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Vertrauensfrage - Im realen Leben und im Netz

Vertrauensfrage - Im realen Leben und im Netz

Peter Leopold
27.09.2016, 05:52 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Eigentlich könnte man den Titel dieses Beitrags rein politisch sehen, denn die Vertrauensfrage stellt in der Regel nur eine Regierungspartei oder im günstigsten Fall ein einzelner Machthaber. Aber der Begriff muss mehr bedeutet, denn er wird vielfältig verwendet - auch dort wo er überhaupt nicht passt. So hat nun Lutz Bachmann die Vertrauensfrage gestellt und wer schon vergessen haben sollte, wer dieser Lutz Bachmann ist, sollte nur einmal an die östlichen "Spaziergänger" denken, die "Wir sind das Volk" gröhlend durch die Straßen ziehen.

Mit der Auswanderung nach Teneriffa war das wohl nichts. Aber das hatte ich ja schon vorher gesagt. Ich muss richtig prophetische Fähigkeiten haben - oder ist es einfach nur gesunder Menschenverstand ? Jedenfalls wird er weder heute noch morgen die Voraussetzungen für einen legalen Aufenthalt erfüllen. Ein beruhigender Gedanke, solche Leute nicht in meiner Nähe zu wissen.

Die "Vertrauensfrage" stellen aber auch immer wieder Paare, wobei alleine die Fragestellung "Vertraust Du mir ?" schon ein Widerspruch in sich ist. Wenn man seinem Partner nicht vertraut - warum ist man mit ihm zusammen ? Oder ist diese Frage auch eine Art Absicherung für den Fall, dass man etwas ausgefressen hat und den Status quo abfragen will ? Wie auch immer: Es steckt immer eine große Portion Zweifel in dieser Frage. Ob nun Zweifel an sich selbst oder am Anderen, ist eine andere Frage.

Vertrauen Fremden gegenüber die man so gar nicht kennt, ist allerdings mit grenzenloser Naivität vergleichbar. Niemand kann in den Anderen hinein sehen und so ist es auch immer wieder interessant, wie schnell besonders in sozialen Netzwerken Urteile über eine bestimmte Person gefällt werden, obwohl es überhaupt keinen Bezug untereinander gibt. Leider bezieht sich das aber auch auf zu optimistische Urteile - die rosarote Brille.

In Fällen. in denen man gar nichts über den Anderen weiß. vertraue ich genau so weit, wie ich ein Klavier werfen kann. Und es hat sich immer wieder gezeigt, dass genau das der richtige Weg ist. Vertrauen ist keine Sache, die einfach plötzlich da ist. Vertrauen muss mit der Zeit wachsen und bevor dieses Vertrauen so groß ist, dass man dem anderen blind sein Leben anvertrauen würde, vergehen u.U. Jahre.

So muss man ein gesundes Mittelmaß finden und das ist - wenn man nur auf Kommunikationsmedien wie Internet, Telefon etc. angewiesen ist sehr schwierig. Der sicherste und beste Weg ist immer noch das persönliche Treffen. Erst da zeigt sich, ob man den Anderen wirklich richtig eingeschätzt hat. Aus diesem Grund sollte man auch die Möglichkeit der Nutzertreffen hier auf der Plattform nutzen, wenn man die Gelegenheit hat. Angebote von "kurzfristigen spontanen Treffen", die noch dazu wie eine öffentliche Aufforderung aussehen, sollte man meiden, wenn man selbst seriöse Absichten hat.

Jedenfalls lebt man besser und auch sicherer, wenn man Vertrauen nicht als etwas sieht, das plötzlich da ist, sondern dass es ein langfristiger Prozess ist, der Stück für Stück wachsen muss. Alleine die Aufforderung "Vertrau mir" lassen bei mir jedenfalls sämtliche Alarmglocken läuten - besonders, wenn man den Anderen kaum kennt.

Auch Selbstvertrauen ist eine Art von Vertrauen, das Einige nur sehr eingeschränkt haben. Doch muss man immer daran denken: Wer sich selbst nicht vertrauen kann und seine Fähigkeiten zu schätzen weiß, wird niemals Anderen so weit vertrauen können, dass man das Gefühl hat, sich fallen lassen zu können und jederzeit im Bedarfsfall aufgefangen wird.

HIER möchte ich ich nur noch einmal dem Team mein Vertrauen ausdrücken und bei dieser Gelegenheit "Happy birthday" wünschen !

