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100.000 Pflegekräfte arbeiten nach Vorschrift

100.000 Pflegekräfte arbeiten nach Vorschrift

01.02.2018, 08:50 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Koalitionäre haben es in der Hand, ob 100.000 Pflegekräfte Ernst machen und nur noch nach Vorschrift arbeiten. Das bedeutet, dass alles, was bei geregelter Arbeit nicht erledigt werden kann, liegen bleibt. Geben wir ihnen eine Frist bis zur Regierungsbildung, ausreichendes Pflegepersonal per Gesetz zu genehmigen.

Die Genehmigung bedeutet, dass dieses Personal successive aufgebaut werden kann und nicht durch restriktive Personalschlüssel verhindert wird.

Als ersten Schritt plädiere ich für eine Personalausstattung auf der Grundlage des Pflegebedarfes, den ein Pflegebedürftiger bis 2016 vorweisen musste, um eine entsprechende Pflegestufe zu erhalten.

Das wären

in Pflegegrad 2 täglich 81 Minuten, = 0,319 Planstellen/PB
in Pflegegrad 3 täglich 120 Minuten, = 0,473 Planstellen/PB
in Pflegegrad 4 täglich 240 Minuten, = 0,948 Planstelle/PB
in Pflegegrad 5 täglich 289 Minuten = 1,138 Planstellen/PB

Wird diese Forderung nicht annähernd erfüllt, wird Dienst nach Gesetz gemacht. Dies soll in einer konzertierten Aktion im ganzen Bundesgebiet erfolgen. Wenn es mehr als 100.000 Pflegekräfte sind, ist es umso besser!

Wer beabsichtigt, sich an dieser Aktion zu beteiligen kann sich hier eintragen, diesen Beitrag weiter teilen.

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58 Kommentare

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eine bekannte von mir macht die ausbildung zur staatlich geprüften altenpflegerin.die ansprüche sind sehr hoch .aus diesem grund schon sind solche zahlen wie 100000 reine utopie.es ist eine sehr harte arbeit die eine starke psyche benötigt,also nicht für jedermann geeignet.
  • 01.02.2018, 16:48 Uhr
Nein, 100.000 Pflegekräfte in den Ausstand ist nur für jene eine Utopie, die nichts verändern wollen!
  • 01.02.2018, 20:15 Uhr
@Alexander,
es kommt nicht von ungefähr, daß viele, sehr viele ihre Ausbildung abbrechen ...
denn wer die verfahrene Situation in der Pflege ersteinmal mitbekommen hat, arbeiten an Sonn- und Feiertagen ... sehr oft 6-Tage Woche, Überstunden bis zum Abwinken, hohe Krankenquote ... "statt zu 4. seid ihr heute nur zu 2. auf dem Wohnbereich ... einen Stehlifter können wir uns nicht leisten, ist leider viel zu teuer, aber das schafft ihr doch mit Muskelkraft ...
und nach dem Examen gehts so richtig zur Sache ...
  • 02.02.2018, 16:18 Uhr
so ungefähr beschreibt die bekannte die situation auch,sie verdient zwar ganz gut,im gegensatz zu vielen anderen,meine damit stundenlohn,jedoch bei der schwere der arbeit immer noch zu wenig.von spätschicht in frühschicht etc.da sage ich,nein danke.es gubt andere berufe um geld zu verdienen.
  • 02.02.2018, 16:56 Uhr
Erfahrene, lang gediente Krankenschwester. 2011, Seniorenheim, 12,24 €/Std. Brutto!
ganz gut....
  • 04.02.2018, 18:50 Uhr
meine bekannte hat aktuell wesentlich mehr und wird nach ihrer ausbildung noch mehr erhalten.
  • 04.02.2018, 19:21 Uhr
wow ....
in der Ausbildung verdient deine Bekannte angeblich mehr als 2100.- € brutto?
hier nur der Tarif im ÖD:
" Schon im ersten Jahr erhältst du als angehender Krankenpfleger im öffentlichen Dienst ein Gehalt von 1010 Euro, im zweiten Jahr steht auch schon die erste Gehaltserhöhung an und du bekommst nun 1072 Euro. Im dritten Jahr werden dir sogar 1173 Euro monatlich auf dein Konto überwiesen – natürlich abzüglich der üblichen Steuer- und Versicherungsbeiträge"
Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/kra...ger/gehalt/
  • 05.02.2018, 03:50 Uhr
Kranken- und Altenpflege sind/waren zwei verschiedene Paar Schuhe. In der Krankenpflege ist mehr zu verdienen. Wie das heute mit der Zusammenlegung der Ausbildungszweige aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls steht die Entlohnung einer examinierten Kraft in keinem Verhältnis zur Arbeitsleitung und Verantwortung, die sie trägt. Es ist und bleibt lächerlich!
  • 05.02.2018, 09:29 Uhr
ich rede von altenpflege,gebe dir jedoch recht,für die verantwortung di die pfleger tragen verdienen si im gegensatz zu den göttern in weiß zu wenig.
  • 05.02.2018, 12:27 Uhr
Stations- und Assistenzärtze verdienen auch nicht so wahnsinnig viel. Chefärtze, ich weiß es nicht, kommt vermutl. darauf an. Auch bei niedergaelassenen Ärzten ist der Verdienst ausgesprochen unterschiedlich. Auch sie müssen Bereitschaftdienste machen, müssen sich mit ihren Urlauben gegenseitig absprechen, zumindest in ländlichen Gegenden. Lass sie getrost Millionär werden, ich neide es ihnen nicht.
Ich neide überhaupt niemandem sein Einkommen. Doch im Vergleich z.B. zu Bankangestellten, ist das Einkommen von Pflegekräften einfach nur besch...eiden.

