Landesgartenschau in Deggendof
Landesgartenschau in Deggendof

Landesgartenschau in Deggendof

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die besten Donau-Gartenschau-Gedichte wurden prämiiert
OB Dr.Moser und Kneippvereinsvorsitzender Gerard Zacher
gratulierten den Siegern

Deggendorf - Der Deggendorfer Kneippverein hat um Gedichte zur
Landesgartenschau gebeten. 31 sind eingegangen. Am Dienstag war
in der Antonius-Apotheke Preisverleihung durch Oberbürgermeister
Dr. Christian Moser, Kneippvereinsvorsitzenden Gerard Zacher,
dessen Stellvertreter Johanna Nothhaft und Erhard Strunz sowie
dem Apotheker Toni Fink im Beisein von Bezirksrätin Margret Tuchen.
Moser lobte die Aktion und die Beteiligung des Kneippvereins auf
der Landesgartenschau mittels Kneipparmbecken und einer Reihe
von Vorträgen , e rfreute sich über die gute Beteiligung. Die
Aktivierung der Sinne auf der Donaugartenschau bringt
Harmonie und positive Lebensfreude und dies kommt auch in den
eingesandten Gedichten zum Ausdruck, sagte Kneipp-Vorsitzender Gerard
Zacher . Er dankte allen Teilnehmern recht herzlich und bat, an den
Kneippveranstaltungen teil zu nehmen. Jury-Teilnehmer waren u.a.
-sie waren teilweise anwesend: Johanna Nothhaft, Erhard Strunz,
Gerard Zacher, Toni Fink, Stephan Obermeier und Bürgermeister Günther
Pammer. "Unser ganzheitliches Kneipp- Gesundheitskonzept profitiert
von über 100 Jahren Erfahrung und entwickelt sich offen für
innovative Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung, unter-
strich Zacher.

Den ersten Preis mit einer URKUNDE erhielten Franz und Sigrid Drexler
mit "Kneippsche Erfrischung", der 2. Preis ging an Martina Voit mit
"Blumen statt Wassermassen!", den 3. Preis holte Ingrid Gillmeier mit
"Ein Lüfterl weht durch Stadt und Land". Der Sonderpreis für B ayerische
Mundartgedichte ging an die Dichterin Sofie Zellner (Gstein). OB und
Zacher dankten für die Tekilnahme.. Die Gedichte seien eine wertvolle
Bereicherung. Der Kneipp-Info-Platz mit dem Kneipp-Armbecken und
einigen Ruhebänken auf der Landesgartenschau seien sehr gut angenommen worden.
Zacher stellte in Aussicht, dass der Kneippverein demnächst um
"Gedichte zu Deggendorf" aufrufe.

.
Das Element Wasser - so Zacher - bereichere die Schau und manche
Gärten, es beruhige und belebe gleichzeitig.
In den Gedichten komme die Freude darüber mit zum Ausdruck.
Sebastian Kneipp habe gesagt - so Zacher: "Der menschliche Körper ist eines
der wunderbarten Gebilde aus der Schöpferhand Gottes. Jedes Gliedchen
passt zum Gliede, jedes streng gemessene Glied zum harmonischen, zu
staunenswerter Einheit verbundenen Ganzen." So sei ein Spaziergang durch
die herrliche Landesgartenschau wohltuend und erfreulich für Körper, Geist
und Seele. Ganz natürlich würden alle Sinne angesprochen. Es gelte diese
Sinne bewusst zu stärken: Die Augenübung zum Beispiel: "Nehmen Sie sich Zeit. Betrachten Sie
eine Blume genau. Blumen sind vollkommen und jede Blume ist einzigartig", betonte
Zacher. Es gelte, den Blick in die Ferne zu schweifen und die Gesamtkompositionen,
das Zusammenspiel der Farben und Blumen anzusehen. Mit der Nase könne man
persönliche Wohlfühldufte erleben. Bei Schliessen der Augen werde dies verstärkt.
Wirkt der Duft erfrischend, beruhigend oder stärkend? Mit den Ohren gelte es
bewusst den Klängen der Natur zu lauschen. Die Haut sei Ort des Tastsinnes, mit dem
die Elemente Feuer (Hitze und Wärme), Wasser, Erde und Luft erspürt werden können.
So diene beispielsweise das kalte Kneipp-Armbecken auf der Landesgartenschau u.a. auch
der Stärkung des Tasterlebnisses. So könne die Landesgartenschau Balsam im Sinne
von Kneipp sein, der die Schwerpunkte auf Wasser, richtige Ernährung, Bewegung,
Heilkräuter und innere Ordnung lege. Die Beschäftigung mit der Natur gehöre zu
einem ausgeglichenen Leben , und die Beschäftigung in der Natur zu einer
Grundvoraussetzung für die Gesundheit. Sebastian Kneipp habe auch gesagt:
"Es lässt sich mit Recht behaupten, dass Helle und Sonnenlicht sehr dazu
beitragen, eine gute Stimmung im Menschen hervorzubringen, somit auf
Geist und Körper wesentlich einwirken".
Zacher verwies auf die Kneipp- Vision
Gesunde Menschen im Einklang mit sich, den Anderen und der Natur.

Die Kneipp- Ziele sind laut Zacher:
Gesundheitsförderung und Gesundheitsbildung nach den Grundlagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
 Verbreitung des Kneippschen Gedankengutes mit den Handlungsfeldern der klassischen Naturheilverfahren Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung
Förderung der Verantwortlichkeit für sich selbst, der Natur und der Umwelt gegenüber
 Hinführung zu einer gesunden, einfachen und naturnahen Lebensweise.

