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Alt und Dumm? Keineswegs: Auch im Alter kann man noch eine Sprachen lernen!

Alt und Dumm? Keineswegs: Auch im Alter kann man noch eine Sprachen lernen!

09.04.2014, 11:27 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ob eine Fremdsprache mit steigendem Lebensalter noch perfekt erlernt werden kann, ist unter Sprachwissenschaftlern und Hirnforschern zwar umstritten. Fest steht aber, dass keinesfalls nachgewiesen ist, dass eine bestimmte Altersgrenze für das erfolgreiches Erlernen einer Sprache existiert. Einigkeit besteht auch darüber, dass Kinder Sprachen auf eine andere Art als Erwachsene erlernen.

Was entscheidet über den Erfolg beim Sprachen Lernen?

Der Erfolg beim Erlernen einer Sprache ist von unterschiedlichsten Variablen abhängig: Generell unabhängig von sozialen Faktoren wurde aber festgestellt, dass Jugendliche und jüngere Erwachsene zu Beginn eines Fremdsprachenunterrichts eine höhere Lerngeschwindigkeit aufweisen als Kinder. Sogar ältere Erwachsene erzielen beim Erlernen des Wortschatzes zuweilen raschere Fortschritte als Kinder. Offenbar wirkt sich der vorhandene Wissensschatz als positiver Lernfaktor aus.
Dagegen haben es mehrsprachlich aufgewachsene Kinder später leichter, weitere Sprachen zu erlernen. Vorschulische Sprachförderung sowie intensive Zuwendung und Interaktion in frühkindlichem Alter fördern die sprachlichen Fähigkeiten. Je früher also mit dem Erlernen einer Fremdsprache begonnen wird, desto besser wird das Ergebnis nach einer bestimmten Lerndauer sein. Nach Auffassung einiger Sprachforscher kann ein muttersprachliches Lernniveau nur erreicht werden, wenn mit dem Erlernen einer Sprache bis spätestens zur Pubertät begonnen wurde. Insbesondere gelte dies für eine perfekte Aussprache. Allerdings können diese Sprachwissenschaftler auch nicht erklären, warum es erwachsene Sprachschüler gibt, die eine vollkommene Aussprache erreicht haben.

Erwachsene und Kinder: Individuelle Motivation und unterschiedliche Art des Lernens

Die Ziele eines Sprachschülers entscheiden über die spätere Beurteilung des Lernerfolgs und wirken sich außerdem auf die Art und Dauerhaftigkeit der Lernmotivation aus.
So kommt es einigen Sprachschülern auf eine perfekte Aussprache an, während andere Lernende eine möglichst schnelle, wenn auch nicht ganz vollkommene Fortschritte bei der Sprachanwendung anstreben. Wenn Erwachsene eine Sprache erlernen, so tun sie dies z. B., um Chancen in ihrem Beruf wahrnehmen zu können, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen oder um neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Auf eine „perfekte“ Sprachbeherrschung im Sinne einer Muttersprachlern gleichenden Aussprache kommt es Erwachsenen dabei oftmals nicht an.
Experten des Goethe Instituts betonen, dass sich Erwachsene und Jugendliche oder Kinder aber vor allem auch durch die Art des Lernens unterscheiden:
• Das Lernen von Kindern ist spielerisch und von unbefangener Neugierde geprägt.
• Erwachsene gehen beim Lernen eher analytisch und systematisch vor, nutzen Lebenserfahrungen und erworbene Lerntechniken und orientieren sich an expliziten Regeln. Erwachsenen hilft die Gewohnheit, sich Wissen durch Lesen anzueignen. Aufgrund ihrer Lebenserfahrung können sie leichter Verknüpfungen zu neuen Wissensbereichen herstellen. Außerdem bringen sie beim Sprachen Lernen ihre persönliche Motivation, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen sowie eine oft höhere Konzentrationsfähigkeit ein.
Beim Erlernen der Sprache ist deswgen sowohl die passende Lernform, als auch die Berücksichtigung der individuellen Lerntypen wichtig. Fällt also die Wahl auf eine Sprachschule, ist es nötig, dass diese seriös ist und explizit auf die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen eingeht. Informationen dazu sollten sich auf der Homepage des Institus befinden, wie hier bei der Sprachschule Aktiv München
Nicht zuletzt verfügen Erwachsene meist über zahlreichere Gelegenheiten, ihre Sprachkenntnisse in privaten oder beruflichen Situationen anzuwenden und zu vertiefen.

