"Der Nachlass Domenico Minettis", ein Roman zum Gedenkjahr Erster Weltkrieg
"Der Nachlass Domenico Minettis", ein Roman zum Gedenkjahr Erster Weltkrieg

"Der Nachlass Domenico Minettis", ein Roman zum Gedenkjahr Erster Weltkrieg

Beitrag von wize.life-Nutzer

Liebe Menschen,
der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs hat in vielen Sachbüchern schon seine Schatten vorausgeworfen. Von Millionen Toten und unfassbaren Grausamkeiten ist da die Rede, von den Kriegsverbrechen und den Leiden der Soldaten und der Zivilbevölkerung.
Der Nachlass Domenico Minettis (Verlag Anton Pustet) ist der Titel des Romans, in dem der Autor Dietmar Gnedt das Unfassbare anhand des Schicksals einer kleinen Familie schildert.
Dabei beginnt der Roman in Bassano Veneto als zauberhafte Liebesgeschichte zwischen Domenico Minetti und seiner Lina Bizzenti. Domenico hat weder mit der Kriegshetze noch mit dem Hass gegen die Österreicher etwas am Hut und will auch als Soldat den Krieg möglichst unbeschadet überleben. Um seine Sehnsucht nach seiner Lina und seinem kleinen Sohn zu lindern, schreibt er ein Tagebuch über den Wahnsinn, der sich rund um die sinnlose Eroberung, Verteidigung von Hügelkuppen abspielt, über das Vegetieren in Schützengräben, über Hunger, Giftgas und über das tägliche Morden. Als er erfahren muss, dass seine Eltern, seine Lina und sein Sohn tot sind, will er nur noch Rache – bis er sich eines Tages in einer Höhle verschüttet findet, mit einem österreichischen Kaiserjäger. Nur gemeinsam können sie sich befreien, und daraus entsteht so etwas wie Freundschaft zwischen Männern, die Feinde sein sollten. Minetti gerät in österreichische Kriegsgefangenschaft und kommt über Umwege in das Kriegsgefangenenlager Wieselburg … und hier sind wir in der Rahmenhandlung dieses beeindruckenden Romans, den ich Ihnen dringend ans Herz lege.
Die Geschichte des Domenico Minetti ist eine perfekte Mischung aus Liebe, Treue, Mut und Niedertracht, ein berührendes Schicksal vor dem Grauen eines Krieges. Sie zeigt aber auch die Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber einer gnadenlosen Militärmaschinerie, den dummen Wahnsinn von Kriegspropaganda und die Sinnlosigkeit des Sterbens, in Kriegszeiten als „Heldentod“ geschönt.
Dieses Buch sollten Schüler genauso lesen wie erwachsene Menschen. Menschen, vor allem
Meint mit großer Nachdenklichkeit
Ihre
Barbara Brunner
http://www.gnedt.net