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Frachter mit 1800 Tonnen Schweröl reißt sich los und läuft in Deutscher Buch ...

Frachter mit 1800 Tonnen Schweröl reißt sich los und läuft in Deutscher Bucht auf Grund

News Team
30.10.2017, 09:36 Uhr
Beitrag von News Team

Sturmtief Herwart hat über Deutschland gewütet. Drei Menschen kamen ums Leben, schwere Schäden entstanden. Der Bahn-Verkehr ist noch immer aus dem Takt. Vor der deutschen Küste läuft ein Frachter-Drama.

+++ 09:29 Uhr: Frachter lief auf Grund ++++

Bei starkem Seegang durch Sturm hatte sich in der Nordsee ein Frachter losgerissen, wie "Bild" berichtete. Das Schiff trieb in der Deutschen Bucht vor Langeoog. Der Frachter sei auf Grund gelaufen, wie ein Sprecher der Havariekommandos der "Bild" sagte.

Versuche, die 225 Meter lange „Glory Amsterdam“ zu bergen, blieben zunächst erfolglos. Nach bisherigen Erkenntnissen seien die 22 an Bord befindlichen Menschen unverletzt, hieß es.

Der Frachter soll dem Bericht zufolge mit gut 1800 Tonnen Schweröl und 140 Tonnen Marinediesel als Betriebsstoffe beladen sein.

+++ 01:14 Uhr: Motorboot-Drama mit zwei Toten und einem Vermissten ++++

Am 29.10.2017 fuhren drei Touristen aus dem Bundesland Sachsen mit einem Motorboot auf den Peenestrom. Gestartet sind sie dabei aus dem Hafen der Gemeinde Zecherin (Mölschow) im Landkreis Vorpommern Greifswald. Gegen 14:15 Uhr bemerkten Zeugen, dass das Boot mit dem Kiel nach oben auf dem Peenestrom trieb. Es wurde die Polizei über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Ein weiterer Zeuge fuhr sofort mit seinem Boot zur Unglücksstelle, um Hilfe zu leisten. Durch diesen und durch die eingesetzten Polizeikräfte der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast konnten zwei Personen aus dem Wasser geborgen werden. Dabei handelt es sich um eine 48-Jährige Frau und einen 56-jährigen Mann. Diese beiden wurden mit lebensbedrohlichen Verletzungen in das Klinikum von Greifswald eingeliefert. Dort verstarb sie an den Folgen ihrer Verletzungen. Die dritte Person in dem Boot, ein 48-jähriger Mann, konnte trotz intensiver Suchmaßnahmen unter Einsatz der Polizeikräfte, des Seenotrettungskreuzers "Heinz Orth", des Rettungshubschraubers "Christoph" und des Polizeihubschraubers bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefunden werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unglücksfall aufgenommen.

+++ 14:30 Uhr: Erster Unwetter-Toter in Deutschland +++


Wie Focus Online meldet, forderte das Sturmtief Herwart in der vergangenen Nacht in Niedersachsen ein Todesopfer. Zwei Brüder (59 und 63) hatten am Ufer des Jadebusens (Niedersachsen) auf einem Campingplatz am Strandbad Sehestedt in einem Bulli übernachtet. Als die Flut sie überraschte, versuchten sie zu Fuß zu fliehen. Während der eine Mann (59) sich noch an einem Mast festhalten konnte, wurde der andere (66) von den Wassermassen mitgerissen. Seine Leiche wurde am frühen Sonntagmorgen gefunden.

Der überlebende Bruder konnte ebenfalls am Sonntagmorgen von einer DLRG-Schlauchboot-Besatzung gerettet und unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Über Teilen Deutschlands wütet ein Orkan. Hoch im Norden wurden Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern erreicht. Sturmtief Herwart wird weite Teile Deutschlands erfassen. Die aktuelle Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes zeigt, wo es gefährlich wird:

Alarmstufe Rot: Amtliche UNWETTERWARNUNG vor ORKANARTIGEN BÖEN

Video: So entwickelt sich das Wetter heute

+++ 09:40: Hamburger Feuerwehr zählt 550 Herwart-Einsätze +++


Ein Polizeisprecher erklärte, dass allein die Hamburger Feuerwehr wegen Sturmtier Herwart bisher 550 Mal mal ausrücken musste. Inzwischen lassen die Orkanböen zwar an Heftigkeit nach, doch für Mittag wird eine Sturmflut mit voller Wucht auf die Küste treffen.

+++ 08:36: Das Wasser in Hamburg steigt weiter +++

+++ 07:49 Uhr: Gerüst umgestürzt, Mensch schwer verletzt +++

+++ 07.17 Uhr Bahn stellt Zugverkehr auf vielen Strecken ein +++

+++ 07.10 Uhr: Berlin ruft Ausnahmezustand aus +++


+++ 07:01 Uhr: Fähranleger in Bremerhaven überschwemmt +++




Warnungen vor Überschwemmungen an Elbe und Weser gelten!





Der Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes



An den Küsten und im höheren Bergland orkanartige Böen oder Orkanböen, in der Osthälfte vor allem innerhalb von Gewittern bis in die Niederungen orkanartige Böen möglich. Sonst stürmische Böen oder Sturmböen, im Bergland örtlich Dauerregen.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stundenbis Montag, 30.10.2017, 07:00 Uhr:

Mehrere Kaltfronten eines nach Polen und später weiter nach Weißrussland ziehenden Sturmtiefs überqueren heute Deutschland südwärts. Rückseitig dringt ein Schwall polarer Meeresluft bis zu den Alpen vor.


