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Sex - die wahre Geschichte: So unnatürlich ist unser Treiben

Sex - die wahre Geschichte: So unnatürlich ist unser Treiben

News Team
08.09.2016, 13:02 Uhr
Beitrag von News Team

Sind Sie Ihrem Partner treu? Haben Sie nie mit anderen Sex? Monogamie ist für Sie selbstverständlich? Dann machen Sie so ziemlich alles falsch. Das sagt zumindest der renommierte Psychologe und Sexualforscher Christopher Ryan. In seinem gerade erschienen Buch "Sex- Die wahre Geschichte" stellt er eine steile These auf: Treue und Monogamie liegen nicht in der Natur des Menschen.

Als Beweis führt der US-Amerikaner, der in Barcelona lehrt, die Evolution und Bonobo-Affen ins Feld. Im Gegensatz zu ihren Verwandten - Schimpansen oder Gorillas - frönen Bonobos der Liebe in allen Spielarten: vom eher harmlosen Händchenhalten und Küssen über Aneinanderreiben bis zu Oralsex. Jeder treibt's mit jedem: Männchen mit Weibchen, Männchen mit Männchen, Weibchen mit Weibchen. Und das ständig.

Beim Sex sehen sich die Bonobos in die Augen. Manchmal gibt es danach noch eine gemeinsame Mahlzeit, dann trennt man sich und hält nach neuen Sexualpartnern Ausschau. Das Interessante an Bonobos: Christopher Ryan zufolge gibt es keine Menschenaffenart, die dem Menschen genetisch so ähnlich ist wie der Bonobo. Und genau wie der Bonobo sei auch der Mensch nicht zur Monogamie gemacht.

"Ich glaue, unsere sexuelle Kultur entspricht nicht dem Tier, das wir in Wirklichkeit sind", sagte Ryan in einem Interview mit dem Magazin "P.M.". Und weiter: "Man hat uns immer erzählt, dass wir keine hochaktiven Tiere seien, aber ich denke, das sind wir doch!"

Für den Sexualforscher steht fest: Monogame Ehen sind für ihn ein sicherer Weg in Frustration und Enttäuschung. Nicht von ungefähr werde fast jede zweite Ehe geschieden. Im Gegensatz zum Menschen binden sich nur etwa zehn Prozent der Tierarten an einen festen Partner. Soziale Monogamie ja, sexuelle Monogamie nein.

"Bei Tieren ist Monogamie immer die Ausnahme, die einer Erklärung bedarf", erklärte der Göttinger Evoulutionsbiologe Lars Penke der "Welt". Die lebenslange, feste Monogamie sei eine kulturelle Erfindung, ist er wie Buchautor Ryan überzeugt.

