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Der neue Edeka-Film zum Muttertag kommt im Netz nicht besonders gut an

Edeka: Werbespot zum Muttertag sorgt für Empörung im Netz - "Dumm und männerfeindlich"

Von News Team - Dienstag, 07.05.2019 - 13:30 Uhr

Für seine witzigen und provokanten Werbespots im Netz ist Edeka bekannt. Der Viral-Hit "Supergeil" mit Friedrich Liechtenstein bescherte der Supermarktkette vor fünf Jahren nicht nur internationale Preise, sondern mit bislang 20 Millionen Aufrufen auch einen Klickrekord auf Youtube. Seitdem bringt sich das Unternehmen - etwa zu Weihnachten - immer wieder mit cleveren Clips ins Gespräch.

Doch mit seinem neuen Film zum Muttertag hat das Unternehmen offenbar ziemlich daneben gegriffen.

Der Schwarz-Weiß-Clip mit der Botschaft: "Danke, dass Du nicht Papa bist", sorgt jedenfalls für einen Shitstorm im Netz.

Dummer und männerfeindlicher Werbespot. Edeka hat sich für mich erledigt

schreibt ein Nutzer auf Youtube. Ähnlich der Tenor der anderen Kommentare: "Ich gehe mit meinem tollen Vater jetzt zu Lidl einkaufen. ... wir sind beide bei Edeka nicht mehr erwünscht", schreibt ein anderer.

Was die Nutzer so empört: In dem Spot sagt ein kleines Mädchen mehrmals: "Danke". Dass es damit nicht seinen Vater meint, wird am Ende aufgelöst. Da sitzt das Kind zwischen seinen Eltern auf der Couch und wirft erst dem Vater einen angewiderten Blick zu, weil ihm die Chips, die er händeweise in sich hineinstopft, buchstäblich aus dem Gesicht fallen. Dann wendet sich das Mädchen an die Mutter und sagt erleichtert aus dem Off: "Danke, dass Du nicht Papa bist."

Papa ist in dem Spot ein Trottel

Denn der Papa ist in dem Spot ein ziemlicher Trottel. Wenn er dem Mädchen mit Karacho die Haare kämmt, schreit es vor Schmerzen. Beim Spielen wirft er dem Kind den Ball mitten ins Gesicht. Und bei der Zubereitung eines Smoothies vergisst der Küchen-Tölpel doch glatt, den Deckel auf den Mixer zu setzen.

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Zwar wurde das Video allein auf Youtube bisher über eine halbe Million Mal angeklickt. Und auch auf Facebook haben Tausende Menschen darauf reagiert. Doch in den meisten Fällen entsetzt. Und das ist noch freundlich ausgedrückt.

Muss denn im Jahre 2019 solch eine Werbung, die ein Geschlecht derart abwertet, sein?

kommentiert das Video eine Facebook-Nutzerin. Und schreibt weiter: "Heute haben es Eltern wirklich schwer genug, gemeinsam für ihre Kinder da zu sein, da braucht es nicht auch noch solche Spots. Diese Art von DANKE möchte ich als Mutter und Großmutter und auch überhaupt als Mensch ablehnen!".

In dem Film würden Männer bewusst verächtlich gemacht und "schlichtweg falsch dargestellt", regt sich ein anderer auf.

"Wir möchten Väter nicht schlecht darstellen"

Etwas kleinmütig antwortet die Social-Media-Abteilung des Unternehmens darauf: "Mit dem Spot möchten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen."
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Dass das auch anders geht, zeigt etwa der Muttertags-Werbespot des Geschenk-Erlebnisanbieters Mydays. Unter dem Motto "Zeit, die bleibt", wirbt das Unternehmen darin für gemeinsame Zeit mit dem so wichtigen Menschen.


Der Film kommt ganz ohne Worte aus. Erzählt die Geschichte einer erwachsenen Tochter, die kaum noch Zeit für ihre Eltern hat. Sich dann aber besinnt - und nach Hause eilt.
"Ich war so gerührt, dass ich geweint habe", so der Kommentar einer Userin auf Youtube.

54 Kommentare

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Herzhaft gelacht und den Spott für toll befunden. Das Leben ist ernst genug, Mann sollte auch mal darüber lachen.
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So ein Werbespot kann nur von Frauen gestaltet worden sein, wir leben doch nicht mehr im vorigen Jahrhundert, denn heute sind es die Männer, welche Einfühlsamer, bedachter und behutsamer mit Kinder umgehen, Frauen sind nur noch geifende Biester
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Männer, die diese Werbung als "männerfeindlich" empfinden, sollten sich besser zur Frau umoperieren lassen - oder sich in psychiatrische Behandlung begeben. Es würde mich schon einmal interessieren, welche Männer sich mit der Werbung verunglimpft sehen.
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nur wer sich über solche Spots beschwert ist/wird hier zum Trottel erklärt,ich sehe das als Anmache
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Empören tun sich nur die Dauerempörten.
Das ist keinen Klick wert.
Das ist noch nicht mal ein Byte wert.
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?????????
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????????
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meine Güte...
was manche Probleme haben..
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ich frage mich wie kommt das Kind überhaupt auf diesen Gedanken??Ist die Mutter so devot oder depressiv, dass das Kind die Rolle eines Erwachsenen übernehmen muß? Interessant ist für mich, wie innerhalb der Firma, oder was auch immer ein Verein es ist, solche geschlechtspezifischen Rollenverteilungen , wie beim ollen Kaiser, in den Köpfen der Geschäftsleitung real sind-seltsam seltsam
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Mann muss es mit Humor sehen - Und wenn nicht, seinen Kasten Bier für den Bollerwagen an Vatertag bekommt er auch bei REWE oder im Getränkemarkt - Und herzlichen Glückwunsch an Edeka. Dank einen Spots redet mal wieder fast jeder über die meistens eher langweilige Supermarkt-Apotheke mit der kleinen Auswahl.
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