Mich ärgert, dass man uns von Kleinan erklärt, es sei völlig normal 40 Std. in der Woche zu arbeiten und ein Einkommen von ca. 2.500 € im Monat sei schon 'ganz ordentlich'. Und das blöde Volk, also wir, glauben das.
Es ist eben nicht normal! Wenn ich mehr arbeiten kann und will, weil es mir Spaß macht, weil ich die kraft ahbe, will ich das tun, wenn ich es nicht kann oder will, will ich es auch anders tun können, ohne als unnormal zu gelten. Ich denke, Du verstehst, was ich meine.

Pflegekräfte müssen fürstlich entlohnt werden!
  • 05.02.2018, 12:46 Uhr
wow ... nur 40 Stunden pro Woche in der Pflege arbeiten, und dann 2500.- € netto verdienen ...
irgendwie mache ich da was falsch ...
  • 05.02.2018, 17:16 Uhr
sehr viele menschen in deutschland wären glücklich 2500.-€/monat zu haben.die meisten leben von 1500.-€ und erst recht die rentner die ein leben lang gearbeitet haben.natürlich sind 2500 wenig im gegensatz zum beamten der 4500.- hat und dies im mittleren justizdienst.
  • 05.02.2018, 17:48 Uhr
2.500 Euronen brutto. Sorry, ist mir abhanden gekommen.

