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Hoffen und Warten

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 07.04.2015 - 16:42 Uhr

Starr, sein Blick aus dem Fenster.
Ohne Anteilnahme von Dem, was dort draußen geschieht, versinkt er in seinen eigenen Gedanken.
Sanft, berühren meine Hände seine Schultern.
Weinend, schmiegt er sich an.
Mein Hemd, längst duchnässt, von seinen Tränen.
„Pssssst, alles wird gut, mein Sohn, weine mein Kind, weine.“
Mit unbändiger Kraft, umklammern seine kleinen Hände meine Taille.
Fragend, suchend, hoffend.
In meiner eigenen Ohnmacht, wiederhole ich mich. „Alles wird gut!“
Langsam, ganz langsam, beruhigt sich sein schreiendes Herz.
Noch bevor er sein Lieblingsbuch aufschlägt, ruft er mir hinterher, „Papa ich hab dich lieb.“
„Ich dich auch, ich dich auch, mein Kind.“
Im Bad, schaue ich in den Spiegel.
Morgen kommt ein neuer Tag, morgen werde ich ihn wieder belügen.
Hoffen und Warten.

Peter Böttcher

11 Kommentare

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Lieber Peter, hier fehlen mir die Worte. Ich fürchte alles, was ich zu deiner anrührenden Momentaufnahme schreiben könnte wäre falsch.
Ich kann nur schreiben, ich wünsche dir an solchen Tagen immer die richtigen Worte zu finden um Trost spenden zu können und Kraft zu schöpfen.
Lieben Gruß - Ursula -
Liebe Ursula,
hab Dank, für Deine Worte. Herzliche Grüße an Dich
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Lieber Peter, sehr schön geschrieben, habe ich gerne gelesen LG Eva
ich danke Dir, liebe Eva
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Lieber Peter,
weil ich weiß, dass diese Geschichte wahr ist, erschüttert sie mich um so mehr. Wie immer sehr gut geschrieben.
Liebe Inga,
Du kennst mich gut, ja sie ist wahr. Danke für dein Lob.
Sehr gerne, es ist ehrlich gemeint.
Ich wollte, Deine berührende Geschichte wäre erfunden...
Liebe Grüße und viel Kraft für Dich und Deine ganze Familie, Inga
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"Was hätte der Vater seinem weinenden Kind sagen können, ohne es als "Lüge" zu empfinden?" geht mir durch den Kopf. Er konnte es zum Beispiel nur durch seine Nähe, dem Gefühl des Verstanden-, Geborgenseins durch ihn beruhigen. Mir fallen verschiedene andere Möglichkeiten ein. Kurz, Deine Geschichte regt unbedingt zum darüber nachdenken an, ist emotional gut nachvollziehbar und knapp konzentriert auf den Punkt gebracht. Ich finde, Sie ist Dir gut gelungen.
Danke Gisela, manche Lebenssituationen, sind für Kinder besonders schwer zu ertragen.
so ist es !!! Peter
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