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Deutschland radikal - Hass und Hetze im Internet

24.01.2018, 10:16 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Gestern Mittag sendete Phoenix eine Dokumentation des ZDF vom 29.12.2017. Ja der Sendetermin war zugegebenermaßen etwas spät, aber wer will denn sowas im Abendprogramm sehen, zwischen all den Fake News und das noch von einem Sender der ja bekanntermaßen von den Geheimdiensten der USA gesteuert wird?
Ein paar Leser werden jetzt sicher denken: Ja genau so ist es.
Ich denke, Bullshit. Den öffentlich rechtlichen Journalisten glaube ich mehr als jedem Kriegsberichterstatter von CNN oder Al Jazeera. Aber das nur am Rande.

Wir alle sind Teil des Internets und einige benötigen dieses Medium beruflich, aber viele nutzen es eben auch nur um sich im geschützten Raum der Anonymität gleich Gesinnten anzuschließen und Verfassungsrechtlich verbotenes Gedankengut ungefiltert in die Weiten des Internets zu geben. Hier im scheinbar rechtsfreien Raum fühlen sich die radikalen Subjekte unserer Gesellschaft richtig wohl. Hier können sie ihr angeschlagenes Ego ausleben und sich mit ihres gleichen vereinen. Hier kann ohne Angst vor Repressalien der Staatsmacht und mit irrationaler und verblendeter Wahrnehmung die Ideologie des Hasses und der Hetze abgelassen werden. Dabei spielt es keine Rolle ob Linksradikale den Umsturz der Demokratie zu Gunsten einer Gesellschaftsform erwirken soll, die sie nicht mal selber beschreiben können, am nächsten kommt diesem Modell noch die Anarchie, oder Rechtsradikale offen ihr Bekenntnis zur Rückkehr zum Nationaldeutschen System mit einem Führer und all seiner Strukturen und Machtinstrumenten fordern.
Ganz abgesehen von radikalen Muslimischen Gruppen die vergessen haben, das Religion noch nie ein guter Ratgeber war und es keine Rolle spielt an was oder wen man glaubt, denn wir alle sind Menschen und keiner gleicher ist als der andere!
George Orwells Farm der Tiere lässt grüßen.

Hier kann jeder wie er will. Und es scheint keine Grenzen zu geben. Weil eben diese Grenzen auch nicht zu kontrollieren sind. Weder von einem Geheimdienst noch von "Internetwächtern". Wir erleben es jeden Tag live sozusagen. Wie bei Big Brother für alle sichtbar. Wie Fremdenfeindlichkeit, Hetze, Aufruf zur Gewalt und Verhöhnung von Minderheiten auf dieser Plattform scheinbar schon dazu gehört. Wie gutes Benehmen und Anstand, Höflichkeit, Nächstenliebe, Solidarität, Toleranz, alles Grundlagen unserer christlichen Gesellschaft mit Füßen getreten werden. Und wie natürlich alle ihre Standpunkte verteidigen. Wie nach Schuldigen und Henkern gesucht wird. Wie man sich gegenseitig zerfleischt un jeglicher Respekt und gesellschaftliche Umgangsformen einfach über Bord geworfen werden.

Schuld sind aber nicht wir. Nein - Schuld ist die Politik. Schuld sind die Parteien, Schuld ist mein Arbeitgeber, Schuld sind die Gewerkschaften und Schuld sind die Muslime, Schuld sind die ANDEREN. Nur eben niemals wir. Eigenverantwortung ist eine Eigenschaft die uns abhanden gekommen scheint. Wir schreien nach dem Staat, verurteilen die Mächtigen, die wir selber gewählt haben und glauben das wir, oder die anderen es besser können. Das unsere "Not" und unser "Elend" gelindert wird.
Dabei frage ich mich: Unter welcher Regierung ging es dem "Volk" denn so gut das es nicht zu leiden hatte? Welche Regierung hatte 100 % Zustimmung?