Eben Alexander. Davon rede ich ja. Löhne und Gehälter werden klein gehalten, erzählt wird, dass das normal ist.
Ein Handwerksmeister verdient auch die Welt, wird froh wein, wenn er seine Mitarbeiter so entlohnen kann.
Es gab mal eine Zeit, da wa das auch alles noch ok.
Nur in den ca. letzten 20 Jahren hat ist eben alles aus dem Ruder gelaufen.
Eine Auflistung würde natürlich hier das Thema verlassen und den Rahmen sprengen. Nur als Stichwort: Liberalisierung! Das zu gunsten nach oben, nicht nach unten.
  • 06.02.2018, 09:09 Uhr
Nun, mir wurde noch kein Tariflohn genehmigt, dennoch liegen wir derzeit bereits bei € 2.580 mtl.. Das ist zwar immer noch unbefriedigend, aber mehr war noch nicht durchsetzbar.
  • 06.02.2018, 09:43 Uhr
Für eine Fachkraft? Immer noch mehr, als ich bekam. Andere zahlen deutlich schlechter.
Nun hast Du aber auch ein gutes Dienst(plan)konzept. Da kann sich sowieso jeder 'ne Scheibe abschneiden. Und: Dein Haus ist sehr übersichtlich. Es gibt also durchaus Kriterien, die das Gehalt ein Stück weit ausgleichen.
  • 06.02.2018, 18:30 Uhr
das mit dem gelungenen Dienstplankonzept ist in der Pflege auch so eine Sache.
Und das Konzept kommt da an die Grenze des Machbaren, wenn das PP krank wird oder Urlaub macht ...
  • 06.02.2018, 20:03 Uhr
Nun, Tommy, seit 25 Jahren hat es sich bewährt. Die Krankheitsquote liegt seit vielen Jahren bei 3 %, also weit unter dem Bundesdurchschnitt sämtlicher Arbeitnehmer. Welche Pflegeeinrichtung mit dem 3-Schicht-System kennst Du, die in der gleichen Liga spielt?
  • 06.02.2018, 22:07 Uhr
@Johannes,
meine Erfahrung was Pflegeeinrichtungen betrifft ist leider die, daß nirgends so gelogen wird, wie gerade im Pflegebereich,
Vor Vertragsabschluß hört sich alles fantastisch an ...
Beispiel: Einarbeitung von 4 Wochen ...
nachdem der Vertrag unterschrieben wurde, kam ans Licht, daß auf Grund der vielen Krankenscheine die Einarbeitung auf einen Tag reduziert wurde.
  • 06.02.2018, 22:49 Uhr
Das itt mir ähnlich geganen, Thommy. Dennoch bestätigen wie immer Ausnahmen die Regel.
Johannes hat sich keine Veranlassung, die Unwahrheit zu sagen. Ich glaube ihm. Er hat mir sein System mal erklärt. Ich denke schon, dass es gut funtkioniert. Die Arbeitstage sind zwar stundenmäßig länger, dafür 'kümmelt' sich dann aber die eigene Arbeit nicht derart. Ich kann mir vorstellen, dass vor allem auch für die Doku mehr Zeit da ist. Und dann gibt's ordentlich frei. Man kann dann auch richtig was damit anfangen, musst nicht bei größeren Projekten, z.B. Wohnung streichen alles in den Urlaub verlegen.
  • 08.02.2018, 14:58 Uhr
@Renate,
für die Doku zu schreiben reicht meistens ne halbe Stunde ... oder anders gesagt, wozu ist denn sonst die Pause da?
  • 08.02.2018, 16:14 Uhr
Tommy, Du bist ein Scherzkeks. Die Pause ist gewiss nicht für die Doku da! Pause ist keine Arbeitszeit.
  • 08.02.2018, 17:03 Uhr
@Johannes,
mir ist nicht zum scherzen zumute ...
natürlich ist die Pause nicht zum schreiben der Doku gedacht, aber als Alternative bleibt leider nur, daß man nach der Übergabe die Doku schreibt ... also in der Freizeit ...
  • 08.02.2018, 17:19 Uhr
nein, diese Alternative ist bei mir verboten! Die Dokumentation hat immer zeitnah zu erfolgen. Zeitnah ist bei uns unmittelbar nach der erbrachten Maßnahme.
  • 08.02.2018, 18:26 Uhr
" Die Dokumentation hat immer zeitnah zu erfolgen"
oh ... dann sage ich das das nächste mal zum HA, der gerade Visite machen will, daß ich keine Zeit habe, daß er sich etwa eine 1/2 Stunde gedulden muß, da ich noch die Visite des anderen HA und der Wundmanagerin dokumentieren muß ...
oh, shyse ... jetzt ist auch noch eine Bewohnerin gestürzt ... Vitalwerte messen ... kennst das ja ... Sturzprotokoll schreiben ... und in 15 Minuten erfolgt die Übergabe ...
  • 08.02.2018, 18:57 Uhr
Thommy, nun kenne ich das Haus von Johannes nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass aufgrund seiner Dienstpläne das im Großen und Ganzen funktioniert.
Ich kenne es auch nur so, dass es nicht funktioniert, weil...
Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her.
Du kannst Dich auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln, wenn die gesamte Organisation mau ist, mittelgroße Fluktuation herrscht usw. kriegst Du da nur ganz schwer 'ne Linie rein. Das kostet enorme Anstrengungen, vor allem wenn es Mitarbeiter gibt, die a entweder quer schießen oder b nix kapieren.
Wie war das Johannes? Deine Leute arbeiten soundsoviele Tage 10 Std. am Stück (mit Pause) und haben dann soundsoviele Tage frei. Das hat was. Wenn ich als Fachkraft z.B. Medikamente verteilen muss, mir noch sonstige Organisation im Nacken hängt und ich aber nach 7,5 Std. mit allem, inkl. Evaluation und Doku fertig sein muss, habe ich ein riesiges Problem. Wie oft gehst Du nach Hause und hast im Kopf noch eine Liste mit Dingen, die Du nicht geschafft hast. Kenn wir doch alle. So hast Du bei 10 Std. aber die Zeit, so gut wie alles, oder sogar tatsächlich alles zu schaffen und Du schläfst dann auch besser.
Was habe ich Mehrarbeit geleistet! Und als Dank? Naja, bin ja raus. Dem Herrn sei's gepiffen und getrommelt!
  • 08.02.2018, 19:19 Uhr
ähm ... 10 Stunden Schichten? und das vielleicht 10 Tage am Stück?
  • 08.02.2018, 19:55 Uhr
Ja, Tommy, 10 Stunden vertraglich geregelt ohne Überstunden, allerdings nur 7 Tage und dann 7 Tage frei anstatt 7,5 Stunden plus 2,5 Stunden überraschende Überstunden, holen aus dem Frei und 12 Tage-Schichten. Nur wer denkt, erhält was geschenkt!
  • 08.02.2018, 23:33 Uhr
@Johannes,
das funktioniert aber nur, wenn kein Betreibsrat mit an Bord ist, denn die würden den Verstoß gegen das ArbZG nicht absegnen, zumal die permanente Überschreitung des 8-Std-Tags so nicht vorgesehen ist, und nur in begründeten Fällen ausnahmsweise erlaubt ist.
Muß wirklich eine tolle Einrichtung sein, in der man als PFK in der Woche 70 Stunden arbeiten darf ...
fördert bestimmt auch die Gesundheit der Mitarbeiter, kein Wunder also, daß keiner krank wird!
In einer solchen Einrichtung würde ich nie im Leben arbeiten wollen!
  • 09.02.2018, 02:43 Uhr
Wenn das alle Mitarbeiter mittragen, sollte es kein Problem sein.
Wenn ich an die Überstunden/Mehrarbeit denke, die ich den Seniorenheimen denke, die ich geleistet habe, hätte ich allemal lieber so bei Johannes gearbeitet. Da kannste Dich drauf einstellen.
Als mein ältester Sohn kirchliche Hochzeit hatte, Samstags wurde ich für Sonntag Nachmittag zum Dienst eingeteilt. Ich war einfach nur noch fassungslos. Jeder Depp bekam sein frei, bei solchen Anlässen sowieso. 'Es ist kein anderer da'. Das kennst Du bestimmt auch....
Und dann 7 Tage frei. Das hat doch was.
Solches Arbeiten habe ich nie ausprobiert, kann es mit aber vorstellen. Voraussetzung ist natürlich, dass man nicht dann doch mehr arbeiten darf...
  • 09.02.2018, 13:16 Uhr
Du irrst wieder mal, Tommy.

