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Spionage-Streit entbrannt - BND baute Spezialtechnik im Münchner Dom ein

Spionage-Streit entbrannt - BND baute Spezialtechnik im Münchner Dom ein

News Team
21.03.2018, 16:33 Uhr
Beitrag von News Team

Im Nordturm der Münchner Frauenkirche existieren mittlerweile wohl stillgelegte Sende- und Empfangsanlagen des Bundesnachrichtendienst (BND). Darüber hatte der "Spiegel" am Wochenende berichtet und unter den Bürgern der bayerischen Landeshauptstadt große Verärgerung hervorgerufen. Nun reagiert die Kirche.

„Leider liegen gegenwärtig keine Unterlagen vor, die eine qualifizierte Aussage darüber zulassen, seit wann diese Einrichtung existiert und welchem Zweck sie dient", erklärte Peter Beer, Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, am Mittwoch in einer Mitteilung.

Die Verantwortlichen der Metropolitankirchenstiftung am Dom seien sehr darum bemüht, diese Fragen zu klären. "Sobald dies erfolgt ist, prüfen wir, ob der Zweck der Einrichtung mit einem Gotteshaus vereinbart werden kann." Reine Kommunikationsmittel von Sicherheits- und Rettungsdiensten etwa seien Beer zufolge anders zu beurteilen als aktive Abhöranlagen.

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Nach Kenntnis von Domdekan Lorenz Wolf handele es sich bei den Anlagen um Verstärkerantennen für den Funk, die der Bundesnachrichtendienst nach bisherigen Angaben nicht mehr nutze. „Ich stehe in Gesprächen mit dem BND, auch über einen Abbau der Anlage", so Beer. "Abhörtechnik würden wir im Domturm nicht dulden.“

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