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86 Kommentare

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schon verwunderlich, das gerade ein amerikaner solche theorien aufstellt, er kommt aus einen land welches noch heute die lehren von darwin in seinen schulen verbietet. ein großteil der bevölkerung bigottisch bis zum geht nicht mehr ist, aber nebenbei die größte pornoindustrie aufweisen kann
  • 09.09.2016, 21:42 Uhr
  • 0
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
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Meine Fresse, was man hier noch alles lernt. Ich bleib trotzdem Single.
  • 09.09.2016, 08:44 Uhr
  • 1
"Treue" ist oft auch demselben Grund geschuldet...
  • 09.09.2016, 21:39 Uhr
  • 0
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Also Affen gibt's hier ja genügend!
  • 09.09.2016, 08:29 Uhr
  • 8
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Wenn nicht mit der Natur gelebt wird, legt ER irgendwann nur noch Laminat und SIE fertigt DEKO-Bastelarbeiten an. So - also zivilisiert und angepasst - geht's natürlich auch.
  • 08.09.2016, 21:24 Uhr
  • 5
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- das erklärt mal einem eifersüchtigem Partner
  • 08.09.2016, 21:22 Uhr
  • 0
Oft hat der ein Problem, der eifersüchtig ist und nicht der oder die, worauf er oder sie eifersüchtig ist.
  • 09.09.2016, 08:35 Uhr
  • 2
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................vielen Dank.......nun bin ich aufgeklärt............noch nicht zu spät... oder doch?
  • 08.09.2016, 20:54 Uhr
  • 3
Wer soll das nur wissen?
  • 08.09.2016, 21:10 Uhr
  • 0
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Tja - wen wundert es da, woher AIDS und die anderen " feinen " Geschlechtskrankheiten her kommen ???
Wenn Jeder mit Jedem - so ging auch Sodom und Gomorrha unter ...
  • 08.09.2016, 20:46 Uhr
  • 2
Wo Du Recht hast, hast Du Recht.... Aber wenn vor über 2000 Jahre keine Moralapostel gegeben hätte, würden wir Heute noch.....Du weißt schon....grins
  • 08.09.2016, 20:49 Uhr
  • 0
Apropo Moralapostel....Benedikt: Homo-Gruppe im Vatikan zerschlagen....na wer sagt es...geht doch....grins
  • 08.09.2016, 20:51 Uhr
  • 0
Danke Uli
Wir sind, oder wollen doch heute zivilisierter sein, als vor 2000 Jahren ...
  • 08.09.2016, 20:52 Uhr
  • 1
Sind wir das
  • 08.09.2016, 20:53 Uhr
  • 1
... Sind - oder WOLLEN sagte ich ja ...
  • 08.09.2016, 20:54 Uhr
  • 0
sorry....das war schon der zweite Lesefehler Heute...
  • 08.09.2016, 20:55 Uhr
  • 0
Lies l a n g s a m Uli ...
  • 08.09.2016, 20:56 Uhr
  • 2
Jauuuu wenn nicht immer die Zeit so drengen würde...
  • 08.09.2016, 20:57 Uhr
  • 0
Es drängt Dich Niemand ...
  • 08.09.2016, 20:58 Uhr
  • 1
wieder sorry...drängt doch das Bett ruft....
  • 08.09.2016, 21:00 Uhr
  • 0
Dann aber schnell - husch, husch ... gute Nacht ...
  • 08.09.2016, 21:08 Uhr
  • 0
Vor 2000 Jahren... Hat sich denn wirklich jemand vor Paulus mit Sexualmoral befasst? Jesus hatte wichtigeres zu tun, in dem er Menschen heilte, die von anderen wie Aussätzige behandelt wurden. Meist hat er Kranke zuvor erst von der pöbelnden, moralisierenden Masse weg, somit aus dem Ort heraus, geführt. Ohne diesen Abstand wäre Heilung manchmal vielleicht nicht einmal möglich gewesen - Heilung von der Macht, die Menschen auf andere ausüben und von der Macht des eigenen überkritischen Über-Ich.
  • 08.09.2016, 21:20 Uhr
  • 3
Also, ER wird jedenfalls mit den Worten zitiert: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" Und ich glaube, mit "Sünde" hat das auch nix zu tun - eher halt mit "Begierde" - oder "Lust" - oder "Macht der Anziehung". Kommt dann drauf an, wie stark die "Vernunft" ist - oder die "Angst" - oder die "höheren Werte" - wie "Moral" - oder "Treue" - oder "Anstand".... "Mögen" tät ja jeder scho gern wollen, gell? Nur derfen traut sich halt net jeder - gell?
  • 09.09.2016, 21:34 Uhr
  • 1
Das Lustige an der ganzen Sache ist, dass Moral fast immer nur mit sexuellen Dingen in Verbindung gebracht wird. Ungerechtigkeit, Ellenbogen ausfahren, eigennütziges Denken gar in Verbindung mit Mobbing, ständiger Futterneid, Unbarmherzigkeit, Karrieregeilheit zu Lasten anderer und vor allem Geldgier werden da meist ganz und gar ausgeklammert.
  • 10.09.2016, 07:48 Uhr
  • 1
Da hast Du auch recht, aber hier geht es um Sex außerhalb der Ehe. Was heist Moral? Die die Moral predigen (Kirchen) haben selber Homosexuelle Seilschaften. Bericht am 8.9.2016 im Kölner Stadtanzeiger.
  • 10.09.2016, 08:28 Uhr
  • 0
Hier gehts jedenfalls um die "Moral" von "Treue" - und den Sinn und Zweck von "Monogamie" - im Gegensatz zur "Bonobonie" - und nicht um die "Tiefgründe der menschlichen Moral" - an der sich in Tausenden von Jahren nichts geändert hat. Die war schon IMMER so, wie sie der Herr Wurzelträger dargestellt hat - seit es "Menschen" gibt.
  • 10.09.2016, 10:06 Uhr
  • 1
Und natürlich auch das "abartige Triebverhalten" von Menschen

  • 10.09.2016, 10:53 Uhr
  • 1
Roland... da möchte ich Dich nur mal an die reichen Muslime erinern. Die haben 4Frauen und mehr. Sind das keine Menschen oder schlafen die immer nur mit ein und der selben Frau.....
  • 10.09.2016, 11:49 Uhr
  • 0
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Man sollte sich deshalb aber trotzdem nicht unbedingt zum machen - außer als "Wer zweimal mit derselben pennt"-Post-68er ...
  • 08.09.2016, 20:20 Uhr
  • 1
Abartig finde ich die Menschen, wenn sie nicht mehr weiter wissen, andere Menschen blockieren K.- H. W. ....
  • 09.09.2016, 20:28 Uhr
  • 0
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Und im übrigen halte ich den Verfasser für einen Trottel...
  • 08.09.2016, 20:08 Uhr
  • 4
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Mit dieser Studie und Meinung steht er nicht alleine da......
http://www.zeit.de/2012/13/CH-Monogamie
oder schon länger hier...
https://beta.welt.de/print/wams/life...direct=true
  • 08.09.2016, 20:08 Uhr
  • 4
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