Um sich gesetzeskonform zu verhalten, bedarf es schon ein wenig Intelligenz. In der gesetzlichen Arbeitswoche, die von montags 0:00 Uhr bis sonntags 24:00 Uhr geht, dürfen gem. ArbZG 60 Stunden gearbeitet werden. Da Du so gut bewandert bist, dürfte das dann geklärt sein.

Die Dienstwoche ist, wie Du weißt, etwas völlig anderes als die Arbeitswoche. Diese beginnt am Donnerstag, resp. am Freitag und geht bis Mittwoch, resp. Donnerstag.

Was lernen wir daraus?

Richtig, dass dies zu 100 % mit dem ArbZG kompatibel ist. Du hast sicher bemerkt, dass in der
Arbeitswoche 1 gerade mal 4 Tage, resp. 3 Tage gearbeitet wird, also 40 Stunden, resp. 30 Stunden und in der Arbeitswoche 2 gerade mal 3 Tage, resp. 4 Tage gearbeitet wird, also 30 Stunden, resp. 40 Stunden.

Entsprechend sind wochenendeübergreifend natürlich in Freiwoche 1 ganze 4 Tage, resp. 3 Tage frei und in der Freiwoche 2 weitere 3 Tage, resp. 4 Tage frei. Damit hat jeder Arbeitnehmer nicht nur das Vorrecht, lediglich 23 Wochen im Jahr zur Arbeit gehen zu müssen in Vollzeit statt der üblichen 46 Wochen.

