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Diese Dinge brauchst Du, um jetzt die Gartensaison vorzubereiten

Diese Dinge brauchst Du, um jetzt die Gartensaison vorzubereiten

Service Tipp
22.02.2018, 10:04 Uhr
Beitrag von Service Tipp

Grillgut raus, der Lenz ist da. Naja, fast. Zumindest aber solltest Du jetzt Vorsorge treffen, um ihn passend zu begrüßen. Wir zeigen dir, was du dazu brauchst.
Schau mal auf den Kalender. Jep, die ersten beiden Jahresmonate haben wir schon abgehakt. Und was kommt nach Februar? Definitiv die Chance darauf, dich mal wieder im Garten der Sonne zu präsentieren. Denn die Statistiken zeigen: Schon im März kann es an die 20-Grad-Marke reichen, wenn das Wetter mitspielt. Du sagst, dass dein Garten und die Terrasse aber noch aussehen wie Kraut und Rüben? Dann befolg zunächst unsere folgenden Ratschläge.

1. Weg mit alt

Du hast eine der Grundregeln des Gartenbesitzertums vernachlässigt und im Herbst deine Kunststoff-Stühle und den Tisch nicht in die Garage geräumt? Und jetzt sieht alles nicht nur derbe verschmutzt aus, sondern Frost und UV-Strahlung haben das Plastik brüchig gemacht? Dann mach gleich Nägel mit Köpfen und bestell den Sperrmüllwagen, die Sachen kannst Du nicht mehr retten. Anschließend schaust Du dich beim Fachmann nach Möbeln aus Stein um – denn das ist das kommende Hip-Material für Gartenmöbel. Zwar schwer, aber garantiert kann dir künftig die Witterung völlig egal sein. Solche Gartenmöbel lachen sogar über die scharfe Schmutzdüse auf deinem Hochdruckreiniger.

2. Finger weg von der Astschere

Zugegeben, Januar und Februar waren dieses Mal sehr düster und ungemütlich. Du hast also eine plausible Ausrede, warum Du dich nicht mit Astsäge und Baumschere daran gemacht hast, Sträucher und Bäume in deinem Garten zurechtzustutzen. Allerdings ist der Zug jetzt endgültig abgefahren. Denn zwischen März und September darf man weder Hecken noch sonstige Gehölze im Garten schneiden. Wirst Du erwischt, wird es richtig teuer, da stehen bis zu 50.000 Euro Bußgeld drauf.

Dafür ist es jetzt zu spät. Nicht-sicherheitsrelevante Rückschnitte dürfen nur bis zum 1. März durchgeführt werden. Danach nicht mehr.
Dafür ist es jetzt zu spät. Nicht-sicherheitsrelevante Rückschnitte dürfen nur bis zum 1. März durchgeführt werden. Danach nicht mehr.

3. Ab auf den Rasen

Selbst der beste Rasen sieht am Winterende fürchterlich aus. Das liegt daran, dass sich den Halmen etwas breitgemacht hat: Moos. Du findest vielleicht, dass das schön weich wäre. Tatsächlich ist es jedoch ein Rasen-Killer, denn Moos nimmt deinem Rasen Luft wie Licht. Wenn Du das nicht willst, pack zunächst den Rasenbesen aus. Damit werden nun alle verbliebenen Blätter, abgefallene Ästchen usw. entfernt.
Im nächsten Schritt benötigst Du einen Vertikutierer. Für Besitzer von Kombigeräten: Das ist die Achse mit den rotierenden Klingen. Die mit den Draht-Dornen ist nur für die Rasenbelüftung zuständig. Der Vertikutierer macht zwar ziemlich „Kleinzholz“, aber das sieht wilder aus, als es ist. Für effektive Arbeit musst Du mindestens einmal längs und quer vertikutieren. Danach musst Du das Restmaterial mit dem Rechen aufnehmen.
Anschließend solltest Du Stellen, die jetzt „Haarausfall“ haben, mit Grassamen versehen und danach der ganzen Fläche Dauer-Dünger zugutekommen lassen. Nach dieser Komplettkur wird dein Rasen regelrecht explodieren.

4. Pinsel raus

Wenn die Winter-Witterung nicht dafür gesorgt hat, dass sich rund um deine Terrasse und den Garten Farbabplatzer zeigen, dann mit Sicherheit die Sonneneinstrahlung der vorherigen Jahre. Du wirst also vermutlich nicht ums Streichen herumkommen. Dieser Schritt ist jedoch zweigeteilt, denn die zweite Phase kann erst bei „anständigen“ Temperaturen stattfinden.

1. Prüfe an hölzernen Gartenhäuschen, auf Geländern und allem, was lackiert ist, mit einer harten Bürste, ob Farbe abplatzt. Auf Wänden, Mauern und dergleichen kannst Du ebenso verfahren. Wo Farbplacken abspringen, gehst Du mit einer Drahtbürste kräftig drüber. Ziel ist es, einen festen Untergrund zu bekommen.

2. Sobald die Temperaturen über ca. 15°C liegen, kaufst Du grüne Farbe. Ganz recht, denn „Back to Nature“ gehört zu den heißesten Gartentrends, die Du dieses Jahr finden wirst. Und Grün ist dabei eine Art „Auge des Sturms“. Alles, was vorher in nüchternen „Fifty Shades of Garden-Grey“ gehalten war, bekommt jetzt einen grünen Touch. Und wenn Du mit den unzähligen Grüntönen variierst, kommt auch keine Langeweile auf – dafür aber werden deine Nachbarn neid-grün.

