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Die kuriosesten Erfindungen der Technikgeschichte

Die kuriosesten Erfindungen der Technikgeschichte

Partner Tipp
02.08.2017, 09:59 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Bizarre, nützliche, nutzlose, fantastische, kreative, innovative und bemerkenswerte Erfindungen gibt es in der Menschheitsgeschichte zuhauf. Auf manche der wichtigsten, wie zum Beispiel das Rad, konnte man noch kein Patent anmelden. Seitdem dies jedoch möglich ist, gibt es zahllose kuriose Geschichten, die ihren Weg in die Jagdgründe der Patentämter gefunden haben und deshalb dokumentiert sind. Dieser Artikel stellt einige der kuriosesten Erfindungen vor.

TX54 – Die Fingernagel-Uhr

Ein schönes Beispiel für kuriose Innovationen ist die Fingernagel-Uhr von der Firma Timex. Dabei sollte tatsächlich ein Display auf den Fingernagel angezeigt werden können. Zu diesem Zweck allerdings müssten Nutzer erst einmal freiwillig die Nagelkante ein Stück verlängern – dort sitzt nämlich die Bedienungskontrolle der Uhren. Verschiedene Farben gehören dabei ebenso zum Konzept wie die doch recht progressive Vorstellung, dass eine größere Summe an Männern freiwillig künstliche Nägel tragen würden.
Denkt man das Konzept ein bisschen weiter und passt es auf heute an, denkt man unweigerlich aufblinkende Icons auf den Nägeln, die dem Nutzer ähnlich einer Smart-Watch SMS, Mails und andere Benachrichtigungen anzeigen. Blinkende Nägel in bunten Farben – eine durchaus witzige Idee. Die Alltagstauglichkeit muss natürlich Jeder für sich selbst beurteilen.

Die Selfie-Stange

Noch heute wird sie vermutlich von den meisten Menschen für ein kurioses, leicht überflüssiges Gadget gehalten. Dabei wird sie mittlerweile in rauen Mengen verkauft, seitdem der Kanadier Wayne Fromm sie für Digitalkameras und Mobiltelefone patentieren ließ. Dazu gibt es zwei patentrechtliche Eigenheiten, die darauf hindeuten, wie komplex die juristische Lage dazu ist: Schon in den Achtzigern gab es ein Patent für ein Teleskop, das das Arbeiten mit Kompaktkameras vereinfachen sollte. Der Haken. Es ist längst verfallen. Der Schutz für Fromms Patente läuft zwar noch, allerdings gleicht sein Kampf gegen Patentdiebe vornehmlich aus China einem Kampf mit Windmühlen.

Bitte recht freundlich sterben – die Revolverkamera

Die Metropole an der Ostküste USA schlechthin, nämlich New York, ist nicht erst seit den letzten Jahrzehnten ein Garant für Innovation. Dass neben all den tollen Neuheiten aus dem Big Apple gelegentlich auch Ideen von eher zweifelhaftem Wert für die Allgemeinheit entstehen, beweist die sogenannte Revolverkamera, die ihr Dasein in den späten 1930er-Jahren erblickte.
Der Clou: Der Erfinder hat den Ausdruck „ein Foto schießen“ offensichtlich sehr wörtlich genommen. So lieferte sein Fotorevolver beim Drücken des Abzugs ein Foto. Lag noch eine Patrone im Lauf, lieferte sie die Personen- oder Sachschäden gleich dazu.

Zuckerwatten-Klopapier

Bei der Reise durch die Geschichte kurioser Erfindungen gibt es nicht nur Rohrkrepierer, die es nicht in die Regale geschafft haben. Und tatsächlich muss der Blick auch nicht zurückgehen, sondern eher in Supermarkt-Filialen der Gegenwart. Dort nämlich ist eine kuriose Gebrauchserfindung in diesem Jahr verkauft worden: Einhorn-Klopapier mit entsprechendem Druck und dem Duft nach Zuckerwatte.
Wer sich für den praktischeren Aspekt interessiert und diesen für den Duft nicht vernachlässigen möchte, für den gibt es Entwarnung. Denn das Toilettenpapier bietet dreilagigen Komfort.

