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Staus, Unfälle, Todesopfer: Winterchaos auf deutschen Straßen und Gleisen

Staus, Unfälle, Todesopfer: Winterchaos auf deutschen Straßen und Gleisen

News Team
09.11.2016, 15:01 Uhr
Beitrag von News Team

Umgeknickte Bäume, spiegelglatte Straßen, quer stehende LKW und kilometerlange Staus - der Wintereinbruch hat Deutschland fest im Griff. In der Nacht zum Mittwoch sorgten Schnee und Eis für zahlreiche Unfälle auf deutschen Straßen, weil Autofahrer die Kontrolle über ihre Wagen verloren. Umgeknickte Bäume behinderten Bahnstrecken.

Besonders hart erwischte es laut "Bild" die A4 zwischen Bad Hersfeld und Eisenach. Nachdem am Vorabend etwas fünf Zentimeter gefallen waren, blockierten gleich mehrere querstehende LKW die Fahrbahn. Weil keine Rettungsgasse gebildet wurde, kamen auch die Streufahrzeuge nicht voran.

Reisebus steckt stundenlang fest

Ein Reisebus mit 50 Personen an Bord kam stundenlang nicht von der Stelle. "Wir stehen fast fünf Stunden hier, kein Mensch kümmert sich um uns. Wenn wir jetzt einen Notfall hätten, da würde irgendjemand sterben, eine große Sauerei", beschwerte sich ein Fahrgast gegenüber "Bild".

Zwischenzeitlich gab es sogar die Befürchtung, dass ein Diabetes-Patient einen Zuckerschock erlitten haben soll. Erst am Mittwochmorgen beruhigte sich die Lage langsam wieder.

Frau stirbt nach Unfall

Noch schlimmer erging es eine Autofahrerin bei Ostbevern im Kreis Warendorf. Die Frau war aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen mehrere Wagen geprallt. Sie lag stundenlang in ihrem Auto eingeklemmt im Graben und erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Bereits am Dienstag hatte es in vielen Regionen Niedersachsens einen überraschenden Wintereinbruch mit zahlreichen Behinderungen und Unfällen gegeben.

Noch mehr Schnee und Glättegefahr

Und es bleibt erst einmal so ungemütlich. Am Donnerstag fallen "in den Mittelgebirgen, in Thüringen, Sachsen und den Alpen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee", sagte Wetter-Expertin Claudia Salbert von der MeteoGroup gegenüber "wetter.info".

Im Westen und Südwesten ist mit Regen zu rechnen, nur im Norden gibt es neben vereinzelten Regenschauern und Schneeregen ein wenig Sonnenschein. Die Temperaturen liegen zwischen 0 und 8 Grad. Tief "Julia" bringt den Winter dann am Freitag auch in die tiefen Lagen Bayerns. Es herrscht höchste Glättegefahr auf den Straßen.

Nächste Woche kehrt der Herbst zurück

Am Wochenende beruhigt sich das Wetterchaos zunächst wieder. "Alle bekommen etwas Sonne. Vor allem der Samstag sieht ganz nett aus", so Salbert weiter. Die Temperaturen steigen dennoch nicht über 8 Grad.

Am Sonntag und in der kommenden Woche steht das Thermometer dann wieder bis auf 12 Grad.

Winter herrscht dann nur noch in den Gipfellagen der Mittelgebirge und in den Alpen.

Im Flachland kehrt dagegen wieder der Herbst zurück.

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