Natürlich musst Du so nicht arbeiten.

Das machen nur solche, die nachdenken und ihre Vorteile erkennen (Du verstehst, dass ich gern auch mal etwas ironisch werde, wenn jemand etwas beurteilen will, von dem er keine Ahnung hat).
  • 09.02.2018, 14:25 Uhr
Übrigens, wenn Du gut im Rechnen bist, wirst Du bemerkt haben, dass damit die Ø 35-Stunden-Woche erreicht ist. Dies in Vollzeit in der Pflege gibt es m. W. nicht so oft!
  • 09.02.2018, 14:27 Uhr
@Johannes,
da ich nur den Mathe-GK belegt hatte, fällt mir das Rechnen schwer ... demach kann ich deinen mathematischen Exkursen nur schwer folgen ...
und wie du konkludent bewiesen hast, bedeutet grundsätzlich grundsätzlich nicht grundsätzlich ...
Wochenarbeitszeit ... Dienstwoche ...
nur eines läßt sich nicht wegdiskutieren, oder doch?
wenn ich täglich 10 stunden arbeite, muß nach dem Arbeitszeitgesetz eine 45 Minütige Pause gewährt werden ...
somit komme ich als Mathe-Depp auf folgendes Ergebnis:
7x 9,15 ergibt 64,45 Stunden ...
kurioserweise fehlen mir die kognitiven Fähigkeiten zu verstehen, daß 64,45 Stunden weniger als 60 Stunden sind ...
desweiteren stelle ich mir die Frage, wie kommst du auf eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 35 Stunden?
Oder muß ich, meiner cerebrale Insuffizienz geschuldet, davon ausgehen, daß zur Arbeitszeit von 10 Stunden noch 0,75 Stunden hinzugerechnet werden müssen?
Wenn ich dies auf meine aktuelle Situation beziehe, bedeutet das für mich, daß ich einschließlich der Fahrzeit zur Arbeit, Umziehen, ich fahre nie in Arbeitskleidung zur Arbeit ein Zeitaufwand von mindestens 1,75 Stunden täglich ansetzen muß ... das heißt, daß ich dann täglich 12,5 Stunden für den Job einkalkulieren muß ...
geht man dann noch davon aus, daß "man" zwischen 6 und 8 Stunden schlafen muß, bleiben für Familie, Erholung und Freizeit maximal 5,5 Stunden täglich ...
nein, dein Lohnsklave möchte ich nicht sein ...

aber wie dem auch immer sein mag, kaum jemand wird bei dir krank, 0,3 %, keine PFK wird schwanger und die, die sich umorientieren wollen, werden zum bleiben überredet ... und dann wird noch die Genehmigung verweigert Tariflohn zu zahlen ...
klingt alles sehr glaubhaft ... habe ich schon erwähnt, daß ich manchmal zur Ironie neige?
nein, ist dir noch nicht aufgefallen, stimmts?
  • 09.02.2018, 15:33 Uhr
Ironie ist das Salz in der Suppe. Wie Du leicht erkennen kannst, kenne ich sie auch.

Aber: ich gewähre 2:05 h Pause an jedem Arbeitstag. Was sein muss, das muss sein.

Ach ja, die Krankenquote liegt nicht bei 0,3, sondern bei 3 %.

Übrigens: Damit Familie auch leben kann - Du hast es gewiss nur überlesen - arbeiten meine Mitarbeiter lediglich 23 Wochen im Jahr. Der Rest gehört der Familie, soweit diese vorhanden ist. Andernfalls muss der AN diese Zeit allein oder mit Freunden verbringen, ganz nach Belieben.

Über den Lohn entscheide ich leider nicht selbst - das haben Pflegekassen und Sozialhilfe übernommen, schon bevor ich Ansprüche anmelden konnte. Aber ich bin bemüht, denen so viel wie nur möglich abzunehmen. Schließlich sollen meine Mitarbeiter ja nicht an Steinen lutschen (statt trinken) und auf Holzstöckchen kauen (statt essen).

So, und nun verabschiede ich mich in das verdiente freie Wochenende. Bis bald.
  • 09.02.2018, 21:37 Uhr
"So, und nun verabschiede ich mich in das verdiente freie Wochenende."
es sei dir gegönnt ...
  • 10.02.2018, 09:12 Uhr
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Werter Johannes,
wer glaubt noch an den Weihnachtsmann oder das Christkind? Sofern ich die Nachrichten von gestern richtig interpretiere, will die GroKo ca. 8.000 Pflegekräfte finanzieren, wohl aus der Pflegeversicherung und nicht wie gewünscht aus Steuermittel? Aber noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Beobachtet man in den Talkrunden die Kommentare der Koalitionäre und achtet man auf die Zwischentöne, dann würde ich keine 100 € auf den Erfolg der Verhandlungen und dem JA der SPD-Mitglieder zu einer GroKo wetten. Wunschdenken sind nur reine Nebelkerzen und nichts anderes.
  • 01.02.2018, 11:56 Uhr
Nein, ich glaube nicht an den Weihnachtsmann. Für mich sind 8.000 Planstellen auch ein Witz. Ich will, dass mehr geschieht. Darum rufe ich die Pflegekräfte auf, aufzustehen und den Politikern zu zeigen, dass sie mehr können als buckeln. Ich für mein Teil habe bereits gehandelt. Es soll aber wie ein Tsunami durchs Land gehen
  • 01.02.2018, 12:06 Uhr
Solange Herr Gröhe, den ich für einen typischen Beamten halte, im Gesundheitsministerium das Zepter schwingt, glaube ich nicht an positive Veränderungen. Wer seine Ziele so kurz setzt, kann keine weiten und größen Sprünge machen.
  • 01.02.2018, 12:37 Uhr
@Johannes,
"Ich will, dass mehr geschieht. Darum rufe ich die Pflegekräfte auf, aufzustehen und den Politikern zu zeigen, dass sie mehr können als buckeln. "
das glaube ich nicht, daß das funktioniert!
Denn die meisten Pflegekräfte sind weiblich, kaum einer von ihnen ist gewerkschaftlich organisiert.
Die jungen dinger lassen alles mit sich machen, wehren sich nicht. Schieben teilweise hunderte von Überstunden vorsich her ... und jeden Monat kommen welche dazu ...
  • 01.02.2018, 15:58 Uhr
....und dann wenn ihre Gesundheit nicht mehr mitmacht,
bekommen sie einen Fußtritt!
  • 01.02.2018, 17:53 Uhr
Liebe Linda,
jeden Tag einemPolitiker auf die Füße treten - als Leitspruch.
Sehr geehrte Damen und Herren,
über Jahre hinweg hört man Land auf und Land ab von
Seiten der Gesundheitsbehörden, wie gut wir doch im
Lande mit Fachärzten versorgt sind. Doch wie sieht es
in der realen Welt aus? Ist das alles nur Politiker Geschwätz?
Sucht man heute im betagten Alter einen Facharzt, dann
bekommen sie zuerst die Frage gestellt: Waren sie schon
einmal in unserer Praxis? Verneinen Sie die Frage, dann
hören Sie folgendes: "Tut uns Leid wir nehmen keine Neu-
Kunden mehr an", oder " wir können Ihnen einen Termin
im September/Oktober 2018 anbieten". Das Ganze hören
Sie nachdem sie Mitte Januar 2018 einen Termin suchen.
Bis zum Herbst kann man in unserem Alter schon verstorben
sein. Hoffentlich werden Sie auch so alt und chronisch krank
und kommen in die Verlegenheit einen Facharzt zu suchen!
Wenn ich eines in meinem langen Leben gelernt habe,
dann dies: Überall wo der Staat restriktiv eingreift z.B. KVBW,
kommen destruktive Ergebnisse zu Stande.
Was ich ganz schlimm finde, daß sich die verantwortlichen
Politiker auch keiner Kritik stellen und wenn dann nur aus-
gesuchte Parteien Lobhudler oder parteihörige Journalisten.
Dies alles trägt natürlich zu einem humorvollen Demokratie-
verständnis bei. Man braucht sich über den Aufstieg der AfD
nicht zu wundern, sieht man nach Berlin oder Stuttgart und
hört sich die Nachrichten an - dann ist schon alles gesagt!
Mit freundlichen Grüßen
Peter Hilbert
Dieser Brief ging an die KVBW, Ministerium für Soziales - es sagt Alles aus was uns Rentner eben betrifft - an Jedem nagt der Zahn der Zeit.
  • 01.02.2018, 20:06 Uhr
Ich wünsche Ihnen, dass der Brief von Erfolg gekrönt sei.
  • 02.02.2018, 08:56 Uhr
Peter wize.life-Nutzer, dann muss im Grunde jeden Tag, von jedem Betroffenen ein Brief ins Fax, bis es den Damen und Herren Politikern zu den Ohren raus kommt.