Übrigens ist nicht nur Grün ein Trend, sondern generell florale Muster. Für Sitzkissen, Tischdecke und Co. darfst Du also ebenfalls auf blumige Fröhlichkeit setzen.

Back to Nature ist der Mega-Trand des 2018er Gartenjahres. Und mit grün in allen Schattierungen auf Gartenmöbeln und Wänden bist Du dabei.
Back to Nature ist der Mega-Trand des 2018er Gartenjahres. Und mit grün in allen Schattierungen auf Gartenmöbeln und Wänden bist Du dabei.

5. Muskelschmalz im Beet

Natürlich möchtest Du auch in diesem Jahr wieder deinen Speiseplan um Köstliches aus dem Eigenanbau bereichern. Dafür ist es aber notwendig, dass Du jetzt loslegst, denn es gilt die alte Regel „Gertrud schließt den Garten auf“. Damit ist der Namenstag von Gertrud von Nivelles gemeint, also der 17. März.
Den Garten umzugraben wird heute als nicht mehr zeitgemäß angesehen, weil dabei die ganze Biologie der oberen Erdschicht auf den Kopf gestellt wird und einige Wochen braucht, um sich zu regenerieren. Nur wenn Du wirklich große Beete jenseits der 100 Quadratmeter hast, solltest Du auf eine Motorhacke setzen. Alles darunter kannst Du entweder mit einem sogenannten Sauzahn oder einer Grabgabel auflockern und so belüften. Doch bevor Du das machst, solltest Du pro Quadratmeter drei Liter Komposterde im Beet verteilen. Durch den Werkzeugeinsatz wird die untergemischt und bringt einen anständigen Nährstoff-Boost. Weiter musst Du nun nichts tun. Lediglich bevor Du die ersten Gemüsesorten ausbringst, kannst Du die oberste Erdschicht nochmal mit einem Rechen auflockern.

Motorhacken sind zwar fix, werfen aber deine Boden-Biologie gehörig durcheinander. Sie sollten daher nur bei wirklich großen Beeten eingesetzt werden.
Motorhacken sind zwar fix, werfen aber deine Boden-Biologie gehörig durcheinander. Sie sollten daher nur bei wirklich großen Beeten eingesetzt werden.

6. Kopfüber im Kompost

Falls Du einen Komposthaufen oder ein solches Behältnis besitzt, wird es nun auch Zeit, diesem ein wenig Arbeit angedeihen zu lassen. Denn das, was den Winter obendrauf verbracht hat, ist nun zwar feucht und matschig, lässt aber auch keine Luft hindurch. Genau die benötigen aber die unzähligen Lebewesen, die das Biomaterial wieder zu guter Erde kompostieren. Mit einer Heugabel oder ähnlichem Werkzeug musst Du deshalb das sogenannte Rottematerial, also nur die verfaulten Blätter usw. einfach von unten nach oben umschichten. Was darunter schon an Komposterde ist, lass unangetastet.

7. Grill-Clean

Du kannst es doch auch kaum noch abwarten, endlich wieder saftige Steaks vom Grill genießen zu können, oder? Doch auch davor ist noch etwas Arbeit angesagt, die sich je nach Grill-Bauart unterscheidet und zudem auch, wie fleißig Du im vergangenen Herbst beim Einwintern warst.

  • Grillroste müssen fett- und rostfrei sein. Falls noch alter „Schmodder“ vom letzten „Abgrillen“ daran hängt, den Rost über Nacht draußen in eine nasse Zeitung einschlagen. Am nächsten Tag dann den Schmutz mit einer groben Bürste abputzen. Sollte sich darunter jedoch Rost gebildet haben, muss eine rotierende Drahtbürste (für Bohrmaschine oder Winkelschleifer) zum Einsatz kommen.
  • Die Wannen von Kohlegrills können einfach mit einer Drahtbürste gereinigt und anschließend mit einem feuchten Lappen ausgewischt werden. Bitte an beweglichen Teilen kein Öl verwenden, das kann beim Grillen verdampfen und giftig wirken.
  • Bei Gasgrills die Anschlüsse der Gasflasche sorgfältig überprüfen und mit einem trockenen Lappen abwischen. Nach dem Anschließen horchen (es darf nichts zischen) und schnüffeln, ob sich der markante Warnstoff-Geruch zeigt.

Beide Grill-Bauarten sollten vor dem ersten „scharfen“ Frühjahrseinsatz einmal ohne Grillgut durchgeheizt werden, damit sich eventuell übersehener Schmutz durch Verdampfen oder Verbrennen verflüchtigt.

8. Gartenwerkzeug-Parade

Du warst bis zu diesem Punkt schon sehr fleißig. Lob dafür. Und es steht auch nur noch ein Arbeitsgang auf dem Programm, dann kann die Gartensaison wirklich starten. Bring all deine Gartenwerkzeuge von der kleinen Handschaufel bis zum Rasenmäher ins Freie. Dann prüfst Du sie optisch auf Funktion, reinigst sie gegebenenfalls mit einer Drahtbürste und benetzt alles, was aus Metall und unbeschichtetem Holz ist, hauchdünn mit einem biologisch abbaubaren Öl (alte Gartenfüchse nehmen dafür das eigentlich als Waffenöl verkaufte „Ballistol“).
Damit beugst Du nämlich nicht nur Rost vor, sondern sorgst auch dafür, dass deine Werkzeuge dir auch noch lange Jahre gute Dienste tun werden. Und nun: Viel Spaß in der Gartensaison, Du hast es dir verdient!

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1 Kommentar

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Ich habe mir erlaubt, diese 8 Ratschläge in meine Garten-Datei zu kopieren, ist es o.k. ???
  • 08.03.2018, 14:47 Uhr
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