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NACHLESE zu dem Beitrag "Perspektiven und Ziele" von Gerd Quedenbaum

11.08.2018, 00:16 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

N A C H L E S E[f]
zu dem Beitrag "Perspektiven und Ziele" von Gerd Quedenbaum

Zu dem Zeitpunkt, da ich diese Nachlese schreibe, verzeichnet WL insgesamt 3 positive und
71 negative Stimmabgaben, von denen nur einige wenige zu Wort meldeten. Diese negativen Wortmeldungen ließen fraglos erkennen, daß die betreffenden User überhaupt nicht begriffen hatten, um was es ging - oder es war jene Art von Störern, die man im WL leider häufig antreffen kann.
Folge ich diesen wenigen Stimmen, dann vertreten sie die verbreitete Ansicht, man müsse den Jugendlichen nur eine Perspektive anbieten, damit sie hernach entscheiden könnten, was sie denn dafür überhaupt lernen möchten. Tolle Sache, insbesondere natürlich für das politische Kauderwelsch unserer Tage.
Perspektive geben heißt doch, Richtung vorgeben. Ansagen, wohin der Weg geht, zugleich unter Ausschluß anderer Wege, die demnach natürlich falsch sein müssen.
Lehrstellen gibt es in unserem Lande genug, Es gibt vergleichsweise sogar ein paar Bewerber. Die aber werden weit überwiegend den Anforderungen des Berufslebens nicht gerecht.
Nun also "Perspektive geben".
Frage: Ist das nicht die Rückkehr in eine Zeit, die nach heutiger Perspektive (wie lustig sich das zusammen reimt) völlig falsch war ? Lernen ? - Nicht doch, nach heutiger Eltern- und Schülermeinung ist das reiner Unfug.
Wenn ich dem gegenüber vergleichen darf:
Zu unserer "früheren" Zeit gab es keine Perspektiven, dafür aber einen ausgewogenen, allgemein bildenden Schul-, Oberschul- und Hochschulunterricht. Wir wurden in vielen Fächern unterrichter und geübt, manchmal bis zum Steinerweichen. In Fächern, von denen wir auch damals zu wissen glaubten, das brauchen wir doch im ganzen Leben nicht. Gelernt haben wir es trotzdem, von den einfachsten Übungen im erstklässigen, über die bildenden Fächer im mittel- und oberschulklässigen Lernprogramm bis hin in die schon fordernden Fächer der Hochschulen.
Ja - es war für niemanden unter uns eine leichte Zeit.
Wie gesagt, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", etwa mit einem hohen Gehalt und sonstigen Zuwendungen für's Nichtstun.
Über den Weg des Lernens und des Sielens haben wir uns entwickelt, haben unsere Vorlieben, unsere Interessen entdeckt und daraus auch Berufswünsche entwickelt. Und jeder brachte aus Elternhaus und Schule jenes überaus wichtige Rüstzeug mit, das Leben und der Berufsweg von uns forderten. Wir haben damals mehr gelernt, insbesondere zu denken gelernt, als so manche junge Akademiker unserer Tage mit ihren seltsamen neuen Titeln vorweisen können. Der Vergleich ist doch zulässig, wo wir immerhin auf dem Wege sind, ein Volk von Akademikern zu werden.
Daß die Familien-, sprich Erziehungs- und Bildungspolitik unserer Tage s e h r viel zu wünschen übrig läßt, das muß ich hier nicht betonen. Lehrkörper, Branchenverbände, Industrien und Handwerke gleichermaßen, aller Art und Wissenschaften, sie alle sind voll von solcher Klage, müssen sich sogar den Nachwuchs aus dem Ausland holen, weil der eigene Nachwuchs im Lande
die Anforderungen einer ordentlichen Lehre, geschweige eines umfangreichen Studiums, nicht einmal annähernd erfüllt.
Das ist kein Pauschalurteil über eine ganze Generation. Es gibt sie immer noch, heile Familien mit tüchtigen Eltern als Erzieher ihrer Kinder, gute Schulen - weil es dort ein paar i.S. der Aufgabe gute Lehrer gibt. Ihre Zahl aber wird von Tag zu Tag kleiner. Und die Zahl der der Ungebildeten, die es "satt" ist, von ihren Erziehern "gegängelt" zu werden, sie wächst von Tag zu Tag,
Nein - ich werde an dieser Stelle nicht lamentieren, woran das im engeren Sinne liegt; das mögen die Erzieher mit sich selber, mehr noch mit ihren Kindern ausmachen. Denn die Kinder sind es, die nachher die Last mangelhafter Erziehung und Bildung zu tragen haben.Es zeigt nur, welch weittragend gravierende Fehler von unseren Politikern angesteuert werden - und wie arm wir sind, unser Staat, der sich tatsächlich solche kurzsichtigen Vaganzen leistet.
Wenn Sie mich fragen, dessen schäme ich mich.

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7 Kommentare

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71 Böse und 3 Liebe? So leicht kann man es sich natürlich auch machen!
  • 11.08.2018, 10:11 Uhr
Das ist ein nichtssagender Hinweis, der das Thema überhaupt nicht berührt.
  • 11.08.2018, 14:49 Uhr
Hier wurden Kommentare durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Meine Antwort auf einige Kommentare wurde leider von dem WL-Team gelöscht (siehe Diskussion zum Beitrag Perspektiuven und Ziele). Natürlich hatte da ein bekannter jemend eine Anzeige los gelassen und das leider kritiklose Team hat dem statt gegeben.
Immer freu nach der Devise: Wer sich wehrt hat Unrecht. Die Mitteilung des Teamt habe ich stehen lassen. Ich werte sie als unbegründete Kritik im doppelten Sinne, weil sie dem Betroffenen einen Vorwurf zudiktiert, der rechtlich nicht stimmt, und weil sie dem "bekannten Jemand" eine Berechtigung, die diesem nach seinem eigenen unredlichen Verhalten nicht zusteht.
  • 12.08.2018, 11:49 Uhr
Hier steht aber nix vom Team: Eigentümer des Inhalts und Ersteller sind ein User und du.
  • 12.08.2018, 18:45 Uhr
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