Ende einer Ära: Bertelsmann macht die Buchclubs dicht
Ende einer Ära: Bertelsmann macht die Buchclubs dichtFoto-Quelle: Henry Schmitt - Fotolia

Ende einer Ära: Bertelsmann macht die Buchclubs dicht

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Beitrag von News Team

Das waren noch Zeiten, als der Buchclub seine Mitglieder zum Kauf mindestens eines Buchs pro Quartal verdonnern konnte. 7 Millionen Mitglieder hat der Club in Deutschland (West) damals - mehr als jeder 10. Einwohner und wahrscheinlich mindestens jeder 4. Haushalt bekamen den Katalog ins Haus geliefert und "durften" bestellen. Und dann kam Amazon.

Gute Ausgangsposition, schlechtes Management

Bei aller Nostalgie für Buchclubs: Geschäftsideen kommen und gehen. Und das ist gut so. Aber hinter jedem Geschäft stecken auch Mitarbeiter und die haben sicher gehofft, dass das Führungspersonal die richtigen Weichen stellen würde, als der Zug ins Rollen kam und den alten heimeligen Bahnhof verlassen musste.
Noch vor 20 Jahren blühte das Geschäft. Dann kam das Internet und die Zeiten änderten sich. Die Märkte gerieten in einen heftigen Umbruch, völlig neue Konkurrenten und Vertriebswege tauchten auf. Und der Buchclub verspielte sein ganzes Ausgangskapital wie ein angeschlagener Gambler in Las Vegas, der auf einem Haufen Chips sitzt, aber keine Spiel-Strategie mehr hat.
Über 500 Mitarbeiter warten nun auf den Sozialplan zur Abwicklung einer der rentabelsten Geschäftsideen im Nachkriegs-Deutschland.

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