wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Wegen afrikanischer Schweinepest - Ausnahme-Zustand in deutschen Wäldern

Wegen afrikanischer Schweinepest - Ausnahme-Zustand in deutschen Wäldern

News Team
10.01.2018, 10:28 Uhr
Beitrag von News Team

Bielefeld - Wegen der drohenden Einschleppung der tödlichen Afrikanischen Schweinepest greift das NRW-Umweltministerium zu drastischen Maßnahmen.

Ab sofort ist die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben, wie die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälische (Samstagsausgabe) berichtet.

Damit ist die Jagd auf Keiler, Bachen, Überläufer und Frischlinge freigegeben. Die Anordnung wurde an die Unteren Jagdbehörden der Kreise verschickt. Einzige Ausnahme sind Bachen mit Frischlingen, die noch gestreiftes Fell haben und weniger als 25 Kilogramm wiegen. Sie dürfen nicht erlegt werden. Bisher durften nur Frischlinge ganzjährige bejagt werden. Ab Mitte Januar galt bisher für alle anderen Wildschweine eine Schonzeit bis Ende Juli.

Sprunghafter Anstieg in Osteuropa

Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest ist 2017 in Osteuropa sprunghaft angestiegen und kann nach Angaben von Wissenschaftlern jederzeit in Deutschland ausbrechen.

Während 2016 im Baltikum, in der Ukraine, in Rumänien, Polen und Tschechien 48 Krankheitsausbrüche bei Hausschweinen und 2300 bei Wildschweinen registriert wurden, waren es im vorigen Jahr 248 beziehungsweise 3859, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Angaben der Bundesforschungseinrichtung für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institut. Der Präsident des Instituts, Thomas C. Mettenleiter, sagte:

Es besteht jederzeit das Risiko eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest, insbesondere durch problematische menschliche Aktivitäten.

Erreger könnten übertragen werden, wenn Reisende Essensreste wie Wurstwaren mit rohem Schweinefleisch auf Raststellen wegwerfen und Wildschweine die Abfalleimer danach durchwühlen. Auch Schuhe, Kleidung oder Jagdausrüstung mit Blut von Wildschweinen seien eine Gefahr. Deutsche Hausschweinbestände und die Wildschweinpopulation sollten bestmöglich gegen die Einschleppung der Tierseuche geschützt werden. Die Schwarzwildpopulation sei in Deutschland allerdings sehr groß. Jäger sollten die Bestände deutlich reduzieren.

Der Bauernverband will am Freitag über Präventionsmaßnahmen informieren. Eine Möglichkeit ist das Aufstellen abgedichteter Mülleimer an Autobahn-Raststätten, damit Schweine die Abfälle nicht durchwühlen können.

_______________________________________________________________________

Diese Geschichte zeigt, dass wir entlaufene Tiere niemals zu schnell aufgeben dürfen

Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren