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1,5 Milliarden in 8 Bänden - 300 Stradivaris aufgespürt

1,5 Milliarden in 8 Bänden - 300 Stradivaris aufgespürt

06.04.2014, 17:50 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

1,5 Milliarden Euro in vier Bänden. Das Werk Stradivaris erstmals im Großformat Einmalig, außergewöhnlich und schön sind sie die Stradivaribooks. Acht Bände mit ca. 300 Instrumenten und genauso vielen Geschichten der Stradivari. Ob Geigen, Celli oder Bratschen, zahlreiche seiner bedeutendsten Instrumente kann man in der limitierten Ausgabe erstmals bewundern. Instrumente, die so noch nie gezeigt wurden. In außergewöhnlichen Fotografien, sind die Instrumente in Originalgröße abgebildet – Celli zum Aufklappen über eine Gesamtbreite von 96 cm. So echt, dass man versucht ist auf dem Griffbrett zu spielen. Die ersten vier Bände der Stradivaribooks wurden im Oktober 2010 auf der Musikmesse in Cremona erstmals präsentiert. Herausgeber sind der Geigenhändler und Publizist Jost Thöne und der Fotograf Jan Röhrmann. Jost Thöne sagt über die Geschichte des Projektes: "Damals dachte ich, wer wird sich die Mühe machen und das Geld in die Hand nehmen, um Stradivaris zu fotografieren, und wer wird die Erlaubnis bekommen, sie zu fotografieren. Ein bisschen verrückt muss man da schon sein." Über mehrere Jahre hinweg entstanden diese 4 Bände, in denen Stradivaris im Wert von etwa 600 Millionen Euro zunächst abgebildet wurden. Nun entstehen weitere 4 Bände mit wieder 150 Stradivari Instrumenten, damit dürfte die Hälfte aller noch existierenden Instrumente dieses Großmeisters dokumentiert sein. 4500 Euro muss der Musikliebhaber für die handnummerierten Library-Ausgaben bezahlen, über 10.000 Euro für die ledergebundene Goldschnitt de Luxe Edition. Eine Auflage, die streng auf 2000 Library- und 100 de Luxe - Exemplare begrenzt ist und in der die Geschichten jedes einzelnen Instruments erzählt werden. Und selbst die Fotos haben ihre eigene Geschichte. Für das Shooting gingen einige der Instrumente nicht nur auf weite Reisen, denn die meisten der rund 600 erhaltenen Kunstwerke, die Stradivari gebaut hat, werden auf den Bühnen dieser Welt noch aktiv von Solisten gespielt. Vor allem aber die technischen Schwierigkeiten waren enorm. "Streichinstrumente zu fotografieren, ist eine große Herausforderung", sagt Jan Röhrmann. "Der Korpus spiegelt und er muss spiegeln, damit das Instrument dreidimensional wirkt, ohne diese Dreidimensionalität sieht das Instrument auf dem Foto leblos aus.“ Gerade das war den Machern der Stradivaribooks aber besonders wichtig. "Antonio Stradivari war ein genialer, innovativer und äusserst fleißiger Instrumentenbauer", sagt Jost Thöne. "Das Besondere dieser Instrumente, die zwischen 1666 und 1737 entstanden sind, wollten wir in den Fotos zur Geltung bringen." Dazu wurden die Instrumente mit großem Aufwand digital fotografiert, um auch die Abnutzungen des Holzes und verschiedene Lacke sichtbar zu machen. Wer die Bildbände in die Hand nimmt, kann jedes Detail des Instrumentes betrachten, so als hielte er es in der Hand. Die Fotos machen den Mythos greifbar und die Geschichten der Instrumente sind ein Stück Zeitgeschichte. Wie die des Cello 1711 “Mara“. Das Instrument erhielt seinen Namen durch seinen ersten Besitzer, den Cellisten Giovanni (auch Jean oder Joseph) Mara. Der Cellist hat dem Alkohol sehr zugesprochen. Jedenfalls ist übermittelt, dass das Instrument voller Alkoholflecken und Blessuren war und schon nach seinem ersten Besitzer restauriert werden musste. Damit begann die eine ungewöhnliche Geschichte eines Cello, dass über alle Kontinente reiste und 1963 sogar einen Schiffsuntergang in Südamerika überstand. Seit 1996 befindet es sich in der Hand des Cellisten Heinrich Schiff. Wer die Edition erwirbt, erhält ein Werk, das ebenso einzigartig ist, wie die in ihm abgebildeten Instrumente, angereichert durch flankierende Essays zum Thema "Geigenbau". Zudem ist den Bänden eine DVD beigelegt, auf der sich weitere Extra- und Detailansichten der Instrumente und ein Konzertmitschnitt des Solisten Koh Gabriel Kameda befindet. Kameda spielt von Astor Piazolla: Oblivion mit dem „Orquestra Sinfonica del Estado de Mexico“ auf seiner Stradivari 1727 mit dem Namen „Holroyd", die in den Büchern ebenfalls dokumentiert ist.

Jost Thöne hat sich im Bereich Streichinstrumente als Händler und Publizist einen Namen gemacht. Nach seinem Musikstudium im Fach Viola beschäftigte sich Jost Thöne intensiv mit dem Geigenbau, und so entschied er sich nach Beendigung der Studienzeit für die Gründung eines Geigenhandels. Später gründete er zudem den Jost Thöne Verlag, der sich auf grossformatige Fachbücher über den Geigenbau (übersetzt in 5 Sprachen) spezialisierte. Nach fast 27 Jahren Erfahrung im Geigenhandel in Deutschland und Italien, gründete Jost Thöne 2006 die „Violin Expo Cologne“ und schuf zunächst in der Kölner Altstadt, seit 2014 auf Schloss Bedburg zwischen Düsseldorf und Köln gelegen, ein weltweit einzigartiges Forum für den zeitgenössischen Geigenbau, sowie ein Unternehmen Violin Assets GmbH www.violin-assets.com , dass sich auf das Investment Streichinstrumente spezialisiert hat. Die aktuelle Herausgabe der Bilddokumentation „Antonio Stradivari“ krönt seine bisherigen Erfolge. www.violinbooks.com

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