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"Will keinen Schleier tragen" - Schachweltmeisterin legt sich mit Arabern an ...

"Will keinen Schleier tragen" - Schachweltmeisterin legt sich mit Arabern an und wird gefeiert

News Team
27.12.2017, 13:18 Uhr
Beitrag von News Team

Anna Musytschuk ist Doppelweltmeisterin im Schnellschach und hat hart dafür gearbeitet. Dennoch wird sie nun auf ihre Chance der Titelverteidigung verzichten. Die 27-Jährige aus der Ukraine hat öffentlich erklärt, weshalb sie nicht an der WM in Saudi Arabien teilnehmen wird. Sie will sich nicht den Regeln der Gastgeber beugen. Anna Musytschuk weigert sich einen Schleier zu tragen. Kurzum: Sie möchte sich nicht "als Lebewesen zweiter Klasse fühlen" wie es ihrer Meinung nach Frauen in Saudi Arabien sind.

Auf Facebook schrieb das Schach-Genie:

In ein paar Tagen werde ich meine zwei Weltmeistertitel verlieren - einen nach dem anderen. Nur weil ich entschieden habe, nicht nach Saudi Arabien zu reisen. Weil ich nicht nach irgendjemands Regeln spielen will, weil ich keinen Schleier tragen will, weil ich nicht beim Rausgehen begleitet werden will, und mich insgesamt nicht als Lebewesen zweiter Klasse fühlen will. Genau vor einem Jahr gewann ich die beiden Titel und war der glücklichste Mensch der Schachwelt. Doch jetzt fühle ich mich wirklich schlecht. Ich bin bereit, für meine Prinzipien einzustehen und die Veranstaltung abzusagen, auf der ich in fünf Tagen hätte mehr verdienen können als in einem Dutzend von Turnieren zusammen. Das gleiche gilt für meine Schwester Mariya - und ich bin wirklich glücklich, dass wir diese Sicht der Dinge teilen. Und ja, für alle, die es interessiert: Wir werden zurückkommen!

Das Posting schlägt enorme Wellen auf Facebook und wurde inzwischen 25.000 Mal geteilt und zig-Tausende Male mit Likes und Herzen versehen.

Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, sich in den arabischen Ländern zu verschleiern. Doch es gehört für Frauen - auch aus Gastländern - zu den Gepflogenheiten.

In der Vergangenheit hatte Anna Musytschuk bei solchen Events eine Verhüllung getragen. Doch nun will sich die junge Frau nicht mehr verbiegen lassen.

Besonders düster: Der Weltschachbund Fide hat einen Dreijahresvertrag geschlossen. Auch die Weltmeisterschaften 2018 und 2019 finden in Riad statt.

2 Kommentare

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Sehr gute Entscheidung. Ich hätte es auch nicht getan.
  • 19.02.2018, 10:10 Uhr
  • 0
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Gut dass es noch Menschen mit Rückrat gibt
  • 27.12.2017, 14:31 Uhr
  • 2
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