 Uhr
  • 2
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Also noch mehr Stärke für die, die sich für den Staat halten, die oberen Zehntausend.
Gerade der letzte Satz ist voller Lügen.
Nur mal mit der Vergangenheit vergleichen.
  • 31.12.2017, 12:25 Uhr
  • 4
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