50 Kommentare

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Vertrauen im Netzwerk ist so eine Sache für sich! Bin da jetzt auch schon ein paar Mal angegangen.....ist schade, ist aber so.....im privaten Leben passiert mir dies nicht so oft, hab da den Anderen dann gegenüber und kann alle Sinne benutzen....hier gibt es schöne Worte ... doch ob die auch was taugen kann man erst nach einer gewissen Zeit beurteilen....allerdings hab ich doch hier auch vertrauenswürdige Kontakte und ich gehe mal davon aus daß ich für diese auch vertrauenswürdig bin!
  • 27.09.2016, 12:52 Uhr
  • 3
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"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser" ! Dies sagte seinerzeit Lenin.
Andererseits: Man muss wissen, wem man vertrauen kann und trotzdem
wird mitunter das Vertrauen missbraucht.
  • 27.09.2016, 09:25 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Damit muss man wohl auch leben - bis zu einem gewissen Punkt!
  • 27.09.2016, 09:38 Uhr
  • 2
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Ich vertraue schnell, gebe sozusagen Kredit. Doch wenn der aus geschöpft ist, dann gibs auch keinen Vertrauenkredit mehr...
  • 27.09.2016, 09:14 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Kredit ? Sehr großzügig...
  • 27.09.2016, 10:40 Uhr
  • 1
Margarethe ich vertraue auch manchmal zu schnell, ist uns wohl so angeboren/anerzogen?..... doch wenns dann jemand verspielt hat dann für immer...auch wenn er sich wieder bemüht.... ein Rest von Mißtrauen oder ungutem Gefühl bleib!
  • 27.09.2016, 19:45 Uhr
  • 3
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Wer nur dem lieben Gott vertraut, der hat auf keinen Sand gebaut.......
  • 27.09.2016, 09:02 Uhr
  • 0

Wäre aber auch schön wenn man es manchmal spüren könnte
  • 27.09.2016, 09:12 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Darum vertraue ich ja auch MIR
  • 27.09.2016, 09:37 Uhr
  • 2
Peter, du kennst das doch: Die leber wächst mit ihren Aufgaben. Wenn dich SB als Stadtschreiber hält, dann kannst du dir auch vertrauen - jedenfalls hier
Ich habe geschrieben manchmal spüren, das heißt für mich in manchen Situationen zweifle ich an Gott, ermutigt mich jedoch nicht ganz auf mich zu vertrauen. Das wäre dann auf Sand gebaut...
  • 27.09.2016, 09:53 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Stadtschreiber ist gut
  • 27.09.2016, 10:41 Uhr
  • 1
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kann man überhaupt noch jemand vetrauen schenken , ich glaub es nicht ....
weder hier , noch im realen leben
  • 27.09.2016, 08:56 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Na SO schlimm ist es doch nicht, oder ?
  • 27.09.2016, 08:56 Uhr
  • 1
Es ist schon so weit,das wir an uns selbst ZWEIFELN,wem soll man dann noch VERTRAUEN schenken.
  • 27.09.2016, 09:03 Uhr
  • 0
am beste keinem
  • 27.09.2016, 09:04 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Hmm..also an mir selbst zweifeln ist mir noch nicht in den Sinn gekommen
  • 27.09.2016, 10:42 Uhr
  • 1
ich zweifle nicht an mir sondern an den männern
  • 27.09.2016, 11:54 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Das klingt recht frustriert
  • 27.09.2016, 11:55 Uhr
  • 2
das hab ich gemert , aber keiner von den herren hier
  • 27.09.2016, 12:21 Uhr
  • 0
hab ich auch , aber dann nix mehr
  • 27.09.2016, 13:22 Uhr
  • 1
doch meinen verstorbenen mann
  • 27.09.2016, 19:07 Uhr
  • 1
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Also, ich bin erst immer mal etwas vorsichtig mit dem Vertrauen !
Im Internet sowieso ! Und im "richtigen" Leben auch ! Beim längeren "Kennen" mal so ganz langsam Vertrauen aufbauen - aber auch nicht bei allen Mitmenschen !
Es ist manchmal schade - aber in der heutigen Zeit ist es leider so !
Wie heißt es doch so schön? "Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser"!
Auch ich schließe mich gerne Deinem letzten Satz an, Leopold !
  • 27.09.2016, 08:41 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Ein GESUNDES Misstrauen ist ja auch nicht verkehrt. Und besonders im Netz wenn man die Leute nicht wirklich kennt...da muss man schon vorsichtig sein...
  • 27.09.2016, 08:42 Uhr
  • 2
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Ich habe am vergangenen Wochenende eine verpackte Ware auf drei verschiedenen Waagen im Supermarkt abgewogen. Ergebnis: drei verschiedene Gewichtsanzeigen. Die angesprochene Verkäuferin war ratlos.
  • 27.09.2016, 08:19 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Da wäre ich auch ratlos...
  • 27.09.2016, 08:31 Uhr
  • 1
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Viele Menschen sind nicht nur einmal Betrogen worden!
Daher ist es völlig normal das Vertrauen zu neuen Menschen Zeit braucht und wachsen muss!!
Persönlich kennen lernen beschleunigt die Sache, denn Schreiben und Reden kann man sehr Viel. Doch ob dich ein Mensch bei gemeinsamen Gespräch anschaut oder an Dir vorbei schaut, sagt dann schon viel!
  • 27.09.2016, 08:18 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Und was ist mit Denjenigen, die Körpersprache so gar nicht deuten können ?
  • 27.09.2016, 08:47 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Naja...ich habe ja Glück, dass mein Bauchgefühl bestens funktioniert
  • 27.09.2016, 08:53 Uhr
  • 2
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Ich vertraue jedem...in jeweils unterschiedlichen Graden.
  • 27.09.2016, 08:02 Uhr
  • 1
Nun - wenn ich da an unsere gegenwärtige politische Führung denke ....

