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Das Himmelei

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Sonntag, 05.04.2015 - 18:31 Uhr

Letztes Wochenende schon haben wir einen Spaziergang am Waldrand oben auf der Moräne gemacht und uns ein paar Zweige geschnitten, nicht zu lang, nicht zu kurz. Für den Osterstrauß.
Ich bin dann auch auf den Dachboden gestiegen und habe die Osterkiste geholt. Sie ist bei weitem nicht so groß wie die mit den Weihnachtssachen, aber ein paar lieb gewordene Kleinigkeiten sind schon darin.

bunt und von Kinderhand


Darunter zwei Eierkartons voll Ostereier, einer mit den schönsten Eiern aus mehreren slawischen Ländern, aus der Tschechoslowakei, die es damals noch gab, aus Russland, und aus der Ukraine. Es sind die allerschönsten Eier, und dieser Karton ist zwar aus Pappe, aber eine Schatzkiste. Und der andere Karton ist einer mit selbstgemalten, eher nicht so tollen Eiern drin, aber ein Familienschatz. Denn wie könnte ich je ein Ei wegschmeißen, dass die kleine Maus bemalt hat, als sie vier war? Ein dunkelblaues Ei mit grünen Tupfen oder so etwas ähnlichem, denn rund sind die Pinselstupser nicht. Aber schön. Ein anderes Ei von ihr zeigt zwei breit gepinselte gelbe Streifen, die das Ei unterteilen, und dazwischen drei blaue Striche. Diese Komposition ist unnachahmlich gut. Und ein Küken hat sie auf noch einem Ei gemalt, ein naja Monsterküken. Das ist riesengroß mit zwei rotunterlaufenen Gruselaugen. Der Kopf und der Körper sind viereckig, und gelb, daran kann man erkennen, dass es ein Küken ist. Dies Küken ist eher erschreckend, wie aus der Legebatterie, aber es war eine so tolle Malerei auf einem doch so krummen Grund, und sie noch so sehr klein!

Zwei eigene Versuche und das Himmelei


Und zwei Glanzstücke von mir sind auch noch dabei, eines zeigt einen eitlen Hahn, der auf einem quietschgelben Feld herumhüpft auf der Suche nach den Hühnern. Eigentlich ist er zu dünn für einen Gockel. Aber dafür fröhlich. Man kommt schon auf was, auch auf eine Hühnerfamilie. Und mein anderes Meisterwerk war den östlichen Eiern nachempfunden und mit schwarzer Tinte bemalt. Nur waren meine Kringel bei weitem nicht so kunstvoll. Vielleicht ersetzen wir es mal bei Gelegenheit. Und ein unvollendetes Ei meiner Schwester habe ich auch aufgehoben: das Himmelei. Es ist himmelblau, mit einem weißen Wolkenrand oben und einem grünen Wiesenrand unten und sonst nichts. Wahrscheinlich sollte es von einer Osterszenerie bevölkert werden, zu der sie dann nicht mehr gekommen ist. Aber genau so ist es richtig: Ein endloser blauer Himmel, völlig frei. Für alles, was wir uns denken oder wünschen und was da kommen mag. So ist der Himmel, und der Frühling, und Ostern.


Mit dieser kleinen Geschichte wünschen wir Ihnen alle Frohe Ostern!

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