MDR, Volksmusik, Musikantenstadl und ähnliche Absurditäten
MDR, Volksmusik, Musikantenstadl und ähnliche AbsurditätenFoto-Quelle: Frank Runkel

MDR, Volksmusik, Musikantenstadl und ähnliche Absurditäten

Beitrag von wize.life-Nutzer

Es muss dringend etwas besprochen werden! Ausnahmsweise geht es diesmal nicht um Musik, sondern um einen kompletten Fernsehsender. Ich habe "versehentlich" dorthin geschaltet und wurde sofort von Monstern, Zombies, Geistern und komischen Tieren in den Bann gezogen...bis ich zweifelte und dachte: " Monster mit Schlips? Zombies mit Trachtenkleid?!" Ich schaute in die Programmzeitung und da sah ich ihn! Den Sender!....Die Rede ist vom Senioren Gulag MDR!
Oh mein Gott!
Wenn man sich dort eine moderierte Sendung anschaut und zwar EGAL welche, glaubt man als normal sterblicher, dass man einer mitgefilmten Therapiesitzung der Klaus Kinski Gedächtnisklapse beiwohnt. Leute die seltsam aussehen sprechen Sätze, die man nicht versteht, zu Leuten, die ihren Speichelfluss nicht unter Kontrolle halten können. Dazwischen dreht sich der meist hyperaktive Moderator oder Showmaster ruckartig zu den im Publikum sitzenden Mitgliedern einer von der Firma Kukident gesponsorten Rollatorgang um, breitet die Arme aus und brüllt ein kräftiges: "HAHAHAHAAAAA" in die Menge. Spätestens an DER Stelle wusste ich, woher der Name "Ein Kessel Buntes" kommt!! Damit konnte nur der Inhalt des Eimers gemeint sein, in den ich mich zuvor übergab! Während unsere Regierung sich nicht über die Anwendung aktiver Sterbehilfe einigen kann, praktizieren die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten (jetzt weiß ich auch warum das "Anstalt" heißt) das schon lange...nämlich im MDR!
.............Dann kam ER! Der Florian, der Silbereisen!
Ich will ihn...! Alleine ...nur für MICH! Damit ich am nächsten Morgen wie Hanibal Lecter im Film „das schweigen der Lämmer“ sagen kann:
"Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti."
Spaß bei Seite, dieser Plastik-Junkie mit Wollmaus-Perücke schafft es tatsächlich, das durchschnittliche Sterbealter in diversen Bundesländern nach oben zu verschieben. Warum? Ganz einfach...weil es niemand wirklich glauben kann, was dort über den Bildschirm sabbert. Man will unter keinen Umständen die nächste Folge verpassen, wo vielleicht aufgedeckt werden könnte, dass in Wirklichkeit ein Alien aus dem Andromeda-Nebel unter seiner Maske steckt. Deshalb wird das Sterben erstmal verschoben! Ich bin überzeugt davon, das er nebenberuflich zusammen mit Marianne und Michael einen Sado/Maso-Musikanten-Stadl-Swingerclub betreibt. Wie es dort zugeht, stelle ich mir wie folgt vor:
An der Theke sitzen Gestalten wie die Jacob-Sisters mit Stachelhalsband und Nietendirndl. Ihre Pudel sind schwarz geschminkt.
♪The poodle bites, (come on, frenchie) ♫ the poodle chews It, (snap it! ) ♫(© by F.Z.)
Dicht gefolgt von Karl Moik in Lederstrapsen, betreten die Kastelruther Spatzen aneinandergekettet und in Ganzkörper-Noppenkondomen gehüllt, die Lokalität. Plötzlich...RUMMS...Licht aus....BÄÄÄÄÄM… Spot an!
FLORIAN SILBEREISEN...!
Der Inbegriff aller lebenden Karikaturen. Der, der vor Beginn jeder Show einen Kleiderbügel in den Mund steckt um sein Polyester-Grinsen zu verstärken...da steht er! Durch jede seiner Brustwarzen einen Button gepierct auf dem "Schwiegermamas Liebling" steht! Er holt tief Luft und will gerade sein "Grüß Gott miteinander" losschmettern, da stülpt ihm der haarige Gunther Emmerlich, bekleidet mit einer zu engen Lederhose und einer zu kleinen Polizistenmütze auf dem greisen Schädel, eine Gasmaske über den Kopf und wirft ihn hinter die Theke auf den Boden. Nachdem Gunther einen halben Eimer Melkfett an Florian Silbereisen "verbraucht" hat, betritt ein sichtlich deprimierter DJ. Ötzi den Laden. Er hat seine weiße Klo-Rollen-Strickkappe gegen ein Pendant aus Leder mit innenliegenden Polsternägeln getauscht. Traurig und etwas verschämt fragt er nach Toni Marshall (Namensgleichheit mit dem berühmten Gitarrenverstärker ist Zufall). Aber Toni war schon unten...im Darkroom...wo Dieter Thomas Heck gierig den Geräuschen des Mainzer Knabenchors lauschte, die sich einen Spaß draus machten, Patrick Lindner mit Vaseline einzuschmieren. Seltsame Geräusche aus einem Nebenraum lassen ein Verbrechen vermuten, aber das war nur Bata Illic der seiner Gespielin seine sexuellen Wünsche erklärt:
"chr ...krsch ...kkrt Mikkaeeeela aha... larrss... chrr.."