Die Schuld oder in diesem Fall die Opferrolle nehmen wir gerne an. Hier kann sich all der Hass und die Ungerechtigkeit die wir tagtäglich als solche empfinden entladen. Hier können wir "unsere Schuldigen" zur Rechenschaft ziehen, hier können wir sie verspotten, erniedrigen, verhöhnen, beschimpfen. Das tut der geschundenen von Sozialneid zerfressenen Seele gut. Hier hat die Selbstjustiz keinen Richter, hier findet sich zusammen was zusammen gehört um die eigene Probleme wichtiger erscheinen zu lassen wenn mehrere, die sich ohne Internet nicht finden würden, sich selbstbejammern und ihre glorreichen Ideen von neuer Gerechtigkeit und alter Stärke in einer eigenen Ideologie zusammen bringen.

Nur hier kann das so geschehen und nur über diese Plattformen können sich solche Organisationen und politische Strömungen bilden. Es lebe das Internet das mir die Freiheit gibt das zu sein was ich schon immer war. Entweder ein brauchbares Mitglied dieser Gesellschaft oder ein Arschloch.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdf...lt-102.html

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13 Kommentare

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In einem Punkt gebe ich dir Recht.Im Netzt pöbeln viele User herum,die im wirklichen Leben wohl nie den Mund aufmachen würden.Ich finde,jeder hat Die Formen des Umgangs einzuhalten die er auch so pflegen würde.Was ich total ablehne,ist die Maasregelung von Inhalten.Wer entscheidet was " Hetze " ist und was nicht?
  • 25.01.2018, 10:48 Uhr
Das entscheidet niemand sondern ist definiert.
  • 25.01.2018, 11:08 Uhr
Von wem? staatlich?das kommt wohl immer auf die Sicht der Dinge an.
  • 25.01.2018, 14:51 Uhr
  • 26.01.2018, 10:20 Uhr
Das ist eine Definition sicher.Aber wenn ein sagen wir mal konservativer Mensch die Wahrheit sagt,wird es ihm von dem eher links stehenden Als Hetze ausgelegt oder nicht?
  • 26.01.2018, 13:15 Uhr
Wir sprechen nicht über die Wahrheit. Welche Wahrheit meinst Du denn? Deine, meine, .........
  • 27.01.2018, 09:27 Uhr
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So muss es aber nicht sein! Es gibt auch im Internet genügend Menschen, die auf Ausgleich und Diskussion - auch wenn sie kontrovers ist - auf Augenhöhe und mit Respekt bedacht sind. Nur wird von den ewig Gestrigen Störenfrieden immer wieder versucht, diese niederzuknüppeln.
Darum: Ihr, die ihr eine friedliches Miteinander anstrebt: lasst euch nicht entmutigen. Im Prinzip können diese Schreihälse uns nichts tun - sie blamieren sich nur selbst, denn die meisten, die so etwas lesen, finden es höchst unangenehm.
  • 24.01.2018, 10:54 Uhr
  • 24.01.2018, 10:57 Uhr
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Die Opferrolle - manche hier scheinen sich genüsslich darin zu suhlen, sodass sie sich langsam schon zu einem gesellschaftlichen Trauma entwickelt. Dabei weiß man aus der Psychologie, dass der erste Schritt zur Bewältigung eines Traumas das Verlassen der Opferrolle ist.
  • 24.01.2018, 10:48 Uhr
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Dieser Beitrag enthält eine ganze Reihe guter und richtiger Gedanaken und Argumente. Jedoch möchte man dem Verfasser dringend nahelegen, ihn noch einmal gründlich sprachlch und inhaltlich zu überarbeiten. Es würde der Glaubwürdigkeit und der Ernsthaftigkeit des Textes bestimmt zugute kommen und somit seine Wirkung auf den Leser erhöhen.
  • 24.01.2018, 10:40 Uhr
Friedhelm das bin ich. Bei aller Kritik die sicher berechtigt ist. Ich bin ich und das sind meine Worte. Mögen sie den einen gefallen und den anderen nicht.
Danke für Deine konstruktive Kritik
  • 24.01.2018, 15:49 Uhr
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