Der mobile Toilettenpapier-Halter

Aus einem der führenden Länder der Kuriositäten, nämlich Japan, kommen zahlreiche bemerkenswerte Erfindungen. So etwa ein am Kopf anzubringender Toilettenpapier-Halter, an den man das Zuckerwatten-Klopapier gleich anbringen könnte.
Obwohl eine solche, unter dem Kinn befestigte Vorrichtung keineswegs ästhetisch erscheinen mag, benötigt man dennoch keine Tasche, um gleich noch immer mit einem Taschentuch-Ersatz unterwegs zu sein.

Die Indoor-Sonnenuhr

Die Indoor-Sonnenuhr dürfte, was den Aspekt der Nützlichkeit angeht, ganz weit hinten rangieren. Denn sie richtet sich ausschließlich an Menschen, die auch in Innenräumen eine entsprechende Zeitmessungsmethode wünschen, ohne dabei auf die Sonne angewiesen zu sein. Also ist die mögliche Zielgruppe schon denkbar gering.

Wie das funktioniert? Nun, an dem Gestell ist eine Lampe befestigt, die die Scheibe der Sonnenuhr immer so dreht, dass der geworfene Schatten die akkurate Zeit andeutet. Dummerweise fällt bei der Erfindung der größte Vorteil der Sonnenuhr weg: Denn die Indoor-Sonnenuhr funktioniert nur mit Strom, da der Motor für die Scheibe ja einen Antrieb braucht. Für starke Sonnenlicht-Allergiker aber sicher eine gangbare Lösung. Insgesamt kein Wunder, dass unserer Kenntnis nach nur Konzept- und Patentzeichnungen der Indoor-Sonnenuhr existieren.

Der Spaghetti-Wickler

Eine nicht allzu durchdacht erscheinende Erfindung ist der Spaghetti-Wickler. Dabei handelt es sich um eine überdimensionale Spaghetti-Gabel, die der Nutzer an einem Griff und einer Kurbel hält. Mit Hilfe der Kurbel kann man dann Spaghetti an der Gabel aufwickeln – und dabei, kurbelt man zu schnell, Bolognese nicht nur am Essenstisch, sondern im ganzen Raum verteilen. Behutsame Wickler hingegen bekommen ganz besonders kunstvolle Spaghetti. Jedenfalls dürfte der US-amerikanische Erfinder dieses Meilensteins der Teigwarenzubereitung, Russel E. Oakes, reißenden Absatz mit seinem Patent gefunden haben.

Die Abhör-Ohrentrompete

Oakes hat aber nicht nur den Spaghetti-Wickler als menschheitsverändernde Innovation ans Licht gebracht, sondern gilt als einer der produktivsten Erfinder des zwanzigsten Jahrhunderts – ein schönes Beispiel dafür, dass Qualität und Quantität nicht unbedingt übereinstimmen. Mit der sogenannten Abhör-Ohrentrompete hat er jedenfalls einen echten Beitrag für jeden Paranoiker und Hobby-Geheimagenten geleistet.
Denn diese Erfindung sollte das Abhören von Gesprächen, die hinter dem Benutzer stattfinden, ermöglichen. Subtil war das allerdings nicht, da die nach hinten geschwungenen, überdimensionalen Muscheln des Geräts weithin sichtbar waren. Störte das die Beobachteten nicht, litten sie unter extremer Kurzsichtigkeit oder waren gleich ganz blind, funktionierte die Vorrichtung allerdings hervorragend.