Das größte Problem ist, dass die Altenpflege Ländersache ist und letztlich die privaten Betreiber, die öffentlichen Betreiber un dide Pflegekassen miteinander verhandeln müssen. Da kommt nix Gescheites bei rum.
Krankenhauswesen ist Bundesangelegenheit, das sieht etwas anders aus.
Und ich glaube nicht mal an 8.000 (neu?) Mitarbeiter. Wollen sie sie sich aus den Rippen schlagen?
Es werden Fachkräfte gebraucht, das braucht 3 Jahre. PflegehelferInnen geben sicher ihr bestes. Aber das kann es nicht sein.
  • 04.02.2018, 19:01 Uhr
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Ich träume nicht. Ich für mein Teil habe das Personal bereits um 59 % aufgestockt. Das bin ich der Würde der Pflegekräfte schuldig.
  • 01.02.2018, 11:33 Uhr
Na die anderen 41% schaffen sie auch noch!
  • 01.02.2018, 12:54 Uhr
" Ich für mein Teil habe das Personal bereits um 59 % aufgestockt"
herzlichen Glückwunsch!
der Markt ist leergefegt ...
die Häuser, die nach Tarif ihr PP bezahlen bekommen dutzende von Bewerbungen ...
die anderen kaum welche ...
vielleicht ändert sich das, wenn die Groko die Betreiber zwingt das PP nach Tarif zu bezahlen ...
schaun mer mal ...
  • 01.02.2018, 16:04 Uhr
Ja, es mag sein, dass der Markt leergefegt ist für jene, die menschenunwürdige Arbeitsbedingungen haben. Das wäre dann auch gut so. Ich habe jedenfalls zwei Angestellte, die eigentlich ihren Beruf aufgeben wollten, jetzt aber wieder mit Freuden zur Arbeit kommen.
  • 01.02.2018, 20:13 Uhr
"Ja, es mag sein, dass der Markt leergefegt ist für jene, die menschenunwürdige Arbeitsbedingungen haben."
hm ...
selbst in einer kleinen Stadt, wird die Anzahl der aufgelisteten Jobs, die beim Arbeitsamt angeboten werden auf 200 begrenzt.
Und ich will nicht wissen, wie die Situation in Hamburg, Berlin oder Köln ist ...
Wenn 100.000 PFK bundesweit fehlen, dann ist der Markt leergefegt ...
und wenn viele PFK lieber heute als morgen aus der Pflege aussteigen würden, dann liegt das daran, daß sie unterbezahlt sind und daß zu wenige PFK "da" sind ...
  • 02.02.2018, 02:26 Uhr
Auf Grund Deiner Gedanken habe ich meinen Beitrag präzisiert. Er war tatsächlich missverständlich formuliert
  • 02.02.2018, 09:32 Uhr
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Ein Wunschtraum
  • 01.02.2018, 10:48 Uhr
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Wenn die geburtenstarken Jahrgänge kommen werden 300.000 mehr gebraucht werden.
Dazu müssten aber diese besser bezahlt und die Arbeitssituation verbessert werden. Sonst wird das nichts.
Aber der Neoloberalismus schreibt ja die Privatisieriung vor.
  • 01.02.2018, 09:00 Uhr
Hallo Karl,
wenn Neoliberalismus, dann aber richtig mit Abschaffung der gesamten Ärzteschaftsgesellschaften wie Kassenärztliche Vereinigungen die mehr Hemmschuhe sind, wie Nützlich.
  • 01.02.2018, 11:55 Uhr
Die EU wird das durchsetzen.
Auf Merkel hört dort keiner mehr.
Gefordert wird das von dort schon lange.
  • 01.02.2018, 11:59 Uhr
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