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Überfüllte Notaufnahmen: Müssen wir bald 50 Euro Eintritt zahlen?

News Team
16.07.2018, 14:47 Uhr
Beitrag von News Team

Deutschlands Notaufnahmen sind überfüllt. Viele Patienten ziehen die Notfallversorgung einem niedergelassenen Arzt vor. Grund ist häufig die zu lange Wartezeit auf einen Termin. Die Ärzte in den Notaufnahmen betrachten die Entwicklung mit Sorge. Denn sie geht zu Lasten derer, die tatsächlich einer Notfallversorgung bedürfen.

Der Chef der Kassenärzte, Andreas Gassen, fordert eine Gebühr für die Notaufnahme. Aber nur für Patienten, die eigentlich kein Fall für die Notaufnahme wären.

Diese Forderung stößt auf viel Kritik.

VIDEO: 50 Euro - Eintritt in die Notaufnahme?


Auch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen will dem Notaufnahmen-Trend normaler Patienten einen Riegel vorschieben und schlägt eine Gebühr vor. Vorstandschef Mark Barjenbruch sagte in der vergangenen Woche der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung":

"Ich kann mir 50 Euro pro Patient vorstellen. Wenn 90 Prozent der Patienten in der Notaufnahme keine Notfälle sind, muss das eine Option sein. Die Notfallambulanzen seien dazu da, schwer kranken Menschen zu helfen. Deshalb sei eine Priorisierung unabdingbar, so Barjenbruch weiter.

Bewusstsein für kassenärztlichen Bereitschaftsdienst stärken


Die Forderung an sich ist keine neue. Bereits 2016 hatte die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung eine ähnliche Forderung formuliert. "Dieses Geld kann in einen Fonds fließen, um andere Projekte im Gesundheitswesen zu fördern."

Eine Möglichkeit, um den Run auf die Notaufnahmen zu stoppen sei auch, den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst stärker ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. "Ich zweifele jedoch daran, dass Aufklärung allein das Problem lösen kann", so der Vorstandschef.

Der Bereitschaftsdienst gibt Patienten die Möglichkeit, sich außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzte und an Wochenenden und Feiertagen behandeln zu lassen.

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