Das unsichtbare Haus

Wer seine paranoiden Verfolgungsphantasien ausleben will, braucht allerdings neben der Abhör-Ohrentrompete unbedingt das unsichtbare Haus. Was zunächst nach Harry Potter klingt, ist dann doch simpler, als man ahnen kann. Mit Kameras wird alles aufgezeichnet, was hinter dem „unsichtbaren“ Haus stattfindet und anschließend auf nahtlos angebrachten Flachbildschirmen wiedergegeben. Kollisionen mit dem Haus sind so beinahe vorprogrammiert, zumal keiner der Bildschirme kaputtgehen darf.

Ronald Reagans Star Wars

Star Wars ist eine Filmreihe? Falsch. Als Star Wars wurde auch ein uLDK0G4Wktc[/youtube]]US-amerikanisches Sicherheitskonzept zu Zeiten der Präsidentschaft von Ronald Reagan verspottet. Das Ziel war, im Kalten Krieg die Sicherheit der Vereinigten Staaten vor einem nuklearen Erstschlag herzustellen. Die dazu eingesetzten Mittel stammten zu der damaligen Zeit durchaus teilweise aus dem Reich der Fantasie, so gedachten die Befürworter, Laserkanonen im Weltall zu stationieren. Schon bald gerieten die Pläne in das Fadenkreuz renommierter amerikanischer Wissenschaftler, die sich öffentlich über die fantastischen Pläne lustig machten.
Abgesehen von der Bizarrerie der Pläne sind vor allem die eingeplanten Kosten bemerkenswert, die sich auf über 500 Milliarden Dollar belaufen hätten. Mit 32 Milliarden Dollar Kosten lief das Programm dann 1993 erfolglos aus – Erfindungen der eher nutzlosen Art stammen also nicht nur von Underdogs.

Das akku-betriebene Eis-Hörnchen

Eher zu den merkwürdigen und nutzlosen Erfindungen zählt auch das akku-betriebene Eis-Hörnchen. Fragt man sich, was überhaupt bei einem Eis-Hörnchen einen Akku brauchen sollte, gehört man vermutlich zu der überwältigenden Mehrheit von Menschen, die nicht im Stande sind, einen Mehrwert an dem Gerät zu entdecken. Es dient nämlich dazu, die Eis-Kugel in verschiedenen Geschwindigkeiten rotieren zu lassen und sich so die immense Anstrengung zu ersparen, die Waffel selbst drehen zu müssen.

Der Pferde-Mini-Van

Die aktuellen Abgasskandale und mögliche, ungesetzliche Absprachen zwischen den verschiedenen deutschen Autoherstellern erhöhen das Vertrauen der Konsumenten in die Branche nicht unbedingt. Dabei wäre dieses Vertrauen dringend nötig, denn alternative Antriebskonzepte für unsere Automobile sind ein absolutes Muss in Zeiten, in denen der menschengemachte Klimawandel immer deutlicher wird und ihn der Präsident der mächtigsten Nation der Erde als „fake news“ abstraft.
Glücklicherweise gibt es eine Rettung. Der Brite Philip Arthur Burns hat ein geniales Projekt patentiert. Es handelt sich um nichts Geringeres als einen Mini-Van mit einem PS. Das mag potenziellen Kunden wenig erscheinen, aber es ist vermutlich umweltfreundlicher als der Verbrennungsmotor. Denn es handelt sich beim Erzeuger der PS tatsächlich um ein Pferd, das im Inneren des Vans in einer Art Hamster- oder vielmehr Pferderad läuft und somit für den Antrieb sorgt.

Die Badewanne mit Tür

Erst einmal klingt es fast schon naheliegend: Warum nicht eine Badewanne erfinden, die für ältere oder/und körperlich behinderte Menschen geeignet ist? Eine, die das Ein- und Aussteigen vereinfacht? Das dachte sich wohl auch ein Erfinder in den Fünfzigern und konstruierte eine Badewanne mit Tür zum Ein- und Aussteigen. Der Haken mit dem Wasser in der Wanne war ihm wohl nicht aufgefallen.

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