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Insektengift - Wann welche Tiere fliegen und wie gefährlich die Stiche sind

News Team
10.07.2018, 13:41 Uhr
Beitrag von News Team

In der Grafik sehen Sie, wann welche Insekten fliegen - und wie gefährlich ihre Stiche sind


Hamburg - Endlich! Der Sommer ist da. Zeit für Garten, Schwimmbad, Park und Eisdiele. Aber Vorsicht ist geboten. Denn auch Insekten wie Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen lieben die warme Jahreszeit und sind vor allem an diesen beliebten Plätzen anzutreffen. Für die hierzulande rund 2,8 Millionen Insektengiftallergiker bedeutet das, umsichtig zu handeln und die Insekten im Blick zu haben. Denn werden die Allergiker gestochen, besteht für sie sogar Lebensgefahr.

Die Stichstelle: gerötet, geschwollen und äußerst schmerzhaft


Für Nicht-Allergiker ist ein Insektenstich vor allem lästig: Mehrere Tage andauernde Rötungen, Schwellungen und Schmerzen sind die Folge. Besonders Hornissenstiche sind äußerst schmerzhaft, gefolgt von Wespen- und Bienenstichen. Bei Letzteren bleibt der Stachel meist in der Haut stecken und sollte vorsichtig, ohne den Giftsack zu zerdrücken, entfernt werden.

Anzeichen einer Allergie sofort erkennen


Bei einem Insektenstich ist es wichtig, die eigene Reaktion aufmerksam zu beobachten. Eine Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen im Gesicht und am Hals oder Juckreiz an Handinnenflächen sowie Fußsohlen deuten auf eine Allergie hin. Diese Reaktionen können sich bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock entwickeln. "Jeder Mensch, der einmal von einer Biene oder Wespe gestochen wurde, kann eine Insektengiftallergie entwickeln. Wer schon einmal weiterreichende Reaktionen infolge eines Stichs hatte, sollte dies von einem Allergologen klären lassen", rät Frau Prof. Dr. med. Franziska Ruëff, Dermatologin und Oberärztin an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München.

Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie durch einen Allergologen von großer Bedeutung. "Der Allergologe entscheidet nach einem ersten Gespräch, ob eine Allergiediagnostik sinnvoll ist. Blut- und Hauttests sorgen dann für Klarheit." sagt Prof. Ruëff. Stellt er eine Allergie fest, verschreibt er in der Regel ein Notfallset, das Insektengiftallergiker vor allem im Sommer jederzeit bei sich tragen sollten.

Langfristig vorbeugen mit der Allergie-Impfung


"Für Insektengiftallergiker kann eine spezifische Immuntherapie, also eine Hyposensibilisierung, lebensrettend sein", so Prof. Ruëff. Denn nach dieser Impfung sind 90 Prozent der Patienten nahezu beschwerdefrei und ihr Immunsystem reagiert wieder normal. Die Hyposensibilisierung wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als einzig ursächliche Behandlungsmethode empfohlen. Bei entsprechender Diagnose übernehmen alle Krankenkassen die Kosten der Therapie.

Weitere Informationen zur Feststellung und Behandlung von Insektengiftallergien gibt es unter www.insektengiftallergie.de. Die Initiative Insektengiftallergie bietet Patienten, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um Allergien auf Stiche von Wespen, Bienen, Hornissen und Hummeln. Ziel der Initiative ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren von Insektenstichen, die Auslöser sowie die Behandlung der daraus resultierenden Allergie.

(Quelle: obs/ALK-Abelló Arzneimittel GmbH)

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