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Rechtschreibunk in der Schreibwerkstatt

Rechtschreibunk in der Schreibwerkstatt

20.03.2014, 19:36 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Einen Text mit Rechtschreibfehlern zu präsentieren, kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise entsteht der Eindruck, der Autor nimmt sich, seinen Text und den Leser nicht ernst. Dem widerspricht allerdings der Umstand, dass er einen Text überhaupt zeigt. Denn für jeden Autor hat das Zeigen besondere Bedeutung - noch vor dem Lob.
Unsicherheit wäre ein weiterer Grund. Gerade in der Aufgeregtheit der Textentstehung entstehen mit diesem auch Fehler. Bei jedem. Der Erfahrene lehnt sich zurück und geht mit einigem Abstand den Text nochmal durch. Der Unerfahrene jedoch ist froh, dass er's "los" ist und atmet in dem Moment auf, in dem er den Send-Button drückt.
Möglich auch, dass jemand es überhaupt nicht kann - richtig schreiben. Der wird's auch in einer Schreibwerkstatt nicht lernen. Aber geholfen wird ihm dort auf jeden Fall - sei es durch einen "Mentor", an den er sich wegen eines Lektorats wendet oder durch Hinweise, die ihn seinen Text selbst korrigieren lassen.
In der Regel sind Autoren froh über diese Hinweise, weil sie durch sie einen Text nicht nur inhaltlich verbessern können, sondern auch die äußere Form abrunden können.
Für den Leser ist nichts so abstoßend wie fehlerhafte Zeichensetzung oder Rechtschreibfehler. Oft merkt er's selbst gar nicht, doch wenn er dem Text schon in der zweiten Zeile nicht folgen kann, weil ein fehlendes Komma den Sinn verfälscht und ein Doppelt-T zum Nachdenken bringt, weil der Leser die Bedeutung des Wortes neu erfassen muss, artet das im Unterbewussten schnell in "Arbeit" aus und er wendet sich ab von diesem Text: Zu schwierig.
Vergleichen lässt sich das vielleicht mit einem Essen: Zwei Teller mit demselben Inhalt. Der eine von einem Koch liebevoll angerichtet, der andere von einem Klempner (nix gegen Klempner übrigens) mit der großen Kelle raufgeklatscht - inhaltlich desselben Inhalts, wird sich wohl fast jeder dem harmonischer angerichteten Teller widmen.
Ich selbst - als Leser - möchte einen Text unbefangen aufnehmen können und mich mit ihm auseinandersetzen, möglicherweise sogar auf ihn einlassen. Ich brauche meine Gedanken in diesem Moment für den Inhalt und möchte dabei keine Irritationen durch Fehler erleben. Es wäre schön, wenn das jeder Autor berücksichtigen könnte.

Dieser Text ist übrigens direkt entstanden, und wenn jemand Fehler findet und mir nennt, korrigiere ich sie nachträglich gern

30 Kommentare

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Danke, Robert.

Was manche hier den anderen zumuten, nur weil sie zu bequem sind, die Shift-Taste zu nutzen und ihre Sätze mit Satzzeichen einigermaßen verständlich zu gliedern, ist schon bemerkenswert. Manche machen stattdessen drei Punkte. Da frage ich mich, was das soll. Ein Komma ist genauso schnell gesetzt.

Ich rede nicht von Menschen, die es nicht besser können und auch nicht von Tippfehlern, die passieren jedem mal. Ich rede von denen, die es nicht wollen!