Heute Vormittag entspannt sich die Sturmlage nur allmählich. An den Küsten sowie in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen gibt es in den kommenden Stunden aber noch orkanartige Böen, in exponierten Lagen auch Orkanböen über 120 km/h, auf dem Brocken extreme Orkanböen über 140 km/h aus West bis Nordwest.



In der Osthälfte kann es auch im Binnenland vor allem in Verbindung mit Schauern oder kurzen Gewittern bis in den Vormittag hinein noch einzelne orkanartige Böen bis 115 km/h, im Extremfall auch Orkanböen um 120 km/h geben. Ansonsten muss dort anfangs noch verbreitet mit Sturm- und schweren Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h gerechnet werden.



Im Südosten legt der Wind aktuell sogar vorübergehend noch etwas zu, im Alpenvorland kann es dann nach Osten zu auch außerhalb von Schauern zu einzelnen orkanartigen Böen aus Südwest, später West bis Nordwest kommen.



Im Westen und Südwesten gestaltet sich die Windsituation etwas entspannter, dort gibt es stürmische Böen oder Sturmböen bis 85 km/h, in den Niederungen Südwestdeutschlands oft nur steife Böen bis 60 km/h.

Es laufen entsprechende Unwetterwarnungen bzw. für die Gebiete, wo noch eine größere Unsicherheit besteht, sogenannte Vorabinformationen.

Schauerartiger Regen folgt



Abgesehen vom Wind weitet sich schauerartiger Regen von Nordwesten rasch bis nach Süddeutschland aus. In den Staulagen insbesondere der nördlichen und östlichen Mittelgebirge kann es bis zum Vormittag Dauerregen mit Mengen über 25 Liter pro Quadratmeter (l/qm) in 12 Stunden geben. An den Alpen setzt der Regen in der zweiten Nachthälfte ein, auch dort fallen in Staulagen des Oberallgäus und des Berchtesgadener Landes bis in die Nacht zum Montag stellenweise Mengen über 25 l/qm.

Massive Orkan-Warnung auch für Österreich





Am Mittag und Nachmittag gibt es auch im Norden und Osten nur noch stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen aus Nordwesten. An den Küsten muss auch am Nachmittag noch mit Sturm-, vereinzelt schweren Sturmböen gerechnet werden, auf exponierten Gipfeln der östlichen und nördlichen Mittelgebirge auch mit orkanartigen Böen.

Bevorzugt in der Osthälfte, mit Kaltfrontpassage auch im Süden kann es noch einzelne kurze Gewitter geben.

Schnee bis 800 Meter



In den Mittelgebirgen sinkt die Schneefallgrenze auf rund 800 m, an den Alpen bis zum Abend gegen 1200 m.

In der Nacht zum Montag lassen sowohl der Wind und auch die Niederschläge weiter nach. Dennoch sind an der Küste und auf exponierten Mittelgebirgs- sowie anfangs auch Alpengipfeln weiterhin stürmische Böen oder auch Sturmböen möglich. Im höheren Bergland sowie bei Aufklaren in windgeschützten Lagen muss mit leichtem Luftfrost oder zumindest Frost in Bodennähe gerechnet werden.

Im höheren Erzgebirge sowie an den Alpen oberhalb von etwa 600 bis 900 m fällt etwas Schnee.

Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:



VORABINFORMATION UNWETTER ORKANARTIGE BÖEN:
Teile Nord- und Ostdeutschlands, Gefahr orkanartiger Böen 11 Bft, insbesondere in Verbindung mit kräftigen Schauern oder Gewittern.

WIND-, STURM- und ORKANBÖEN:
Verbreitet Windstärke 8 bis 10 Bft, in der Osthälfte in Schauern und kurzen Gewittern sowie im östlichen Alpenvorland stellenweise 11 Bft. An der Küste und in einigen Hochlagen Orkanböen bis 12 Bft, auf dem Brocken extreme Orkanböen über 140 km/h. Im Südwesten in den Niederungen z.T. "nur" Windstärke 7 Bft.

DAUERREGEN:
Im östlichen und südöstlichen Bergland, im Harz und im Oberallgäu sowie im Berchtesgadener Land in Staulagen Dauerregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter in etwa 12 Stunden.



Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 29.10.2017, 11:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff
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6 Kommentare

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Nun ja, das bisschen Sturm ist doch bei uns im Norden ganz normal, halt wie immer um diese Zeit Aber von einem echten Sturm sind wir noch weit entfernt Was die beiden Hinweggerafften am Jade Busen betrift, ja wie blöd muss man sein, vor dem Deich an der Wasserlinie zu campieren? Tja, gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen Was die Bahn betrifft, die ist mit ihren Sparmassnahmen am falschen Ende selber Schuld Zu Dampfross Zeiten fuhr man auch bei Sturm Was erst wenn mal ein echter Orkan wütet?
  • 29.10.2017, 21:15 Uhr
  • 0
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Der Norden hatte doch erst mit einem Sturmtief zu tun - nun wieder .... Die Feuerwehren und die Menschen kommen dort nicht zur Ruhe und tun mir
sehr leid
  • 29.10.2017, 15:04 Uhr
  • 1
ja Vera die hat es schwer erwischt und den Osten auch
  • 29.10.2017, 15:57 Uhr
  • 0
Das ist sehr schlimm, wenn man die Bilder sieht ... vor allen Dingen, wenn Menschen ihr Leben lassen müssen ...
  • 29.10.2017, 16:04 Uhr
  • 1
Man ist halt der Natur ausgeliefert ...wir sind halt nicht die Stärksten sie hat uns im Griff
  • 29.10.2017, 16:08 Uhr
  • 1
Da hast Du recht Heinz, die Natur ist stärker als wir
Wir sind kleine Würmchen dagegen ...
  • 29.10.2017, 17:41 Uhr
  • 0
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