Florian Silbereisen (sichtlich geschafft) flüchtet vor Karl Moik, der extatisch mit sprühendem Mundspeichel brüllte: "I besorgs dir heit a nooch". Aber dann passierts, Andy Borg stellt Karl Moik im vorbeilaufen ein netzbestrumpftes Bein! Der Länge nach fällt der Moik hin und Andy Borg brüllt: "Jetzt hob i dieeee!" Aus den Deckenlautsprechern erklingt Vadder Abraham mit seinen Schlümpfen....die in Wirklichkeit Sackratten in seinem Bart sind und nur zu Gesangszwecken ans Licht dürfen.
Plötzlich geht ein Raunen durch den Club...die Wildecker Schmerzbuben kommen aus der Umkleidekabine! Beängstigende Stille macht sich breit...man hört nur noch das leise hecheln von Stefan Mross, der das Mundstück seiner Trompete von Stefanie über seinen "Härtel" gestülpt bekommt. Schritte...laut...polternd...wie im Vorspann des Films Godzilla, in dem in der Anfangsszene vibrierende Gläser zu sehen sind. Die Schmerzbuben, hintereinander gehend, in im Schritt offenen Ledertangas der Größe XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXL walzen durch die Menge. Den Kopf verhüllt mit Heintje Gummimasken fragen sie an der Theke nach Karl Moik und dem Automaten an dem man Gleitmittel ziehen kann.
Im Hintergrund sieht man über den Thekenrand immer wieder den Kopf von Florian Silbereisen hochhüpfen. Er brüllt: "Jo mei...des is guad, glei gehts lohoooos!" Plötzlich Hektik! Sichtlich aufgeregt rennt Bata Illic an den Leuten vorbei und brüllt:
"chr… chrr... cr... Krchh …Mikkaeeeela aha... crrrrschh...!!"
Heinz Schenk in ledernen Over-Knees und Tom Sellek-Schnauzer ist mit einem Bembel voller Viagra-Pillen hinter ihm her! Er ruft immer wieder: "Badda, du solls net so bleed babbele...Isch will disch jezz habbe...!!"
Plötzlich klopft es an die Eingangstür *poch, poch*
Das Grauen steht im Türrahmen!
DIE FLIPPERS.....!
Die Band aus Johannes Hesters Kindertagen!
Das Trio mit dem Kleinstadt-Lümmelluden-Outfit schlechthin...
Da hofft man doch gleich, das Greenpeace wegschaut , sollten sie mal aus Versehen in die Thunfischfangnetze japanischer Fischer geraten. Optisch ein Highlight ist es immer wieder, wenn der "Schlagzeuger" auf seiner einzigen Trommel verzweifelt versucht seinem eigenen Playback zu folgen...es gelingt ihm NIE!
Mit den „Flippers“ könnte man Kriege beenden! Einfach über dem jeweiligen Krisengebiet abwerfen und warten! Die Armee dieses Landes würde sich selbst im kollektiven Suizid vernichten!
Hat man eine CD von den „Flippers“ im Regal, verstößt man eigentlich gegen das Kriegswaffen Kontroll-Gesetz.
Im Keller befindet sich ein Gestell in Form einer Edelweiß-Blüte, an das Costa Cordalis mit Ledergurten geschnallt ist. Sein Gesichtsausdruck gleicht mittlerweile dem eines Motorradrennfahrers, der mit 300 km/h ohne Helm unterwegs ist. Vor ihm an der Wand ein lebensgroßes Portrait von Johannes Heesters, dem Justin Bieber der Kreidezeit, ein leichter Geruch von Verwesung erfüllt den Raum.
Nana Mouskouri, bekleidet mit einem Batwoman-Kostüm, steht sabbernd vor ihm und schwingt lautstark stöhnend wie Serena Williams in einem Wimbledonmatch, eine neunschwänzige, aus den muffig riechenden Freundschaftsbändern von Wolfgang Petry geklöppelte Peitsche.
Dieter Thomas Heck, mittlerweile mit einer hautengen Gummihose bekleidet, hält einen Dildo mit abgespreiztem kleinen Finger wie ein Mikrofon vor den Mund und liest mit staccatoartiger Geschwindigkeit auf einem Zettel aufgeschriebene Namen von Schlagersängern vor, denen er es heute noch besorgen will. Im Flur begegnet einem ein Peter Alexander Double, welches lautstark das „Fiaker Lied“ präsentiert. An der Leine führt er den spätpubertierenden Alpenrocker Andreas Gabalier mit sich, der behindert durch einen Ball-Knebel, extrem undeutlich sein „I sing a Liad für di“ krächzt.
Eine der Kessler-Zwillinge rennt mit einem Bauchladen voller Notfall-Kondome an ihm vorbei und sucht verzweifelt den Raum, in dem Heinz Schenk mit Bata Illic und dem Bembel voller Viagra’s verschwunden ist. Plötzlich hört sie ganz in der Nähe ein hilfloses, aber lautes:
„chr… chrr... cr... Krchh…. Mikkaeeeela aha..crrrrschh...CHRRRRSHHH!!“
Eine Tür öffnet sich und ein sichtlich erschöpfter, schweißnasser immer noch haariger Gunter Emmerlich tritt in den Flur. Er schaut die Kessler an und sagt mit schwerem Atem und dem bekannten sonoren Timbre seiner Stimme: „zu spät!“
Plötzlich tönt es aus einem Deckenlautsprecher: „Liebe Eltern, der kleine Silbereisen möchte aus dem Dark-Småland abgeholt werden!“
Die Tür dieses Raumes öffnet sich und die vier personifizierten Köttbullars mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, namens ABBA verlassen mit Gummischürzen gekleidet und Geburtshelferhandschuhen aus dem Veterinärbereich an den Händen, den wimmernden Florian Silbereisen, der breitbeinig und nackt über einem Haufen bunter Plastikbällchen steht.

Fortsetzung folgt!
© Frank R. 2014