Das einfachste ist, die Texte dieser Schreiberlinge nicht zu lesen. Ist mir in den meisten Fällen einfach zu mühsam.
  • 23.07.2014, 14:08 Uhr
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Schrift ist die Notation der Gedanken;

Wie Noten die Notation der Töne sind;
wie Zahlen die Notation des Rechnens sind
oder xy-Päärchen (nein, Google: Pärchen) die Züge und Positionen des Schachspieles codifizieren, also schriftlich fixieren.
(codifizieren? nix mit Google. Aber man kennt das "codifizierte Recht")

Was will uns der Robert sagen?
Schlechter oder gar falscher Umgang mit der Notation der Gedanken verfälscht deren Choreografie in der Aufzeichnung.
Google ist mir in dieser Hinsicht unendlich hilfreich
  • 18.05.2014, 12:10 Uhr
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All meinen Vorrednern die Frage: Befinde ich mich noch unter Laien?
  • 17.05.2014, 15:36 Uhr
Unbedingt. Denn "Schreibwerkstatt" umfasst ein breites Spektrum vom Anfänger über den talentierten Schreiber bis hin zum erfahrenen, ambitionierten Hobbyautoren. Nur die Kritiker sind meist richtige Profis *g*
  • 17.05.2014, 18:56 Uhr
Ahjetzja.........
  • 18.05.2014, 00:03 Uhr
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Also ihr lieben Schreibenden und an Geschreibe Interessierte, Deutsch ist eine schwere Sprache und LIteratur ist nicht Sprachwissenschaft. Die Frage ist, welchen Anspruch hat der Schreiber und welchen Anspruch hat der Leser. Da soll es mal einen anerkannten deutschen Schriftsteller gegeben haben, der schrieb ohne Punkt und Komma, erfand Worte, die es vor ihm nicht gab und bildete seitenlange Bandwurm Sätze , welche das Verstehen des Inhaltes stark erschwerten.Einige Jahre galt er als sehr großes Talent, möglicherweise war ihmauch gleichgültig , wenn einige ihn nicht verstanden. Der Mann hiess Handke, glaube ich und niemand konnte ihm vernünftiges Deutsch beibringen.
  • 13.04.2014, 23:12 Uhr
Das ist nur die halbe Geschichte, Monika. Das, was du schreibst, ist zwar richtig, aber es wurde so nie veröffentlicht. Lektoren und Korrektoren haben dem Text schon "rund" gemacht.
  • 17.05.2014, 19:18 Uhr
Ich glaube, ich verstehe nicht ganz, wovon du sprichst. Auf welchen Text Beziehst du dich?
  • 17.05.2014, 20:44 Uhr
Auf deinen. Ein Text wird nie so veröffentlicht, wie der Autor ihn geschrieben hat.
  • 17.05.2014, 20:46 Uhr
Versteht ich dich jetzt richtig? Du meinst Lektoren,die korrigieren, den Verlag, der etwas streicht, etwas zu lang , zu kurz, zu laut, zu neu oder sonst wie findet? Und wir Leser kennen nur den veröffentlichten Text? Das ist das Geschäft des Schreibens, jedenfalls wenn es professionell wird.
  • 17.05.2014, 20:59 Uhr
Das meinte ich. Ein Auto, der eine Rechtschreibschwäche hat, wird nie mit diser Rechtschreibschwäche veröffnetlicht werden, nur um ihn authentisch zu halten, sondern er wird "lesbar" veröffentlicht, damit er sich verkaufen lässt.
  • 17.05.2014, 21:04 Uhr
Das ist ja auch gut so. Meine Aussage über Handke war aber eine andre, mir geht es darum, dass jemand einen Schreibstil hat, der sich nicht an Kommaregeln,Satzbildung usw hält und ein grosser Schriftsteller sein kann.
  • 17.05.2014, 21:24 Uhr
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Schreiben ist Handwerk?

Nun, da kann man geteilter Meinung sein.
Sachbücher, Zeitunsartikel und journalistische Arbeiten - das ist Handwerk und muss absolut fehlerfrei geschrieben sein.

