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Starkregen und heftige Unwetter! In diesen Regionen ist Land unter!

Starkregen und heftige Unwetter! In diesen Regionen ist Land unter!

News Team
05.01.2018, 08:33 Uhr
Beitrag von News Team

Der Starkregen am Donnerstagabend auf gesättigte Böden und gut gefüllte Bachläufe, war zu viel für die Natur rund um Ansbach. Im Landkreis und in der Stadt selbst waren etwa 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW im Einsatz, um die Stadt und die Bevölkerung vor den Wassermassen zu schützen oder um zu retten, was noch zu retten war.

Ausgelöst wurde die Unwetterkatastrophe gegen 23:30 Uhr laut Stadtbrandrat Horst Settler durch ein Starkregengebiet, was über die Region zog. Waren es erst nur kleinere Überschwemmungen, wurden kurze Zeit später massive Überflutungen gemeldet. Der Dombach, ein kleines Bächlein, was im Normalfall laut einer Anwohnerin vielleicht zehn Zentimeter Wasser führt, wurde zum reißenden Fluss und überflutete einen ganzen Straßenzug.

Ein ähnliches Bild bot sich auch an anderen Stellen im Stadtgebiet. Gegen 1 Uhr am Freitagmorgen (05.01.2018) waren laut Auskunft der Integrierten Leitstelle Ansbach in der Stadt und im Landkreis rund 150 Unwettereinsätze aufgelaufen. Aufgrund der Akutsituation wurde die Führungsgruppe Katastrophenschutz nach Artikel 15 alarmiert und es fand eine Lagebesprechung im Landratsamt statt. Die Führungsgruppe übernahm die Koordination des Einsatzablaufes und kontrollierte zusätzlich die Pegelstände. Wie sich diese anhand der Regenfälle noch entwickeln ist derzeit unklar.

Anwohner sehen nicht nur den vergangenen Stunden mit Schrecken hinterher, sondern fürchten sich auch vor dem, was nach der Beseitigung der Wassermassen zum Vorschein kommt. Nicht jeden hat es so schlimm erwischt. Die Oma von Marina Brust rief ihre Enkelin ganz verzweifelt an, dass Hochwasser ist. „Also der Opa ist jetzt über 70 und er sagt, so wie heute war es noch nie und er wohnt seit seinem Kindesalter hier.“, berichtet die Enkeltochter.

Auch Niederbayern und die Oberpfalz betroffen

Kräftige Starkregenschauer gingen am späten Donnerstagabend auch über Teilen von Niederbayern und der Oberpfalz nieder. Diese sorgten, ebenfalls bedingt durch die gesättigten Böden, für Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Grundstücken.

Im Pentlinger Ortsteil Graßlfing (Lkr. Regensburg) lief eine Unterführung voll. Laut Angaben der Feuerwehr stand hier das Wasser ungefähr einen halben Meter hoch auf der Straße. Geparkte Autos standen bis zur Stoßstange im Wasser. Jedoch bahnte sich dieses weiter seinen Weg in Richtung eines nebenstehenden Gebäudes und dessen Innenhof. Erst als die Feuerwehr einen Wall aus Sandsäcken errichtet hatte war klar, die Besitzer haben keinen weiteren Schaden zu befürchten.

Ähnlich ging es auch in Schultersdorf bei Kelheim (Lkr. Kelheim) zu. Jedoch überflutete hier der Wassergraben eines Feldes erst die Straße und dann ein Grundstück. Die Anwohner versuchten sich hier noch mit Holzbrettern und Besen vor den herannahenden Wassermassen zu schützen. Jedoch gelang dies nur zum Teil. Wirkliche Erleichterung kam erst auf, als die Feuerwehr haus und Hof mit Sandsäcken vor weiteren Schäden bewahren konnten.

Allgäu wappnet sich vor Hochwasser

Starkregen und Tauwetter lassen die Pegel der Iller in Immenstadt (Lkr. Oberallgäu) immer mehr ansteigen. Die Stadt jedoch handelt besonnen, sorgt vor und lässt durch die Mitarbeiter des Bauhofs am späten Donnerstagabend den mobilen Hochwasserschutz anbringen. Die Wände aus Holzbarken sind nicht nur mit Metallteilen verbunden, sondern zusätzlich auch noch mit Folie abgedichtet, die durch Sandsäcke gehalten wird. So schützt die Stadt den weiter unten liegenden Ortsteil Stein vor den erwarteten Wassermassen. „Die Vorbereitungen werden ab 2,50 Meter Pegelstand gemacht. Aufgebaut wird ab 2,80 Meter und bis 3 Meter sollten wir eigentlich fertig sein.“, berichtet Josef Seiband, Vorarbeiter am Bauhof Immenstadt.

Besonders an der Situation ist allerdings, dass die Hochwasserschutzwände quer über eine Bahnlinie verlaufen. Aus diesem Grund wurde bei der Bahn eine Streckensperrung zwischen Immenstadt und Kempten beantragt, die auch wie in so einem Fall üblich, genehmigt wurde. Reisende müssen allerdings nicht verzweifeln, denn auf der Strecke wird Schienenersatzverkehr eingesetzt.

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