... na ja - es gibt ja schließlich auch "sehr tiefe Grade UNTER Null"

... und einen "absoluten Nullpunkt"
  • 27.09.2016, 17:16 Uhr
  • 1
was wäre denn der absolute Nullpunkt Rüdiger
  • 27.09.2016, 19:51 Uhr
  • 1
Die gegenwärtige Regierung ist nicht das was ich in meinem Leben wirklich begegne. Allerdings würde ich von dessen Besatzung jedem Mitglied als Mensch vertrauen.
  • 27.09.2016, 22:30 Uhr
  • 1
Der "absolute Nullpunkt", liebe @Heiderose ...

ist für mich in diesem Zusammenhang eine Umschreibung des Maßes an Vertrauen (siehe Thema des Beitrags), das unsere gegenwärtige Regierung (bei mir) noch verdient ...

und "!er" ist auch ein feststehender Begriff aus der Physik:
https://de.wikipedia.org/wiki/Absoluter_Nullpunkt
  • 28.09.2016, 07:54 Uhr
  • 1
hallo Rüdiger, danke für den Link.... hatte gestern mal kurz auch daran gedacht, dann es aber gleich wieder verworfen, weil Physik war immer eher ein Graus für mich.... habe aber vorher tatsächlich freiwillig ganz vertieft gelesen....nun das mit der Regierung.....ich weiß gar nicht ob das Wort ,,Vertrauen" so angebracht ist.... jedenfalls ist es für mich aber so daß der absolute Nullpunkt dann bei einer ganz anderen Regierung da wäre..... mir kam es persönlich jetzt in dem Beitrag auch eher auf unseren zwischenmenschlichen Umgang miteinander an....also die Frau Bundeskanzlerin ist nicht schuld wenn ich persönlich Vertrauensbrüche begehe, das muß ich dann mit mir selber klären....ich finde auch jeder Abschnitt in dem Beitrag hätte eine eigene Diskussion verdient, da sehr breitgefächert..... so jetzt werde ich mich mal in der Küche der ,,Physik" zuwenden....ich wünsche Dir noch einen guten Tag
  • 28.09.2016, 13:55 Uhr
  • 1
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mir
  • 27.09.2016, 07:45 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Zweifellos Und warum ?
  • 27.09.2016, 07:53 Uhr
  • 0
Das wirst Du vielleicht nicht verstehen oder belächeln.
Für MICH zählt der Grundsatz:
"dass „wir (ich) uns in A L L E N Dingen ehrlich zu benehmen wünschen“ (Hebräer 13:18).
Oder mit anderen Worten:
"Wir (ich) haben ein gutes Gewissen, denn wir (ich)wollen in jeder Weise ein Leben führen, das Gott gefällt. "
Für mich gehört es dazu ehrlich in kleinen und großen Dingen zu sein. Da mach ich keinen Unterschied zwischen Internet und dem realen täglichen Leben
  • 27.09.2016, 08:15 Uhr
  • 0
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