Geschichten, Romane, Gedichte usw. sind Kunst, kein Handwerk.
Unbestreitbar ist es wünschenswert, auch diese Werke fehlerfrei zu präsentieren.
Doch da es sich dabei nicht um Sachbücher/Artikel handelt, steht der
kreative (künstlerische) Aspekt im Vordergrund.
  • 27.03.2014, 07:31 Uhr
Ja, Schreiben ist Handwerk. Aber es ist nicht unbedingt ein Germanistikstudium erforderlich, um sein Schreiben zu optimieren. Das Handwerkliche regelt meist die äußere Form, kann aber auch inhaltlich helfen. Es ist erstaunlich, wie förderlich schon so'n "schlichter" Schreibkursus bei der Volkshochschule sein kann - oder die Mitwirkung in einer Schreibwerkstatt.
  • 27.03.2014, 16:44 Uhr
@ Robert:
  • 28.03.2014, 07:40 Uhr
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Hab nur zwei Fehler entdeckt, au0er dem in der Überschrift, aber der war sicher gewollt, oder?
  • 20.03.2014, 19:46 Uhr
"außer" muss es natürlich heißen
  • 20.03.2014, 19:47 Uhr
Ääääh .... Da ist doch alles richtik in der Überschtift ...???
  • 20.03.2014, 19:51 Uhr
Renate,
Du hast ihn ertapppt und jetzt rudert er

Aber inhaltlich, bis auf die paar Rechtschreibfehler, die wir ihm verzeihen, finde ich den Text gut und notswendig. Super, Robert.
  • 20.03.2014, 20:03 Uhr
Und die zwei Fehler will er gar nicht wissen, Manfred. Oder hast du mehr entdeckt?
  • 20.03.2014, 20:09 Uhr
Der Robert hat ja klar herausgesellt, dass es um Fehler geht, die den Text in seinem Sinn, seiner Verständlichkeit, verfälschen und dass beim Leser eine Aussage ankommt, die der Schreiber so garnicht beabsichtigt hat. Ein Text soll unmissverständlich abgefasst sein.
Deutsch ist schwer!
Nicht jeder ist, wie Robert angeführt hat, ihr mächtig.
Deshalb ein Tip: einfach den Kern der Aussage in anderen Worten nochmals wiederholen. Wiederholen in einem, durch Kommas getrennten, Nebensatz
Das hört sich zwar oberlehrerhaft an aber es hilft, glaube ich.

Wir reden nicht von banalen Tipfehlern
  • 20.03.2014, 21:14 Uhr
Du reitest doch nur auf meinem Stil herum, weil du keinen Rechtschreibfehler findest, Frank. Und weil du 'ne schlimme Kindheit hattest - ich kenn' das!

Sympathisch ist für mich plötzlich der Ausdruck "Tipfehler", Manfred.. Manchmal sollte man sich tatsächlich überlegen, einen Tip zu geben
  • 20.03.2014, 22:49 Uhr
Er ist noch bei der alten Rechtschreibung, Robert.
Eben ganz die "alte Schule".
  • 20.03.2014, 22:53 Uhr
Schreibt man "Alte Schule" nicht groß?
  • 20.03.2014, 22:58 Uhr
Weiß ich nicht. Kommt darauf an. Weißt du es?
  • 20.03.2014, 23:00 Uhr
Dann gib doch mal so einer Bedürftigen, wie mir, etwas Nachhilfe...
  • 20.03.2014, 23:01 Uhr
Du bist ja auch nicht direkt zum Trübsal-Blasen gekommen, Anne. Ich dank' dir für den Lacher am frühen Morgen.

Wenn du eine alte Schule damit beschreibst, Renate, ist es klein richtig. Tradition und Werte jedoch werden groß geschrieben - da wird die Alte Schule zum selbständigen Begriff mit völlig anderer Aussage
  • 21.03.2014, 08:01 Uhr
Genau das meinte ich mit: Kommt drauf an.
Aber danke, dass du es so toll erklärt hast, hätt' ich nicht so hingekriegt!
  • 21.03.2014, 08:35 Uhr
Der smiley hat sich selbstständig gemacht, der sollte ganz woanders hin. Aber da sieht er auch recht lustig aus.
  • 21.03.2014, 08:38 Uhr
nur ganz nebenbei, der Plural von Komma ist m.E. Kommata und nicht Kommas. Stand in irgendeiner Zuschrift.Für mich sind Tippfehler Flüchtigkeitsfehler. Aber was manche bei SB für Fehler machen, das ist schon schlimm oder besser gesagt, traurig.
  • 27.03.2014, 13:29 Uhr
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