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Weihnachten XXL - Kirmesstimmung auf dem Weihnachtsmarkt
Weihnachten XXL - Kirmesstimmung auf dem WeihnachtsmarktFoto-Quelle: Verena N./www.pixelio.de

Weihnachten XXL - Kirmesstimmung auf dem Weihnachtsmarkt

Beitrag von wize.life-Nutzer

Es war wohl keine gute Idee gewesen den Weihnachtsmarkt zu besuchen, denn am Ende bin ich alles andere als adventlich gestimmt, sondern verstimmt! Mein Fazit: Zu groß, zu laut, zu schrill, zu grell! Weihnachten hat sich gewandelt. Aus jeder Ecke schreit und plärrt es. Grelle Lichter, welche im steten Wechsel aufflackern und wieder verlöschen, schwer beladene Weihnachtsbäume, an denen überdimensionale Kugeln in schrillen Farben baumeln, Fressbuden bis zum Abwinken und last, but not least, überteuerter Glühwein, der meine Geschmackspapillen beleidigt und im Abgang nach Petroleum schmeckt. Die Besinnlichkeit von Weihnachten kommt so bei mir nicht auf, hier, wo alles überladen scheint, groß und protzig, Weihnachten im XXL-Format.

Aus den Lautsprechern dudelt aus jeder Ecke Weihnachtspop, hübsch verpackt, mit Schlittenglöckchenklang und am Ende der Weihnachts- strasse musizieren rotbackige Blechbläser mit roten Bommelmützen und glasigen Augen, die vom reichlichen Genuss des Glühweinfusels zeugen. Eine Stimmung aus Kirmes, Grillfete und Erzgebirge mit Zuckerhäubchen macht sich breit, weit weg von Besinnlichkeit und Idylle. Weihnachten schreit!

Der Weihnachtsmann, einst würdevoll und liebenswert, ist zu einer Juxfigur verkommen. Allerorts wird nun sein roter Kopfschmuck als Gag verwendet, den man sich aufsetzt, um zu demonstrieren, wie sehr man doch dabei ist, bei dem alljährlichen Trubel. Alles ist erlaubt, Hauptsache, groß, bunt, schrill und nicht zu übersehen.

Und doch ist das Fest am Ende des Jahres in den Familien noch unver- ändert. Man schottet sich ab vom Trubel draussen, zelebriert ein festliches Mahl, bei dem alle Familienmitglieder versammelt sind und singt sie noch, die alten Weihnachtslieder. Die liebevoll verpackten Geschenke wechseln ihre Besitzer und alle kommen an einem Tisch zusammen, ganz egal, wie weit der Weg nach Hause ist. Weihnachten ist ein Fest der Familie, des Zusammenseins, des Zeitfüreinanderhabens, denn nichts ist wichtiger, als sich Zeit zu nehmen, für die Menschen, die man liebt. Wenn wir uns daran erinnern, dann wird sich auch der Frieden in unseren Herzen einstellen und Weihnachten zu dem machen, was es immer schon war, ein Fest der Liebe und des Miteinanderseins.


Foto: Verena N./www.pixelio.de


3 Kommentare

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Ich mag die Weihnachtsmärkte nicht,
gehe auch nicht drüber.Backe lieber Plätzchen.
Trinke einen Tee und lese.
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Ich meide solche Märkte, bzw. die Innenstädte und die großen Einkaufszentren in dieser Zeit besonders, vor allem am Wochenende....diese Form von Gaudi brauche ich nicht....diese Zeit vor Weihnachten nutze ich lieber zum Innehalten und Nachdenken. Im christlichen Sinne war die Adventszeit eine Fastenzeit, für mich auch....
So halte ich es auch, An Ke!
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