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Kalenderblatt: Gefahr aus dem All - KA2 kreuzt die Erdumlaufbahn

News Team
22.05.2013, 08:24 Uhr
Beitrag von News Team

Am 21. Mai 1993 entdeckte der Astronom Tom Gehrels einen kleinen Asteroiden zwischen Erde und Mond. Der Stein flog mit 77 000 Kilometern pro Stunde an der Erde vorbei und wog 6000 Tonnen. Er bekam die Bezeichnung KA2. Und er sicherte sich, wenn auch nicht für lange, einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde – in dem er als derjenige Asteroid gelistet war, der der Erde am nächsten kam. Schließlich raste KA2 in nur 145 000 Kilometer an unserem Planeten vorbei. Das ist gerade einmal die halbe Strecke zum Mond – und für Astronomen ein Katzensprung.

Gerade mal ein Jahr später allerdings beanspruchte ein anderer Himmelskörper den Titel für sich. Gehrels Kollege Jim Scotti entdeckte einen Asteroiden, der noch näher an der Erde vorbeiflog. Sein klangvoller Name: XM1. Er näherte sich der Erde bis auf etwa 110 000 Kilometer, wurde allerdings erst nach dem Punkt der größten Annäherung entdeckt.

Alles Gute kommt von oben?

So faszinierend der Blick zum Himmel mitunter auch ist. Die Frage, ob uns Meteoriten oder Kometen gefährlich werden können beschäftigt nicht nur die Laien, sondern auch die Wissenschaft. Denn eine Kollision mit der Erde hätte – zumindest bei größeren Gesteinsbrocken relativ fatale Folgen.

Per Computersoftware suchen Astronomen daher systematisch den Himmel ab, entdecken hin und wieder einige dieser Objekte. 7000 davon wurden so inzwischen lokalisiert und berechnet, etwa 170 davon werden von der Internationalen Astronomischen Union als „potenziell gefährlich“ eingestuft. Dazu gehören alle Objekte, die sich der Erde auf weniger als fünf Millionen Kilometer nähern können.

Doch nicht alle Zwischenfälle lassen sich auf diese Weise präzise vorhersage. Das beweist der Niedergang eines Meteoritenregens in der russischen Region Tscheljabinsk beweist im Februar. Mit ihm hatte niemand gerechnet. Dass es so viele Bilder davon gibt, hat einen anderen Grund: Viele Pendler filmten den Einschlag , weil sie im Auto Videokameras installiert haben, um Kriminelle zu überführen.

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