Zacher führte weiter aus, dass der Deggendorfer Kneippverein bald um
weitere Gedichte zum gesundheitsbewussten Leben in Deggendorf
aufrufen werde. gz

Bildunterschrift:
Oberbürgermeister Dr.Christian Moser und Kneippvorsitzender Gerard
Zacher kürten zusammen mit Jury und Vorstandschaft Sigrid Drexler
zur 1. Preisträgerin und gratulieren der Dichterin Sofie Zellner zum Sonderpreis
"Mundartdichtung" (jeweils mit Urkunden).

1. Preis:

Gedicht Sigrid Drexler, Deggendorf, Egger Straße 2c
Kneipp´sche Erfrischung

Spazier ich in die Gartenschau hinein:
Ach, im Garten Eden kann´s nicht schöner sein.
Seh ich den Blütenflor in seiner Farbenpracht,
wer hätt´da nicht ans Paradies gedacht.

Wind- und Wasserspiel verbreiten Heiterkeit,
das Blumenmeer macht Aug ´und Herzen weit.
Es zeigt sich Muße, Kunst und die Kultur
in Wort und Lied und auch Skulptur.

Beim Gehen, Staunen, Umeinandersehn,
da spür ich langsam meine Kraft ausgehen.
Die Glieder haben plötzlich mehr Gewicht,
so wie im Paradies fühl ich mich nicht.

Für dies und viele andre Zipperlein
gibt es zum Glück den Kneipp-Verein.
Die Arme tauchen ein im Wasserbecken,
das wird die milden Geister wieder wecken.

Und so vom irdischen Schmerz befreit,
bin ich zum Weitergeh´n sogleich bereit.
Erfrischt, die Sinne wundersam erquickt,
bin ich dem Paradies schon wieder nah gerückt.


Sonderpreis: Bayerische Mundartdichtung
von Sofie Zellner, Gstein


Zur Deggendorfer Landesgartenschau 2014

Auf gehts, Leit, da Kneippverein,
der lodt enk iatz nach Deggendorf ein.
Und schuld dran is de Gartenschau,
solls drüber schreibm, derfts enk scho traun.

A schöners Platzerl gibts net leicht
des unsrer Kreisstadt a wenig gleicht.
De Gartnschau am Doanafluss,
de is für vej Leit a Genuss.
Sehgst t rundum Bleame, Sträucher, Baam,
des Kneipparmbeckn is an Traam.
Zur Unterhaltung, Leit schauts her,
do gibts a Musi und na mehr.
Sebastian Kneipp, dat er no lebm,
dat gwieß sein Segn dazua gebm.


2.Preis


Gedicht von Martina Voit, Salvatorweg 9, Deggendorf


Dort wo letzes Jahr Wassermassen
strömten um Unheil anzurichten
dort kann man diese Jahr die
schönsten Blumen, Sträucher, Bäume sichten.

Wisst ihr Leute, wo das ist?
Im schönen Deggendorf
es erblüht wieder zum Paradies!
Wollt ihr es sehen ganz genau
begebt euch schnell zur Donaugartenschau.

Dort gibt es auch ein Kneipp-Armbecken
mancher fragt sich was das bringt?
man fühlt sich nach Benutzung sogleich verjüngt.
Beschwingt dann das Areal abgehn,
um die ganze Pracht zu sehn.

Weiter gehts dann munter und frisch,
plötzlich sieht man einen freien Tisch
auf der sonnigen Terrasse in einem sehr schönen Lokal.
Da hat man keine andere Wahl
man setzt sich dann um sich zu stärken,
denn auch dies ist möglich den Donaugärten.

Die Seele baumeln lassen voller Lust
denn hier vergisst man jeden Frust.
Die Donaugärten zu besuchen, dies ist nicht verkehrt
denn Deggendorf ist eine Reise wert.

3.Preis:
Ein Lüfterl weht durch Stadt und Land
Gedicht zur Landesgartenschau in Deggendorf 2014

Ein Lüfterl weht durch Stadt und Land,
und allen ist es wohlbekannt,
in Deggendorf, da ist was los,
da blüh’n die Blumen grandios.
Die Farben sind so schön und fein,
da tauch’ ich mit der Seele ein.

Überall, wohin ich seh’,
auf Schritt und Tritt, wohin ich geh’,
begegne ich den Kostbarkeiten,
die die Herzen lustvoll weiten.
Gefühle schwirren in der Luft
und bilden den besond’ren Duft.

Kinder staunen, Kinder lachen,
tummeln sich mit vielen Sachen.
Nicht gespielt wird hier da nur,
dort lernt man auch von der Natur.
Saftig grün sind alle Wiesen,
das Gras lässt seine Halme sprießen.

Die Donau fließt und Wellen schwingen,
die Leuchten in die Augen bringen.
Die Bäume wurzeln stumm dahin,
für manche ist’s der Anbeginn.
Die Brücke lädt zum Wandern ein,
ich lass’ mich auf was Neues ein.

Musizieren, tanzen, singen,
das soll den Menschen Freude bringen.
Leben spüren, Tag für Tag,
bis der Sommer nicht mehr mag.
Augenweiden und Garten Eden,
das darf ich heuer hier erleben.


Meiner Tochter Verena gewidmet,
Ingrid Gillmeier

Stadt-Au 92, 94469 Deggendorf auf der Karte anzeigen:
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