Fazit

Fest steht also, dass sich niemand vom Traum einer neuen Fremdspache abhalten lassen sollte, egal wie alt er sein mag. Es müssen aber unbedingt die für das jeweilige Lebensalter charakteristischen Lerntypen angemessen berücksichtigt werden. Dann aber erscheint das Erlernen von Fremdsprachen bei älteren Erwachsenen genauso wie bei Kindern und Jugendlichen absolut Erfolg versprechend.
Foto: Colourbox.com

6 Kommentare

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ich bin 75 und lerne seit 4 Jahren Russisch. Es ist ein zwangloser Kreis von Gleichgesinnten der sich einmal die Woche trifft und unsere Lehrerin ist Russlanddeutsche. Wir haben auch schon zusammen eine Fahrt nach St. Petersburg gemacht. So bleibt man auch fit im Kopf
  • 25.01.2018, 13:13 Uhr
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Hallo Robin, 5 Sprachen waren in meiner Schulzeit ein" muss "(Deutsch meine Muttersprache, Rumänisch die Landessprache, Russisch, Latein und Englisch) doch gesprochen habe ich nur Deutsch und Rumänisch. Erst 30 Jahre später habe ich mein Englisch aufgefrischt um mich in der neuen Heimat meines Sohnes ( New York ) mit den Menschen unterhalten zu können. Was mir fehlt ist aber die Konversation, denn meine Aussprache und der Wortschatz sind dürftig. Gibt es eine Möglichkeit auch online sich diesbezüglich fortzubilden. Gruß,Kunigunde
  • 20.10.2016, 18:19 Uhr
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Hallo Reinholt und Melvin,

danke für euere Kommentare. Genau das will ich ja auch mit meinem Beitrag sagen: Auch ältere Menschen sollten sich von nicht erwiesenen Behauptungen und den "jungen Hüpfern" nicht abhalten lassen, eine Sprache zu lernen und dass zu tun, was ihnen Spass macht!
  • 09.04.2014, 13:12 Uhr
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Ich habe vor einigen Jahren auch noch Französisch erlernt. Mir hat ein Sprachaufenthalt, quasi als Anstoß, sehr geholfen. Weiter habe ich dann in einer innländischen Sprachschule gemacht. Wichtig ist sowohl im Innland, als auch im Ausland, dass man auch als älterer Sprachschüler dort ernst genommen wird! Viele "junge Hüpfer" reagieren zwar ein wenig erstaunt, dass man im Alter noch eine Sprache lernen möchte, die Sprachlehrer reagierten aber imme professionell. Das ist mir wichtig!
  • 09.04.2014, 11:48 Uhr
Die "jungen Hüpfer" sollten nicht erstaunt, sondern lieber froh sein! Warum sollte das Erlernen von Sprachen nur jungen Menschen vorbehalten sein?

Generell würde ich auch beides machen: sowohl einen Sprachkurs im Inland als auch weitere Erkenntisse auf einer Sprachreise sammeln.

Ich finde es gut, dass du noch Französisch gelernt hast, Reinholt!
  • 09.04.2014, 13:04 Uhr
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Auf den Philippinen habe ich einen Bekannten, der bald 70 ist und gerade dabei ist, Bisaya zu lernen. Mit seiner Ehefrau als Lehrerin macht es ihm auch sichtlich Spaß. Die geistige Betätigung hält ihn auch geistig fit.

Um eine Sprache zu lernen, benötigt man Zeit, Sitzfleisch und einen guten Lehrer respektive eine gute Lehrerin. Warum sollten Senioren also nicht die Möglichkeit haben, neue Sprachen zu erlernen?
  • 09.04.2014, 11:38 Uhr
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