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DVD-Tipp: Kalender Girls

DVD-Tipp: Kalender Girls

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 14.08.2012 - 10:28 Uhr

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst und so entstand dieser Film des Regisseurs Nigel Cole aus dem Jahr 2003 durch Erlebnisse einer Gruppe von Frauen des "Rylestone and District Women´s Institute", allen voran Angela Baker und Tricia Stewart. Sie brachten einen Aktkalender heraus, dessen Erlös zu Ehren des an Leukämie verstorbenen Mannes von Angela, in die Krebsforschung investiert wurde. Die Frauen schafften es unter anderem auf das Titelblatt der New York Times, nach Cannes und schließlich entstand der mehrfach ausgezeichnete Film mit Helen Mirren und Julie Walters in den Hauptrollen.

Eine Komödie nach einer wahren Begebenheit

Einmal in der Woche versammeln sich die Frauen des Women´s Institute von Rylstone, um sich wenig spannende Vorträge über das Teppichknüpfen, die Brokkolizucht und Urlaubsreisen anzusehen. Genauso wenig Abwechslung bietet die Planung des jährlichen Vereinskalenders, der Jahr für Jahr die gleichen Motive der umliegenden Kirchen zeigt. Doch dann kommt Chris Harper (Helen Mirren) auf eine gewagte Idee: Statt der langeweiligen Kirchemotive, möchte sie einen Aktkalender herauszubringen, um den Gewinn dem Krankenhaus zu spenden, in dem kurz zuvor der Mann ihrer besten Freundin Annie (Julie Waters) an Leukämie verstarb.

Gemeinsam mit Annie überreden sie weitere Frauen des Woman´s Institutes (kurz WI), als Aktmodelle Bestandteil des Kalenders zu werden und Probeaufnahmen in Chris Küche zu machen. Das will nicht so recht gelingen und machen sie auf die Suche nach einem ambitionierten Fotografen. Mit dem Krankenhauspfleger Lawrence (Philip Glenister) werden sie schnell fündig, der mit der Idee aufwartet, die Frauen in Alltagssituationen wie Stricken, Saftpressen, Lesen und Malen zu fotografieren. Die Frauen sind begeistert von dem Ergebnis, doch dann treten einige Schwierigkeiten auf. Chris versucht zur Umsetzung einer größeren Auflage des Kalenders einen Sponsor zu finden und ist nebenher mit ihrem pubertierenden Sohn beschäftigt, die Ortsvorsitzende des WI versucht den Druck des Kalenders zu verhindern, um den Ruf des Vereins nicht zu schädigen und die Hausfrau Ruth bekommt Probleme mit ihrem Mann. Als Chris schließlich die ortsansässige Brauerei als Sponsor findet, geht der Kalender in Druck. Die Frauen werden quasi über Nacht berühmt und werden von Journalisten belagert. Sie müssen lernen, dass der plötzliche Ruhm viele aber nicht nur gute Seiten hat.

Ein Erfolg auf ganzer Linie

Die wahre Geschichte um die „Calendar Girls" und deren Aktfotos war so einzigartig und amüsant, dass die filmische Umsetzung fast zwangsläufig ein Erfolg werden musste. Die Komödie gewann im Jahr 2003 den British Comedy Award, die Autorin Juliette Towhidi im gleichen Jahr einen Preis für das Drehbuch. Die grandiose Hauptdarstellerin Helen Mirren wurde für den europäischen Filmpreis, den Golden Globe und im darauffolgenden Jahr zusammen mit Julie Walters für den Golden Satellite Award nominiert. Die Auszeichnungen verdankt der Film aber, trotz aller Komik, den leisen Zwischentönen. Dem traurigen Hintergrund der Geschichte, den mit der Veröffentlichung entstandenen Probleme und der enge Zusammenhalt dieser bewundernswerten Frauen wird mit genügend Ernsthaftigkeit begegnet. "Kalender Girls" ist unterhaltsamer Film, der neugierig auf diese skurile und wahre Geschichte macht.

Bei Interesse können sie die "original Calendar Girls" hier sehen:
http://www.dailymail.co.uk/news/arti...colour.html

Den Trailer zum Film finden Sie hier: http://www.trailerseite.de/archiv/tr...railer.html

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