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127 Tote und 1800 Infizierte: Die Pest ist zurück - und sie fängt an wie eine Grippe!

News Team
13.11.2017, 11:08 Uhr
Beitrag von News Team

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt starben auf einer Insel bereits 127 Menschen an der Pest. Jetzt droht die Seuche aus dem Mittelalter noch weiter um sich zu greifen.

Wie die WHO im November 2017 berichtet, kam es ab August diesen Jahres auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas zu einer Pest-Epidemie, bei der sich geschätzte 1800 Menschen infizierten. Jetzt befürchten die Experten der WHO eine weitere Ausbreitung der Krankheit, die in dieser Gegend zwar noch nicht ausgerottet ist, aber sonst weniger stark in Erscheinung tritt:

Der Ausbruch ist ungewöhnlich heftig und die Pest-Saison wird noch weitere fünf Monate anhalten.

Auch das Auswärtige Amt bestätigt eine steigende Zahl der Fälle von Beulen- und Lungenpest in Madagaskar. Dieser Ausbruch betrifft ungewöhnlicherweise auch die Hauptstadt Antananarivo (besonders den Stadtteil Renivohitra bzw. den östlichen Bezirk Avaradrano) sowie die Hafenstadt Toamasina und die Distrikte Faratsiho und Tsiroanomandidy. Vermehrt treten Fälle der hoch ansteckenden Lungenpest auf.

Verbreitung der Beulenpest:



Verbreitung der Lungenpest:


Im Gespräch mit der Nachrichtenseite nordbayern.de erklärte der Leiter des Gesundheitsamtes Neumarkt, Werner Richter, dass die Gefahr besteht, dass sich die Pest auch über die Insel hinaus ausbreiten könnte:

Die WHO stuft das Ansteckungsrisiko für Madagaskar als hoch ein und für die Inseln Seychellen, Mauritius und La Réunion als erhöht ein. Zudem ist wegen der sehr kurzen Inkubationszeit derzeit nicht auszuschließen, dass zum Beispiel Touristen noch während der Rückreise erkranken und beispielsweise im Flugzeug durch Husten andere infizieren.

Theoretisch sei auch eine Einschleppung nach Deutschland möglich. Bei einer fieberhaften Erkrankung nach Rückkehr aus Madagaskar rät das Auswärtige Amt, sich einem Tropenmediziner vorzustellen, auf den Aufenthalt hinzuweisen, um wahrscheinlichere Ursachen wie eine Malariaerkrankung auszuschließen.

Denn die ersten Krankheitssymptome der Pest gleichen der einer Grippe!

Wenn die Krankheit rechtzeitig entdeckt wird, kann sie mit Antibiotika in der Regel rasch geheilt werden. Bleibt die Behandlung aus, sterben die Patienten in aller Regel.
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2 Kommentare

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Da seid ihr aber sehr früh dran! Ich war jetzt drei Wochen dort, um fürs Rote Kreuz ein Pestbehandlungszentrum mit aufzubauen. Die Zahlen waren da schon rückläufig. Gleichwohl dürften die Ansteckungen jetzt mit der Regenzeit wieder ansteigen.
  • 13.11.2017, 14:09 Uhr
  • 2
für deinen Einsatz, wize.life-Nutzer von mir immer nur große Anerkennung und Respekt!
  • 13.11.2017, 22:00 Uhr
  • 1
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